Spaghetti Salsiccia Tomaten Bärlauchpesto


Heute war ich hin- und hergerissen zwischen Ideenlosigkeit und Resteverwertung. Ich hatte anfangs keinen Plan, was ich machen wollte, aber dann sagte mir eine Stimme: “Pasta geht immer”, und damit war alles klar. Ich kochte die Spaghetti und machte in einem kleinen Topf eine Sauce aus Fenchelsalsiccia, Knoblauch, Cocktailtomaten, Noilly Prat und Thai Chili, später gab ich noch zwei El Passata dazu und dabei noch einen El Rotweinessig (um die Süsse der Passata zu konterkarieren).

Ich hatte noch Bärlauchpesto da und dachte, es wäre geschmacklich gut und außerdem ein schöner farblicher Kontrast. Letztendlich waren es schöne Spaghetti mit einer schlonzigen Sauce, die verschiedene Geschmackskomponenten hatte.

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Linguine Spargel Schinken Orangensauce


Da ich noch Spargel und Orangensauce von gestern übrig hatte, wollte ich sie für ein weiteres Gericht verwenden. Auf Pasta hatte ich auch Lust, also überlegte ich kurz und fing dann an.

Vier Stangen grüner Spargel wurden zu einem Drittel geschält und dann in 3 cm Stücke geschnitten. Die Köpfe liess ich länger. Eine Knoblauchzehe wurde kleingehackt und 2 Scheiben des Winzerschinkens wurden in Streifen geschnitten.

Jetzt briet ich die Spargelstücke ein paar Minuten in Olivenöl an, gab den Knoblauch dazu und dann den Schinken. Jetzt noch zwei geviertelte Kirschtomaten, etwas Weisswein und ein kleines Glas (0,1) Kalbsbrühe und mit Deckel etwa 7 Minuten köcheln lassen. Dann den Deckel entfernen, wieder etwa 0,1l Orangensauce dazugeben und weiter einkochen.

Man sollte die Pasta jetzt schon einige Minuten gekocht haben, weil es nicht mehr lange dauert.

Sauce nochmal abschmecken, Kräuter dazu (3 Blätter Basilikum und etwas Petersilie), Parmesan reiben, Linguine abgiessen, zurück in den Topf, Sauce drauf, vermischen, anrichten, Parmesan nicht vergessen, fertig.

Lecker! Kann man auch scharf machen, oder Kapern etc. dazugeben. Die Sauce hat etwas mehr Säure wegen der Tomaten, aber das tut der Pasta gut. Wenn man keinen Spargel hat, passt Fenchel dazu 🙂

Schweinsbäckchen Spätzle Karotten


Bäckchen gab es schon eine Weile nicht mehr. Der Edeka bei Pforzheim Süd hat eine Quelle dafür. Sie sind nichtkommerziell abgepackt (keine Werbung, kein Logo, nur eine Klarsichtverpackung und eine Adresse) und nicht teuer. Es gibt 6 Bäckchen für 6 Euro. Man braucht 2-3 für eine Mahlzeit.

Bäckchen kochen sich gleich, ob Rind, Kalb oder Schwein – langsam mit Sauce im flachen Topf. Der einige Unterschied ist die Garzeit. Die Schweinsbäckchen sind am kleinsten und brauchen höchstens eine gute Stunde um weich zu werden und das Collagen in die Sauce zu überführen.

Die Sauce hab ich wie üblich angesetzt: Erst die Bäckchen scharf angebraten, dann herausgenommen, Zwiebel, Knoblauch angeschwitzt, dann 5 cm Tomatenmark mit anbraten, dann ein Achtel Rotwein einkochen und etwas Waser um die Bäckchen abzudecken. Am Ende abschmecken, nachsalzen und eindicken (heute mit Speisestärke und Wasser).

Dazu gab es (gekaufte) Spätzle, die ich erst kochte, dann abschreckte und später in Butter anbriet. Und Karotten. Ich liebe Karotten. Die passten auch wunderbar dazu.

Wer ein Gericht mit viel Sauce essen will, ist hier richtig.

Frutti di mare Sedanini


Auf Anraten meines Freundes R. holte ich heute in einem grossen Laden eine gute Portion Frutti di mare. Auf die Frage ob sie frisch seien, sagte der Verkäufer wahrheitsgemäss, nein, sie sind gekocht und gefroren und dann aufgetaut. Tatsächlich gibt es sehr wenig Fisch aus dem Meer, der nicht eingefroren wird (um etwaige Würmer und andere Parasiten abzutöten), und wenn ich mir um solche Dinge keine Gedanken machen muss, bin ich schon ganz dankbar.

Als Pasta nahm ich wieder die Sedanini, die ich schon für die Käsemakkaronis benutzt hatte.

Die Frutti di mare briet ich in Olivenöl an und gab Salz, Pfeffer, rote Zwiebel, Knoblauch, Petersilie und Basilikum dazu. Ich löschte sie mit einer Mütze Noilly Prat ab – nein, eigentlich 2 Mützen 🙂

Insgesamt war das Gericht ganz gut, aber ich glaube es ist besser in einen guten Pulposalat zu investieren, sofern man einen Italiener kennt, dem man vertraut (natürlich ein italienisches Restaurant), das schmeckt bestimmt besser. Die Frutti di mare schmeckten sehr beliebig, man konnte kaum untescheiden zwischen Pulpo, Sepiette und kleinen Shrimps.

Lammhüfte Spargel Fregola sarde Rotweinsauce


Heute gab es eine schöne Lammhüfte. Die machte ich wie üblich, also zuerst anbraten und dann bei mittlerer Hitze mit Temperaturfühler im Ofen. Ich hatte noch Bärlauchpesto übrig und machte mit Macadamianüssen, Panko und weicher Butter eine Auflage für das Fleisch. Nachdem ich es zusammengemischt hatte, gab ich es zwischen ein Backpapier, rollte es dünn aus und gab es kurz in die Tiefkühltruhe.

Später gab ich es bei 10 C unter der Zieltemperatur auf das Fleisch im Ofen.

Die Rotweinsauce setzte ich so an: Ein paar der Fettabschnitte der Hüfte wurden ausgelassen, darin wurden Schalotte und Knoblauch mit ein paar Zentimetern Tomatenmark angeschwitzt, dann mit einem kleinen Schluck Sherry abgelöscht. Darauf gab ich 1/8 Rotwein und später ein halbes Glas Kalbsfond. Das Ganze liess ich langsam einkochen. Nachdem die Flüssigkeit um 2/3 reduziert war, gab ich ein Gemisch aus kalter Butter und Mehl hinein und dickte damit die Sauce.

Dazu machte ich Spargel und Fregola Sarde. Die Fregola behandelte ich nicht besonders, sondern kochte sie nur bis sie noch knapp bissfest waren.

Der Spargel wurde noch mit einem Stück Butter eingerieben und mit Schnittlauch bestreut.

Die Kruste für das Fleisch hatte nicht genug Zeit Röststoffe zu bilden, aber das machte nichts. Bärlauchpesto und die pürierten Macadamianüsse ergaben eine Auflage, die würzig und auch süßlich (wegen der Nüsse) war, und ausserdem wegen den Pankobrotkrumen auch noch einen Crunch hatte.

Insgesamt ein schönes Samstagabend Essen 🙂

Spaghettoni Chorizo Kapern Sardellen Tomaten


Eine weitere Variante meines Go-To Rezepts für einfache und leckere Pasta. Hier kommt Chorizo mit ins Spiel, das eine etwas pikantere Note als normaler Speck bringt (was wohl am Paprika in der Wurst liegt). Die Zutaten:

  • 50 g Chorizo in ganz kleinen Würfeln
  • 1 El Kapern
  • 1 Sardelle
  • 1 Knoblauchzehe gehackt
  • 5 Kirschtomaten
  • 1/8 Weisswein
  • 1/2 Thai Chili
  • 80 g Spaghettoni (etwas dickere Spaghetti) pro Person
  • Salz, Pfeffer

Zuerst den Speck anschwitzen, dann Sardelle, Kapern, Knoblauch, Chili und später Tomaten anschmelzen und mit einem guten Schluck Weisswein ablöschen (bei mir Riesling). Dann Temperatur reduzieren und langsam einkochen lassen. Wenn die Sauce sämig ist, mit den fertigen Spaghettoni mischen und mit Parmesan servieren.

Mac ‘n’ Cheese


Irgendwann musste es einmal sein. Das amerikanischste Gericht mit der grössten Verbreitung und auch der grössten Akzeptanz unter all den verschiedenen Bevölkerungsgruppen – Mac ‘n’ Cheese, die Abkürzung von Macaroni and Cheese.

Das grosse Problem bisher war, dass ich das Gericht aus meiner Kindheit gut kenne, aber wie Abermillionen Anderer nur aus einer Packung von Kraft oder einer anderen grossen Firma. Da gab es einen Papierbeutel mit den Macaroni und eine andere Tüte mit Käsepulver, den man dann mit Milch anrühren musste. Dann wurden die Nudeln gekocht, mit der Industriekäsemischung vermischt und serviert. Gab es ein bisschen mehr Liebe (=Zeit), wurde umgetopft und alles kam zum Gratinieren in den Ofen. Ich fand es immer ziemlich künstlich und mit Milch angerührte Dinge mochte ich auch nicht besonders.

Aber heute hatte ich zufällig etwas Milch da. Und Käse. Meine Macaroni waren von De Cecco und heissen Sedanini :-), aber der amerikanische Geist hatte sich schon in der Küche festgesetzt. Allerdings waren alle Zutaten europäisch, was irgendwie für mich ein Garant dafür war, dass es nicht ganz schlecht werden kann.

Jedenfalls kochte ich die Sedanini zuerst, bis sie noch nicht ganz al dente waren, dann liess ich sie abgetropfen.

Dazwischen nahm ich etwa 80 g Cheddar, 50 g guten alten Comté und dazu 30 g Parmigiano reggiano und schnitt die verschiedenen Käse in kleine Stücke.

Dann gab ich ein gutes Stück Butter in eine Sauciere, gab 2 El Mehl und ein Lorbeerblatt dazu und vermischte Mehl mit geschmolzener Butter. Dann gab ich nach und nach Milch dazu, bis die Mischung nur leicht angezogen war. Und dann rührte ich den Käse unter. Bei mittlerer Hitze dauerte das ein bisschen länger als 10 Minuten, bis die Sauce glatt war. Dann gab ich noch eine Prise Salz und frischen schwarzen Pfeffer drüber und ab in den Ofen. Nach weiteren 10 Minuten drehte ich den Ofen auf 200 C und bekam so noch ein bisschen Farbe auf die Oberfläche.

Was für mich interessant war: Ich konnte tatsächlich Comté, Cheddar und Parmigiano danach immer noch einzeln herausschmecken. Hätte ich nicht gedacht. Hat das sehr schlonzige Gericht auf jeden Fall aufgewertet.