Pancakes Erdbeeren


Gestern sah ich Erdbeeren im Supermarkt, die eigentlich ganz gut aussahen. Ich bin beim Frühstück am Wochenende eher einer, der Eier liebt, sei es als Omelett oder als simples Rührei oder sonstwie – ich liebe Eier auf jedwede Art. Allerdings gibt es da die Erinnerung an andere Frühstücke aus einer anderen Zeit. Da gibt es Haferflockenbrei (Hot Oatmeal) mit süßem Milchrand, French Toast (Arme Ritter) mit Maple Syrup, und natürlich amerikanische Pfannkuchen (Pancakes).

Ich hatte Dinkelmehl im Haus und probierte einfach das Rezept meiner Mutter: 1 Cup Mehl, 1 Ei, 1 Tl Backpulver, 1 Cup Milch, 1 Prise Salz, 2 flache El Zucker (keine Garantie auf das Rezept, ich rühre das immer nach Gefühl an). Der Teig darf nicht zu dick und nicht zu dünn sein.

Die Pfannkuchen in einer nicht zu heissen Pfanne ausbacken (in Butter und Öl), erst wenden wenn die Oberseite Blasen wirft. Auf einen Teller geben und mit einem Küchentuch abdecken.

Die Erdbeeren putzen, in Viertel schneiden, 2/3 pürieren, in einen Topf geben, erhitzen, 2 Tl Puderzucker unterrühren, Saft einer halben Limette dazugeben. Abschmecken, bei Bedarf nachsüssen. Die nicht pürierten Erdbeerenviertel mit erhitzen, großzügig über dem Pancakeberg verteilen und geniessen!

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Schmarrn Spargel


Die Reihe der von e&t inspirierten Gerichte geht weiter, was soll ich lügen?

Es gab im gleichen Segment (/Spargelgerichte) auch ein Rezept für einen pikanten Schmarrn, den ich allerdings wieder etwas veränderte. Bei diesem Rezept war die Beigabe von Dinkelmehl und Bergkäse interessant, wobei ich zwar das Dinkelmehl hatte aber statt Bergkäse einen Grana padano. Auch wollte ich Rucola integrieren.

  • 2 Eier, getrennt, Eiweiss schaumig geschlagen
  • 100 g Dinkelmehl
  • 150 ml Milch
  • Prise Salz
  • 35 g Grana padano
  • 1 kleine Handvoll Rucola

Mehl, Milch, Eigelbe und Salz verquirlen, quellen lassen. Kurz vor der Zubereitung die Eiweisse steif schlagen und sanft unterheben. In Butter in einer Pfanne langsam anbraten. Den Herd anschalten und den vorgegarten Spargel (in einer Pfanne in Wasser aufkochen, dann ausschalten und ziehen lassen) abtropfen lassen und in den Teig fallen lassen. In den Ofen stellen, bis der Teig fest genug zum Wenden ist. Herausnehmen, wenden und mit zwei Löffeln auseinanderziehen. Den Grana drüber streuen, den Rucola zur Hälfte drüber streuen. Wenden und den Rest des Rucolas drüber geben.

Und servieren. Ich fand es gut, aber ein Sauce wäre nicht schlecht gewesen – vielleicht eine Beurre blanc oder eine Mousseline, aber eine pikante Sabayon wäre vielleicht auch etwas. Der Schmarrn war jedenfalls toll fluffig 🙂

Rumpsteak Spargel Kartoffel


Heute gab es den ersten badischen Spargel (der mir ins Auge sprang). Er ist zwar immer noch teuer, weil Treibhausware, aber die 4-5 Stangen konnte ich mir gerade so leisten. Ich dachte es wäre passend, den Spargel ganz klassisch mit Rumpsteak und Kartoffeln zu servieren.

Ich bin nicht so begeistert von den üblichen Saucen, die klassischerweise zu Spargel serviert werden. Das heisst, dass ich eine Hollandaise vielleicht einmal zubereite (einmal pro Saison, also einmal im Jahr, bei vielleicht 30 Spargelgerichten im Jahr). Ganz anders verhält es sich mit einfacher Butter. In Reinform, oder wie heute als Kräuterbuttermischung finde ich es eine einfache Zubereitung, die ich ganz individuell anpassen kann.

Für den Spargel gab es eine ganz einfache Kräuterbutter mit Petersilie, Salz und Knoblauch. Die hab ich auch bei den Kartoffeln eingesetzt. Die waren vorher fast eine Stunde im Ofen. Ich habe sie so eingeschnitten, damit sie auch sicher durch sind.

Für das Rumpsteak nahm ich die Grundbutter und gab noch kleingehackten Koriander und eine halbe höllisch scharfe Thai Chili dazu. Gottseidank war das nur eine halbe Schote!

Auch wenn es noch etwas mehr als einen Monat dauert, bevor die Spargelsaison offiziell beginnt, war es ein guter Start und hat die Nerven wieder etwas beruhigt 🙂

Pizza Sprotten Salsiccia Spargel


Heute hatte ich ieder einmal Lust auf Pizza, aber kein italienisches Pizzamehl. Stattdessen fand ich von Goldpuder ein Pizzamehl, dessen Rezeptur ich gleich ausprobierte. Für zwei Pizzas a 30 cm, so wurde behauptet bräuchte man:

  • 350 g Goldpuder Pizzamehl
  • 175 ml lauwarmes Wasser
  • 21 g Frische Hefe (1/2 Hefewürfel)
  • 1 Tl Zucker (bei mir 1 El)
  • 1 Tl Salz
  • 1 1/2 Tl Olivenöl (bei mir keines)

Ich löste die Hefe im Zucker und einem El Wasser auf und gab Mehl, Wasser, Salz und Hefe in meine Rührmaschine mit Knethaken. Ich liess sie selbstständig etwa 10 Minuten kneten, bis der Teig schön zusammengekommen war. Ich deckte ihn ab und stellte ihn auf die Heizung, fast eine Stunde lang. Der Teig ging schön auf und ich teilte ihn in zwei Teile und wickelte den Einen gleich in Cellophan und gab ihn in den Kühlschrank.

Da auf der Packung gestanden hatte, dass der Teig genug für ein 30 cm Form ist, aber meine Form grösser ist, entschloss ich mich den Teig auszurollen, statt wie üblich den Teig händisch in die Form hineinzupressen. Anfangs gab er sich elastisch, gab aber dann nach ein, zwei Minuten nach und wurde ganz leicht auszurollen. Ich hatte dazu ein Backpapier genommen. Sehr überrascht war ich, als ich feststellte, dass er dann doch so gross wurde, um in die Pizzaform zu passen und sie auszufüllen. Der Vorteil war, dass er schön schlank daher kam, ganz anders als zuvor.

Als Belag nahm ich eine Passata mit Basilikum und dann für die eine Hälfte Sprotten, Sardellen und Spargelstangen. Für die andere Hälfte hatte ich angebratene scharfe Salsiccia und ebenfalls Spargel vorbereitet.

Für beide Hälften gab es Mozzarella die bufola Camana DOP, Grona Padano, braune Champignons, Chiliflocken und Knoblauch mit Olivenöl verrieben zum drüberträufeln.

Nachdem die Pizza belegt war, liess ich sie nochmal eine halbe Stunde gehen. Sie wurde nochmal leicht fluffiger und ich gab sie in einen vorgeheizten Ofen bei 230 C, für etwa 15 Minuten.

Sie ist besser geworden als die vorherigen Pizzen (dadurch, dass sie dünner war, buk die Mitte genauso schnell wie die äusseren Stellen).

Die Sprotten waren gut und saftig, aber nach 2 Sprotten hätte ich gerne gewechselt. Also in Zukunft keine Sprotten mehr. Die Salsiccia andererseits hat gut funktioniert. Ich hatte sie wie Salamischeiben angebraten. Der Spargel wurde der Länge nach aufgeschnitten und roh auf die Pizza gegeben. Sie waren sehr lecker und auch durch.

Insgesamt ein gelungenes Experiment!

Lammstrudel Kartoffeln


Heute kaufte ich ein Stück einer Lammkeule. Ich hatte irgendwie Lust das Fleisch zu verpacken und holte mir einen Filoteig (=Strudelteig), Karotten, Frühligszwiebeln und Champignons dazu. Zuhause gab es noch grüne Bohnen, die ich auch mitbenutzte. Das Fleisch wurde erst in Scheiben und dann in feine Streifen geschnitten, gewürzt (Salz, Pfeffer, Thymian, Rosmarin, Lorbeerblatt und Thai Chili im Mörser pulverisiert) und anschliessend angebraten. Dazu gab ich Frühlingszwiebeln und Champignons, beides sehr klein geschnitten, ausserdem Knoblauch.

Währenddessen dünstete ich die klein geschnittenen Karotten, Bohnen und Spitzpaprikastückchen. Nachdem Fleisch und Gemüse soweit waren, rollte ich die Mischung in zwei vorher mit Butter eingepinselte Blätter Filoteig. Nachdem ich den Strudel auch aussen mit Butter eingepinselt hatte, kam er bei 160 C etwa 40 Minuten in den Ofen.

In der Zwischenzeit briet ich eine Schalotte und eine Knoblauchzehe an, um später etwas Tomatenmark hinzuzufügen. Das wurde mit einem kleinen Schluck Port abgelöscht, und danach mit einem halben Glas Rotwein (Pinot Noir) aufgefüllt. Nachdem auch der Wein verdampft war, gab ich ein Glas Kalbsfond dazu. Ich liess es auf ein Drittel einkochen und gab dann ein paar Stückchen Mehlbutter dazu, um die Sauce etwas einzudicken.

Während der Strudel im Ofen verweilte, kochte ich 2 Kartoffeln in Würfel geschnitten und briet sie dann in einer Mischung aus Butter und Rapsöl. Alles wurde dann zusammen auf einem schönen Teller serviert und mit der Sauce napiert. 🙂

Hachis Parmentier Variante


Es war noch mehr als die Hälfte des Knödelteigs vom letzten Sonntag übrig. Ich wollte ihn irgendwie verarbeiten und dachte ich könnte ihn statt gekochten Kartoffeln als Basis für eine Art Hachis Parmentier (Kartoffel-Hack-Käse Auflauf) einsetzen. Ich nahm meine schöne ovale  Le Creuset Form und legte den Knödelteig in die geölte Form und breitete ihn aus.

Dann briet ich 500 g gemischtes Hackfleisch, kleingeschittene Paprika, eine rote Zwiebel und 2 Knoblauchzehen an. Diese Mischung hatte ich mit Thymian, Petersilie, etwas Oregano, 1 Tl Cumin, Tomatenmark, Salz und Pfeffer gewürzt. Ausserdem gab ich noch eine kleingehackte Jalapeño Chili dazu.

Es wurde die nächste Schicht über dem Knödelteig. Danach nahm ich einen hellen Cheddar und rieb etwa 100 g davon und gab ihn in 100 ml Milch, die ich dann erwärmte, bis die Mischung ganz glatt war. Dazu kam noch eine Prise Muskat.

Diese Mischung gab ich über die Hackfleischmischung und schob dann die Form bei 180 C in den Ofen. Nach etwa 30 Minuten sah die Oberfläche aus wie im ersten Bild. Ich gab noch knapp 10 Minuten dazu und konnte dann servieren.

Es hat gut geschmeckt, wenn auch echte Kartoffeln oder Kartoffelbrei wie im Original noch besser geschmeckt hätte. Der Knödelteig hatte dieses kauige Element, das ihm üblicherweise zu eigen ist, aber ohne gekocht worden zu sein und dadurch etwas lockerer zu werden.

Stubenküken Gemüse im Papier


Ab und zu gibt es auch einen legitimen Grund warum man nicht posten kann oder sonstwie nicht online unterwegs ist. Manchmal ist man einfach offline ohne es ändern zu können. So auch bei mir, zwischen Mittwoch und heute, ohne die Zeit zu haben, vorbeigehen zu können und den Reparaturdienst einzufädeln. Heute morgen endlich hatte ich die Zeit, nur um festzustellen, dass der Anschluss wieder funktionierte, bis ich wieder daheim war.

Was mich ein wenig irritiert, ist, wie wenig ich inzwischen mit mir anfangen kann, wenn der Rechner kein Netz hat. Das war mal anders. Gestern (immerhin Freitag Abend) behalf ich mir damit, alte Platten aufzulegen und dazu zu klimpern 🙂 Es war bestimmt der erste Freitag an dem ich vor 24 Uhr ins Bett ging…

Aber jetzt ist wieder alles im Lot – und ich habe heute auf dem Markt erst nach etwas Leckerem gesucht, ohne genauem Ziel, bis ich eher zufällig beim Hähnchenhändler ein letztes oder einziges Stubenküken entdeckte.

In Amerika gibt es ein sehr kleines Hähnchen, das mit dem Stubenküken vergleichbar ist, das “Cornish Hen”. Im Vergleich zum Küken ist es ausgewachsen. Das Küken wird gerade mal etwa 30 Tage alt.

Gerade darum ist es unvergleichlich zart und hat trotzdem den charakteristischen Duft nach Hähnchen.

Das Gericht habe ich hier schon ein paar Mal eingestellt, dieses hier ist zur Erinnerung, weil es sich lohnt und sehr wenig Arbeit macht.

Das Stubenküken präpariere ich, indem ich eine Biozitrone, die ich eingestochen habe, in die Öffnung schiebe. Das Äussere reibe ich mit Olivenöl ein und gebe frischen Thymian und Rosmarin kleingehackt und Salz und Pfeffer aus der Mühle dazu.

Das Gemüse mache ich “en cartoccio”, also brate ich in einer Bratpapierhülle.

  • 2 Pastinaken
  • 5 Rosenkohlröschen
  • 1 Bete geschält
  • 1 Kartoffel
  • 2 Karotten
  • 2 Scheiben Fenchel
  • 1 Knoblauchknolle mit abgeschnittenem Kopf
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 kleine Jalapeños
  • 2 Streifen Spitzpaprika

Küken und das in Backpapier eingeschlagene und mit Salz, Pfeffer, Lorbeerblatt, Thymian, Rosmarin und Olivenöl gewürzte Gemüse für 45 Minuten bei 160 C in den Ofen geben. Küken nach 20 Minuten umdrehen, um die Unterseite auch zu garen, danach nochmal umdrehen.

Ich hab zuerst das Papier auf den Teller geschafft, dann das Küken einfach darauf gelegt – schön rustikal.

Wichtig ist, die Knoblauchknolle unten anzufassen und über Küken und Gemüse auszudrücken. Das Garen im Ofen macht den Knoblauch mild und würzig, aber nicht aggressiv. Eine perfekte Paste für Fleisch und Gemüse!

Die Zitrone bringt auch ihren Saft mit ein – man sollte unbedingt den Fleisch-Zitronensaft, der in der Form in der das Küken liegt, über Küken und Gemüse geben. Und wer von der einzelnen Kartoffel nicht genug hat, nimmt ein Stück Baguette zu Hilfe, um die Sauce aufzustippen. Ein Genuss!