Kartoffel-Lauchsuppe


Es gab schon lange keine Suppe mehr. So dachte ich, und im nächsten Moment dachte ich an eine Kartoffelsuppe. Mit Ausnahme des Lauchs war alles da, und den hab ich auf dem Nachhauseweg schnell eingekauft.

Es ging schneller als sonst, definiert nur durch wie lange es braucht, Kartoffeln weich zu kochen.

Ich brauchte eine kleine Handvoll Speckwürfel (25 g)

5 mittlere vorwiegend festkochende Kartoffeln

eine mitteldicke Lauchstange

ein Glas Weisswein

ein Glas Hühnerbrühe

eine Prise Majoran

Das Grün einer Frühlingszwiebel

etwa 100 g Fleischwurst für die Einlage

Der Speck wurde scharf angebraten, dann mit dem Wein abgeöscht. Es kam Wasser dazu und die Kartoffeln. Jetzt gab es noch ein Glas Hühnerbrühe, und ich ließ die Kartoffeln gar werden. Dazwischen gab ich den schmal geschnittenen Lauch dazu. Die Kartoffeln hab ich mit einem Kartoffelstampf zerdrückt, ich wollte sie nicht glatt, sondern ganz leicht stückig.

Die Suppe wurde mit Majoran, Salz und frischem grobem Pfeffer abgeschmeckt.

Am Schluß, kurz vor dem Servieren, gab ich die in Viertel geschnittene Fleischwurststückchen in die Suppe.

Ich will nicht schwärmen, es war nur eine Kartoffel-Lauchsuppe. Aber sie hat geschmeckt wie eine solche Suppe schmecken soll🙂

Und morgen gibt es den Rest!

 

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Kalbsleber Salbei Tripoline


Heute bekam ich ein Stück Kalbsleber. Ich schaute nach Zubereitungsarten, weil ich spontan nichts mehr dazuholen konnte, weil es schon zu spät war.

Vor einigen Jahren hab ich eine Kalbsleber Venezianischer Art gemacht, eine mit Salbei (und Polenta). Die Polenta hab ich mir gespart, aber ganzen getrockneten Salbei hatte ich da, den gab ich gleich in warmes Wasser, um ihm neues Leben einzuhauchen.

Die Leber schnitt ich in relativ dünne Streifen und pfefferte und salzte sie.

Dann setzte ich das Nudelwasser auf. Als die Pasta halb fertig war, briet ich die Leberstreifen und eine klein gehackte Schalotte in Olivenöl an. Nach kurzer Zeit löschte ich mit Port ab (keine Angst, die Flasche ist inzwischen fast leer, bald nehm ich etwas anderes) und goss ein bißchen Rotwein nach und ließ es einkochen.

Kurz davor hatte ich die Bete, die eine 3/4 Stunde vor sich hin geköchelt hatte, aus dem heissen Wasser entfernt und etwas abkühlen lassen. Danach wurden die beiden Knollen geschält und gewürfelt. Jetzt gab ich einen Tl Zucker und einen El Weissweinessig dazu, außerdem eine Prise Salz. Zu guter letzt gab ich einen großzügigen El geriebenen Meerrettich, den ich immer wieder mal vom Pfälzer mitnehme zur Bete, weil ich die Kombination mag und es auch einen feinen Kick dadurch bekommt🙂

Die Leber war rosa und hat sehr angenehm geschmeckt. Durch den Port bekam die Pfütze Sauce wieder eine Grundsüsse, die ihr gut stand und den Geschmack der Leber hob (Leber wird ja gerne mit Früchten kombiniert, das ist vom Effekt her ganz ähnlich). Die Tripoline (wie Fettucine mit krausem Rand) haben super dazu gepasst, wie auch die Bete einen süß-sauren und fruchtig-scharfen Kontrast gesetzt hat. Insgesamt ein stimmiges und auch (mit Ausnahme der Bete) ein schnelles Essen.

 

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Enchilada Hack Cheddar


Heute war es wieder soweit: Es hatten sich fast unbemerkt Lebensmittel einer bestimmten Art angesammelt (Avocado, Frühlingszwiebel, Tomaten, Jalapeno, Limette,…), außerdem hatte ich letztes Wochenende beim Einkauf auch eine Packung Maistortillas mitgenommen. Die sind deshalb toll, weil man die angebrochene Packung in den Froster geben kann und die tiefgefrorenen Fladen innerhalb von 5 Minuten wieder aufgetaut sind.

Jedenfalls hatte ich auch noch ein halbes Pfund Rinderhack in der Tiefkühltruhe, das ich prompt nach dem Ankommen daheim aufgetaut habe.

Beim teuren Russen gab es noch Koriandergrün, Cheddar hatte ich vorher schon besorgt und Creme Fraiche hatte ich zuhause.

Für die Salsa: Frühlingszwiebel, Tomaten, Jalapeno, Avocado, Limettensaft und Salz mischen.

Für die Enchiladafüllung: Hackfleisch, 1 El Cumin, 1 El Oregano gemischt, angebratene grüne Paprika, eine Handvoll Endiviensalat in Streifen.

Darauf den Cheddar reichlich geben und im Ofen stark überbacken. Dazu die Salsa anrichten und einen Klecks Creme Fraiche dazutun. Koriandergrün dekorieren und servieren.

War mal wieder lecker!

 

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Entenrillette Bratkartoffeln Endiviensalat


Vor ein paar Wochen probierte ich mich an Entenschenkeln, die ich in Gänseschmalz confierte. Den ursprünglichen Plan, daraus ein Cassoulet zu machen, gab ich auf, weil ich dafür eine halbe Metzgerei hätte leerkaufen müssen. Aber vor ein paar Tagen fiel mir etwas ein, das wir früher gekauft haben, nämlich Rillette, ein zerzupftes Fleisch, mit Schmalz und Gewürzen gemischt und kalt als Brotaufstrich zum Vorheressen auf den Tisch gestellt. Rillettes gibt es sowohl mit Fleisch als auch mit Fisch. Die Bekanntesten beinhalten Schwein, aber auch Ente, Gans und Kaninchen.

Bei Fischen ist das Forellenconfit bekannt (das mit Butter statt mit Schmalz gemacht wird).

Das schien mir eine gute Idee zur Verarbeitung eines Entenschenkels zu sein. Ich nahm einen aus dem Froster, ließ ihn antauen und entfernte ihn aus dem Beutel ohne zuviel des Schmlzes mitzunehmen. Im Backofen ließ ich ihn erst auf Tempeatur kommen, bevor ich ihn ganz nahe an den Grill schob und 15 Minuten grillte, um eine knusprige Haut zu bekommen.

Danach nahm ich die Pfanne aus dem Ofen und ließ den Schenkel etwas auskühlen.

Jetzt wurde die Haut abgenommen und in kleine Stücke geschnitten, danach das restliche Schenkelfleisch mit zwei Gabeln auseinandergezogen. Ich hab es gesalzen und mit 5 Wacholderbeeren (im Kaffeemahlwerk zerkleinert) und einem 1/2 Tl getrocknetem Thymian vermischt, dazu noch 2 El des Gänseschmalzes und zurück in den Kühlschrank.

Den Endiviensalat hab ich soweit vorbereitet und mit dem Dressing locker vermischt. Das war heute etwas anders: 1/3 Becher Joghurt 3,5% Fett, 2 El Olivenöl, 1 El Apfelessig, Saft einer halben Zitrone, Salz, Pfeffer.

Die Kartoffeln hab ich geschält und in Scheiben geschnitten. Sie wurden in dem Gänseschmalz, das vom Entenschlegel abgetropft war, gebraten, was etwa 15 Minuten dauerte. Anschließend salzen und einen Tl Rillette auf die Kartoffel geben. Servieren.

Fazit: Es hat gut geschmeckt. Das Rillette hatte im Kühlschrank nur eine halbe Stund zum Abkühlen. Ein echtes Rillette ist daran erkennbar, daß man das weisse Schmalz zwischen den Fleischzupfen sieht. Das war nicht gegeben. Außerdem war die Idee etwas Kaltes auf etwas Warmes zu legen auch nicht wirklich durchdacht. Andererseits ist noch Einiges übrig.

Ach ja- wenn man Schmalz so über das Fleisch gibt, daß es vor Luft sicher ist, kann es im Kühlschrank 2 Monate halten. Nicht schlecht für die kalte Jahreszeit!

 

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Rehgulasch Spinatknödel


Auf dem Markt heute morgen wollte ich mich ein wenig umsehen, ob es ein interessantes Fleisch gäbe. Ich hatte keine große Hoffnung, weil ich erst um 10:30 dort war, zu spät, um die beliebtesten Sachen abzugreifen.

Ich füllte meine Käsevorräte auf, holte ein paar Sachen für die Woche (Bete, Endiviensalat, geriebenen Meerrettich vom Pfälzer) und ging dann beim Großhandelstürken vorbei. Dort gab es frischen wie auch abgepackten Spinat. Ich nahm ein Pfund des frischen Spinat mit, weil mir einfiel, daß ich eigentlich einmal Spinatknödel machen wollte (nach den erfolgreichen Versuchen mit Halb- und Halb und Böhmischen Knödeln).

Beim weiteren Marktstöbern stieß ich auf eine Rehschulter, die ich mir leisten konnte. Die restlichen Wildangebote waren richtig teuer (Wildschweinkeule für €55, Rehrücken für €45, Lammkrone für €15 und Lammfilet (300 g) für €10.

Die Schulter kostete €14 und wog knapp 1 kg, wobei da natürlich die Knochen mit dabei sind.

Zuhause entfernte ich die Sehnen, soweit das möglich war und die etwas schleimige Haut darüber. Dann schnitt ich das Fleisch von den Knochen, wobei ich versuchte, die einzelnen Muskelstränge am Stück zu lösen und sie erst später in kleinere Stücke zu schneiden.

Die Knochen brach ich ihre Einzeleile und briet sie scharf in Rapsöl an. Dann gab es ein bißchen Tomatenmark dazu, und auch Lorbeerblatt, Wacholder, Piment und Pfefferkörner.

Jetzt löschte ich (wie so oft) zuerst mit Port und dann mit Rotwein ab (ich hatte noch einen Rest Chateauneuf du Pape). Den Topf goß ich dann mit genug Wasser auf, um die Knochen zu bedecken. Die Knochen wurden ordentlich ausgekocht.

Mit dem Fleisch ging ich ähnlich vor. Die mundgerecht geschnittenen Stücke wurden in 2 Teilen sehr scharf angebraten und dann in einen Behälter gegeben, dann kamen zwei geschnittene Zwiebeln und etwas Tomatenmark in den Topf, um anzuschwitzen. Das wurde wie vorher abgelöscht und dann bei ganz kleiner Hitze nur ziehen gelassen. Auch hier gab es die gleiche Würzung.

 

In einer alten „essen und trinken“ fand ich ein Rezept für Spinatknödel (ich hab die noch nie gemacht), das ich halbierte.

150 g Spinat

1 Schalotte

1 Knoblauch gehackt

100 g Knödelbrot

1 El Semmelbrösel

1 El Mehl

40 g Bergkäse

1 Ei

60 ml warme Milch

Butter zum Anbraten

Salz

Spinat, Knoblauch und Schalotte werden in Butter angebraten, mit Muskat und Salz gewürzt und dann zum Abkühlen beiseite gestellt. Danach hackt man den Spinat klein und hebt das Ei darunter. Im ursprünglichen Rezept waren das 2 Eier und dadurch, daß meine Knödel etwas zuwenig Bindung hatten, denke ich man sollte bei 2 Eiern bleiben.

Das Knödelbrot wird mit der warmen Milch benetzt, die Spinat-Ei-Mischung kommt dazu, der Bergkäse und ebenso Semmelbrösel und Mehl und alles wird gut vermischt. Das Gemisch wird 30 Minuten zum Quellen beiseite gestellt, danach kann man die Knödel formen, Bei mir gab die Masse 5 Knödel. Sie werden in Wasser, das knapp unter dem Siedepunkt ist, 15 Minuten ziehen gelassen.

Man kann sie jetzt so servieren, oder in Butter anbraten.

 

Das Fleisch zieht langsam etwa 90 Minuten. Es war zwar schon vorher fertig, aber die Sauce mußte noch reduzieren und an Geschmack gewinnen.

Jacob fragte mich voe einigen Wochen warum ich Speisestärke statt Kartoffelmehl zum Dicken nehme, und das brachte mich auf eine alte Art, Saucen zu dicken, die ich vergessen hatte:

Ich rieb eine geschälte Kartoffel mit der feinen Reibe in die Sauce. Wunderbar! Man kann dadurch den Sämigkeitsgrad sehr genau bestimmen, die Sauce sieht toll aus und nicht so durchsichtig wie bei Maismehl.

Ich hatte mir noch ein kleines Glas Preiselbeeren geleistet, und, weil ich meine Cranberries nicht gleich fand, etwa 2 El in die Sauce gegeben, um den Wildgeschmack etwas zu „heben“.

Als Ausgleich gab es einen kleinen Schluck Weißweinessig dazu. Nachdem das verkocht war, hatte die Sauce schon mehr Interessantes.

Am Schluß durchforstete ich nochmal meinen Kühlschrank und fand den Rest Cranberries, die ich auf dem Fleisch verteilte.

Hat richtig edel geschmeckt, auch wenn meine Knödel noch nicht optimal waren. Aber ich denke, ich weiss, an was es lag und kann es zukünftig besser machen. Lecker waren sie trotzdem🙂

Das Beste ist, daß ich 2 weitere Portionen einfrieren konnte und somit der Preis pro Portion für Reh bei €5 liegt, was OK ist.

 

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Casarecchi Paprika Hack Feta


Dies hier war ein ungewöhnliches aber gutes Resteessen.

Ich kam Freitags nach Hause, war aber so schlapp, daß ich mich um 16:00 hinlegte. scheinbar brauchte ich das auch, weil ich erst um 18:20 wieder aufwachte, somit ein bißchen spät, um einkaufen zu gehen. Aber ich hab ja eine Tiefkühltruhe.

Beim Stöbern in der Selbigen fiel mir eine Tüte ohne Beschriftung auf, bei der ich auf Fleisch tippte. Die nahm ich heraus, um sie dann aufzutauen. Es stellte sich schnell heraus, daß es sich um eine gefüllte Paprika handelte, mit Hack, Bulgur und Feta.

Ich wollte aber eigentlich Pasta (ich bin da eigen – wenn ich etwas Bestimmtes essen will…), also gab ich die noch gefrorene Paprika mit etwa 100 ml Weisswein in einen kleinen Topf mit Deckel und taute sie unter kleiner Hitze langsam auf. Nach einer Weile war sie schön weich, und ich teilte sie in kleinere Stücke. Dann setzte ich das Pastawasser auf und kochte später 80 g Casarecchi  bissfest. Die zerteilte Paprika wurde in den Topf gegeben und durchgeschwenkt. Die ersten zwei Fotos sind au naturel, die letzten beiden zusätzlich mit Parmesan.

Das hat erstaunlich gut geschmeckt. Der Bulgur war fast garnicht präsent, insofern hat nichts gestört. Der Paprika, der ja vorher gefroren war, hatte eine schöne Süße.

Für ein Zufalls-Resteessen gar nicht schlecht🙂

 

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Salat Hackbällchen Tsaziki Kartoffeln


Das Essen heute ergab sich aufgrund einer gemischten Inspiration. Einerseits wollte ich einen Salat essen, andererseits hatte ich Lust auf Tsaziki. Und weil das ohne Fleisch relativ reizlos ist nahm ich im Laden Bio-Rinderhack mit, in der Annahme Cevapcici zu drehen. Daheim angekommen, fiel mir das Mischgewürz von Frau B. ein, eigentlich ein Gewürz für Spiesse (aus dem Kaukasus), das lauter Gewürzgrenzgänger beinhaltet und auch ein nicht so tolles Element, nämlich Glutamat. Aber sei’s drum, heute wollte ich es einmal ausprobieren, auch ohne Spiess.

Das Gewürz ist eine richtige Zonenklammer, was die Komponenten angeht: Salz, Koriander, Paprika, Chili, Cumin, Dill, Petersilie, Geschmacksverstärker, Bohnenkraut, Lorbeerblatt und  Oregano, alles dabei von Nordwest- bis Südosteuropa und über den Kaukasus hinaus ins Zentralasiatische Steppenland.

Es war jedenfalls sehr würzig. Bei dieser Menge an Gewürzen war es schwer, Einzelne herauszuschmecken, aber Cumin hat immer etwas erdig-trockenes, den hab ich schon geschmeckt.

Es war auch kein Fehler, das Tsaziki dazuzumachen, weil es stilistisch auch in diese Gegend passt.

Die Kartoffeln gab’s dazu, weil ich die gerne esse. Heute hab ich die rohen Kartoffelwürfel ganz langsam angebraten, bis sie gar waren.

Das Tsaziki bestand aus Joghurt, 1 Knoblauchzehe, die mit Salz zu einer Paste zerrieben wurde, ein Drittel fein geschnittener Gurke und ein paar Spritzern Zitrone.

Den Salat hab ich dieses Mal mit Olivenöl und Balsamico angemacht.

Den Rest nehm ich morgen mit ins Geschäft.

Es gibt diesen Spruch in der Küche, daß der Rand dem Gast gehört. Ich sage, der ganze Teller gehört dem Gast🙂

 

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