Pfannkuchen Hackfleisch Tomaten Guacamole Cheddar


Die Füllung für die Pfannkuchenroulade wird eigentlich mit Burritos oder Enchiladas serviert, aber ich hatte keine Maisfladen im Haus und wollte ausserdem mal wieder Pfannkuchen machen.
Ich hatte schon einiges da und musste nur noch Hackfleisch und Koriander einkaufen.
So oder sehr ähnlich hat es schon mehrfach Eingang in diesen Blog gefunden, aber es ist für mich ein typisches Gericht für den Sommer, weil es von vollreifem Gemüse lebt, und heute hatten wir wieder über 30 C und wer weiss, wie lange das Wetter noch hält?

Die Zutatenliste:
Für die Pfannkuchen-
1/8 l Milch
1 Ei
Genug Mehl für einen leicht flüssigen Teig
Prise Salz, Prise Zucker

Für die Guacamole-
1 Avocado in Würfeln
1 mittelgrosse Tomate in Würfeln
2 Frühlingszwiebel hauptsächlich das Weisse
Saft einer Limette
Handvoll Koriandergrün gehackt
1/2 Jalapeño in dünnen Scheiben
1 gute Prise Salz (Avocado braucht viel Salz)

Beim Herstellen der Guac schnitt ich von allem etwas mehr und hackte zusätzlich eine Schalotte, eine halbe Spitzpaprika in Würfeln und eine Knoblauchzehe.
Nachdem ich 250 g Rinderhack angebraten hatte, gab ich diese Mischung mit hinein, um sie auch kurz zu garen.
Dann machte ich schnell 2 Pfannkuchen, legte sie in einer ovalen Form leicht übereinander und füllte sie erst mit der Hackfleischmischung, dann mit der Guacamole und schliesslich mit Cheddar Käse (einer Handvoll). Dann drehte ich die Mischung zu einer Rolle und gab den restlichen Käse oben drauf und schob alles 10 Minuten bei 200 C in den Ofen.
Die eine Hälfte schnitt ich in drei Rollen und servierte sie mit einem Rest Guacamole, die andere Hälfte gibt es ein andermal. Wer mag, kann noch einen Klecks Saure Sahne dazugeben.

Fazit:
Das Mundgefühl war anders, weil die Pfannkuchen weicher als Maistortillas sind. Auch schluckten sie mehr der Schärfe und ich würzte nach. Aber insgesamt war es eine leckere und auch sättigende Angelegenheit 🙂

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Frikadelle Spinat Drillinge


Samstag hatte ich Spinat gekauft, den musste ich heute verarbeiten. Da war es gut, dass ich noch Drillinge übrig hatte von vor ein paar Tagen.
Dazu machte ich eine besondere Frikadelle. Allerdings wurde heute alles später, weil ich mit Frau B. bei den Pferden war und sogar ein Geschenk mit nach Hause nehmen konnte, nämlich eine scharfe Peperoni, eine halbe Gurke und ein paar Cocktailtomaten, alles aus dem Garten einer sehr netten Pferdefamilie, die ich vor ein paar Wochen kennenlernen durfte.
Ich fing also um 20:00 an zu kochen 🙂
Frikadelle:
150 g Rinderhack
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
frisch geriebene Brösel (1/2 Handvoll)
30 g Jurassic, einem Hartkäse aus dem französischem Hochjura
1/4 der Peperoni, die wirklich scharf war
Thymian, Rosmarin
Salz
Bunter Pfeffer
1 Ei

Alles per Hand vermischen und auf nur mittlerer Hitze langsam auf beiden Seiten anbraten. Weil die Frikadelle recht dick war, schob ich die Frikadelle dann für 20 Minuten bei 120 C in den Ofen.
Dazu gab es Drillinge, die ich erst in Salzwasser garte, dann zerdrückte und noch leicht in Rapsöl bräunte.
Den oben erwähnten Spinat pflückte ich erst von den Stielen, wusch ihn dann und briet ihn in Öl mit Knoblauch und Muskat an. Es dauerte gerade 3 Minuten.
Das Gericht sieht erst so aus, als würde eine Sauce fehlen. Man könnte bestimmt auch eine dazu machen, aber die Frikadelle war aromatisch-saftig und der Spinat auch noch schön feucht.
Es brauchte schlicht keine Sauce, obwohl ich mir eine Art Tsatsiki aus griechischem Joghurt gut zu allen Komponenten vorstellen könnte 🙂

Die Frikadelle war ganz fein im Geschmack durch den Käse und die Kräuter. Die Schärfe war allerdings fast komplett weg. Das passiert immer wieder mal bei manchen Chili Sorten, man muss es einfach ausprobieren (Tipp: Diese kleinen Thai Chilis werden nicht weniger scharf, also aufpassen!)
Insgesamt ein gutes Sonntagabend Gericht 🙂

Rindergulasch Bohnen Paprika Tagliatelle


Heute steckte ich morgens wie abends eine Stunde im Stau. Ich liebe diese Tage. Als ich, nachdem ich kurz einkaufen war, dann endlich um 19:00 zuhause war, konnte ich mir nicht mehr sicher sein, dass ein Gulasch heute eine gute Idee war. Ich wollte aber keinen Schnellkopftopf nehmen, weil ich finde, dass es den Geschmack und die Fleischkonsistenz verändert.
Also klassisch aufgesetzt, Fleisch angebraten, Zwiebeln angebraten, Knoblauch dazu, mit Port abgelöscht, dann mit Wein und später mit Wasser. Ich liess das Fleisch 90 Minuten leicht köcheln und gab dann die Bohnen und den Parika dazu. Nach weiteren 25 Minuten gab ich die Tagliatelle ins kochende Wasser. 7 Minuten später konnte ich sie abgiessen. Dazwischen hab ich die Sauce mit Beurre manié gedickt und eine Menge Salz und Pfeffer dazugegeben. Ach ja, vom Pfälzer gab es ein paar ziemlich gefährlich aussehende Pfefferonen gegeben. Ich fragte, ob sie scharf sind, er nickte kurz, warf sie in die Tüte und meinte die sin so dabei 🙂 Sie hatten nicht soviel Bums, wie ich dachte, aber ich nahm 2 und das zahlte sich aus.
Am Ende aß ich kurz nach 21:00, etwas spät für mich. Aber es war sehr lecker, ich hab mittags nochmal was leckeres und heute natürlich wieder Fotos 🙂

Rumpsteak Spinat Kartoffelspalten Champignons


Gestern kaufte ich neben den Cevapcici auch ein vom Metzger empfohlenes Rumpsteak vom deutschen Weiderind. Zur Auswahl war auch ein irisches Rind im Angebot gewesen, der Metzger meinte das deutsche Fleisch sei besser.

Dazu nahm ich noch Babyspinat und braune Champignons mit. Kartoffeln hatte ich noch zuhause.

Kartoffeln: Geschält und der Länge nach geteilt, gekocht und in Öl angebraten.

Spinat: Babyspinat gewaschen, angebraten, mit Knoblauch und Muskat verfeinert.

Champignons: Braune Champignons in kleine Quader geschnitten, Bacon Scheiben kross gebraten, zerbröselt. Champignons in Öl anbraten, Schalotte feingewiegt dazu, dann 2 El Schmand dazu und mit dem Bacon bestreuen.

Das Rumpsteak eine Stunde vorher aus dem Kühlschrank herausnehmen und aufwärmen lassen.  Dann scharf anbraten, die Hitze sofort reduzieren und 6 Minuten braten, dann wenden und 6 Minuten braten. Das Steak war etwa 4 cm dick und dadurch nicht medium, sondern oben und unten medium-rare, in der Mitte war es rare (meine liebste Variante).

Zum Steak und zu den Kartoffelspalten passten die Champignons a la creme wirklich gut.

Spinat kann es bei mir immer geben, es ist für mich ein sauleckeres Gemüse.

 

Rumpsteak Spinat Kartoffelspalten Champignons 1

 

Rumpsteak Spinat Kartoffelspalten Champignons 2

 

Rumpsteak Spinat Kartoffelspalten Champignons 3

Cevapcici Paprika Zucchini Tomatenreis Ajvar Tzatziki


Heute hab ich gegen besseres Wissen schon von der Metzgerei vorgefertigte Rinds Cevapcicis gekauft. Ich sage wider besseres Wissen, weil ich schon einmal welche gekauft hatte und so unzufrieden war, daß ich sie danach nur noch selbst machte und eigentlich nicht rückfällig werden wollte. Diese sahen gut aus. Aber am Ende des Tages waren sie nur mittelmässig. Wenigstens hab ich sie nicht totgebraten, weil sie sich dann in Gummiteile verwandeln.

Dazu gab es Scheiben von der Zucchini und der Spitzpaprika, ganz einfach in der Pfanne angebraten und gewürzt.
Der Reis heisst Tomatenreis, weil es kein Djuvecreis war, aber in die Richtung ging. Ich hatte nur Basmatireis im Haus, der ganz offenslichtlich der falsche Reis für dieses Gericht ist. Ich nahm eine fein gewiegte Schalotte, den Reis und etwas Tomatenpaste und Salz und briet das alles in Rapsöl an, bevor ich die zweifache Menge des Reises als Wasser dazugab. Ich kochte den Reis auf, stellte den Herd ab und liess den Reis 20 Minuten garen. Danach schmeckte ich ab, aber es war sogar nach dem nachsalzen noch lasch, also gab ich 2 El scharfes Ajvar zum Reis. Das war schon besser.

Das beste heute Abend war das selbstgemachte Tzatziki: Ich kenne viele Rezepte, die mit Quark oder Schmand oder irgendwelchen Kombinationen arbeiten, aber für mich ist die beste Variante eine, die mit 10% igem griechischen Joghurt beginnt. Dazu kommen 1-2 feingehackte Knoblauchzehen, die ich mit Salz verreibe. Jetzt gebe ich ein Viertel geschälte Salatgurke dazu, die ich hauchfein auf einem Trüffelhobel hoble. Etwas Salz und ein guter Spritzer Zitrone rundet den Geschmack ab. Ich lasse es eine knappe Stunde im Kühlschrank ziehen.

Das Ajvar war auch gekauft (hatte ich noch übrig), es war allerdings ein Edel Ajvar in Scharf und war die zweitbeste Komponente.

Aber ganz ehrlich: Das nächste Mal mach ich wieder alles selbst, das schmeckt einfach viel besser!

Thai Rindfleisch Tomatensalat Reisnudeln


Heute empfing ich eine Mail von einer Site, die ich abonniert habe: the chef mimi blog
Es ist ein amerikanisches Rezept, basierend auf einem weiteren amerikanischen Rezept, das teilweise Thai/asiatische Wurzeln hat.
Jedenfalls war ich angetan vom Rezept, auch weil es einfach in der Umsetzung war, und was soll ich sagen – es hat sich gelohnt.
Für die Tomaten nahm ich welche, die Honigtomaten heissen, ganz kleine, die ungeheuer aromatisch sind.
Dazu kamen jeweils eine großzügige Hand Koriandergrün und Minze, eine grosse Schalotte in feinen Scheiben, und ein Tl Chiliflocken (Pul Biber).
Die nassen Zutaten waren 3 El Limettensaft, 1 El Fischsauce und 2Tl Rapsöl.
Dazu gab es Reisnudeln, eine knappe Handvoll, die nur in kochendes Wasser gegeben und dann von der Feuerstelle gezogen werden. Die wurden abgetropft und lauwarm in den Teller gegeben.
Jetzt nahm ich das Fleisch, eine Rinderhüfte, und schnitt sie in Scheiben. Im Original sind das Skirt Steak, Flank Steak und Hanger Steak, alles Steaks, die nicht der klassischen Steakküche angehören und besonderen Zubereitungsarten folgen. Die Rinderhüftenscheiben wurden in Salz, Pfeffer, und braunem Zucker gewendet und dann etwa eine halbe Stunde ziehen lassen. Danach hab ich die kurz auf beiden Seiten angebraten, etwa 10 Minuten ruhen lassen und dann in feine Scheiben geschnitten, die zuallerletzt unter den Salat gemischt wurden.

Jetzt wurde der Salat nur noch auf die Nudeln gebettet und serviert! Das Originalrezept hatte wohl keine Nudeln, der Blog von Mimi dagegen hatte welche. ich finde, siw sind eine sehr gute Beigabe!

Noch’n Tatar!


Vor etwa 6 Wochen postete ich ein Rindertatar, das mir ausgezeichnet schmeckte. Ws soll ich sagen? Ich bin rückfällig geworden!
Ich war bei Metzger Zorn und sah da eine tolle Rinderhüfte, ganz schier (schier=fettfrei)und liess mir eine Scheibe von 150 g abschneiden.
Um da Tatar auf Art der Restaurants (wie ich gelernt habe) in Spanien und auch Frankreich zu machen, macht man erst eine Art von Mayonnaise Ansatz
aus einem Eigelb und 2-3 El Olivenöl. Wenn sie angezogen ist kommen
1 guter El Senf
1/2 El Worcestershiresauce
ein paar Spritzer Tabasco
1 El Sherry
1 El Weissweinessig
dazu und werden auch gut untergeschlagen.
Jetzt werden
1 Tl Kapern
1 Sardellenfilet
1 Schalotte
Cornichons
ganz klein gehackt und dazugegeben.

Das Fleisch erst in Scheibchen, dann in Streifen und schliesslich in winzige Würfel schneiden. Dann noch einmal gut hacken.
Eine Prise Salz und Pfeffer dazugeben und in eine Schüssel geben. Die Sauce langsam dazugeben (ich brauchte nur etwa 2/3 davon)
und aufhören, wenn alles Fleisch benetzt ist.

Heute richtete ich den Ring mit der Fleischmischung auf einem Rucolabett an, um das ich Gurken gelegt hatte. Auf die eine Hälfte des Fleisches gab ich gehackte Cornichons. Ich gab etwas Brot dazu, um alles ein wenig rustikaler zu gestalten 🙂

Es war wieder richtig lecker, vor allem musste ich den Ofen gottseidank wieder nicht anwerfen, bei den heutigen Temperaturen.