Erbsen Kokosmilch Hähnchen


Wieder eine Suppe, diesmal inspiriert vom Blog healthykitchencorner. Im Blog geht es um die Kombination Erbsen, Kokosmilch und Basilikum.

Ich mag alle Komponenten, entschied mich aber den Kokosanteil zu erhöhen, das Basilikum durch ein paar Kaffirblätter auszutauschen und statt Gemüsebrühe Hühnerfond zu benutzen.

Außerdem hab ich ein paar Filetstreifen vom Huhn gewürzt (eher arabisch) und sie später als Einlage benutzt.

Die Suppe war relativ schnell gemacht, man braucht etwas Geduld, einen Pürierstab und ein Sieb.

Zuerst werden die Erbsen gepalt. Ich hatte meine Samstags auf dem Markt gekauft, bevor ich die Saubohnen beim Pfälzer entdeckte. Da muß man dann überraschend Prioritäten setzen.

Die Erbsen verloren und mußten bis Montag warten, bis sie dran kamen.

Dann hab ich sie in einem Topf mit wenig Wasser aufgekocht, mit Zucker und Salz gewürzt und fast fertig gegart (12-15 Minuten), wobei ich gleich 3 Kaffirblätter hineintat. Auch ein kleineres 5cm Stück fein gehackter Ingwer kam dazu.

Dann kam das Glas Hühnerfond hinein, gleich darauf die Dose (450 ml) Kokosmilch.

Diese Mischung hab ich ein bißchen eingekocht, dann püriert, dann nochmal reduziert. Ich hab immer wieder abgeschmeckt, und etwas mehr Salz dazugegeben.

Später hab ich noch eine mittlere Thai-Chili kleingehackt und dazugegeben. Jetzt hatte sie ein bißchen Bums.

Weitere 10 Minuten und ich hab sie durchpassiert (sie hat den Bums gottseidank nicht eingebüßt).

Für die Hähnchenstreifen hab ich ein Filet in Längsstreifen geschnitten, gewürzt mit Salz, Pfeffer und dem arabischen Orangengewürz (das Ominöse aus den arabischen Wochen von Aldi).

Das hat eine Kreuzkümmelnote und ist somit eher Nahost als Fernost. Hat sich aber eigentlich gut vertragen.

Ich hab Erbsen noch nie mit Kokos kombiniert, aber fand das wirklich sehr gut!

Jedenfalls Danke nochmal an heathykitchencorner für die Inspiration!

Tarte au cassis


Ein schöner Name für eine beerige Angelegenheit aus schwarzen Johannisbeeren. Das Rezept hab ich aus dem Teubner – Handbuch Backen, der mich hier das erste Mal enttäuscht hat. Der Mürbteig kam überhaupt nicht zusammen, und ich mußte mich mit etwas Wasser aus der Bredouille retten. Aber trotzdem blieb der Teig ein großer Krampf, weil er Patchworkmäßig zusammengesetzt werden mußte.

Im Original wird die Tarte, die im Buch schlicht Johannisbeer-Tarte heißt, mit roten Johannisbeeren gemacht. Ich mag aber schwarze lieber  :-)

Also hab ich auf dem Markt ein Pfund schwarze Johannisbeeren gekauft, die restlichen Zutaten hatte ich noch Zuhause.

Das Rezept folgt:

Teig

220 g Mehl

110 g kalte Butter in Stücken

50 g gesiebter Puderzucker

Prise Salz

1 Eigelb

 

Belag

500 g schwarze Johannisbeeren

3 Eier

100 g Zucker

125 g Sahne

 

Puderzucker zum Bestäuben

 

Der Teig wird schnell zusammengeworfen (nicht lange fackeln, sonst wird die Butter zu warm). Wenn der Teig zusammengekommen ist, in Folie wickeln und eine halbe Stunde im Kühlschrank abkühlen. Bei meinem mußte ich noch 2 El kaltes Wasser dazugeben, um ihn überhaupt zur Kugel formen zu können.

Später auf 30 cm ausrollen und in eine 28 cm Form geben. Teig mit einer Gabel einstechen, geputzte Johannisbeeren einfüllen und die Eier-Zucker-Sahne darübergeben

Bei 190 C backen. Im Rezept steht Mittelschiene-30 Minuten, die Mittelschiene hab ich auch benutzt, aber ich deckte die Tarte nach 30 Minuten mit Alufolie ab und buk sie noch 20 Minuten länger, bis die Masse fest war.

Heute hab ich sie den jungen Damen mitgebracht, die alle angetan waren. Mir persönlich hat sie auch gut geschmeckt, vor allem weil die Säure der Beeren sehr schön frisch an diesem heißen Tag war.

 

Tarte au cassis 1

 

Tarte au cassis 2

Zucchini Lammhack Aubergine


Auf dem Markt gab es runde Zucchini, die haben mich sofort angeregt. Da ich letztens geschrieben hatte, ein Gericht mit Lamm zu wiederholen (Moussaka), wollte ich zumindest schauen, wie es sonst schmeckt. Ich hab ein Stück Lamm aus der Region bekommen. Es war aus der Hüfte und wurde mir empfohlen, um Hack daraus zu machen. Ich zog daraus die Lehre, daß ich hier einen wahrscheinlich türkischen Laden mit Metzgerei finden muß, der Lammhack hat. Scheinbar darf man verschiedene Fleischsorten nicht in der gleichen Maschine zu Hack verarbeiten, ohne sie zu säubern. Kompliziert!

Jedenfalls hab ich etwa 800 g mit nach Hause genommen und alles zu Hack verarbeitet, aber 2/3 eingefroren (die Moussaka ruft…)

Jedenfalls gab es auf dem Markt auch noch eine kleinere Aubergine, Rosmarin vom Pfälzer, wie auch Saubohnen, auch von ihm. Das waren die vor Monaten beschriebenen und angekündigten Favas. Ich hatte mich zwar anderswo schon mit Erbsen eingedeckt, konnte aber bei frischer Ware von hier nicht nein sagen.

Zuhause angekommen stellte ich den Fleischwolf auf und drehte das Lamm durch.

Ich hatte 2 Zucchini gekauft, die wurden geköpft und mit dem Parisienne ausgehöhlt. Das Fruchtfleisch hab ich grob gehackt, zu einer in Stückchen geschnittenen Auberginenhälfte gegeben, und scharf angebraten, bis die Auberginen langsam dahinschmolzen. Dazu kam eine Handvoll angerösteter Pinienkerne, kleingehackter Rosmarin (1 Tl), Petersilie und ein paar Prisen Harissa. Nachdem alles soweit Farbe genommen hatte und etwas reduziert war, zog ich es vom Herd, ließ es abkühlen und vermengte das Lammfleisch mit der Masse. Ich hab es nochmal mit Salz abgeschmeckt und in die Zucchini eingefüllt. Es war ein bißchen der Masse übrig, die hab ich später für die Sauce verwendet.

Die Zucchini kamen in eine feuerfeste Form bei 190 C in den Ofen, etwa 45 Minuten.

Dazwischen palte ich die Saubohnen, kochte sie kurz auf, und befreite sie dann von ihrer Haut, um sie dann etwa 10 Minuten in Olivenöl und Fleut de Sel ganz langsam zu garen.

Dazwischen hab ich die übrige Gemüse-Hackmischung (etwa 4 El) nochmal angebraten, mit Mutti Kirschtomaten aus der Dose, die ich schnell püriert habe, aufgefüllt und nochmal mit Salz und Rosmarin nachgewürzt.

Hier hab ich auch eine Cayenne Peperoni hineingeschnitten (die aber leider wieder nicht besonders viel Bums hatte).

Das kochte jetzt ein wenig ein. Ich hab dann einen tiefen Teller vorbereitet mit zwei Kellen der Tomatigen Sauce, hab den einen Zucchino auf die Sauce gesetzt, ordentlich Parmesan drüber gerieben und den Teller nochmal 20 Minuten ins Rohr geschoben. Die Sprenkel auf dem Teller kommen daher. Die grünen Sprenkel wiederum sind spät hinzugefügtes Basilikum. Jetzt kamen die Saubohnen dazu, die übrigens hervorragend mit der tomatigen Sauce harmonisieren.

Jetzt war alles zart und konzentriert genug zum Servieren.

Es hat sehr gut geschmeckt, wobei ich das Lamm nicht deutlich herausschmecken konnte, auch wenn ich einen Bissen ohne Sauce oder sonst etwas nahm.

Vielleicht hatte ich alles überwürzt, daß das Lamm keine Chance hatte, aber sonst (als Hüfte. Keule oder Kotelett) gibt es das Phänomen nicht. Sei’s drum, ich würde es wieder machen.

Lammhack Zucchini 1

Lammhack Zucchini 2

Lammhack Zucchini 3

Blueberry Muffins


Ein ganz und gar amerikanisches Rezept, noch dazu nachgekocht aus dem für meine Begriffe amerikanischsten aller amerikanischen Kochbücher – dem “Joy of Cooking”.

Das “Joy of Cooking” wurde zuerst privat 1931 verlegt und setzte sich dann schnell als definitives Kochbuch durch. Wer den Film über Julia Child gesehen hat (Julia/Julie), weiß vielleicht, daß sich Julia und Irma Rombauer (die Autorin von “Joy”) kannten und beide versuchten, mit ihrem Können verlegerisch auch Geld zu verdienen (was wohl in der Zeit nicht einfach war).

Jedenfalls koche ich schon seit meiner Jugend Dinge aus diesem Buch nach. Manchmal sind es einfache Rezepte, aber sie funktionieren immer. Wenn man dieses Kochbuch hat, braucht man kein anderes. Es zeigt, wie man Brot backt, oder Kuchen, oder Kekse, es legt Gemüse ein und konserviert sie, es deckt den Tisch für ein Fest, eine Hochzeit oder 100 Leute, es erzählt über alle Zutaten, Gewürze, und Hilfsmittel, und es hat viele Rezepte, die aus anderen Ländern nach Amerika kamen (die Liste ist zu lang zum Aufzählen…)

Das Rezept ist denkbar einfach, es wird aber ausdrücklich betont, die nassen und trockenen Zutaten sehr schnell und kurz miteinander zu verrühren (mit einem Silikonspatel) und ruhig grobe Mehleinschlüsse zuzulassen.

1 3/4 Cups gesiebtes Mehl

3/4 Tl Salz

1/3 Cup Zucker

2 gestrichene Tl Backpulver

2 Eier

1/4 Cup geschmolzene Butter

3/4 Cup Milch

250 g Heidelbeeren/Blueberries

1 Tl Zitronen- oder Orangenzeste (Bio)

 

Die Umrechnungshilfe in dem Buch ist sehr kompliziert, und im Moment hab ich keine andere zur Hand, aber wer das heute noch nachbacken will, nimmt eine Henkeltasse als Maß für einen Cup. Das kommt etwa hin :-)

Zurück zum Rezept- Die trockenen Zutaten werden in ein Sieb gegeben und durchgesiebt, die nassen Zutaten miteinander vermischt (wobei die Butter geschmolzen werden muß, bevor sie zur Milch kommt). Die Früchte werden geputzt und abgetropft. Dann mischt man Mehl, Salz, Zucker und Backpulver. Die miteinander verquirlten nassen Zutaten kommen auf ein Mal zu den trockenen und werden sehr schnell und grob miteinander vermischt. Bevor die Zutaten ganz vermischt sind kommen die Heidelbeeren dazu.

Ich hatte kleine Papierförmchen für die Muffinform, deshalb mußte ich nichts einfetten.

Die Ofentemperatur betrug 200 C, das Rezept veranschlagte 25 Minuten. Meine Förmchen waren kleiner, und waren schon nach 15 Minuten und der Zahnstocherprobe fertig.

Fazit: Ich hab 4 Leute testen lassen, die mochten alle den Geschmack. Ich war nicht überzeugt – Heidelbeeren sind geschmacklich eher etwas dumpf, weil nur süß mit kaum Säure. Mir fehlte etwas “Brightness”. Allerdings hab ich vorher fleissig andere Rezepte gegoogelt und eigentlich nichts gefunden, was mich wirklich überzeugt hat. Da gibt es Leute, die schmeissen sowohl Vanille- als auch Mandelextrakt in den Teig, andere versehen die Oberfläche mit braunem Zucker und karamellisieren sie dann. Ein Rezept fand ich ganz interessant, da wurden Heidelbeeren mit Cranberries (soft fruit) gepaart. Da die Cranberries im Grunde säuerlich sind, kann ich mir vorstellen, daß sie einen sehr guten Ausgleich zu den Blueberries schaffen würden.

Die Tüte steht schon bereit.

 

Blueberry Muffins 1

 

Blueberry Muffins 2

Taco Salat Hähnchen Salsa Avocado


Mit Taco Salat ist die Form gemeint, also eine große Taco, die ich in eine Suppenschüssel gezwängt und ein paar Minuten im Ofen gebacken habe. In die wird in kommerziellen Einrichtungen wie zB Taco Bell, nachdem dieselbe Form kalorientechnisch bedenklich frittiert wurde, mit Salat, Hack, Jalapeños, Bohnenmus und Salsa und allem möglichen Anderen gefüllt und als gesund und kleine Mahlzeit verkauft.

Ich mache mir diese Illusionen nicht, und verzichte deshalb aufs frittieren und dem Überangebot an Zutaten.

Eigentlich gibt es hier auch schon einige Posts mit mehr oder weniger ähnlichen Zutaten, aber die Schüssel gab’s noch nicht :-)

Paprika-Huhn:

Der Spitzpaprika wurde in dünne Streifen geschnitten und mit Knoblauch und Salz in Olivenöl angebraten. Später kamen noch Ringe einer Cayenne-Schote dazu, die allerdings einen gebremsten Kick hatte. Als das Gemüse weich war hab ich es umgefüllt und beiseite geschoben.

Die Hähnchenbrust hab ich schräg in Streifen geschnitten, mit Cumin und Oregano und Salz gewürzt (Cumin/Korianderpulver+Oregano= Chili Gewürz) und beiseite gestellt.

Für die Salsa wurden 3 Frühlingszwiebel in feine Röllchen geschnitten, eine Cayenne-Schote, und 5 Kirschtomaten in kleinen Stückchen. Dazu kam der Saft einer halben Limette und Salz.

Die Avocado hab ich halbiert, und davon die eine Hälfte klein gewürfelt, zerdrückt und mit Limettensaft und Salz gewürzt, die andere Hälfte gefächert und wie auf dem Foto zu sehen, eingesetzt.

Nachdem ich die Tacoschale aus dem Ofen geholt habe, wurde das Hähnchenfleisch kurz und scharf angebraten. Es dauerte nicht mehr als 4-5 Minuten, weil das Fleisch noch saftig sein soll.

Nachdem ich es angerichtet hatte, gab ich noch eine kleine Handvoll geriebenen Cheddar drauf und ließ ihn im Ofen mit der Resthitze schmelzen.

Danach hab ich nur noch angerichtet :-)

 

Taco Salat Hähnchen Paprika Salsa Avocado 1

 

Taco Salat Hähnchen Paprika Salsa Avocado 3

 

Taco Salat Hähnchen Paprika Salsa Avocado 4

Aubergine Hackfleisch Kartoffeln Zucchini Tomate


Es sieht ein bißchen aus wie eine Moussaka (nur eine Schreibweise, es gibt noch viele andere), und das soll auch so sein. Ich hatte noch eine Aubergine, eine halbe Zucchini und eine Tomate daheim und dachte an nichts Böses, da fiel mir die Schichtorgie Moussaka ein, ein griechisches (türkisches, bulgarisches, albanisches, serbisches, etc…) Gericht, gemacht aus Lammhack, Auberginen, Kartoffeln, Tomaten und Bechamel. Als Gewürze meinte ein Rezept aus der Essen & Trinken Rosmarin auf die Kartoffeln und Oregano auf den Rest zu geben.  Zumindestens konnte ich soweit recherchieren.

Lammhack hatte ich leider keins, weil die Idee nach dem Einkauf kam. Stattdessen war es ganz profanes Hack, gemischt.

Die Bechamel hab ich mir vorher überlegt, aber zwei Gründe sprachen dagegen, einer war die Kalorienbombe, die eine Bechamel einfach ist, der andere Grund war viel praktischer: Ich hatte eine Glas-Pieform gewählt, weil ich dachte es passt, aber es passte nicht, und Sauce drauf hätte Sauerei im Ofen bedeutet.

Stattdessen gab es Parmesan auf die obere Auberginenschicht, was gut gepasst hat.

3 mittelgroße Kartoffeln, vorwiegend festkochend, geschält, in 3 mm Scheiben, 3 Minuten kochen, abseihen, in einer geölten Form (Olivenöl) auslegen, mit gehacktem Rosmarin bestreuen – gibt 2 Schichten

1 große Zwiebel (bei mir eine rote) und 3 Knoblauchzehen fein hacken, in Olivenöl anbraten, gemischtes Hack dazugeben, Zucchini in Würfel schneiden, ebenfalls dazugeben, Tomaten kleinschneiden, auch dazugeben, durchbraten und mit Salz und Oregano abschmecken

Aubergine längs in 5 mm Scheiben schneiden, salzen, 20 Minuten Wasser ziehen lassen, abwaschen, abtupfen und in wenig Olivenöl anbraten

Eine Schicht Auberginen auf die Kartoffeln legen, das durchgegarte Hack-Gemüsegemisch verteilen und die restlichen Auberginenscheiben verteilen

Parmesan auf den Scheiben verteilen und 40 Minuten bei 190 C backen.

Wer eine größere oder tiefere Form hat, kann sich auch die Bechamelkante geben.

Das wäre ein 1/4 l Milch, ein gutes Stück Butter und genügend Mehl, um die Butter zu entfeuchten, dann die Milch draufgeben, ein Lorbeerblatt dazugeben, wer will eine Prise Muskat, Salz und Pfeffer und am Schluß, bevor es über den Auflauf gekippt wird, nicht zuwenig Käse (Parmesan oder etwas griechisches). Ein Rezept, das ich fand benutzte Gouda. Den würde ich für einen halven Hahn nehmen, aber nicht für etwas mediterranes.

Jedenfalls hat es mir gut geschmeckt, wenn es auch keine Überraschungsstürme provoziert hat. Lecker war es allemal!

 

Moussaka1

 

Moussaka2

 

Moussaka3

 

 

 

 

 

Heilbutt Blätterteig Estragonsauce Aubergine Zucchini Fenchel Tomate


Heute auf dem Markt hatte ich mir vorgenommen, nur etwas Fisch zu kaufen, die Käsebestände aufzufüllen und etwas Obst für einen Kuchen auszusuchen. Beim Fischhändler (der gleiche, der einen Laden schräg von mir betreibt) wurde ich vom Schwiegervater bedient und nahm das kleinste Heilbuttfilet mit, das immer noch groß genug für zwei war.

Egal, ich ess es morgen nochmal.

Beim Pfälzer gab es Zucchini und Fenchel, außerdem Estragon. Langsam reifte der Plan. Ich nahm noch ein paar Champignons mit und ging zum Käswagen. Dort konnte ich den Einkauf zumindest auf 3/4 der üblichen Menge reduzieren und machte dann, daß ich schnell wegkam.

Später hab ich einen vorgefertigten Blätterteig, ein Glas Kalbsfond, Sahne und Creme Fraiche gekauft.

Die Auflösung-

Für den Fisch im Blätterteig 3 Pilze in 3mm Scheiben schneiden, salzen, dann anbraten, abtupfen.

Pilze auf dem Blätterteig verteilen, Fisch würzen (Salz, Pfeffer, Zitronensaft), auf die Pilze setzen, restliche Pilze ganz dünn schneiden, auf dem Fisch verteilen, ein paar Blättchen Estragon dazugeben, Blätterteig umschlagen, anpressen, ein paar Schlitze schneiden, mit Eigelb einpinseln und eine halbe Stunde bei 200 C im Ofen backen.

Für die Sauce die Stiele der Champignons und eine Schalotte ganz fein hacken, in Butter ohne Farbe anschwitzen und mit einem guten Schluck Noilly Prat ablöschen, Glas Kalbsfond dazugeben, um die Hälfte reduzieren, ein gehäufter El Creme Fraiche und 4 El Sahne dazugeben, außerdem ein Tl kleingehacktes Estragon.

Mit etwas Mehlbutter abbinden, nochmals abschmecken.

Das Gemüse wurde in Scheiben (Fenchel), in Stifte (Aubergine) und in Würfel (Zucchini) geschnitten und nacheinander angebraten. Dann kam eine kleingewürfelte Tomate dazu. Ich hab es ein wenig mit Weißwein abgelöscht und hab es mit Salz, Pfeffer, Cayenne, Oregano und Rosmarin gewürzt. Trotzdem war es nicht wirklich wie ein Ratatouille, weil es nicht zusammen geschmort war. Hätte ich Parmesan im Haus gehabt, hätt ich es noch überbacken.

Es hat ziemlich gut geschmeckt, obwohl der Fisch im Blätterteig nur die Hälfte der ganzen Portion und dafür ziemlich mächtig war. Die Sauce hat ausgezeichnet gepasst (natürlich kann man auch Fischfond nehmen, der Laden hatte nur keinen).

Das Gemüse hatte zwar seine eigene Würzung, aber nur Fenchel, was klassisch gewesen wäre, war mir zu langweilig.

Insgesamt hat es den Aufwand gelohnt, wobei man sich überlegen kann, sowas in kleinerer Portion als Gästeessen zu machen (dann natürlich nur mit Fenchel und Safranirgendwas :-)  )

Heilbutt Blätterteig Fenchel Zucchini Aubergine Tomate 1

Heilbutt Blätterteig Fenchel Zucchini Aubergine Tomate 2

Heilbutt Blätterteig Fenchel Zucchini Aubergine Tomate 3