Entenschlegel Bratkartoffeln Chicoree


Den Schlegel fand ich in einem Edeka, der auf dem Weg liegt. Er stammt auch aus dem Elsaß, wo die Cordon Rouge Hähnchen herkommen (Bruno Siebert). Er selbst hatte allerdings keine Cordon Rouge Qualitätssiegel, war aber trotzdem sehr gut.

Den legte ich in eine Bratpfanne mit der Fettseite nach unten und schmorte ihn ohne Fett bei 170 C im Ofen. Nach 20 Minuten drehte ich den Schlegel herum. Nach weiteren 20 Minuten gab ich den Schlegel in eine andere Pfanne und stellte sie wieder in den Ofen, die Fettpfanne bekam die rohen Kartoffelscheiben ins ausgelaufene Fett. Da die Pfanne sehr heiss war und ich die Platte noch nachheizte, ging es zügig mit den Kartoffeln. Am Schluss hab ich sie abtropfen lassen und auch noch abgetupft 🙂

Nachdem die Kartoffeln zwischengeparkt waren, viertelte ich den Chicoree der Länge nach und briet ihn auch in der gleichen Pfanne an. Nachdem er etwas Farbe genommen hatte, gab es ein 1/4 Glas Hühnerfond zum Ablöschen. Das kochte langsam ein, garte dabei den Chicoree und löste nebenbei die Röststoffe in der Pfanne.

Die Pfanne mit dem Entenschlegel löschte ich jetzt mit etwas Madeira ab, ließ die Flüssigkeit einkochen und gab auch hier ein wenig Hühnerfond dazu. Nach kurzer Reduktion servierte ich. Alles sehr lecker, der Chicoree karamellisiert, der Schlegel zart und durch die Sauce saftig, die Bratkartoffeln durch das Entenfett schön aromatisch. Ein schönes Essen unter der Woche!

 

 

 

 

 

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Flammkuchen Schmand Zwiebeln Lachskaviar Salat


Gestern kaufte ich mir 2 Flammkuchenteige, falls ich keine Lust haben sollte, sie selbst herzustellen… dadurch war es leicht, keine Lust zu haben (weil Sie ja schon da waren) , Im Englischen nennt man das eine „self-fulfilling prophesy“, eine Prophezeihung, die sich (von oder durch sich) selbst erfüllt 🙂

Jedenfalls fiel mir heute ein, daß ich vor ein paar Wochen ein Gläschen roten Lachskaviar gekauft hatte und dann vergaß ihn bei einem Essen einzusetzen.

Ich dachte aber, daß er sich gut auf einem Flammkuchen machen würde, vorausgesetzt, man gäbe ihn nach dem Ofengang hinzu.

Gesagt, getan. Heute war alles sehr schnell gemacht. Ich mußte nur eine rote Zwiebel Schälen und in dünne Spalten schneiden, den Schmand verteilen und den Ofen ordentlich beheizen.

Der Flammkuchen brauchte vielleicht 8 Minuten, dann nahm ich ihn heraus und verteilte den Kaviar mit einem kleinen Löffel (Nein, kein Perlmutt 🙂  )

 

Den Feld- oder Ackersalat hatte ich schon vorher geputzt und lediglich mit Olivenöl und Balsamico angemacht.

Eine runde Sache! Der Kaviar hat auf dem Flammkuchen ausgezeichnet geschmeckt.

 

 

 

 

 

Lamm Zucchini Bulgur


Auf dem saukalten Markt heute morgen gab es beim Eierhändler wieder eine Menge Fleisch, wie Kapaune (kastrierte männliche Hühner von etwa 2-2,5 kg) für knapp €22, Perlhühner, Puten, Gänse, Enten, normale (Bio)Hühner, Wachteln und sogar Fasanen und Kaninchen, Lamm, Reh, Hirsch, und Wildschwein. Das einzige was es nicht gibt und mir gefallen würde, ist Hase. Den aber behalten die Jäger für sich.

Ich nahm ein Päckchen Lammgulaschfleisch mit. Anderswo gab es eine runde Zucchini und eine Aubergine. Später kaufte ich noch ein Päckchen Bulgur.

Lammgulasch:

450 g Lammfleisch

1 große rote Zwiebel

1 Knoblauchzehe

Rosmarin, Thymian, beides frisch

5 cm Tomatenmark

1 Schuss Sherry

1/4 l Rotwein

1 Glas Kalbsfond

Gulasch auf die übliche Art zubereiten. Fleisch anbraten, Zwiebel und Knoblauch dazu, dann Tomatenmark anbraten, nacheinander mit Sherry, Wein und Fond auffüllen, dazwischen immer einkochen lassen. Nachdem der Fond dazugegeben worden ist, Hitze herunterdrehen und nur langsam blubbern lassen, etwa 90 Minuten.

 

Gemüse:

Zucchinikugeldeckel entfernen, Fruchtfleisch herausnehmen, würfeln, Aubergine in kleine Würfel schneiden, Zucchini- und Auberginenstücke in Olivenöl anbraten, salzen, pfeffern, Tomatenstückchen dazugeben, einkochen lassen, Parmesan dazu.

 

Bulgur:

2/3 Wasser salzen, aufkochen, 1/3 Bulgur dazugeben, Hitze ausmachen, Deckel drauftun, 7 Minuten ziehen lassen. Dann 1 El Butter und ein Schluck Olivenöl dazugeben. Bei mir musste es noch etwas nachziehen. Pfifferlinge putzen und zum Bulgur geben. Sie ziehen durch solange der Topf noch warm ist.

Vom Bulgur ein bißchen an den Rand des Gemüses geben. Bulgur und Gemüse und Parmesan mischen und in die ausgehöhlte Zucchini füllen. In eine feuerfeste Form geben, die Zucchini-Auberginen-Tomatenmischung zuerst hineingeben, etwas Parmesan dazu, dann die gefüllte Zucchini und dann alles 30 Minuten in den Ofen bei knapp 200 C.

 

Gulaschsauce mit etwas Kartoffelstärke andicken. Bulgur mit Petersilie und Schnittlauch auflockern.

Servieren. Saulecker!

 

 

 

 

 

Kalbsleber Quitte Kartoffeln


Da ich vor kurzem schon Mal ein Kalbsleber Rezept eingestellt habe, mach ich es kurz:

Die Leber wurde natur belassen, nur Salz und Pfeffer gab es vorher drauf.

Ich hab sie langsam angebraten, etwa 4 Minuten pro Seite. Sie war noch rosa, aber schon fest.

Nachdem sie soweit war, löschte ich die Pfanne mit Madeira ab, einem portugiesischen Süßwein, der sehr gut zu solch erdigen Genüssen wie Leber oder Niere passt. Alternativ kann man auch den sizilianischen Dessertwein Marsala nehmen, der macht auch eine geile Sauce.

 

Die Quitte liegt bestimmt schon seit 6 Wochen hier herum, hat aber keine Blessuren. Geschält und in Teile geschnitzt habe ich die Schnitze in Butter mit etwas Zucker, Vanilleschote und Sternanis angebraten und mit Wasser abgelöscht. Es dauerte etwa 20 Minuten, um die Schnitze gar zu bekommen. Allerdings schmeckten sie sehr fad. Ich gab eine halbe Zitrone dazu. Dann schmolz ich 3 El Zucker, gab Butter dazu und legte die abgetropften Schnitze hinein um sie zu karamellisieren. Eine kleine Prise Fleur de Sel kam auch dazu.

Jetzt waren sie nicht mehr fad 🙂

 

Die Kartoffeln hab ich schon öfters vorgestellt: Einfach pellen und in Kuben von etwa 1X1 cm schneiden, salzen und in Olivenöl anbraten, nicht auf höchster Stufe, aber so, daß sie Farbe nehmen. Häufig schwenken, am Schluss abtropfen.

 

Sehr leckeres Gericht! Für einen Leberliebhaber sogar ein Sonntagsgericht oder was für den Geburtstag  *g*

 

 

 

 

 

Chicken Wings Salat Mango Salsa


Spontan hatte ich Lust auf die Wings. Im Nachgedanken wollte ich sie mit getrockneten Chiles machen, weil ich heute morgen eine Unterhaltung mit meinem Chef über Texas Chili hatte, in dem die Chiles eine entscheidende Rolle spielen.

Ich wollte die Sauce, die über die Wings gepinselt wird, aus diesen Chiles und guten Tomaten machen.

Ich hab schon erzählt, daß ich vielleicht 8 Sorten getrocknete Chiles von einem mexikanischen Online Importladen habe. Ohne die Sorten alle aufzuzählen (bei „Chili“ nachschauen) nahm ich von jeder Sorte eine oder zwei Chiles, entfernte fast alle Kerne und gab sie in meine Gewürzkaffeemühle, um sie zu pulverisieren.  Es hat da 3 Chiles, die ein ähnliches Raucharoma wie Chipotle haben, die den Geschmack massgeblich prägen. Insgesamt gab es etwa 3 El Pulver, das ich in Öl anbriet und mit passierten Kirschtomaten von Mutti ablöschte. Dazu kamen noch ein paar Prisen Salz, ein El Zucker und die Pinselmarinade war fertig.

 

Für die Mangosalsa:

1 Mango

1 Frühlingszwiebel in dünnen Röllchen

2 Rispentomaten in kleinen Stückchen

Saft einer Limette

1 Thai Chili kleingehackt

2 El Apfelessig

3 El Koriandergrün

Salz

 

Die salatherzen, die man auf dem Foto kaum erkannt bildeten eigentlich einen beachtlichen grünen Kranz um die Mangosalsa, bis ich die Wings drauf legte. Er bekam nur Olivenöl und Balsamico, hat aber vollkommen gereicht.

Von der Marinade ist jede Menge übrig, die bring ich dem Chef mit, damit er mal was Gutes isst 🙂 (er ist ein Fastfood Freak!)

Die Salsa nehm ich morgen auch mit, es sind noch eine Menge Wings übrig.

 

 

 

 

 

Frikadelle Knödel Karotten Rosenkohl


Heute gibt es wieder eine Art Kantinenessen: Frikadelle mit Beilagen 🙂

Meine Frikadelle bestand aus:

Rinderhack

1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe

Semmelwürfel (1/5 der Hackfleischmasse)

genug Milch um sie aufzuweichen

2 El scharfer Senf

Salz, Pfeffer, Majoran

 

Kneten, zu Bratlingen formen und langsam anbraten.

Wenn Sie fertig sind, Tomatenmark in der Pfanne anbraten, mit Port ablöschen und etwas Rinderfond dazugeben. Eindampfen.

Das Gemüse putzen, in Salzwasser garen und danach in heisser Butter schwenken.

 

Der Knödel war noch übrig, den schnitt ich in Scheiben und briet ihn ebenfalls in etwas Butter und frischem Rosmarin.

 

Die Sauce war mal wieder eine Wucht, weil alle möglichen kleine Fleischteile festbraten und beim ablöschen für viel Geschmack sorgen.

 

 

 

 

 

Muscheln Pastis Salat


Gestern sah ich Muscheln und hatte Lust auf ein schnelles Essen heute.

Dazu kam, daß ich letztens Fisch mit Pastissauce gemacht hatte und nochmal Lust auf diesen Geschmack hatte.

1 kg Miesmuscheln aus Holland (Karotte, Lauch, Pastinake, Selleriewurzel)

1 Paket Suppengrün

1 Knoblauchzehe

1 Zwiebel

Ein Schuss Pastis

1 Glas Weisswein

etwas Wasser

 

Das Gemüse kleinschneiden, in Olivenöl anbraten, mit Pastis ablöschen, Weißwein dazu, Wasser dazu aufkochen lassen.

Muscheln nach toten Exemplaren überprüfen, abspülen, in den kochenden Topf geben, Deckel drauf und 5-8 Minuten kochen.

Wenn die Muscheln offen sind, sind sie fertig. Mit etwas Flüssigkeit servieren.

 

Dazu gab es einen Endiviensalat.

Salat putzen, in Streifen schneiden.

Salatsauce:

1 El körniger Dijon Senf

1 Tl Zucker

1 Prise Salz

1 El Apfelessig oder Condimento bianco (ich hatte normalen Essig, hatte aber vor ein paar Wochen ein paar Zweige Liebstöckel mit hineingegeben, das sein Aroma an den Essig abgegeben hat).

3 El Olivenöl

Alles mit einem Schneebesen verrühren und aufschlagen und unter den Salat mischen.