Sardinen Rucola Tomaten Gurken


Heute war ich mal wieder unentschlossen, was es denn geben sollte: Es sollte entweder einen Pizza- oder Flammkuchenteig geben, oder aber ich würde mir das Angebot beim Fischhändler anschauen.

Das ist immer gefährlich, weil ich dort eigentlich immer etwas finde. Jedenfalls ging ich tatsächlich über die Kreuzung zum Fischladen und wußte sofort: Sardinen will ich!

Das letzte Mal zeigte mir der Vater und Besitzer, wie man leicht Kopf und Innereien in einem Zug entfernt. Heute fragte er, wie ich die Sardinen machen wollte. Ich meinte ich wollte sie frittieren und auf einem Salat servieren. Er zeigte mir dann, wie man zusätzlich die Wirbelsäule entfernen kann und dann zwei knochenlose Filets hat, die noch zusammenhängen. Die wurden dann gewürzt, mehliert und beiseite gestellt.

Für die Salatsauce nahm ich 3 El Olivenöl, Saft einer halben Zitrone, 1 Sardellenfilet, 1/2 Tl Senf und 1 zerriebene Knoblauchzehe. Die kamen dann in einen kleinen Mixer, um schön homogen zu werden.

Zuerst hab ich den Rucola gewaschen und die Stiele gekürzt. Dann wurde die Gurke geschält und in Scheiben geschnitten. Die Tomate kam zum Schluss dran.

Der Salat wurde schon angerichtet, damit er dann zeitnah serviert werden könnte.

Jetzt kamen 300 ml Rapsöl in einen Topf um dann erhitzt zu werden. Dort hinein kamen immer 4-5 Filets auf einmal. Nach einigen Frittiergängen waren alle Sardinen gegart und servierbereit.

Die Salatsauce wurde über den Salat geträufelt, Die Sardinen wurden über dem Rucola angerichtet.

Ich gab den Saft der anderen Zitronenhälfte über die Sardinen und drapierte etwas Zitronenzeste drüber.

 

Weil ich Urlaub habe und so schönes Wetter ist gibt es heute noch eine Weinempfehlung.

Einen Heitlinger Rosé 2014 trocken  „Sunset Twilight“  gekauft für €6.95

Die Heitlingers nennen diesen Wein einen Terrassenwein, ich find ihn besser als die meisten französischen Rosés. Kein Wunder, gehört er doch zu den wenigen Weinen vom Gut, die keine Traubenkennzeichnung haben und Cuvées sind (es gibt noch einen Weissen und einen Roten, die zur gleichen Serie gehören). Das Gut liegt in Östringen/Tiefenbach im Kraichgau zwischen Heidelberg und Bruchsal.

Die (anderen) Weine von Heitlinger gehören zu den einzigen im Kraichgau, die ausgezeichnet werden. Die anderen Weine sind nicht ganz so „preiswert“, aber eine Kiste Grauburgunder hab ich mir schon mal geleistet. Am Weingut ist auch ein schönes Restaurant und Wege durch die Wingerte (Weinberge), die alle sorgfältig beschriftet sind. Hier kann man sehen, daß ein Weinberg für verschiedene Traubensorten verwendet werden kann, Manchmal wechselt eine Sorte nach wenigen Reihen.

Wer mehr wissen will: http://www.weingut-heitlinger.de

 

Übrigens – ich war einmal da, aber die kennen mich nicht. Es ist kein Sponsoring dabei.

Ich hab aber meine Jugend nur wenige Kilometer von dem Ort verbracht und verspüre etwas wie Heimatstolz, daß die in Tiefenbach (für uns ein verschlafener Ort und am Arsch der Welt) so eine tolle Leistung hingelegt haben. Dazu muß man wissen, daß überall im Kraichgau Wein angebaut wird – nur eben nicht in dieser Qualität.

 

Sardinen Gurken Tomaten 3

 

Sardinen Gurken Tomaten 2

 

Heitlinger 1

 

 

Schweinebauch Mais Champignons BBQ Sauce


Dieses Gericht hatte seine Probleme, teils hausgemacht, teils unbeabsichtigt.

Dieses Gericht hatte geheime Stärken.

Der Bauch: 700 g, die ich in der Mitte durchschnitt, um sie in einen Topf zu bekommen. Sonst bevorzuge ich das Niedertemperaturgaren, heute wollte ich den Bauch im Wasser garziehen lassen und dann kurz über direkter Hitze grillen. Ich ließ den Bauch zu lange im Wasserbad, so daß er fast am Auseinanderfallen war. Das Wasser hatte 2 Lorbeerblätter und einen Löffel Pfefferkörner mit dabei.

Die Sauce: 5 Pflaumen, die großen roten runden Früchte, entkernt, 1 Zwiebel, 1 Flasche Guiness, 4 El Zucker, 2 El Honig, 1 Stück scharfer Chili, 3 El Apfelessig, 1/2 Tl Senfsaat, 1/2 Tl Koriander, 2 Ecken einer Sternanis.

Die Sauce langsam einkochen, wiederholt abschmecken, im Mixer fein pürieren. Das Guiness gibt der Frucht noch einen malzigen Touch dazu. Den Bauch damit an der Flamme wiederholt einpinseln.

Der Mais: Zugegeben, er sieht ein bißchen verbrannt aus, ABER… Das Rezept ist von Chefsteps, einer Truppe von Profiköchen aus Seattle (wunderschöne Stadt übrigens), die versuchen mit ihrem Webauftritt Geld zu verdienen. Aber man kann sich ganz normal informieren, ohne einen Cent zu bezahlen. Genauso mach ich das nämlich auch. Ich hab nicht das ganze Rezept gekocht, sondern nur die Anweisung für den Mais auf dem Grill übernommen.

Ich hab aber schon mehrfach Rezepte nachgekocht, immer mit überragendem geschmacklichem Ergebnis (zB mein Rotkraut-Slaw)

Die Jungs sind super und denken Food neu und anders. Sie lieben Tradition, erneuern sie aber sehr gerne. Und sie messen alles in Gramm:-) .

Die Empfehlung war, den Mais ganz kurz an direkter Flamme anzurösten, daß er knapp schwarz wird (und dadurch gar wird) und alle 30 Sekunden eine Vierteldrehung weiterdreht.

Ich hab ihn vorher immer erst im Wasserbad gegart und dann noch schnell auf den Grill gelegt.

Heute hatte ich einen heissen Grill und hab es so gemacht, wie sie es empfehlen. Das Ergebnis war überragend! Ich hab nur noch ein Stückchen Butter und Salz drübergegeben und fast vergessen das Fleisch zu probieren. Süß und zart, intensiv nach Mais duftend und schmeckend – einfach wunderbar!

Champignons- Ich hatte welche und hab sie als Nachgedanken mit auf den Grill geworfen. Nach ein paar Minuten fingen sie an ihr Wasser abzugeben und wurden sehr aromatisch.

Fazit: Bauch hätte weniger lange gegart werden müssen, Sauce war sehr lecker, für mich würde ich das nächste Mal mehr Bums hineintun. Den Mais mach ich wieder so!

Es gehört farblich noch etwas anderes dazu:-)

 

Schweinebauch Mais Champignons 1

 

Schweinebauch Mais Champignons 2

Tagliatelle Huhn Champignons Hühnerhaut


Ich hatte ja noch ein halbes (ein knappes halbes) Hähnchen von gestern übrig. Aber ich wollte keine Neuauflage, weil ich generell nicht gerne 2x das Gleiche esse. Lieber friere ich ein Gericht ein, von dem ich mehr gekocht habe, um es dann mit ins Geschäft zu nehmen.

Hier habe ich das restliche Hühnchen ausgebeint, und auch die Haut abgezogen und beiseite gelegt. Ich hatte auch noch von der reduzierten Flüssigkeit von gestern, die war geliert und sehr aromatisch. Das Huhn wurde in mundgerechte Stücke geschnitten und beiseite gestellt.

Die Haut briet ich in einer neuen Teflonbeschichteten Pfanne sehr rösch an – fast wie Bacon. Alles fettige war weg und die Haut war richtig krachig.

Jetzt schnitt ich 5 Champignons in nicht zu dünne Scheiben.

Das Wasser für die Tagliatelle kochte jetzt und die Pasta kam dazu.

Die Champignons in die Pfanne, dann 4 Kirschtomaten halbiert, einen Schluck Weißwein, einkochen, dann das Hühnerfleisch durchschwenken. Chilischeiben dazu. Jetzt den Saucenrest dazutun und umrühren.

Tagliatelle abseihen und die Hühner-Champignon-Chili-Mischung drübergeben. Am Schluß die Hühnerhaut in Streifen schneiden und über den Teller bröseln.

 

Es sah nicht so toll aus (es fehlt ein wenig Farbe), aber dafür schmeckte es umso besser!

 

Tagliatelle Huhn Champignons Chili Hühnerhaut 1

 

Tagliatelle Huhn Champignons Chili Hühnerhaut 2

 

 

 

Huhn Karotten Tomate Zwiebel Knoblauch Paprika


Gestern hab ich mir ein freilaufendes Huhn mitgebracht. Nicht, daß es noch in der Lage gewesen wäre, herumzulaufen… (Blöder Witz!)

Heute hatte ich dann Muße, es zuzubereiten.

Ich erinnerte mich an die kaukasische Gewürzmischung für Hähnchen, die ich geschenkt bekommen hatte, und nahm mir vor, das Huhn damit einzudulfen.

Gesagt, getan, dann noch Karotten, Paprika, Tomate, Zwiebel im Ganzen und Knoblauch(knolle) dazu und ab in den Ofen bei 180 C. Das Huhn lag zuerst 20 Minuten auf der Brust, bevor ich es auf den Rücken drehte. Dann backte es nochmal 40 Minuten. Die Gemüse waren gerade durchgegart, das Huhn war schön zart und saftig, und die Gewürzmischung war sehr aromatisch, ohne den Eigengeschmack des Huhns zu überdecken.

Die Knoblauchknolle hab ich als zusätzliche Würze benutzt, indem ich sie auspresste und mit Fleisch und Sauce mischte.

Die Sauce fing damit an, daß ich ein paar Esslöffel Wasser in den Bräter gegeben habe. Dieses hat sich mit dem auslaufenden Hühnersaft vermischt. Beim Wenden gab ich auch noch etwas getrockneten Thymian dazu. Die Sauce war super!

Dazu gab es Kartoffelwürfel, gegart in Wasser und Salz für 12 Minuten und dann ganz langsam 30 Minuten in Butterschmalz auf allen Seiten knusprig gebraten.

Sehr lecker!

 

Huhn Karotten Zwiebel Knoblauch Paprika Kartoffeln 1

 

Huhn Karotten Zwiebel Knoblauch Paprika Kartoffeln 3

 

Huhn Karotten Zwiebel Knoblauch Paprika Kartoffeln 6

Aubergine Paprika Bulgur Feta Hack


Heute war ich in einem Rewe, sauren Sprudel (Mineralwasser mit Kohlensäure) nachkaufen. Dabei muß man durch die Gemüseabteilung. Ich hatte keine Chance, ohne Einkauf da herauszufinden:-) . Ich nahm eine Aubergine, ein Netz Paprika gelb, orange und rot, Petersilie und später in einer anderen Abteilung ein Pfund Bulgur und bulgarischen Schafskäse mit.

Zuhause angekommen, taute ich 150 g Rinderhack auf. Zuerst war ich mir nicht sicher, was ich genau machen wollte, dann entschied ich mich für das Füllen von Gemüse, und dann mußte ich überlegen was Füllung und was Behältnis wird. So wurden Aubergine und zwei Paprika gefüllt, eine Paprika und das Innere der Aubergine wurden zur Füllung, zusammen mit zwei Knoblauchzehen, einer Zwiebel, 100 g Bulgur, Schafskäse, Petersilie, einer scharfen Chili, Salz und Pfeffer und einem Sträußchen frischem Majoran.

Der Bulgur, 100 g wurde in 1/4l kochendes Wasser mit einer Prise Salz gegeben. Ich hab die Hitze gleich auf 0 gestellt, den Topf aber mit Deckel 10 Minuten stehen lassen. Nach 10 Minuten war der Bulgur noch suppig, also nahm ich den Deckel ab und ließ ihn abdampfen. Nach etwa 15 weiterenMinuten war er OK.

Währenddessen wurden obengenannte Zutaten angebraten und abgeschmeckt, dann mit dem Bulgur vermischt. Der Majoran war schön aromatisch und hat eine schöne mediterrane Note beigesteuert.

Für Vegetarier ist das Hackfleisch nicht wichtig und man kann es ohne Bedenken weglassen (es war eh eine kleine Menge, gemessen an der Gesamtmenge. Wenn man den Feta weglässt, wird das Gericht vegan, aber wem sag ich das! Ich denke gefülltes Gemüse gehört zu den populärsten veganen Gerichten.

Die Tomatensauce im Topf besteht aus einer Dose zerquetschter Datterini von Mutti, abgeschmeckt mit Salz, einer Prise Zucker und dem restlichen Majoran.

Wichtig bei der Füllung ist, daß sie offensiv abgeschmeckt wird. Der Befüllkörper zieht Salz aus der Füllung, und man sollte nicht nachsalzen müssen. Mein Chili hatte übrigens ordentlich Bums und trug dazu bei, die Gerichte interessanter zu machen:-)

Das Schöne ist, daß ich jetzt für zwei Tage „Geschäftsessen“ habe, und nicht diesen Mist essen muß, den man sich dort kaufen kann!

 

Aubergine Paprika Feta Bulgur Hack 1

 

Aubergine Paprika Feta Bulgur Hack 2

 

Aubergine Paprika Feta Bulgur Hack 3

 

Aubergine Paprika Feta Bulgur Hack 4

Lachs Grapefruit Artischocken Kapern Basilikum


Der kreative Prozess, sich ein Essen zusammenzustellen, überrascht mich immer wieder.

Heute dachte ich daran etwas mit Fisch zu machen, vielleicht als Ceviche. Mein italienischer Fischhändler hat in aller Regel alles superfrisch da, das Problem ist immer das der Augen und des Magens. Wenn ich zwei oder drei Sorten Fisch nehme (kleine Portionen!) sind es bestimmt 400 g, und somit einfach zuviel für eine Portion. Auch lässt es sich nicht gut ins Geschäft mitnehmen.

Stattdessen entschloss ich mich schon bevor ich den Laden betreten hatte, ein Lachscarpaccio zu machen. Und er hatte schönen Lachs da (…und Seeteufel, Wolfbarsch, Thun und Schwertfisch, alles in super Qualität…), davon nahm ich ein kleines Stück, das sich als 200 g Stück herausstellte. Ich nahm es, weil ich ja die Haut noch abmachen wollte:-)

Anschließend ging ich nebenan zum teuren Russen. Dort sah ich zuerst Artischocken in der Antipasti Vitrine. Von denen kamen 4 Stück mit.

Ja und dann sah ich die Grapefruits. Vorher hatte ich überlegt, daß der Lachs mit Citrus – Zitrone, Limette, Orange gut wäre – dann sah ich die Grapefruit. Und die Kapern, und die Sauce aus Grapefruitsaft, Olivenöl, frischem schwarzen Pfeffer und grobem Salz. Und dann sah ich kleine Basilikumblättchen. Und dann wusste ich, wie ich es machen würde.

Den Lachs fror ich eine 3/4 Stunde ein, um ihn etwas leichter schneiden zu können. Dann schnitt ich ihn in Scheibchen, so dünn ich konnte und legte die auf einem Teller aus. Die Grapefruit hab ich von ihrer Schale befreit (mit dem Messer) und schnitt dann die Segmente vom Strunk. Hierbei konnte ich auch viel Grapefruitsaft sammeln. Der wurde mit Salz und Olivenöl gemischt, um später auf das Carpaccio geträufelt zu werden.

Jetzt wurden die Grapefruitsegmente und die Artischockenhälften angerichtet, die Kapern verteilt und die Basilikumblättchen angelegt.

Schwarzer Pfeffer aus der Mühle, grobes Salz, auch aus der Mühle, die Salatmarinade und ein paar Fotos. Fertig!

Hat ziemlich gut geschmeckt. Wenn er fester gefroren gewesen wäre, hätte man (ich) die Scheiben noch dünner schneiden können, was vielleicht noch eleganter gewesen wäre. Aber was soll’s.

 

Lachs Grapefruit Kapern Artischocken Basilikum 1

 

Lachs Grapefruit Kapern Artischocken Basilikum 3

Taco Hack Avocado Cheddar Cilantro


Am Wochenende gab es auf dem Markt beim Türken wieder frisches Cilantro, das ich mitnahm. Das bedeutet für gewöhnlich, daß es dann entweder etwas südamerikanisches, asiatisches oder auch arabisches geben muß, zumindest, wenn ich nicht freestylemäßig die Knödel zum Schweinebraten damit würzen will:-)

Ich muß zugeben, ich war zu abgearbeitet um Montags einen tollen neuen Plan zu entwerfen, und so ist das hier ein „Fallback“ Rezept, ein Rezept, auf das man zurückgreifen kann, wenn man keine Inspiration hat. Da ich sehr gerne die ganze Litanei an mexikanischen/Tex-Mex Varianten esse, war schnell entschieden, diese Tacos zu machen. Sie sind so ähnlich oder möglicherweise hier auch schon beschrieben und abgelichtet worden.

Das Hackfleisch (120 g für 2 Tacos) wird mit Knoblauch angebraten und mit gemörsertem Kreuzkümmel und Chili-Pulver gewürzt. Etwas Salz kommt auch noch dazu.

Die restliche Füllung besteht aus einem Avocado-Tomaten-Frühlingszwiebel Gemisch mit Cilantro, Limettensaft und Jalapeno Chili. Außerdem geputzter und geshredderter Romanosalat.

Die Tacos habe ich immer im Froster vorrätig, davon hab ich zwei entnommen und ein paar Minuten bei 150 C in den Ofen gegeben.

Normalerweise gehört irgeneine pikant/scharfe Sauce wie Tabasco oder ähnliche dazu. Heute hatte ich gerade keine selbstgemachte und nahm stattdessen eine Jalapenosauce von Heinz für die extra Schärfe. Immerhin war ja schon eine Jalapeno im Avocado Gemisch.

Am Schluss kam Cheddar drauf, den ich mit der Restwärme zum Schmelzen brachte.

Geschafft hab ich gerade einen der beiden Tacos, aber das ist nicht schlimm. Er ist zwischengeparkt und wird morgen mein Mittagessen:-)

 

Taco Hackfleisch Cheddar Avocado 1

 

Taco Hackfleisch Cheddar Avocado 2