Schmarrn Spargel


Die Reihe der von e&t inspirierten Gerichte geht weiter, was soll ich lügen?

Es gab im gleichen Segment (/Spargelgerichte) auch ein Rezept für einen pikanten Schmarrn, den ich allerdings wieder etwas veränderte. Bei diesem Rezept war die Beigabe von Dinkelmehl und Bergkäse interessant, wobei ich zwar das Dinkelmehl hatte aber statt Bergkäse einen Grana padano. Auch wollte ich Rucola integrieren.

  • 2 Eier, getrennt, Eiweiss schaumig geschlagen
  • 100 g Dinkelmehl
  • 150 ml Milch
  • Prise Salz
  • 35 g Grana padano
  • 1 kleine Handvoll Rucola

Mehl, Milch, Eigelbe und Salz verquirlen, quellen lassen. Kurz vor der Zubereitung die Eiweisse steif schlagen und sanft unterheben. In Butter in einer Pfanne langsam anbraten. Den Herd anschalten und den vorgegarten Spargel (in einer Pfanne in Wasser aufkochen, dann ausschalten und ziehen lassen) abtropfen lassen und in den Teig fallen lassen. In den Ofen stellen, bis der Teig fest genug zum Wenden ist. Herausnehmen, wenden und mit zwei Löffeln auseinanderziehen. Den Grana drüber streuen, den Rucola zur Hälfte drüber streuen. Wenden und den Rest des Rucolas drüber geben.

Und servieren. Ich fand es gut, aber ein Sauce wäre nicht schlecht gewesen – vielleicht eine Beurre blanc oder eine Mousseline, aber eine pikante Sabayon wäre vielleicht auch etwas. Der Schmarrn war jedenfalls toll fluffig 🙂

Spargel Steak Wok


Hier ist noch ein Rezept, das ich in der e&t online gesehen habe… Ich habe mich teilweise dran gehalte, teilweise nicht, und würde es beim nächsten Mal ein klein wenig verändern, um es zu optimieren.

Kurz gesagt ist es ein Rezept für grünen Spargel mit einer asiatischen Sauce und Rumpsteak in Streifen. Dazu kann man Basmati Reis machen oder auch etwas anderes, ich machte eine kleine Portion Reis.

Der Spargel wird wie üblich vorbereitet (ich hatte auch weissen Spargel mit dabei), dann wird er in etwas Sesamöl im Wok angebraten und bevor er zuviel Farbe nimmt, dreimal mit wenig Wasser (20 ml) benetzt, damit er sich gar dünstet. Das klappte soweit.

Als Nächstes steht die Woksauce an:

  • 3 Zehen Knoblauch
  • 1 Daumen Ingwer
  • 1 Thai Chili Schote
  • Saft einer Limette
  • 4 El Zucker
  • 1 Tl Speisestärke
  • 2 El Sesamöl
  • 4 El Sojasauce
  • 10 El Woksauce

Alles zusammenrühren und beiseite stellen, bis der Spargel fertig ist. Den erst entfernen und dann die Sauce in den Wok geben und eindicken. Anschliessend den Spargel und die Fleischscheiben hineingeben.

Ich röstete vorher noch Sesamsamen und zupfte den Koriander, damit es später dann schneller ginge.

Der etwas unbefriedigende Teil war die Beschreibung, wie man das Rumpsteak erst in Scheiben in einer anderen Pfanne mit Öl und Butter oder Butterschalz brät, dann ruhen lässt und schliesslich in die Sauce gibt. Meins wurde fast zäh. Also schon ausserhalb braten, aber dann nur hinein und hinaus – keine weitere Garzeit in der Sauce.

Zuletzt vielleicht noch ein kurzer Kommentar – Ich weiss, ich verstehe nicht wirklich etwas von der asiatischen Küchenwelt. Aber immer wenn ich mit den diversen Saucen und Pasten hantiere und sie kombiniere, überfällt mich ein Gefühl, als würde mir ein wichtiger Teil des Kochens entgleiten. Ich kann die Saucen nicht selbst machen und das können Milliarden von Asiaten auch nicht, sie können sie nur einsetzen. Und das ist mir manchmal zu wenig, auch wenn ein ganzer Kulturkreis lieber eine gegärte Sauce als Salz benutzt. Ich will auch nicht polemisch sein. Ich kenne liebe Menschen, zum Beispiel aus China, mit denen es eine Freude ist, zu kochen und zu würzen, aber das sieht man hier viel zu selten. Nun gut.

Nichtsdestotrotz war es ein leckeres Essen. Eine neue Sorte Basmati wurde perfekt – aromatisch und so trocken, daß jedes Reiskorn einzeln auszumachen war. Wirklich gut!

Asperagi tonnato


Ich muss zugeben, das Rezept hierfür gab es in einem online-post der essen&trinken. früher hatte ich das Heft abboniert, aber ertrank irgendwann in einer Flut von mehreren hundert Heften und bestellte es ab (auch, weil sich alle Publikationen irgendwann wiederholen). Dafür gab es irgendwann den wöchentlichen/monatlichen Auftritt online, den ich abonniert habe. Meistens ist er mir zu kompliziert aufgebaut und nicht wirklich relevant, aber… manchmal hat er etwas, was meine Stimmung trifft. So auch heute.

Im Rezept von e&t spielt nur weißer Spargel eine Rolle, ich hatte auch noch grünen und wollte den auch dazunehmen. Des weiteren war ich nicht ganz mit der Verteilung der Zutaten im Rezept einverstanden und habe es ein wenig verändert.

  • 1 Dose Thun (135 g/ 4oz.)
  • Creme fraiche (150 g/ 5oz.)
  • 4 El Öl/4 Tbs Rapeseed or Sunflowerseed oil
  • 1 Tl/Tsp Kapern/Capers
  • 2 Sardellen/2 Anchovy fillets
  • 2 El Zitronensaft/ 2 Tbs Lemon juice

Mit dem Stabmixer fein pürieren. Wenn die Mischung zu fest ist, entweder noch mehr Zitronensaft oder Kapernsaft, Wasser oder Weisswein dazugeben, also erst abschmecken. Im Originalrezept sollte auch noch Zucker hinein, aber den fand ich unnötig.

Die Anrichte hingegen hab ich übernommen, zumindest den Tipp mit dem Rucola, der hat nämlich super gepasst. Wichtig ist auch, noch gut einen gehäuften El Kapern zusätzlich zu verteilen, weil das Gericht von den Kontrasten lebt.

Einen guten Tipp hab ich mir aber trotzdem von der Tante e&t mitgenommen: In einer Pfanne mit genug Wasser, dass die Spargel gerade schwimmen, die geschälten Spargel erhitzen, bis das gesalzene Wasser kocht, dann die Hitze ausschalten. Die Spargel sind nach einiger Zeit gerade bissfest, perfekt also 🙂

Ich fand das Ganze sehr lecker, wenn auch das Rezept für die Thunfischcreme nicht wirklich dem klassischen folgt. Wer sowieso schon ein Lieblingsrezept dafür hat, kann meine Schreibe getrost ignorieren und vielleicht nur als Tipp mitnehmen, dass es kein Kalbfleisch dazu braucht – Spargel passt auch super!

Perlhuhn Polenta Spargel


Am Sonntag gab es in einem italienischen Restaurant, wo wir ein sehr leckeres Osso buco zum Osterlunch hatten, eine noch bessere Polenta. Sie war ganz anders als die üblichen Polentaschnitten – stattdessen aßen wir eine Creme, zarter als Kartoffelbrei, das aber seine zylindrische Form behielt, wie ein Pudding. Der Anschnitt war aber zarter als bei einem Pudding und ausserdem war es zurückhaltend aber ganz ausgezeichnet gewürzt.

Heute versuchte ich zumindestens der Konsistenz etwas näher zu kommen. Im Silberlöffel wird über die verschiedenen Polentaarten geschrieben: Die Variante mit der feinen Polenta wird in einem bestimmten Verhältnis gemischt und geköchelt und immer wieder mit kochendem Wasser aufgefüllt. Es war ziemlich viel zusätzliches Wasser, bis die Polenta nicht mehr nachzog. Ich liess sie dann 45 Minuten bei geschlossenem Deckel im Ofen. Nur diese leichte Festigkeit hab ich (noch) nicht hinbekommen. Ich frage mich, ob er mit Speisestärke gearbeitet hat.

Jedenfalls schmeckte sie fürs erste Mal ziemlich lecker. Ich habe dazu noch Champignons, Parmesan und Knoblauch angeschwitzt und untergemischt, das auch noch den Geschmack verbessert hat.

Dazu gab es grünen Spargel, den ich erst pochierte und später noch kurz in die Pfanne mit dem Perlhuhnschenkel gab.

Serviert wurde alles auf einer Sauce aus Passata mit Basilikum und Knoblauch. Hat sich gelohnt!

Huitres à la Florentine


Gestern gab es ein tolles Angebot: 6 französische Austern plus Austernmesser für €5.99. Das ist die Hälfte des normalen Preises. Nicht, dass ich das Messer gebraucht hätte: es ist mein Drittes 🙂

Auch gestern sah ich italienischen Spinat, den ich gleich mitnahm. Im Hinterkopf hatte ich eine Erinnerung an ein klassisches Rezept für gratinierte Austern. Ich musste es nachschauen, mein fotografisches Gedächtnis rostet…

Jedenfalls ist es ein geradliniges Rezept: Man braucht 6 Austern, die man aufmacht. Die Flüssigkeit aufbewahren und später durch ein Sieb geben, um die kleinen Unreinheiten wegzufiltern. Die Austern auslösen und in einer anderen Schüssel aufbewahren. Spinat waschen und klein hacken. Butter mit einer Schalotte anschwitzen, mit Noilly Prat ablöschen und den Austernsaft und 1/8 Sahne dazugeben und einkochen. Wenn nur noch wenig Flüssigkeit übrig ist, eine Handvoll fein geriebenen Parmesan dazugeben. Alles gut vermischen.

In jede Austernschale einen guten El Spinatmischung einfüllen, mit einer Auster belegen und mit Panko bestreuen. Dann überbacken.

Ein schön leichtes Abendessen 🙂


Saltimbocca Spargel Kartoffeln


Etwas Leichtes am Vorabend des Osterfests – Saltimbocca. Ich bekam ein schönes Kalbsschnitzel, hatte Schwarzwälder Schinken daheim und bekam Salbei beim Gemüsehändler gegenüber.

Das Schnitzel wurde flach geklopft und der zugeschnittene Schinken und jeweils ein Salbeiblatt wurden mit einem Zahnstocher angeheftet. Auf der Rückseite leicht gesalzen und gepfeffert wurden die kleinen Fleischpakete kurz auf beiden Seiten angebraten. Ganz am Schluss löschte ich den Ansatz in der Pfanne mit einem Schluck Port ab.

Dazu gab es Spargel (was sonst?) und Kartoffeln. Heute gab ich die Spargel in Butter, um sie zu bräunen, nachdem ich sie fast gar gekocht hatte. Für sie gab es ein paar Stängel Kerbel.

Auch die Kartoffeln wurden in einer Butter/Öl Mischung gebräunt.

Sehr stimmig und lecker. Die Spring-in-den-Mund-Stückchen sind zwar nicht ganz original mit dem Schwarzwälder Schinken – er ist deutlicher als ein guter Parmaschinken, aber hat auch was, wie ich finde 🙂 Immerhin ist der Salbei auch sehr dominant.

Salat Käse Artischocke


Letzten Samstag bekam ich bei Herrn Ruf einen Käse, den er mir anpries, indem er meinte, er sei wie eine frische Ziegenrolle, bestünde aber aus Ziegen-, Schafs-, und Kuhmilch. Den Namen muss ich nachreichen, ich hab ihn vergessen.

Den Käse allerdings nicht, weil ich zumindest einen Abend fleischlos und etwas salatiger unterwegs sein wollte. Da traf es sich gut, dass ich gestern bei meinem Gemüsehändler eine Artischocke zum Abzupfen gekauft hatte.

Den Käse gab ich kurz in den Ofen, den Salat machte ich mit Olivenöl und weissem Balsamico an und die Himbeeren bildeten einen schönen Kontrast zur Säure des Käses.

Heute fand ich dann in einem Supermarkt ein Glas Amora Senf, der die Präferenz von Frau B. ist, wenn es darum geht eine Senfsauce zum Dippen anzurühren. Allerdings hatte der Laden nicht die Auswahl eines Hypermarchés jenseits der Grenze und so war es dann doch nicht ganz der richtige Senf. Ich half mir indem ich den Senf erst mit Rapsöl verrührte, dann etwas weissen Balsamico mit Orangengeschmack dazugab und am Schluss noch einige Dillspitzen mit einrührte. Das Ergebnis war sehr rund, hatte die richtige Konsistenz zum Dippen und schmeckte super!

Ein schönes zweigängiges Essen, und satt bin ich auch 🙂