Spieß Kritharaki Paprika Bohnen


Zu Weihnachten bekam ich von Frau B. ein paar Gewürze aus dem Russenladen. Das ist ein Laden, wie es hier in der Gegend einige gibt. Es sind Edekas unter anderem Namen, die überall dort aufgemacht wurden, wo es eine signifikante russische Bevölkerung gibt. In Pforzheim leben auch mindestens 25.000 Russen, also ist mir das nicht fremd. Jedenfalls war das Gewürz ein kaukasisches Schaschlik Gewürz. Man sollte etwa 10 g pro kg auf das Fleisch verteilen und es etwa 2 Stunden ziehen lassen. So viel Zeit hatte ich nicht, aber etwa 45 Minuten. Die Gewürze zogen da schon Wasser und rochen schon sehr waldig 🙂

In der Mischung enthalten sind Salz, Koriander, Paprika, Chili, Cumin, Dill,Petersilie, Bohnenkraut, Lorbeerblatt, Oregano und Geschmacksverstärker! Was man tatsächlich schmeckt ist Koriander, Cumin und etwas Lorbeerblatt. Der Rest ist kaum zu schmecken, auch nicht der ominöse Geschmacksverstärker=Glutamat.

Ich hatte Stücke einer Schweinelende und eine Scheibe irisches Entrecote und schnitt beides in Würfel und steckte die Würfel auf einen Holzspieß, wobei ich immer entweder Spitzpaprika oder Zwiebel dazwischensteckte. Die Spieße wurden kurz in einer Pfanne auf dem Herd gebräunt und dann bei 150 C im Ofen weiter gegart.

Dazwischen kochte ich die Kritharaki in Wasser mit einer Prise Salz. 2 Spitzpaprika hatte ich ausgenommen, gesalzen und mit Olivenöl in eine Pfanne gegeben und in den Ofen geschoben. Einen Rest grüne Bohnen hatte ich auch noch und kochte sie schnell in einem gesonderten Topf.

Die fast garen griechischen Nudeln kamen zusammen mit ein paar Tomatenvierteln, Tomatenmark, einer scharfen Chili, Knoblauch, Bohnen und Petersilie in eine Pfanne und wurde schlonzig angebraten. Danach gab ich sie auf die Spitzpaprika aus dem Ofen.

Nachdem alles durch war, mußte ich nur noch anrichten. Die einzige Sauce war der ausgetretene Fleischsaft, den gab ich über den Spieß.

Hat ziemlich gut geschmeckt!

 

 

 

 

 

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Rinderbacke Pappardelle Gemüse


Nachdem ich vor über einer Woche mein Handy ganz schnöde verlor, sollte ein Neues heute per Post kommen. Auf dem Weg von der neuen SIM lag der Metzger Zorn, bei dem ich auch vorbeischaute.

Sie machten halb Urlaub, deshalb gäbe es weniger in der Theke, entschuldigte sich die Fachfrau.  Aber es gab noch ein Rinderbäckchen, ach was sag ich da, eine Rinderbacke von 490 g.

Sie meinte, die schrumpft noch auf eine Portion und sie braucht nur eine Stunde, sie ist so dünn 🙂

Beides hat nicht gestimmt – Morgen gibt es mittags nochmal eine Portion mit göttlicher Sauce, und sie brauchte fast zwei Stunden – ich aß gegen 21:00.

Was soll’s, lecker war es sehr.

Backe in Öl anbraten, beidseitig bräunen, herausnehmen, Zwiebeln und Knoblauch in den Topf, dann 2 El Tomatenmark, anrösten, mit Port oder Sherry ablöschen, mit Rotwein auffüllen (Medoc von Rothschild) frischen Thymian und Rosmarin dazugeben, ein Glas Rindsfond dazu, Hitze reduzieren, Deckel drauf und 90 Minuten köcheln. Ich gab anfangs noch 5 g getrocknete Totentrompeten dazu, die der Sauce noch eine ganz besondere Tiefe verliehen.

Kurz vor Ende gab es 4 Steinchampignons nicht zu dick aufgeschnitten mit in die Sauce. Und ich rieb die Zeste einer Viertel sizilianischen Orange mit in die Sauce – SMAK!

Das Gemüse ist wie fast immer frisch zubereitet und überhaupt nicht experimentierfreudig. Wenn mir nichts einfällt, gibt es Bohnen und Karotten, oder Erbsen und Karotten. Muß ein Kindheitsding sein 🙂

Pappardelle hingegen passen wie die sprichwörtliche Faust auf’s Auge. Obwohl ich gerne zu Kartoffeln tendiere schrien mich die Nudeln aus dem Schrank an: NIMM MICH!

Es gibt kaum etwas Befriedigenderes, als diese tolle Sauce mit dieser fetten Nudel aufzusaugen…

 

 

 

 

 

Sauerbraten Rotkraut Salzkartoffeln


Sauerbraten hab ich noch nie gemacht. Aber heute sah ich einen eingelegten Sauerbraten und entschloss mich, es einmal zu versuchen. Ich briet also das abgetrocknete Stück Rinderbraten an, gab dann Suppengrün dazu, später 350 ml Rotwein und die Marinade, gab den Deckel drauf und stellte den Topf 2 Stunden bei 180 C in den Ofen.

Später legte ich das Fleisch auf die Seite, während ich die Sauce einkochte.

Die Kartoffeln garte ich zur selben Zeit, den Rotkohl hatte ich aus einer Instantpackung 😦

Im Supermarkt war ich überall herumgelaufen, um eine Packung Lebkuchen zum Andicken zu finden (Ich hab das mal gesehen) aber die hatten das wohl nicht.

Die Rosinen hab ich mir auch gespart, aber zum Süssen gab ich 2 El Ahornsirup dazu.

Die Sauce war ziemlich gut, das Fleisch aber etwas trocken. Es kann an meinem Ofen gelegen haben, der eigentlich immer zu heiss ist, oder eben am Produkt, ich hatte das noch nie vorher gehabt.

 

Das nächste Mal mach ich es lieber alles selbst, also auch das Fleisch einlegen… Abkürzungen bringen meistens Qualitätsverlust 🙂

 

 

 

 

 

 

 

Rindsgulasch grüne Bohnen Ofenkartoffeln


Am Freitag fuhr ich am örtlichen neu renovierten Rewe vorbei, weil ich Wasser und etwas zu essen brauchte. Dort nahm ich 250 g Rindergulasch mit, wie auch ein Netz grüner Bohnen und einen Sack Kartoffeln.

Ich entschloss mich, ein Rindergulasch zu machen, weil es das nicht so oft gibt und ich diese Saucen liebe 🙂

Für das Gulasch:

1 große Zwiebel in kleinen Stückchen

1 Knoblauchzehe

250 g Rindfleisch in mundgerechten Bissen

2 El Tomatenmark

1 Schluck Port

1/4 Rotwein

2 Zweige Thymian, 1 Zweig Rosmarin

etwas Wasser

Rindfleisch anbraten, Zwiebel und Knoblauch dazugeben, Tomatenmark dazu, anrösten, ablöschen mit Port, einkochen, Rotwein dazu, Kräuter dazu, reduzieren, Wasser dazu, Hitze reduzieren, 90 Minuten schmoren. Bei Bedarf Wasser dazugeben. Abschmecken.

Bohnen in der Zwischenzeit fast ganz garen, mit kaltem Wasser ablöschen. Zum Ende ins Gulasch geben und mit garziehen lassen.

Kartoffeln schälen, in eine Pfanne geben, Olvenöl dazu, in den Ofen geben bei 180 C.

 

Alles zusammen nochmal abschmecken, dann servieren. Lecker!

 

 

 

 

 

 

 

Pollo fino Rösti Sauerkraut


Auf dem Heimweg heute bog ich schon bei Pf-Süd ab, weil ein großer Stau Richtung Pforzheim gemeldet war. Da war es nur logisch, bei dem Edeka in Haidach nachzuschauen, was denn angeboten wird.

Hier gibt es öfters Schweinsbäckchen vom Metzger, und auf die hatte ich gehofft – der Plan war, sie mal anders, und zwar mit einer Senfsauce zu machen.

Es sollte anders kommen. Sie hatten keine Bäckchen, dafür aber gute Pollo fino aus dem Osten (Frankreichs- also dem Elsaß), die auch Freilandgeflügel anbieten. Ich nahm ein Päckchen mit, und dachte ich hätte 2 saftige Oberschenkel, stattdessen waren es 4 kleinere. Ich hab sie auseinandergeklappt, gesalzen, gepfeffert, mit Rosmarin und Thymian und mit Zitronenzeste gewürzt und wieder zugeklappt und in eine feuerfeste Form gegeben. In die gleiche Form gab ich ein Achtel Weißwein, ein Viertel Hühnerbrühe, 100 ml Sahne, etwas Zitronenzeste und 3 Zitronenscheiben. Alles kam bei 180 C für 40 Minuten in den Ofen.

Für die Rösti nahm ich 3 Kartoffeln, raspelte sie und gab Muskat, Majoran, Petersilie, Salz und Pfeffer dazu, außerdem ausgelassenen Speck, ein El Kartoffelmehl und ein großes Ei. Die Masse wurde dann in Ringe gegeben und erst auf dem Herd in Ringen angebraten und später in den Ofen gegeben um nachzugaren.

Das Sauerkraut hab ich gekauft als Fertigware und einfach nur warm gemacht. Dazugegeben hab ich trotzdem ein Lorbeerblatt und ein paar Wacholderbeeren.

Nachdem die Hähnchenteile fertig waren hab ich die Flüssigkeit in einen Topf umgegossen und eingekocht. Ich gab noch ein bißchen extra Hühnerbrühe dazugegeben, dann ein wenig Kartoffelmehl mit kaltem Wasser und dickte damit die Sauce ein wenig nach.

Fazit: Ein schnell gemachtes Essen, das aber viel besser als erwartet war: Die Zeste erhöhte den Geschmack, die Zitronenscheiben waren eine Bereicherung.

 

 

 

 

Sedani Rigati Zwiebeln Speck Chili Tomaten


Pasta hat es schon eine kleine Weile nicht gegeben. Umso mehr ein Grund zu sehen, was alles da ist und zum Einsatz kommen könnte.

Kleine reife Tomaten waren da, Zwiebeln ebenfalls. Speck hatte ich auch noch, Chilis sowieso. Die anderen Zutaten hab ich immer im Haus

1 Zwiebel in Spalten

1 Handvoll Speck (30 g)

1 Chili fein gehackt

5 Kirschtomaten

50 ml Weisswein

100 ml Kalbsfond

Petersilie

Parmesan

Sedani Rigati 80 g

 

Die Sedani Röhrennudeln in gut salzigem Wasser kochen 15 Minuten

 

Zwiebel zuerst andünsten, dann den Speck dazugeben. Tomaten dazu, schmelzen lassen, Weisswein dazu, Kalbsfond dazu, stark erhitzen und einkochen.

Petersilie dazu, 3/5 Parmesan dazu. Die gekochte Pasta dazu, schwenken. Servieren.

 

Sehr lecker!

 

 

 

 

 

Rumpsteak Erbsen Champignons Zwiebeln


Steak gibt es bei mir relativ selten. Im Sommer gab es ein paar Mal Flank- oder Blade Steak, die wirklich sehr gut sind, aber in der Regel finde ich andere Fleischteile interessanter. Und ich finde es ist befriedigender zum Beispiel einen Schweinebauch richtig toll zu machen als einfach ein gutes Stück Fleisch in die Pfanne zu werfen und nach ein paar Minuten zu wenden.

Trotzdem hab ich ab und zu Lust auf ein ehrliches Steak. In diesem Fall war es ein Rumpsteak vom irischen Weiderind. Ich hab es eine Stunde vor dem Braten aus dem Kühlschrank genommen, damit es auf Zimmertemperatur kommt.

Als Gemüse machte ich noch einen Rest Zucchini, ein paar TK Erbsen und was sehr gut dazu passt – Champignons.

Damit das Rumpsteak zum Rostbraten wird briet ich 2 mittelgrosse Zwiebeln, die ich vorher fein in Spalten geschnitten hatte. Ich briet sie schön langsam an. Dann waren sie aber nicht weit genug, also drehte ich die Hitze etwas weiter auf und achtete nicht schnell genug darauf. Deshalb sind einige ganz schön “dunkelbraun” 🙂  Ich hab die dunkelsten auf dem Teller aussortiert.

 

Hat gut geschmeckt, ich hab die Kohlenhydrate gar nicht vermisst (wahrscheinlich, weil die Erbsen genug davon haben 🙂  )

Jetzt hab ich wieder eine Weile Ruhe vor dem Steakhunger.