Eclaire Erdbeeren Creme patissiere Erdbeerglasur


Heute Morgen sah ich den Post von Nina von Törtchen-Made in Berlin

Sie hatte Eclairs mit einer Himbeersahne gemacht. Schlagartig erinnerte ich mich, daß auch ich Anlaufschwierigkeiten hatte, den Brandteig zu versuchen. Ich hab ihn glaub ich einmal gemacht. Aber die Erinnerung daran war eine gute. ich schaute mir nochmal schnell einen Video auf ichkoche.at an (weil wer kann Gebäck besser als die Österreicher?) und schon ging es los.

Der Teig ist eine kleine Portion, hat für 3 normalgroße Eclairs gereicht.

 

80 ml Milch

80 ml Wasser

70 g Butter

1 Prise Salz (2g)

10 g Zucker

100 g Mehl

2 Eier

Alles ausser Mehl und Eier zusammen aufkochen, dann das gesiebte Mehl bei mittlerer Hitze unterrühren, bis sich ein weisser Boden im Topf bildet. Der muß allerdings hellbraun werden 🙂

Diese Mischung etwas abkühlen lassen und dann die verklepperten Eier nach und nach unterrühren. Man denkt es klappt nicht, aber dann geht es doch leicht.

Wenn alles soweit homogen ist, in einen Spritzbeutel geben und auf ein Backpapier aufbringen.

Das ist meine größte Schwäche – da ich relativ selten backe, hab ich auch wenig gutes Equipment. Ich schiele allerdings schon seit einem Jahr auf ein professionelles Tülle und Spritz-Set (ist mir nur zu teuer für die wenigen Einsätze). Jedenfalls sollte man einen 20er Spritzaufsatz haben um echte Eclairs zu machen. Weil ich die nicht hatte, wurde das alles etwas mehr “Rokoko” 🙂

 

Für den Belag machte ich eine unverwüstliche Creme patissiere:

250 ml Milch

45 g Zucker

10 g Mehl

17 g Maismehl

1/2 Vanilleschote

2 Eigelb

15 g Butter

Milch und Vanilleschote aufkochen, 10 Minuten ziehen lassen

Zucker und Eigelb vermischen, Mehl und Maismehl vermischen

Alles zusammen unter nicht zuviel Hitze verrühren, Butter dazugeben, aufpassen, dass nichts ausflockt – abkühlen lassen

 

Erdbeerglasur

6 mittelgrosse Erdbeeren, kleingeschnitten

40 g Puderzucker

Saft einer halben Zitrone

Man muss es etwa auf die Hälfte einkochen lassen – dabei bleiben!

 

Nachdem die Eclairs aufs Backpapier aufgespritzt waren, wurden sie bei 170 C 20 Minuten gebacken (ich hab sie dann noch 5 Minuten umgedreht).

Nach einer Abkühlzeit schnitt ich die Eclairs auf und gab die inzwischen erkaltete Creme patissiere auf das untere Teil. Darüber legte ich Erdbeerhälften.

 

Jetzt strich ich die Erdbeeren und das oberer Backteil mit der Erdbeerglasur ein. Das machte ich zweimal, dann ging es zum Fototermin…

 

 

 

 

 

Eins hab ich gegessen – Um richtig perfekt zu sein, hätte ich es nochmal mit Puderzucker abstauben sollen, ansonsten war es super.

 

 

 

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Perlhuhn Fenchel Kartoffeln Paprika Aprikosen


Heute Morgen hatte ich auf dem kleinen Markt in meinem Stadtteil Glück. Der Stand, der Eier und auch Geflügel und Lamm wie auch Kaninchen verkauft, hatte eine Freiland Perlhuhn.

Es gibt nicht so oft Perlhuhn, umso mehr Grund sich zu freuen. Das Fleisch schmeckt, ja wie? Die meisten meinen etwas mehr nach Wild, aber da das Fleisch auch hell ist, würde ich einfach sagen: intensiver.

Jedenfalls merke ich es schon am Aroma beim Knochen auskochen. Ich habe nämlich das Perlhuhn in 5 Teile geschnitten: Jeweils die Brust und den Flügel, also das Suprême, und dann zweimal Unter- und Oberschenkel zusammen. Was übrig bleibt ist das Rückenstück, das, nochmal halbiert, ausgekocht wird.

Dazu machte ich Fenchel, den ich in 6 Teile schnitt, ein paar Kartoffeln mit Schale, 2 Spitzpaprika und 4 Aprikosen. Dazu gab es ein paar Rosmarinzweige und ausserdem 2 Tl gemörserte Fenchelsamen.

Alles wurde in meine schöne elsässische Form gegeben, dazu kam ein knapper halber Liter Hühnerfond und ein Viertel Riesling. Jetzt in den Ofen und knapp 50 Minuten backen, dabei 2 mal wenden.

Die Aprikosen verkochen, der Paprika wird ziemlich weich, aber Fenchel und Kartoffeln sind super zart und aromatisch.

Ich habe aus Butter und etwas Mehl eine Mehlschwitze gemacht und mit der Brühe aufgefüllt. Hammer! Süße, Säure, das Aroma der Kräuter und die Fruchtigkeit der Aprikosen, alles dabei und sehr lecker.

Perlhuhn, immer wieder etwas besonderes 🙂

 

 

 

 

 

Hähnchenschlegel Bulgur Rotkrautsalat Aprikosenchutney


Der Schlegel stammt vom guten Hähnchen und musste nur noch im Ofen erwärmt werden.

Dazu gab es den Rotkrautsalat von vor zwei Tagen (der zum Pulled Beef).

Neu war das “Chutney”, kein ganz echtes Chutney, aber eine leckere Kombination aus Elementen, die teilweise auch im Chutney zu finden sind.

Chutney:

1 Aprikose, reif, in Würfeln

3 Frühlingszwiebel, nur das Weisse, in Stückchen

Petersilie

1 Jalapeño, in kleinen Stückchen

1 Schluck Rosé

 

Bulgur:

Bulgur 1/2 Tasse mit einer Tasse Wasser aufkochen, Hitze ausstellen, ziehen lassen,

Baharatgewürz dazugeben 1/2 Tl  (Baharat aus Libanon, Jordanien, Syrien, Israel besteht aus Koriander, Paprika, Kreuzkümmel, Chili, schwarzer Pfeffer, Muskatnuss, Nelken, Kardamom und Zimt)

Gewürz gab ein orientalisches, leicht süßliches Aroma mit – sehr angenehm!

 

Insgesamt ein sehr stimmiges Gericht. Das Chutney hat auch sehr schön zum Bulgur gepasst, die Jalapeño hatte zwar eine gewisse Schärfe, aber nicht, wo sie gestört hätte.

Zum Verhältnis Huhn und Pfirsich brauch ich nichts zu sagen – Gerichte von Spanien über Frankreich über den Orient bis nach Indien sprechen eine klare Sprache 🙂

Der Rotkrautsalat gab den nötigen Crunch dazu, was will man mehr?

 

 

 

 

 

Flammkuchen Speck Zwiebeln Ziegenkäse Pfirsich Rosmarin


Ich hab im Moment noch ein paar Tage frei und somit den Luxus, die Nahrungsaufnahme ganz entspannt planen zu können. Allerdings nahm ich beim Einkauf gestern spontan einen Flammkuchenteig mit.

Darüber hab ich mich schon ausgelassen: Man kann ihn auch selbst machen, muß man aber nicht… und umgekehrt. Es gibt für mich keine Unterschiede außer der Zeit-, bzw. der Geldersparnis.

Da ich schon ein paar Varianten gepostet habe, mußte ich mir etwas Neues einfallen lassen.

Mir fiel ein, daß mein Käsehändler mir einen Ziegenkäse zum probieren gegeben hatte, von dem ich ein Stück mitnahm.

Der Käse ist ein Chevre d’Or aus frischer Milch, ein Käse, der relativ mild ist, aber in der Schale schon den charakteristischen “Biss” eines Ziegenkäses hat. Er war perfekt gereift und fing gerade an, zwischen Rinde und Innerem etwas flüssiger zu werden.

Dazu zerschnitt ich einen toll reifen Weinbergpfirsich, persönlich nach dem Reifepunkt herausgesucht von meinem Gemüsehändler. Zu Pfirsich Rosmarin zu verwenden, hat sich wahrscheinlich schon herumgesprochen. Ist auch wirklich eine schöne Kombination.

Weil ich auf jeden Fall die roten Zwiebel mitbenutzt hätte, dachte ich es würde nicht schaden, den Speck auch zu verwenden.

Zuallererst kam allerdings Schmandt auf den Teig, etwa 3/4 Becher (160 g)

Der Flammkuchen wurde weniger als 10 Minuten auf der obersten Schiene bei 190 C  Grill bebacken und war sehr lecker!

 

 

 

 

 

Kirschkuchen


Die einfachstmögliche Variante:

Ich sah gestern einen Stand auf dem Markt, der schon Kirschen verkaufte, zu einem anständigen Preis. Ich nahm ein Pfund mit und wollte einen Kuchen daraus machen.

Weil ich aber in letzter Zeit ein paar Experimente weniger glücklich überstand, und ich zudem nicht alles im Haus hatte, was üblicherweise mit Kirschen verbunden wird, suchte ich nach möglichst einfachen Rezepten.

Dieses fand ich nach ein paar Anläufen, das einzige was fehlt ist der Puderzucker, der den Schnee macht 🙂

Der Kuchen ist schön saftig, und die Kirschen waren auch sehr lecker. Eure Mütter können den aber bestimmt besser als ich, was sag ich- so ihr Mütter seid, könnt ihr den bestimmt auch alle besser als ich. Aber egal, zumindest hab ich frische Kirschen genommen!

2 gestrichene Tl Backpulver

200 g Mehl

 

125 g weiche Butter

100 g Zucker

Zitronenzeste

3 Eier

2 El Milch

Diese Zutaten zuerst nacheinander miteinander verquirlen. Ich hab dafür den Handmixer genommen. Danach das Mehl/Backpulver Gemisch langsam dazugegeben.

23 cm Form fetten oder mit Backpapier auskleiden, Teig einfüllen, glätten und die entsteinten Kirschen darauf verteilen.

Ofen auf 180 C vorheizen (mein Ofen ist schnell, der Kuchen buk in einer rechteckigen Form 30 Minuten) und backen. Am besten den Zahnstochertest machen.

Der Kuchen war nix besonderes, aber er war gut, was für die Qualität des Rezepts spricht. Wer Mascarpone, Sahne, Vanillepudding oder anderes will, braucht ein anderes Rezept 🙂

 

 

 

 

 

Pulled Pork weisser und grüner Spargel


Am Samstag war wieder so schönes Wetter, daß ich wieder grillen wollte. Mit Briketts von Weber (kein Scheiss, die sind sehr gut!) schaffte ich es, den Grill auf 200 F zu bekommen, fast 100 C.

Ich hatte mit ein Stück Nacken vom Schwein von etwas mehr als einem Kilo geholt und mit meinem South Carolina Rub for Pulled Pork eingerieben. Danach liess ich den Nacken 2 Stunden ruhen. Danach kam der Nacken zwischen die inzwischen weissen Kohlen. Ich wendete den Braten 4 mal und erneuerte die Kohlen nach 2 Stunden, um die Hitze konstant zu halten.

Nach insgesamt 3,5 Stunden nahm ich den Nacken herunter und liess ihn leicht abkühlen.

In der Zwischenzeit hatte ich die beiden Spargelsorten vorbereitet un in Alufolie eingewickelt auf den Grill gelegt, damit die Stangen in der Folie dünsten. Später gab es einen Klacks Butter und Schnittlauch dazu.

 

Als Sauce für das Pulled Pork öffnete ich eine Dose Kirschtomaten, die ich pürierte, dazu kamen 3 verschiedene getrocknete Chilis, die ich vorher in der Kaffemühle zu Pulver mahlte,

2 gehäufte El brauner Zucker, 1/4 l Weissweinessig, Cumin 1/2 Tl, 1 gehackte Zwiebel und 2 gehackte Knoblauchzehen. Aufkochen und dann ziehen lassen.

Das Pulled Pork mit 2 Gabeln auseinanderziehen und löffelweise die Sauce über das Fleisch geben und vermischen. Nicht zu feucht machen. Auf ein Burgerbrötchen oder wie hier auf ein Muffinbrötchen geben,

mit frischen Jalapeños dekorieren und auf Salat servieren.

Zur Feier des Tages ein paar Erdbeeren auf die Spargel geben 🙂

 

 

 

 

 

 

Tarte Frangipane Rhabarber Erdbeeren


Mitte der Woche sah ich Rhabarber das erste Mal dieses Jahr und nahm spontan eine abgepackte Einheit mit (stellte sich später als ein Pfund heraus).

Zum Wochenende wollte ich etwas damit anfangen und schmöckerte quer durch meine Quellen zum Thema. Mein Liebling bleibt David Lebovitz. 

Dort fand ich ein Rezept für eine Rhabarber-Erdbeer-Zucker Masse, die im Ofen gegart wird, erst unter Alufolie, später dann offen, insgesamt fast eine Stunde.

Die Masse ist am Schluss streichbar und nicht zu flüssig und zieht dann noch nach.

Darunter wollte ich eine Mandelcreme. Als Vorbild hatte ich eine Art Pudding in der Nase, der in den 60er Jahren in Kroatien in Gebäck gefüllt wurde und nach Mandeln roch.

Allerdings fand ich kein gutes Rezept dazu und blieb wieder bei Lebovitz hängen, der die Frangipane französischer Art anpries. Also machte ich die brav nach. Dazu gehört auch eine sehr kleine Menge Mandelaroma, nämlich 1/8 Tl. Da ich hier aber kein Mandelaroma ausser Bittermandel fand, nahm ich davon nur ein paar Tropfen. Sofort war mir klar, daß es nicht so werden würde wie ich wollte: Es roch penetrant nach Marzipan. Ich esse kein Marzipan, der Geruch und die Konsistenz geht mir auf die Nerven. Ich hatte aber vorher schon angekündigt, diese Tarte mitzubringen bei einem Besuch, Pech, daß die Besuchte Marzipan auch nicht mag.

Ich habe jetzt versprochen die Tarte nochmal zu machen, aber mit Creme patissiere oder Zitronencreme.

Für alle aber, die bei Marzipan leuchtende Augen bekommen, hier das Rezept:

Den Mürbteig kaufte ich und buk ihn vor.

Frangipane: 115 g Butter

2 Eier

100 g Zucker

130 g Mandelmehl

2 Tl brauner Rum

1/8 Tl Mandelextrakt (Bittermandel von Dr. Oe)

gute Prise Salz

 

Butter und Eier bei Zimmertemperatur mit dem Spateladapter zusammenrühren, Zucker dazu, Mandeln dazu, dann den Rest. In die abgekühlte Form streichen. 20 Minuten bei 180 C backen.

 

Rhabarber Erdbeer Masse

450 g Rhabarber der Länge nach halbiert und in 8 cm Stücke abgelängt

180 g Erdbeeren, in Hälften

120 g brauner Rohzucker

Saft einer halben Zitrone

1 Tl Kirsch o.ä. (ich hatte Birne)

 

Alles in eine Form geben. 25 Minuten bei 180 C im Ofen mit Alufolie eingewickelt garen lassen, dann Folie abnehmen, auf 200 C erhöhen und weitere 20-30 Minuten im Ofen abdampfen lassen.

Es sollte kaum noch Flüssigkeit um das Fruchtpüree stehen. Jetzt das Püree mit dem Löffel herausholen und auf die gebackene Frangipane Füllung streichen.

Ein paar Stunden ziehen lassen, bis die Fruchtmasse angezogen hat.