Austern gratiniert Tomaten


Ich hab noch ein paar wenige Tage Urlaub, und heute war ein Abstecher über die Grenze nach Lauterbourg im Elsass dran. Das ist keine grosse Sache – es ist der erste Ort nach der Grenze und hat einen grossen Carrefour Supermarkt. Da es heute stürmte und auch sonst garstig war, entschlossen wir uns, nur einkaufen zu gehen und dann wieder zurück zu fahren. Von Karlsruhe aus sind das etwa 25 Minuten bis dorthin.

Es war nicht so, dass ich etwas brauchte, sondern eher, wieder Bestände aufzuladen (Puy Linsen), schauen, ob sie etwas haben, das ich bei mir nicht bekomme (Artischocke, groß, für €2,10), und Riesling aus dem Elsass sowie eine Flasche Chardonnay aus dem Burgund (Viré-Clessé/Appellation Viré-Clessé, AOC, La Cave d’Augustin Florent), oder zum Beispiel auch ein Bavette (eine Bistro Steak Spezialität). Das Beste aber waren die Austern (Huitrês Marennes Oléron), €6,60/ für 6 Austern und bei mir waren 7 drin 🙂

Die Grundlage war ein Rezept aus der Efilee, das ich leicht adaptiert habe.

Die Austern öffnen, das Wasser durch ein Sieb schütten und die Austern beiseite stellen.

Eine Tomate halbieren, Kerne und Fruchtfleisch entfernen und in Brunoise schneiden. In einem El Oliveböl anbraten. Pfeffern, aber nicht salzen, mit 1 cl Noilly Prat ablöschen, das Austernwasser dazugeben, reduzieren und die Austern etwa 2 Minuten mitkochen. Austern, Tomaten und Restflüssigkeit auf die Austernschalen verteilen (Alufolie als Podest nehmen) und mit insgesamt 50 g Gruyére auf den Austern verteilen. Bei 250 C nur mit dem Grill (direkt darunter) gratinieren. Mit Baguette geniessen 🙂

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Bratwurst Spinat Käse Berglinsen


Ich hatte noch ein paar Sonderbratwürste vom Metzger Zorn in der Tiefkühltruhe. Sie waren Teil der Würste, die er zu Beginn der Bratsaison auflegte. Die Wurst hier hat das klassische Brät einer weissen Bratwurst, aber es sind auch Spinat und Käse eingearbeitet. Um ganz ehrlich zu sein, macht das geschmacklich nicht wirklich viel aus, man könnte sagen “its the thought that counts”.

Trotzdem passen da sehr gut Berglinsen als Beilage dazu. Das sie schon etwas mehr als eine halbe Stunde brauchen, bis sie weich genug zum Verzehr sind, blieb mir Zeit zu überlegen, wie ich sie anpassen könnte. Zuerst briet ich eine Schalotte und 1 Zehe Knoblauch, beide kleingehackt, an. Dann gab ich die Linsen und eine zerkleinerte Tomate für ein paar Minuten mit hinein, bevor ich Wasser etwa einen Finger höher als Linsen in den Topf gab und die Hitze auf die Hälfte reduzierte.

Ich wollte eine Senfnote in die Linsen hineinbringen, weil ich auf den Senf für die Bratwurst verzichten wollte. Ich nahm einen El Senfkörner, eine getrocknete Chilischote und einen halben Tl Kreuzkümmel und gab ihn in meine Kaffee/Gewürzmühle. Nachdem die drei Komponenten pulverisiert waren, gab ich noch etwa einen halben Tl Paprika rosenscharf dazu und gab alles zu den Linsen. Nachdem die Linsen gar waren würzte ich sie noch mit Salz, Pfeffer und einem Schuss Rotweinessig. Die Gewürze ergaben ein sehr rundes Geschmacksbild, das allerdings mit der Säure des üblichen Senfs wenig zu tun hat. Trotzdem fand ich die Würze interessant und passend. Eine leichte Schärfe hatten die Linsen auch 🙂

Salat!


Bei Temperaturen jenseits von Gut und Böse ging ich auf den kleinen Markt in der Nähe und schaute was ich gebrauchen könnte. Ich kam mit einem schönen Salat (rot-grün gefärbt), einem Weinberg Pfirsich, einer Handvoll Pfifferlingen,Schnittlauch und glatter Petersilie zurück. Schöne Tomaten hatte ich schon und eine Hähnchenbrust von Siebert holte ich später bei Zorn.

Es war ganz einfach: Gelbe Wachsbohnen putzen, kochen und abschrecken, Pfifferlinge putzen und anbraten , Salat putzen, waschen und zerrupfen, Weinbergpfirsich klein schneiden und anbraten, Tomate schneiden, Kräuter kleinschneiden.

Salatsauce wie so oft: 1 El Senf 1 El Weissweinessig, 3 El Olivenöl, Salz, Pfeffer.

Am Schluss dann die in Streifen geschnittene Hähnchenbrust schnell anbraten und auf dem Salat anrichten.

War lecker!

Chicken Wings Guacamole


Gestern war ich auf dem Markt und holte mir eine Packung Hühnerflügel beim Händler meines Vertrauens. Dazu gesellte sich ein Strauss Koriandergrün, eine Avocado, Frühlingszwiebeln, Chilis und Limetten.

Für den Rub nahm ich drei verschiedene Chiles aus meiner mexikanischen Sammlung (die werden getrocknet verkauft und bieten sich an, wenn ich einen Rub selbst herstelle), etwas Paprikapulver, braunen Zucker,Kreuzkümmel, Oregano, Salz und Pfeffer. Diese Mischung gab ich in mein Kaffeemahlwerk, das ich für Gewürze reserviert habe. Nachdem es pulverisiert war, gab ich ein paar El Rapsöl drüber und verrührte es. Danach wurden die Flügel eingepinselt und im Ofen ausgebacken. Nach 20 Minuten wurden sie gewendet und auch auf der Rückseite bepinselt. Weitere 20 Minuten und sie waren fertig.

Das Guacamole mache ich gerne stückig, damit man von den einzelnen Komponenten noch etwas herausschmeckt. Manche bevorzugen eine Art Creme daraus zu machen, aber das gefällt mir nicht so gut.

Ich nahm eine perfekte Avocado, 2 Tomaten, 2 Frühlingszwiebeln, 2 Knoblauchzehen, den Saft einer Limette, 3 Prisen Salz (wirklich! bringt die Avocado richtig zur Geltung) und eine Handvoll Koriandergrün, das ich klein hackte.

Es war eigentlich ein bisschen kühl für Finger Food, aber mir hat es trotzdem geschmeckt 🙂

Rindertatar Salat


Heute war ich nach der Arbeit mal wieder bei Zorn. Ich hatte die Idee bei den hiesigen Temperaturen ein Tatar vom Rind zu machen. Die Küche bleibt kalt, es ist lecker und einiges habe ich schon daheim.

Es gab wieder ein Bürgermeisterstück und ich wollte es einfach ausprobieren, ob das Fleisch zart genug für ein Tatar ist. Also ganz klassisch das Fleisch erst in dünne Scheiben, dann in Streifen und dann in kleine Stückchen geschnitten und dann nochmal durchgehackt.

Daneben ein Eigelb mit Senf und Olivenöl aufgeschlagen, gewürzt mit Salz, Pfeffer, Zitronenzeste, Petersilie und Paprika, gemischt mit Schalotten, Gurken, Kapern, abgeschmeckt mit Gurkenwasser und einem Spritzer Cognac, und verziert mit Peperoni und Sardelle.

Serviert hab ich das Tatar mit Scheiben von der Gurke und der edlen Flaschentomate, mit ein bisschen Kresse und einer Handvoll Taggiasci Oliven.

Fazit: Es hat gut und auch deutlich geschmeckt, aber es eignet sich nur bedingt für ein Tatar. Vielleicht mehr, wenn man es weniger klassisch, wolft, anstatt es zu schneiden. Es ist etwas fester und es hat ganz feine Durchwachsungen, die etwas mehr Beisseinsatz brauchen. Trotzdem gut!

Entrecote Salat Feta


Heute kaufte ich ein Entrecote vom irischen Weiderind. Salat, Tomaten hatte ich daheim, Frühlingszwiebel und Gurke kaufte ich dazu, Feta auch.

Die Salatsauce war heute etwas anders als sonst. Es gab eine halbe geriebene Knoblauchzehe dazu und ausserdem eine halbe Sardelle aus der Salzlake, die ich fein würfelte und dann in mein handbetriebenes Mischgerät gab. Dazu einen Essig mit Orangenaroma, Olivenöl, Salz und Pfeffer.

Für den Salat nahm ich einen Lollo biondo, einen Teil der Gurke, eine Tomate, Feta, und als Topping die fein gewiegte Frühlingszwiebel.

Das Entrecote briet ich erst in etwas normalem Rapsöl an, gab aber später ein Stück Butter dazu, um es dann mit der Butter zu überziehen. Die Butter wurde dabei braun, was dem Entrecote eine nussige Qualität gab. Anschliessend gab es nochmal Butter, und zwar Kräuterbutter, die ich vor ein paar Tagen angerührt hatte.

Zum Schluss warf ich noch schnell eine rote Jalapeño in die Pfanne und verschönerte damit das Entrecote 🙂

Salsiccia Dolmas Peperoni Artischocken Salat


Dadurch, dass es schön warm die letzten Tage gewesen ist, hab ich mehr Appetit auf Salat. Aber es darf nicht immer der Gleiche sein. Heute also gab es die Basis Lollo, Gurken, Tomaten und Radieschen mit der üblichen Salatsauce aus Rotweinessig, Olivenöl, Senf, Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitrone.

Dazu gab es gefüllte Weinblätter, Artischocken und Peperoni. Ach ja, und Fenchel Salsicciabällchen aus einer Wurst gedreht und langsam angebraten. Auch die Artischocken wurden angebraten, damit sie ein wenig den Dosengeschmack verlieren. Die Peperoni waren auch keine normalen, sondern ziemlich scharfe Schoten. Insgesamt lecker und vielseitig 🙂