Grüner Spargel Parmesan getrocknete Tomaten Knoblauch Brösel


Das hier ist ein ähnliches Rezept wie vor einigen Wochen oder Monaten. Es gab grünen Spargel, halbiert und angebraten. Dann wurden sie mit Deckel und einem Schluck Wein fertig gegart. Hier hab ich Brotbrösel drüber gemacht, außerdem gab es statt frischen Tomaten getrocknete Tomaten.

Dazu hab ich Knoblauch gehackt und mit angebraten. Ein bißchen Parmesan drüber, Petersilie dazu und fertig.

War trotz der Einfachheit sehr lecker und brauchte kein Fleisch. Übrigens auch kein Hefegedöns 🙂 !grüner-Spargel-Parmesan-getrocknete-Tomaten-Knoblauch-Brösel

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Muschelragout Tomate Basilikum Baguette Bärlauchbutter Zitronenzeste


Ich bin nicht religiös, aber Freitags zum Fischspezialisten gegenüber zu gehen und sich etwas Nettes aussuchen, hat was. Übrigens auch an jedem anderen Tag, es scheint sich nur in letzter Zeit gerade am Freitag zu häufen.

Es gibt außer dem April keinen Monat mehr mit “R” bis zum September. Wenn diese Regel inzwischen nicht mehr so aktuell ist, liegt das wohl an verbesserten Kühlketten und der Tatsache, daß immer irgendwo Saison ist…

Nichtsdestotrotz werde ich nach dem April eine Weile auf Schalentiere verzichten (es gibt noch so viele andere leckere Meeresbewohner).

Hier jedenfalls ist ein Ragout, das ich bestimmt schon Mal ähnlich gekocht habe. Die Tomate und das Basilikum waren zwar dominant, aber das Jodige der Muscheln kam trotzdem gut durch.

Dazu das getoastete Baguette mit Bärlauch – mild im Vergleich zu Knoblauch – eine mediterrane, relativ leichte Mahlzeit mit kräftigen Aromen, wie ich sie liebe.

Muschelragout Tomate Basilikum Baguette Bärlauchbutter Zitronenzeste

  • Servings: 1-2
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1 kg Muscheln

8 Kirschtomaten (jedenfalls kleine, aromatische)

1 El Tomatenmark

1 Schalotte, kleingehackt

1 Knoblauchzehe, kleingehackt

2 Glas Weißwein

Olivenöl

1/2 Bund Basilikum

4 Zweige frischer Thymian, 1 Zweig Rosmarin

1/2 Bund Bärlauch

1 Stück Baguette

Muscheln säubern, kaputte aussortieren

Schalotten und Knoblauch in Olivenöl anschwitzen, Tomaten, Mark, Thymian und Rosmarin dazu

1 Glas Weißwein dazu

Deckel drauf, 5 Minuten stark kochen

Deckel weg, Hitze runter und gegebenenfalls etwas Wasser auffüllen

Thymian, Rosmarin herausfischen und entsorgen

Großen Topf erhitzen

Olivenöl dazu und das zweite Glas Wein

Muscheln dazu Deckel drauf (höchste Hitze)

dauert etwa 4-5 Minuten

Muscheln aus der Schale lösen

Basilikum klein hacken, zur Tomatensauce geben

Muscheln dazugeben, erwärmen

Baguette halbieren, toasten

Bärlauch kleinhacken, mit der Butter vermengen und Baguette streichen

Muscheln anrichten, Zitronenzeste drüber, servieren

Muschelragout-Tomate-Basilikum-Baguette-Bärlauchbutter-Zeste

 

Bucatini Tomaten Sahne Sauce Fenchel Salsiccia Kerbel


Pasta mit der dreifachen Anis-Keule. Hat aber richtig gut gepasst, war auch der Grund, die Tomatensauce mit Sahne abzumildern, um dem Anis zu seinem Recht zu verhelfen: Geb dem Schtinga doch ä Chonce, der kummt net so staak dähea! (Monnemarisch für den ders net kännt *g*)

Eine Fenchelknolle dünn aufschneiden, in Olivenöl sanft goldbraun anbraten (bei mir eher weisslich aber trotzdem weichlich). Die Salsiccia, natürlich die Version mit Fenchel, pellen und in kleine Kugeln rollen. In die Pfanne mit dem fast garen Fenchel legen, das geht auch bei mittlerer Hitze relativ schnell. Die Pfanne immer wieder bewegen, daß die Fleischbällchen rumkugeln.

Für die Tomatensauce hab ich eine ganz kleine Schalotte und drei kleine Knoblauchzehen kleingehackt und sanft angeschwitzt. Dazu kamen zwei Sardellenfilets, die sich bei mittlerer Hitze schnell zerkrümelt haben, aber eine Geschmackstiefe erzeugten. Dann hab ich einen Schluck Weißwein dazu und etwa zehn Datteltomaten, die kleinen, die sind auch jetzt ganz geschmackvoll. Deckel drauf und ziehen lassen. Nach etwa fünf Minuten hab ich die Tomaten angeritzt und wieder den Deckel drauf getan. Dann kam etwas Tomatenmark dazu (2 El), das wurde verrührt, dazu zwei Schluck Wasser. Ich wollte nicht, daß die Sauce so konzentriert ist wie bei der Puttanesca, weil das immer nur für einmal essen reicht. Ich hatte aber Fleisch und Nudeln für mehrere Portionen. Jedenfalls hab ich die Sauce da schon abgeschmeckt und nachgesalzen und gab dann einen Drittel Becher Sahne mit eingerührt. Dann kamen der fertige Fenchel und die Salsicciabällchen dazu, während ich die Hitze ausstellte, aber den Deckel wieder drauf machte.

Die Bucatini hatte ich in der Zwischenzeit in salziges Wasser geworfen und fertig gekocht und abgegossen, um sie dann mit der Sauce in einem Topf zu mischen und dann zu servieren.

Dazu hab ich Kerbel benutzt, nicht im Bild ist ein alter, salziger Pecorino, der das alles nochmal kräftig abgerundet hat.

Bucatini-Tomaten-Sahne-Sauce-Salsiccia-Fenchel-Kerbel2

Menu 2/1 Strudel Spinat Datteln Pinienkerne Dattel Currysauce


Dadurch, daß das zweite Menu einen Tag nach dem ersten stattfand, mußte ich wirklich überlegen, was es geben sollte.

Ich hatte mir zwar etwas zurechtgelegt, hatte aber seit Wochen mal wieder die Gelegenheit über den Samstagshauptmarkt am Turnplatz zu gehen.

Dabei entwickelten sich (gottseidank) Gedanken, die mit essen zu tun hatten. Ich bin zweimal über den Markt gelaufen und hatte dann eine gute Vorstellung von dem, was es gab.

Den Spinat hab ich ausgewählt, weil die Pflänzchen ganz jung waren, und deshalb zart. Die Datteln kamen dazu, weil ich ein Rezept (ein sizilianisches) im Kopf hatte in dem Spinat mit Rosinen und Pinienkernen kombiniert wird, und ich die Rosinen mit etwas anderem Süßem kombinieren wollte, und es das am Stand mit dem Schafskäse auch gab.

Den Strudel/Filo/Yufkateig hab ich wieder gekauft, müßte ich auch mal selbst probieren.

Für die Füllung:

600 g junger Spinat, geputzt

2 Schalotten, 2 Knoblauchzehen, kleingehackt

3 El Olivenöl

Muskat, Salz

Der Spinat wird in einer Pfanne, in der die Schalotten und die Knoblauchzehen angeschwitzt wurden, portionsweise gegart und an die Pfannenseite geschoben.

Jedesmal kommt je eine Prise Muskat und Salz hinein. Wenn alle 600 g fertig sind, kommen sie ins Sieb, um abzutropfen. Ich ließ den Spinat eine Stunde im Sieb.

Die Datteln wurden entsteint, in kleine Stücke (1/8) geschnitten, und mit den angerösteten Pinienkernen dem Spinat untergehoben.

Dann hab ich 50 g Butter geschmolzen und 5 Blätter Strudelteig jeweils einseitig eingepinselt, gut angedrückt und wieder bestrichen.

Darauf kam die Spinatmischung, die ich dann in eine Rolle formte. In den Teig hab ich auch noch ein Stück Schafskäse gedrückt, bevor ich die Rolle schloß. Das kam bei 200 Grad in den Ofen. Nachdem die Oberfläche braun geworden war konnte sie zum portionieren herausgenommen werden.

Die Sauce:

Ich tat mich schwer, weil ich zuerst eine selbst gemischte Ras al hanout Gewürzmischung ausprobiert habe, die weniger als nix war.

Danach hab ich ein Schabzigerklee-Curry genommen (ganz wenig – 1/2 Tl), es in eine angeschwitzte Schalotte gegeben, das mit Noilly Prat abgelöscht, mit vier kleingeschnittenen Datteln aufgefüllt, abgeschmeckt, Zitronensaft dazu, Zitronenzeste dazu, noch etwas Salz dazu und alles durchgemixt. Ich mußte die Säure mehrmals justieren, aber am Schluß hat die Süße/Säure gestimmt, und der Schabzigerklee (der sehr deutlich ist) war nur mehr eine Note.

Mein Gast war anfangs irritiert (hatte offensichtlich am einen Ende eine süße Dattel erwischt, war aber gegen Ende sehr begeistert. Ich selbst kann auch verstehen, warum Süßes und Herbes gut passt. Ich fand die Sauce ziemlich gut zur Roulade. Der Salat im Hintergrund ist der Rest vom Vortag. Ohne Schafkäse wäre diese Vorspeise sogar vegan! Naja, ich nehm’s zurück, die Butter müßte mit Margarine ersetzt werden 🙂

Spinat-Strudel-Datteln-Pistazien-Salat-3

Menü für Zwei: 1.Kürbis-Curry-Suppe


Es ist ja schon wieder diese schöne Jahreszeit, in der es lauter leckere Sachen gibt, die auch noch farblich zum Herbst passen, wie zum Beispiel der Kürbis.

Kürbis ist ein Gemüse, das ich sehr lange ausschließlich als Füllung für eine Kürbispastete (pumpkin pie) genommen habe.

Allerdings hab ich in den letzten Jahren immer mal wieder andere Sachen damit gemacht und festgestellt, daß man das auch essen kann.

Allerdings finde ich, daß Kürbis ein bißchen dumpf oderauch erdig schmekt und gebe deshalb gerne zitrusartige Aromen dazu. Das muß nicht unbedingt Zitrone oder ähnliches sein, auch Koriandersamen oder auch Kardamom passen sehr gut.

Für diese dicke Suppe nehme ich

1 kleinen Hokkaidokürbis in kleinen Stücken

1 Schalotte gewürfelt

ein Schluck Weißwein

Saft von 2 Saftorangen

Saft einer halben Limette

eine Prise Muskat

1/2 Tl Hot Curry

1/2 Tl Curry (nicht scharf)

Salz

eine Prise Zucker

Die Schalotte wird in Butter angeschwitzt, dann kommen die Kürbiswürfel dazu, danach wird mit Weißwein abgelöscht.

Etwas Wasser dazu, den Deckel drauf und bei mittlerer Hitze weich köcheln.

Wenn der Kürbis weich ist die restlichen Zutaten dazugeben und pürieren. Dann nach eigener Vorliebe nachwürzen.

Kürbis-Curry-Suppe

Ein schöner Auftakt für ein Menü!

Calamaretti Lachs Fenchel Safran Pasta


Acht Tage nach meinem ersten Pasta/Meeresfrüchteerlebnis zog es mich wieder zum Laden gegenüber, wo es Fisch gibt (nicht nur).

Dieses Mal war der Schwiegersohn da, den ich als einen der Akteure auf dem Samstagsmarkt am Turnplatz wiedererkannte.

Er war sehr freundlich, verkaufte mir ein kleines Stück Lachs und 5 Calamaretti, nicht ohne mich zu fragen, ob er sie ausnehmen solle. Wir haben uns dann noch über Qualitätsware, Handelswege und Preisunterschiede zwischen KA und PF unterhalten, wobei es unverständlich ist, daß bei größerer Konkurrenz (vermeintlich) in KA die Preise teilweise das doppelte bis dreifache für Premium-Lebensmittel ausmachen. Und zwar egal, ob ich auf einen der Märkte gehe, oder im Karstadt oder im Scheck-In in der Fischabteilung einkaufen gehe. Übrigens hat mich mein Einkauf, also Lachs und Calamaretti und ein Gratis-Versucherle von selbst-eingelegten Sardellen gerade mal €5 gekostet- mit meinem Gemüseeinkauf zusammen also eine Investition von €7.50 für ein Gericht, das ich in dieser Menge und Qualität mindestens für €15 bekommen hätte (wobei ich bezweifle, ob ein kommerzieller Koch ein Päckchen Safran für einen einzelnen Gast opfern würde…

Ich habe verschiedene Sachen verglichen, die er da hatte- 1 kg Vongole kosten bei ihm €9, im Real an der Autobahn in KA knapp €20. Auf dem Markt noch mehr. Er hat ab nächste Woche frische Jakobsmuscheln, die gibt es in KA nur auf Vorbestellung oder gar nicht, und dann auch doppelt so teuer.

Ich sehe langsam kulinarische Vorteile, in der “Provinz” zu leben- und so weit vom Schuß bin ich ja dann doch nicht.

Aber zum Abendessen. Der Fenchel vom letzten Mal hatte mir geschmeckt, nur wollte ich ihn heute mit Tomaten , Pastis und Safran verbinden. Das hab ich bestimmt mal irgendwo in einem Heft über die Provence gesehen, hat mich beim Nachdenken darüber aber gleich angemacht. Das Ergebnis hat das Vorgefühl bestätigt, das ist eine echte Sonntagspasta-

wunderbare Fenchel, Safran und Tomatenaromen, die sich ganz eng verbinden und dem Fisch und den Meeresfüchten eine Bühne bereiten.

1 Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1/2 Fenchelknolle, ohne Strunk

5 kleinere Roma Rispentomaten (oder andere aromatische)

1/4 Becher Sahne (oder weniger)

2 cl Pastis

4 cl Weißwein

100 g Lachs ohne Haut

5 Calamaretti

Pasta nach Wahl

 

Pasta kochen. In der Zwischenzeit Zwiebeln und Knoblauch hacken, anschwitzen. Fenchel hobeln oder in 2mm dünne Scheiben schneiden, mit andünsten. Salzen, Pfeffern.

Geviertelte Tomaten ohne Strunk dazugeben, ebenso einen Schluck Weißwein.Reduzieren, zuerst mit, dann ohne Deckel.

Wenn alles weich ist, die Sahne und den Pastis dazugeben, dann das Briefchen Safran und nochmals einkochen.

Jetzt die Calamaretti (geputzt und gewaschen) in Ringe geschnitten in eine heiße Pfanne mit Olivenöl geben, kurz anbraten, den Lachs in Kuben dazu auch kurz garen lassen und dann mit der Sauce vermischen. Nochmal kurz aufkochen, aber nur kurz, sonst werden die Calamaretti zu fest!

Die Pasta sollte jetzt fertig sein, also nur noch anrichten und fertig!

Die Fisch/Meeresfrüchtemenge/Sauce reicht übrigens auch locker für zwei Personen, eine wichtige Information, wenn man sich auf dem Viktualienmarkt oder ähnlichen Märkten, wo das Preisniveau wieder ganz anders ist, eindecken will :-).

 

 

Polpetti-Lachs-Fenchel-Pastis-Safran-Pasta-1

 

Steinpilze Kartoffeln Speck


Der Markt ist schon toll, was das Preis-Leistungsverhältnis angeht. Gestern hab ich Steinpilze aus Bayern gesehen und gekauft, die haben gerade mal €2.80/100 g gekostet. In KA waren das immer zwischen 4.50 und fast 7.00 pro 100 g.

Anlaß genug, Gedanken an Fleisch zu vertreiben und mich auf eine Variante eines Standardgerichts zu freuen.

Normalerweise wären Nudeln angesagt, aber ich liebe ein Steinpilzragout auch mit Kartoffeln.

Tausendmal beschrieben, immer wieder saulecker!

3 halbe Steinpilze, in Scheiben

1 Schalotte

1 Knoblauchzehe

1 El Petersilie

50 ml Weißwein

50 ml Sahne

Salz, Pfeffer

4  kleine Kartoffeln

Kartoffeln ungeschält garen

 

Wenn die Kartoffeln gar sind, beiseite stellen, warm halten.

Speck auslassen (man kann ihn auch weglassen) in 2 El Öl.

Schalotte dazu, Knoblauch dazu, angehen lassen.

Steinpilze dazu, mit Wein ablöschen, eindicken, Sahne dazu, Petersilie dazu, abschmecken.

Kartoffeln mit der Gabel zerdrücken, Ragout darüber, fertig.

 

Steinpilzragout-Kartoffeln-2