Hirschgulasch Rotkraut Kürbis Schupfnudeln Cranberry Kompott


Bei meinen Exkursionen am Wochende fand ich wieder kein frisches Wild, 
deshalb kaufte ich ein gefrorenes (handgeschnittenes) Hirschgulasch und 
taute es langsam auf. Dazu sollte es Rotkraut geben, das ich ebenfalls 
ausnahmsweise in Dosenform erstand und dann nachbesserte. Warum benutzte 
ich diese Abkürzungen? Naja, ich hab letzte Woche ein paar Gemüse gekauft, 
die ich noch nicht verbraucht habe, die aber auf meiner Liste stehen, 
wie z.B. Wirsing. Deshalb wollte ich nicht noch mehr Gemüse anhäufen.

Bei den Schupfnudeln überlegte ich zuerst, ob ich einfach Spätzle machen 
soll, aber ich hatte einen Hokkaidi Kürbis und integrierte ihn einfach.

Auch die Cranberries lagen hier vielleicht 2 Wochen, aber die sind 
gottseidank nicht empfindlich.

Hirschgulasch:
  • 500 g Hirschgulasch
  • 2 Zwiebeln in kleinen Würfeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 7 cm Tomatenmark
  • 4 cl Port
  • 1/4 l Medoc
  • 1/4 l Wasser
  • 300 ml Rinderfond
  • Salz, Pfeffer
  • Gewürze: Wacholderbeeren/5, Langpfeffer/1, Piment/4, Nelken/3, Koriander/10, 2 Lorbeerblätter,  im Teebeutel
Kürbis Schupfnudeln:
  • 300 g gekochte Kartoffeln
  • 270 g geschmorter Hokkaido Kürbis
  • 1 Ei
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • ab 100 g Mehl
Ich hatte das Rezept von einer Seite mit Auszeichnungen 
für tolle Blogs 2014 und 2015, jeweils der dritte Preis für Rezept und 
bestes Bild, und stellte beim Herstellen des Teigs fest, dass 
irgendetwas mit dem Verhältnis von Masse zu Mehl nicht stimmte. 
Im Originalrezepz sind es 250 g Kartoffelmasse, 
250 Kürbismasse und 100 g Mehl (und ein Ei). 
Ich nahm die oben genannte Menge und brauchte 
mehr als 200 g Mehl und der Teig war immer noch feucht. 
Ich glaube auch, dass ich Schupfnudeln einmal mit weniger Mehl,
 aber dafür mit Kartoffelstärke gemacht habe.

Cranberry Kompott:
  • 100 g frische Cranberries
  • 50 g Zucker
  • 100 ml Wasser
  • Abrieb einer 1/4 Zitrone
  • 5 cm Ingwer
Rotkraut:

Zugegebenermassen aus der Dose, aber mit Lorbeerblatt und 
Johannisbeermarmelade versüsst 🙂

Ein sehr schönes Essen -  schade, dass niemand da war um es zu geniessen
 ausser mir.
Die Kürbis Schupfnudeln waren lecker, aber den Kürbis hat man nicht 
sehr deutlich geschmeckt.
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Rinderbraten Brezenknödel Karotten


Ich bin noch im Urlaub und habe deshalb mehr Zeit mich nach leckeren Angeboten umzuschauen. Heute hatte ich eigentlich vor, mir ein Stück Wild zu kaufen, vorzugsweise einen Braten. Allerdings hatte ich kein Glück – ich musste auf einen Rinderbraten umschwenken (was allerdings kein Problem war, er wurde sehr lecker).

Es wurde letztendlich ein 860 g grosses Stück Rindfleisch vom Bug. Den bereitete ich auf die (bei mir) übliche Art: Der Braten wird zuerst von allen Seiten angebraten, herausgenommen, dann kommen Zwiebeln, Knoblauch und klein geschnittenes Suppengrün hinzu, werden angeschwitzt, dazu kommen 2 gehäufte El Tomatenmark, das ebenfalls angeschwitzt wird.

Das Gemüse wird mit einer kleinen Tasse Port abgelöscht, dann gebe ich einen Schluck Rotwein hinein, dann 450 ml Kalbsfond und einen Liter Wasser. Der Braten kommt dann wieder dazu, ein Deckel drauf und die Hitze auf leises Köcheln gestellt.

Insgesamt schmorte der Braten 2 1/2 Stunden. Nach 90 Minuten nahm ich einen Teil der Brühe ab und kochte ihn in einem eigenen Topf ein. Die Flüssigkeit kochte auf ein Drittel ein und wurde dann mit Mehlbutter abgebunden.

Den Rest der Mehlbutter verwendete ich auch für die Karotten, die zuerst bissfest garte. Dann rührte ich ein Haselnuss-grosses Stück der Mehlbutter hinein, schwenkte die Karotten und gab dann eun bisschen Wasser dazu.

Die Brezenknödel bedurften etwas Vorarbeit: In der Regel soll man ein Tag alte Laugenbrötchen oder Stangen verwenden. Meine waren frisch, also schnitt ich sie in kleine Würfel und trocknete sie eine dreiviertel Stunde im Ofen. Dann kochte ich 125 ml Milch auf, verklepperte die nicht mehr ganz heisse Milch mit einem Ei, einer Prise Salz und Pfeffer aus der Mühle, sowie einer Prise Muskat und schmälzte dann Zwiebeln leicht an, bevor ich sie zusammen mit gehackter Petersilie, den Brezenstücken und der Milch unterhob. Dann wurde eine Wurst aus dem Teig hergestellt, der erst in Cellophan und dann in Alufolie gewickelt wurde, bevor er, beschwert, für eine halbe Stunde ins Wasserbad kam. Das Rezept war von Schuhbeck und hat auch sehr gut geklappt.

Pizza Margherita plus


Immer, wenn mir nichts einfällt, denke ich an Pizza. So auch heute. Auch heute musste ich kaum etwas einkaufen, nur Hefe.
Nachdem ich schon einige Pizzen auf verschiedene Art belegt habe, wollte ich die heute relativ einfach halten. Die Betonung liegt auf “relativ”.

Der Teig-
220 g Pizzamehl 00 oder eine deutsche Entsprechung. Reguläres 405er geht auch.
140 ml/g lauwarmes Wasser
7 g Frischhefe
1 gehäufter Tl Salz
2 flache Tl Zucker
1 El Olivenöl

In einer Küchenmaschine 10 Minuten kneten, 30 Minuten im Lauwarmen stehen lassen, auf ein Blech ausrollen oder mit der flachen Hand verkneten, belegen und nochmal 20 Minuten im Warmen stehen und gehen lassen.
Ich backe meine Pizzen meistens mit Oberhitze und Umluft und schiebe sie weit oben hinein. Trotzdem sollte man schauen, ob die Mitte auch gar ist.

Der Belag-
1 Dose sehr guter Dosentomaten, püriert, leicht gesalzen, mit 2 Tl getrocknetem Oregano. Davon nur 3-4 El mager auf den Teig verteilen. Weniger ist mehr!
3-4 kleinere Kugeln Mozzarella di Bufola DOP, aufgeschnitten. Mit dem Rest am nächsten Tag einen Salat Caprese “to die for” anrichten.
1 El Kapern rundum verteilen
4 Sardellenfilets nach den Himmelsrichtungen auslegen
1 Knoblauchzehe hacken und mit Salz verreiben und mit Olivenöl mischen. Diese Mischung tröpfchenweise auf der Pizza verteilen
1 Thai Chili fein hacken und auf der Pizza verteilen
Parmesan drüber reiben
Pizza backen.
Noch heiss mit Basilikumblättchen und rohem Schinken belegen. Typisch ist Parmaschinken, es geht aber auch mit Serrano- oder sogar mit Schwarzwälder Schinken, wenn etwas mehr Lokalkolorit gewünscht wird.
Schmeckt wunderbar!

Pfannkuchen Hackfleisch Tomaten Guacamole Cheddar


Die Füllung für die Pfannkuchenroulade wird eigentlich mit Burritos oder Enchiladas serviert, aber ich hatte keine Maisfladen im Haus und wollte ausserdem mal wieder Pfannkuchen machen.
Ich hatte schon einiges da und musste nur noch Hackfleisch und Koriander einkaufen.
So oder sehr ähnlich hat es schon mehrfach Eingang in diesen Blog gefunden, aber es ist für mich ein typisches Gericht für den Sommer, weil es von vollreifem Gemüse lebt, und heute hatten wir wieder über 30 C und wer weiss, wie lange das Wetter noch hält?

Die Zutatenliste:
Für die Pfannkuchen-
1/8 l Milch
1 Ei
Genug Mehl für einen leicht flüssigen Teig
Prise Salz, Prise Zucker

Für die Guacamole-
1 Avocado in Würfeln
1 mittelgrosse Tomate in Würfeln
2 Frühlingszwiebel hauptsächlich das Weisse
Saft einer Limette
Handvoll Koriandergrün gehackt
1/2 Jalapeño in dünnen Scheiben
1 gute Prise Salz (Avocado braucht viel Salz)

Beim Herstellen der Guac schnitt ich von allem etwas mehr und hackte zusätzlich eine Schalotte, eine halbe Spitzpaprika in Würfeln und eine Knoblauchzehe.
Nachdem ich 250 g Rinderhack angebraten hatte, gab ich diese Mischung mit hinein, um sie auch kurz zu garen.
Dann machte ich schnell 2 Pfannkuchen, legte sie in einer ovalen Form leicht übereinander und füllte sie erst mit der Hackfleischmischung, dann mit der Guacamole und schliesslich mit Cheddar Käse (einer Handvoll). Dann drehte ich die Mischung zu einer Rolle und gab den restlichen Käse oben drauf und schob alles 10 Minuten bei 200 C in den Ofen.
Die eine Hälfte schnitt ich in drei Rollen und servierte sie mit einem Rest Guacamole, die andere Hälfte gibt es ein andermal. Wer mag, kann noch einen Klecks Saure Sahne dazugeben.

Fazit:
Das Mundgefühl war anders, weil die Pfannkuchen weicher als Maistortillas sind. Auch schluckten sie mehr der Schärfe und ich würzte nach. Aber insgesamt war es eine leckere und auch sättigende Angelegenheit 🙂

Spinat Ricotta Gnocchi Salsiccia


Ich hatte nach dem Steak mit Spinat gestern noch etwas vom Spinat übrig. Nach einigem überlegen nahm ich den Silberlöffel in die Hand, das Standardwerk für italienisch gekochte Speisen. Dort fand ich auch schnell ein Rezept für Spinat Ricotta Gnocchi. Das war deshalb gut, weil ich Ricotta da hatte, der zwar 6 Tage abgelaufen war, aber man sagt, daß die MHD bei Milchprodukten oft sehr eng gefasst ist und man normalerweise das Produkt eine Weile länger benutzen kann. Mein Container war vor allem noch ungeöffnet.
Ich stellte fest, dass das Rezept ziemlich einfach daherkam, und ich damit wahrscheinlich keine Probleme haben würde. Allerdings wollte ich die Gnocchi mit etwas Fleisch kombinieren und entschloss mich beim italienischen Supermarkt vorbeizugehen, der 1x die Woche Salsiccia aus Italien geliefert bekommt.

Zum Rezept:
Für 4 Personen braucht man (ich habe das Rezept der Spinatmenge, die ich hatte (150 g) angepasst)
500 g Spinat
350 g Ricotta
80 g Parmesan
2 Eigelb
80-100 g Mehl
50 g Butter
Salz + Pfeffer

Der Spinat wird gewaschen und abgetropft. Dann wird er mit dem Restwasser in einem Topf oder einer Pfanne gedünstet (ca. 5 Minuten). Dann trockentupfen, fein hacken und in eine Schüssel geben.
Ricotta dazu.
Parmesan teilen, 4 El beiseite stellen, den Rest in die Schüssel geben. 2 Eigelb leicht anschlagen und mit Salz und Pfeffer in die schüssel geben.
Zutaten verrühren, Mehl nach und nach dazugeben und darauf achten, das der Gnocchiteig nicht zu schwer wird.
Aus dem Teig ein Kügelchen oder eine Nocke (Gnocchi) mit zwei Esslöffeln abdrehen und probekochen. Das Wasser sollte nur langsam köcheln, nicht sprudelnd kochen. Die Gnocchi hineingeben und warten, bis sie aufsteigt. Wenn sie nicht auseinander gefallen ist, war der Teig richtig. Wenn ja, etwas mehr Mehl zum Teig geben.

Meine Gnocchi waren sehr zart, nachdem sie aufgestiegen waren, aber ich mag kräftigen Geschmack und briet sie dann in der Butter an. Im Originalrezept wird die heisse Butter über die Gnocchi gegeben und dann mit Parmesan bestreut. Der Kochlöffel macht auch noch den Vorschlag, die Gnocchi mit einer Bechamelsauce zu servieren. Ich holte mir meine zusätzlichen Kalorien stattdessen mit kleinen Salsicciakügelchen, die ich anbriet und zu den Gnocchi servierte.
Insgesamt ziemlich lecker, die Kombi Salsiccia mit den Gnocchi war schlüssig und gut!

Flammkuchen Speck Zwiebeln Ziegenkäse Pfirsich Rosmarin


Ich hab im Moment noch ein paar Tage frei und somit den Luxus, die Nahrungsaufnahme ganz entspannt planen zu können. Allerdings nahm ich beim Einkauf gestern spontan einen Flammkuchenteig mit.

Darüber hab ich mich schon ausgelassen: Man kann ihn auch selbst machen, muß man aber nicht… und umgekehrt. Es gibt für mich keine Unterschiede außer der Zeit-, bzw. der Geldersparnis.

Da ich schon ein paar Varianten gepostet habe, mußte ich mir etwas Neues einfallen lassen.

Mir fiel ein, daß mein Käsehändler mir einen Ziegenkäse zum probieren gegeben hatte, von dem ich ein Stück mitnahm.

Der Käse ist ein Chevre d’Or aus frischer Milch, ein Käse, der relativ mild ist, aber in der Schale schon den charakteristischen “Biss” eines Ziegenkäses hat. Er war perfekt gereift und fing gerade an, zwischen Rinde und Innerem etwas flüssiger zu werden.

Dazu zerschnitt ich einen toll reifen Weinbergpfirsich, persönlich nach dem Reifepunkt herausgesucht von meinem Gemüsehändler. Zu Pfirsich Rosmarin zu verwenden, hat sich wahrscheinlich schon herumgesprochen. Ist auch wirklich eine schöne Kombination.

Weil ich auf jeden Fall die roten Zwiebel mitbenutzt hätte, dachte ich es würde nicht schaden, den Speck auch zu verwenden.

Zuallererst kam allerdings Schmandt auf den Teig, etwa 3/4 Becher (160 g)

Der Flammkuchen wurde weniger als 10 Minuten auf der obersten Schiene bei 190 C  Grill bebacken und war sehr lecker!

 

 

 

 

 

Kirschkuchen


Die einfachstmögliche Variante:

Ich sah gestern einen Stand auf dem Markt, der schon Kirschen verkaufte, zu einem anständigen Preis. Ich nahm ein Pfund mit und wollte einen Kuchen daraus machen.

Weil ich aber in letzter Zeit ein paar Experimente weniger glücklich überstand, und ich zudem nicht alles im Haus hatte, was üblicherweise mit Kirschen verbunden wird, suchte ich nach möglichst einfachen Rezepten.

Dieses fand ich nach ein paar Anläufen, das einzige was fehlt ist der Puderzucker, der den Schnee macht 🙂

Der Kuchen ist schön saftig, und die Kirschen waren auch sehr lecker. Eure Mütter können den aber bestimmt besser als ich, was sag ich- so ihr Mütter seid, könnt ihr den bestimmt auch alle besser als ich. Aber egal, zumindest hab ich frische Kirschen genommen!

2 gestrichene Tl Backpulver

200 g Mehl

 

125 g weiche Butter

100 g Zucker

Zitronenzeste

3 Eier

2 El Milch

Diese Zutaten zuerst nacheinander miteinander verquirlen. Ich hab dafür den Handmixer genommen. Danach das Mehl/Backpulver Gemisch langsam dazugegeben.

23 cm Form fetten oder mit Backpapier auskleiden, Teig einfüllen, glätten und die entsteinten Kirschen darauf verteilen.

Ofen auf 180 C vorheizen (mein Ofen ist schnell, der Kuchen buk in einer rechteckigen Form 30 Minuten) und backen. Am besten den Zahnstochertest machen.

Der Kuchen war nix besonderes, aber er war gut, was für die Qualität des Rezepts spricht. Wer Mascarpone, Sahne, Vanillepudding oder anderes will, braucht ein anderes Rezept 🙂