Enchiladas


Es war mal wieder soweit – It’s Enchilada time!

In unregelmässigen Abständen überkommt mich ein Heisshunger auf Tex-Mex Food. Das kann Chili sein oder auch Tacos, Enchiladas, Burritos oder noch andere Schöpfungen, die immer wieder die altbekannten Zutaten variieren.

Ich huschte kurz vor Ladenschluss noch hinüber zum Gemüseladen, um dort frisches Cilantro (Koriandergrün) ein paar Jalapeños, gute Tomaten, Limetten und eine Avocado zu kaufen.

Maisplatten hatte ich noch im TK, Gewürze sind immer im Haus. Außerdem hatte ich noch ein Stück Cheddar von Herrn Ruf da, der das Gericht noch ein Stück aufwerten sollte.

Dabei wird, wenn’s authentisch werden soll, auf beiden Seiten der Grenze eigentlich der mexikanische Cotija genommen – soweit mein angelesenes Wissen, ich hab den nämlich noch nie irgendwo gefunden 😦

Dafür hab ich etwa 8 verschiedene getrocknete Chiles da, die ich gerne mische und in meiner Gewürz-Kaffeemühle zu Pulver umwandle.

 

Es sind immer ein paar Schritte, um alles zusammen zu bringen:

Guacamole –

1 Avocado schälen, würfeln oder zermanschen

Saft einer halben Limette

2 kleine Frühlingszwiebel

1 Knoblauchzehe

1 Tomate in Würfeln

1 Jalapeño in dünnen Scheiben

Cilantro

Salz

Manche pürieren das und nehmen es als Dipp, bei mir ist es Beilage und Füllung.

1 Hähnchenbrust

Knoblauch

Anbraten, mit Weisswein ablöschen, beiseite stellen.

 

Refried Beans –

1 Dose Kidney Bohnen oder Schwarze Bohnen

2 El Oregano + 2 El Cumin/Kreuzkümmel (entweder ganz, dann mörsern, oder gemahlen)

Bohnen erwärmen, Gewürze dazugeben, mit einem Stampfer zerstampfen, beiseite stellen

 

Tomatensauce –

1 Dose Mutti Kirschtomaten mit dem Zauberstab durchpürieren

1/2 Glas Kalbsbrühe

 

Einen Maisfladen nehmen, einen El Bohnenmus hineinstreichen

2 El Hähnchenbruststücke dazu

2 El Guacamole dazu

einwickeln und in eine feuerfeste Form legen

Menge reicht für 4 Enchiladas

Tomatensauce drübergeben

eine gute Handvoll Cheddar Käse drüberreiben

im Ofen backen, bis der Käse Farbe nimmt.

Mit saurer Sahne (mit Limettenabrieb) und der Sauce servieren.

Heute nicht dabei, geht aber auch: Pico de Gallo, eine Sauce aus Tomaten, Jalapeño, Zwiebeln, Knoblauch, Limette, Salz und Pfeffer.

Das wiederum ist ganz ähnlich dem, das ich als Guacamole mache. Jedenfalls ist es immer wieder gut, egal ob mit Huhn oder Hack oder auch fleischlos 🙂

 

 

 

 

 

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Schweinelende Chicoree Spitzpaprika Bärlauchpesto


So, jetzt ist das Pesto verbraucht! Es hatte einen guten Lauf, wenn man das so sagen kann 🙂

Diese Kombi kommt ein bisschen schmuddelig daher, das liegt daran, daß ich Chicoree und Spitzpaprika im Ofen gegart habe, mit einem Schluck Weisswein und etwas Kalbsfond. Erst nachdem der Chicoree gar war (nach 30 Minuten) mischte ich das Pesto unter. War auch gut.

Für die Lende opferte ich den Rest meines guten Feta-Stashs vom Markt. Ich schob die Pfanne noch kurz mit in den Ofen, aber es war nur lange genug, um den Käse etwas weicher werden zu lassen. Dazu warf ich noch ein paar Oliven dazu. Ach ja, im Gemüse war auch noch ein wenig Speck 🙂

Wie gesagt, ein bisschen messy, aber passt alles!

 

 

 

 

 

Gefüllte Zwiebel Rösti Sauce


Ich weiss nicht, wie ich darauf kam, aber plötzlich gab es den Gedanken, eine Gemüsezwiebel zu füllen. Hab ich noch nie gemacht. Also schaute ich im Netz. Von dort nahm ich die Idee auf, die Zwiebel erst zu schälen, 10 Minuten zu kochen und dann auszuhöhlen. Das tat ich nachdem die gekochte Zwiebel ein paar Minuten Zeit hatte, abzukühlen.

Um die Zwiebel zu füllen vermischte ich 500 g Rinderhack, 1 Ei, Panko, Salz, Pfeffer, Chili, Thymian und Rosmarin. Daraus formte ich Bällchen, die ich für ein anderes Gericht machte. Nachdem die Zwiebeln kalt genug und ausgehöhlt waren, nahm ich einige der Hackbällchen und füllte die Zwiebeln damit. Sie kamen bei 180 C in den Ofen und blieben etwa 40 Minuten drin.

Da ich für die Bällchen schon Zwiebeln und Knoblauch verwendet hatte, hackte ich die Menge an Zwiebeln, die aus der Zwiebelhülle gezogen worden war, und gab sie zu einer Mehlschwitze, die auch 5 cm Tomatenmark hatte. Dieser Ansatz wurde erst mit einem Achtel Wein und dann mit 300 ml Kalbsfond abgelöscht. Das alles wurde 15 Minuten gekocht, dann püriert und durch ein Sieb passiert und schliesslich zur Zwiebel gegeben. Außerdem gab es eine großzügige Prise Gruyère sowohl auf die Zwiebel als auch auf die Sauce.

Während die Zwiebel mit der Sauce nochmals in den Ofen wanderten, machte ich schlichte Rösti im Kleinformat, nur aus geriebenen Kartoffeln, Kartoffelstärke, Speck, Salz und Pfeffer.

Am Ende sorgte der Ofen dafür, daß die Sauce eingedickt war und die dunklen Stellen zeugten vom Käse. Die Zwiebel war gar, wie auch ihr Inhalt.

Fazit: Das hier ist auch ein Kantinenessen, wenn auch ein etwas aufwendigeres, weil das aushöhlen der Zwiebel etwas Zeit und Geschick braucht.

Die Sauce hat gut dazu gepasst und bestand zum großen Teil aus Resten des Essens 🙂

Die Rösti oder Kartoffeltaler sind sehr einfach zu machen und passen zu einer Vielzahl verschiedener Gerichte. Immer wieder gut.

 

 

 

 

 

Sedani Rigati Zwiebeln Speck Chili Tomaten


Pasta hat es schon eine kleine Weile nicht gegeben. Umso mehr ein Grund zu sehen, was alles da ist und zum Einsatz kommen könnte.

Kleine reife Tomaten waren da, Zwiebeln ebenfalls. Speck hatte ich auch noch, Chilis sowieso. Die anderen Zutaten hab ich immer im Haus

1 Zwiebel in Spalten

1 Handvoll Speck (30 g)

1 Chili fein gehackt

5 Kirschtomaten

50 ml Weisswein

100 ml Kalbsfond

Petersilie

Parmesan

Sedani Rigati 80 g

 

Die Sedani Röhrennudeln in gut salzigem Wasser kochen 15 Minuten

 

Zwiebel zuerst andünsten, dann den Speck dazugeben. Tomaten dazu, schmelzen lassen, Weisswein dazu, Kalbsfond dazu, stark erhitzen und einkochen.

Petersilie dazu, 3/5 Parmesan dazu. Die gekochte Pasta dazu, schwenken. Servieren.

 

Sehr lecker!

 

 

 

 

 

Schweinemedallions Guacamole Aprikosensauce


Heute ging ich noch kurz in den Supermarkt, um mir etwas zum Abendessen zu holen. Ich hatte keine wirkliche Idee, aber ich dachte daran eine Schweinelende zu kaufen, weil das schnell geht, lecker ist und sich gut portionieren lässt. Auf dem Weg zur Metzgerei ging ich durch den Gemüsemarkt, hatte aber keine Lust meine üblichen Verdächtigen zu bereiten.

Es gab eine Packung, die eine Avocado, eine Zwiebel, 2 Knoblauchzehen, 1 Peperoni, 1 Tomate und 1 Limette enthielt. Darauf stand: Guacamole, Kostenpunkt €2.99. Etwas teurer zwar als einzeln gekauft, aber bequem, so dachte ich. Daheim hab ich erst Zwiebel, Knoblauch und Tomate ganz fein gewürfelt, dann halbierte ich die Avocado, die zwar reif war, aber am Rand dunkle Flecken hatte. Dadurch konnte ich nur etwa die Hälfte des Fruchtfleischs verwerten. Dadurch war das Mischungsverhältnis ernsthaft gestört 🙂

Ich mischte trotzdem alles zusammen und schmeckte die Guacamole ab. Gar nicht so schlecht, wenn auch das cremige Mundgefühl etwas verloren gegangen war.

In der Gemüseabteilung gab es zur Weihnachtszeit auch viele Nüsse und getrocknete Früchte. Es gab unter anderem auch getrocknete Aprikosen, die mich an ein anderes Gericht erinnerten. Also nahm ich eine kleine Packung mit.

Für die Sauce hackte ich 6 getrocknete Aprikosen, 1 rote Zwiebel und eine Knoblauchzehe, briet alles in Olivenöl an und löschte mit Weisswein und Kalbsfond ab. Dann gab ich noch den Saft einer halben Limette dazu und liess alles ein bisschen einkochen. Gleichzeitig briet ich Medaillons, die ich aus der Lende geschnitten hatte in Rapsöl an. Sie waren etwa halb fertig, da löschte ich sie mit etwas Port ab und fügte auch hier etwas Kalbsfond dazu. Nachdem beide Pfannen etwas weniger Flüssigkeit beinhalteten, goss ich beide in ein hohes Gefäss und benutzte den Zauberstab, um alles zu pürieren.

Ich gab die Sauce zurück zu den Medaillons und liess sie fertigziehen. Dann wurde serviert.

Guacamole sehr frisch, mehr Zwiebel und Tomate als Avocado, aber frisch und knackig. Lendchen auf den Punkt, zart und aromatisch. Sauce sehr lecker, fruchtig, säuerlich mit tiefer Fleischnote. Kann ich mir auch gut zu Hähnchenbrust vorstellen – Exotik, ohne asiatisch zu werden, eher Kaukasus/mittlerer Osten.

 

 

 

 

 

Lamm Zucchini Bulgur


Auf dem saukalten Markt heute morgen gab es beim Eierhändler wieder eine Menge Fleisch, wie Kapaune (kastrierte männliche Hühner von etwa 2-2,5 kg) für knapp €22, Perlhühner, Puten, Gänse, Enten, normale (Bio)Hühner, Wachteln und sogar Fasanen und Kaninchen, Lamm, Reh, Hirsch, und Wildschwein. Das einzige was es nicht gibt und mir gefallen würde, ist Hase. Den aber behalten die Jäger für sich.

Ich nahm ein Päckchen Lammgulaschfleisch mit. Anderswo gab es eine runde Zucchini und eine Aubergine. Später kaufte ich noch ein Päckchen Bulgur.

Lammgulasch:

450 g Lammfleisch

1 große rote Zwiebel

1 Knoblauchzehe

Rosmarin, Thymian, beides frisch

5 cm Tomatenmark

1 Schuss Sherry

1/4 l Rotwein

1 Glas Kalbsfond

Gulasch auf die übliche Art zubereiten. Fleisch anbraten, Zwiebel und Knoblauch dazu, dann Tomatenmark anbraten, nacheinander mit Sherry, Wein und Fond auffüllen, dazwischen immer einkochen lassen. Nachdem der Fond dazugegeben worden ist, Hitze herunterdrehen und nur langsam blubbern lassen, etwa 90 Minuten.

 

Gemüse:

Zucchinikugeldeckel entfernen, Fruchtfleisch herausnehmen, würfeln, Aubergine in kleine Würfel schneiden, Zucchini- und Auberginenstücke in Olivenöl anbraten, salzen, pfeffern, Tomatenstückchen dazugeben, einkochen lassen, Parmesan dazu.

 

Bulgur:

2/3 Wasser salzen, aufkochen, 1/3 Bulgur dazugeben, Hitze ausmachen, Deckel drauftun, 7 Minuten ziehen lassen. Dann 1 El Butter und ein Schluck Olivenöl dazugeben. Bei mir musste es noch etwas nachziehen. Pfifferlinge putzen und zum Bulgur geben. Sie ziehen durch solange der Topf noch warm ist.

Vom Bulgur ein bißchen an den Rand des Gemüses geben. Bulgur und Gemüse und Parmesan mischen und in die ausgehöhlte Zucchini füllen. In eine feuerfeste Form geben, die Zucchini-Auberginen-Tomatenmischung zuerst hineingeben, etwas Parmesan dazu, dann die gefüllte Zucchini und dann alles 30 Minuten in den Ofen bei knapp 200 C.

 

Gulaschsauce mit etwas Kartoffelstärke andicken. Bulgur mit Petersilie und Schnittlauch auflockern.

Servieren. Saulecker!

 

 

 

 

 

Bratwurst Wirsing Kartoffeln


Jedes Jahr das Gleiche: Sobald die Temperaturen nach unten gehen, träume ich von deftigen Sachen.

Heute hatte ich eigentlich vor etwas Chicoree anzuschmoren, aber dann sah ich den vernachlässigten Wirsing und dachte sofort an Bratwurst und Kartoffeln.

Während ich die Bratwürste kaufte, kam ich auf immer neue Varianten, wie ich es am besten kochen sollte.

 

Die Bratwürste sind grobe Bratwürste und die hab ich ganz langsam angebraten und nach etwa 15 Minuten noch ein halbes Glas Kalbsfond und einen Schluck Rotwein dazugegeben.

Ich liess die Bratwürste in der Sauce, während die langsam konzentrierter wurde.

Die Kartoffeln wurden geschält und in Scheiben geschnitten, ein paar Minuten gekocht und dann langsam angebraten.

 

Der Wirsing wurde in Streifen geschnitten und mit Schweineschmalz und Speck angebraten, dann mit Wasser abgelöscht. Mit Deckel ließ ich es 15 Minuten köcheln, dann gab ich den Wirsing in eine große Pfanne und kochte ihn kräftig ein. Nachdem das Wasser weg war gab ich einen Becher Sahne hinein, etwas Salz, Pfeffer und Muskat dazu und kochte es wieder ein. Die Farbe geht leider ins bräunliche, aber geschmacklich war er lecker. Der Clou ist die großzügige Handvoll Dill, die den Wirsing gleich viel angenehmer macht.

Eigentlich ist das Gericht ein Kantinenessen, aber die Liebe und Aufmerksamkeit macht den Unterschied aus. Die groben Bratwürste waren nach ihrer Garzeit nicht grob, sondern so fein wie feine Bratwürste und hatten einen tollen Geschmack entwickelt.

Comfort Food, wie es im Englischen heisst 🙂