Thunfisch Tatar Erbsenstampf Wachtelei


Auf dem Markt heute sah ich Erbsen (ich dachte, deren Zeit ist um), außerdem kaufte ich an einem gut sortierten Stand glatte Petersilie, selbst gezogenes Basilikum und Schnittlauch. Beim Eierhändler gab es Wachteleier, die hatte ich noch nie, also musste das auch mal sein 🙂

Später ging ich zu meinem Fischhändler und fand ein schönes Stück Thun in Sashimiqualität, den ich in kleine Kuben schnitt. Dazu mischte ich etwas glatte Petersilie, Schittlauch, Frühlingszwiebel und kleine Kapern (non pareilles).

Die Sauce/Marinade bestand aus 2 El Olivenöl, Saft einer halben kleinen Limette, 1 Tl heller Sojasauce, 1 Tl mittelscharfem Senf, Salz, Pfeffer und 2 Prisen Cayennepulver. Ich gab sie aber erst dazu als ich soweit war anzurichten und ein Foto zu machen, weil der Thun sich sonst verfärben würde.

Die Erbsen wurden gepalt und in etwas Salzwasser gekocht, gerade so lange, bis sie weich waren. Dann gab ich ein paar kleingehackte Blätter Basilikum und ein Stück Butter dazu und stampfte alles mit einem Kartoffelstampfer zusammen. Am Schluss brauchte das Stampf noch eine Prise Salz und Pfeffer.

Angerichtet wurde mit Hilfe eines Stahlrings, um alles in Form zu halten. Also erst Erbsenstampf, dann den inzwischen marinierten Thun und dann das schnell in Butter gebratene Wachtel- Spiegelei (das übrigens sehr lecker, aber auch nicht anders als die Eier der größeren Verwandten geschmeckt hat).

Ein schönes Gericht zwischen Sommer und Herbst 🙂

Advertisements

Spaghetti Speck Pecorino Butter


Ich habe immer noch ein großes Stück Pecorino, einen aus Sardinien, und ich machte mir langsam Sorgen, was ich damit anfangen sollte. Ich las quer und hoch und runter und entschloss mich für eine Amatriciana Variante ohne Tomaten und auch nur mit deutschem Speck, aber dafür mit einem kleinen Quader Butter als Schmiermittel für den Käse.

Es ist ganz leicht, aber die Reihenfolge ist wichtig.

Spaghetti in gut gesalzenem Wasser kochen, bis sie al dente sind. 1/4l Pastawasser beiseite stellen. In der Zwischenzeit eine Handvoll Speckwürfel langsam mit zwei Lorbeerblättern auslassen. Die fast garen Spaghetti und eine Kelle des Wassers dazugeben und die Speckbratstoffe lösen und einkochen. Wenn noch ein schöner Film des Wassers die Pasta benetzt, den Butterquader dazugeben, schmelzen lassen und dann den geriebenen Pecorino ein- und glattrühren. Servieren.

Die Zutatenmengen sind veränderlich – ich hatte etwas zuviel Käse gerieben und musste einen Teil abtropfen lassen. Wichtig ist die Menge Butter im Vergleich zum Käse. Wenn genug Butter genommen worden ist, geht der Käse gut darin auf und fällt nicht aus, was wichtig ist für das Mundgefühl 🙂

Forelle Kartoffeln Broccoli


Heute machte ich eine kleine Rundreise durch den nördlichen und mittleren Schwarzwald. Die Reise ging von Pforzheim, Neuenbürg, dann an Bad Wildbad vorbei nach Freudenstadt, von dort dann Richtung Baden-Baden, an Baiersbronn vorbei, auch an der Bühler Höhe vorbei und von Baden-Baden zuerst nach Bad Herrenalb, dann zum Dobel und zurück Richtung Neuenbürg. Als ich ins Tal kam, sah ich daß ich genau an der Fischzucht Eyachtal herausgekommen war. Weil ich vorher schon spekuliert hatte, vielleicht eine Forelle mitzunehmen, war es super keinen Umweg mehr fahren zu müssen. 20 Minuten später war ich wieder daheim.

Ich wollte die Forelle ganz klassisch im Ofen machen. Dazu gab ich sie in eine Form, goss etwas Weisswein (2 cm) an und schob sie 25 Minuten in den mittelwarmen Ofen. Dabei wendete ich sie einmal.

Dazwischen schälte ich zwei junge Kartoffeln und setzte sie in kaltem Wasser mit ein wenig Salz an. Den Broccoli bereitete ich vor, indem ich ihn in kleinere Röschen zerteilte und in einem Holzsieb über Wasser dampfte. Nachdem er fast gar war, schreckte ich ihn ab und bereitete eine Mischung aus Butter, Zitronensaft, Knoblauch, Ingwer und Zitronenzeste vor, in der die Broccoliröschen geschwenkt wurden.

Die Forelle war natürlich so frisch, wie es irgend möglich war und schmeckte dementsprechend toll. Auch die Beilagen waren gut und passten sehr gut. Dazu gab es Schnittlauch und Petersilie 🙂

Schwertfisch Erbsen Pfifferlinge Kartoffeln


Heute war ich nach längerer Zeit wieder bei meinem Fischhändler über die Strasse. Mir war vorher einfach nicht danach. Es gab dort einige schöne Sachen, aber da war ein schönes Stück Schwertfisch, das mich anlachte. Ich liess es durchschneiden, fror die eine Hälfte ein und präparierte die andere Hälfte mit Salz und Pfeffer. Auf jeder Seite nur zwei Minuten angebraten, war es in der Mitte noch fast roh und saftig. Beim Anbraten gab ich auf jede Seite zwei Salbeiblätter und etwas frische Zitronenzeste. Danach gab es noch einen Spritzer Zitronensaft und ein paar Kapern. Angebraten hab ich das Steak in Olivenöl und Butter.

Vorher aber bereitete ich das Gemüse vor: Die Erbsen, die mein Gemüsehändler wieder irgendwoher herbeizauberte, waren klein und zart 🙂 . Dazu gab es frische Pfifferlinge, die jetzt gerade Saison haben. Ich musste sie nur putzen und zerteilen. Die Drillinge kamen aber zuerst ins Salzwasser und blieben dort etwa 20 Minuten. Danach kamen Drillinge und Pfifferlinge in eine Pfanne, um etwas Farbe zu nehmen. Die Erbsen hatte ich vorher fertig gegart und sie nur noch kurz zum Wiederaufwärmen mit dazu gegeben.

Ein sehr leckeres Gericht!

Tortilla Chorizo Kartoffeln Paprika Blumenkohl


Heute war es hier schon schön warm (28C) und ich hatte keine Lust, etwas langwieriges zu kochen. Beim Einkauf sah ich einen kleinen Blumenkohl, den ich mitnahm. Den Rest hatte ich Zuhause.

Den Blumenkohl zerteilte ich in Röschen, gab Salz, Pfeffer und Olivenöl drüber und schob sie in den Ofen. Später würzte ich sie mit Baharat, was ganz gut passt.

Für die Eiertortilla nahm ich 50 g pikante Chorizo, 1 Spitzpaprika und eine größere Kartoffel, die ich erst in Kuben schnitt und dann in Salzwasser al dente kochte. Die drei Zutaten wurden langsam miteinander angebraten, wobei sich ihre Aromen (und Öle) schön vermischten. Nachdem alles angebraten und gar war schlug ich 4 große Bio-Eier auf und gab Butter und Olivenöl in eine neue Pfanne. Nachdem sie warm genug war, gab ich erst die fertigen Zutaten hinein und goss dann die Eiermasse hinein. Da der Ofen schon warm war, kam die Pfanne in den Ofen. Es dauerte etwa 15 Minuten, bis die Eier gestockt waren.

Zusammen hat das lecker geschmeckt und war zur Abwechslung nicht Fleisch-überlastig 🙂

Entrecote Salat Feta


Heute kaufte ich ein Entrecote vom irischen Weiderind. Salat, Tomaten hatte ich daheim, Frühlingszwiebel und Gurke kaufte ich dazu, Feta auch.

Die Salatsauce war heute etwas anders als sonst. Es gab eine halbe geriebene Knoblauchzehe dazu und ausserdem eine halbe Sardelle aus der Salzlake, die ich fein würfelte und dann in mein handbetriebenes Mischgerät gab. Dazu einen Essig mit Orangenaroma, Olivenöl, Salz und Pfeffer.

Für den Salat nahm ich einen Lollo biondo, einen Teil der Gurke, eine Tomate, Feta, und als Topping die fein gewiegte Frühlingszwiebel.

Das Entrecote briet ich erst in etwas normalem Rapsöl an, gab aber später ein Stück Butter dazu, um es dann mit der Butter zu überziehen. Die Butter wurde dabei braun, was dem Entrecote eine nussige Qualität gab. Anschliessend gab es nochmal Butter, und zwar Kräuterbutter, die ich vor ein paar Tagen angerührt hatte.

Zum Schluss warf ich noch schnell eine rote Jalapeño in die Pfanne und verschönerte damit das Entrecote 🙂

Lendenspieß Ofenkartoffel Bohnen Paprika Salat


Heute war es nur 18 C als ich auf den Markt ging. Ich kaufte dies und das, hatte aber Lust ausserhalb von Salaten Gemüse zuzubereiten.

Ich fand grüne Bohnen und Bohnenkraut beim Pfälzer und auch rote Spitzpaprika. Die Bohnen wurden mit Salz und Bohnenkraut gekocht, bis sie fast gar waren, dann kalt abgeschreckt. Die Spitzpaprika schnitt ich in feine Streifen und briet sie langsam mit einer fein gewiegten roten Zwiebel und Knoblauch. Nachdem beide Gemüse abgekühlt waren warf ich sie zusammen und würzte sie mit einer Marinade aus Rotweinessig, Olivenöl, Salz und Pfeffer. Eine kurze Zeit kaltgestellt schmeckte der Salat frisch, knackig und fast traditionell 🙂

Die Kartoffel schnitt ich rundum ein, wie eine Hasselback Kartoffel. War aber nicht so leicht, weil es eine Ofenkartoffel war, sprich eine mehligkochende Kartoffel. Ich wickelte sie in Alufolie und buk sie etwa 50 Minuten. Durch ihre mehlige Konsistenz konnte ich nichts zwischen die Lamellen stopfen und begnügte mich danit, großzügig Butter drüber zu geben.

Dadurch, daß ich vor ein paar Tagen den Teriyakispieß mit Hähnchen gemacht habe, fand ich Gefallen an dem Spieß machen. Heute allerdings mit Stücken einer frischen Schweinelende. Die Stücke waren auch nicht besonders groß, damit der Spieß schnell durchbrät. Der Pfälzer packt ein interessantes Kräutersträußchen aus Frühlingszwiebel, Estragon und Majoran. Davon wiegte ich etwa 5 cm sehr fein und gab es über das Fleisch, um es dann unterzumischen. Dann gab ich ein paar Spritzer Worcestershiresauce, 2 El Rotweinessig und eine ähnliche Menge Olivenöl, Salz und Pfeffer dazu. Das Fleisch marinierte etwa 20 Minuten in diesem Kräutersud, bevor ich die Fleischstücke auf Spieße steckte und immer ein Stück scharfer Peperoni dazwischen gab.

Die Spieße brauchten nur so lange, wie vier Seiten brauchten, um zu bräunen, weniger als 10 Minuten. Danach war alles bereit.

Der Bohnen Paprika Salat war super und auch der Rest schmeckte sehr gut. Vor allem passte alles zueinander 🙂