Spargelcreme Bacon Kartoffeln


Ich wollte schon länger wieder eine Suppe machen, und heute war es soweit. Ich kaufte ein Suppengrün mit Pastinaken, hackte alles klein und briet es im Schnellkochtopf an. Abgelöscht wurde mit einem Schluck Noilly Prat und Wasser. 45 Minuten im Drucktopf, dann seihte ich die Suppe ab und kochte sie etwas ein. Dann gab ich ein knappes Pfund geschälten grünen Spargel dazu und köchelte ihn weich (ohne Deckel).

Danach briet ich zwei Scheiben Bacon und gab zwei Kartoffeln ins Salzwasser, um sie zu garen.

Bevor ich die Spargelsuppe pürierte, nahm ich 5 Spitzen heraus, um sie später wieder dazuzugeben. Ich hab einen neuen Stabmixer, der machte in etwa 5 Sekunden eine sehr feste Schlagsahne

Danach pürierte er die Spargelsuppe, bis sie ganz glatt war. Zuerst gab ich etwas der Schlagsahne hinein, dann die Kartoffeln, den Bacon und schliesslich den Spargel. Der Noilly Prat gab der Suppe eine leichte Süße, aber nichts Unangenehmes.

Sie war lecker und leicht, aber trotzdem gehaltvoll genug, um zu sättigen.

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Landgockel Spargel Kartoffeln


Heute morgen war ich schon früh auf dem kleinen Markt in der Nordstadt (Pfälzerplatz). Dort gibt es schon seit einigen Wochen auch meinen Lieblingskäseladen, aber auch einen der beiden Hühner-, Enten- und Kaninchenanbietern vom grossen Markt, die auch schöne Bio-Eier anbieten. Dort bekam ich 10 grosse Bio Eier, aber ich schaute mich noch um und wurde vom Verkäufer auf den Landgockel aufmerksam gemacht. Nach seiner Darstellung ist es ein Hahn (an sich schon ungewöhnlich), der zwar in Stallhaltung lebt, aber einen offenen Stallteil hat, der ihm Verbindung zum Wetter gewährt, und ein natürliches Futter bekommt. Auch lebt er etwas mehr als doppelt so lang wie die Standard Hühner, also etwa 70 Tage gegenüber etwa 30 Tagen für die Hühner. Dazu muss noch erwähnt werden, daß Gockel eigentlich keine Lebenserwartung haben, weil sie als nicht vorteilhaft zur Aufzucht betrachtet werden. Dieser Gockel war einer der neuen Generation, die aufgezogen werden, und auch länger, weil sie langsamer wachsen. Das Fleisch war fester als bei Hennen, und mehr wie es bei guten Sorten (Label Rouge in Frankreich) ist. Der Preis war immer noch OK – ich bezahlte etwa €11.70 für 1,5 kg, ein Preis von fast €8/kg.

Ich entschied mich den Gockel zu schmoren und verpasste ihm erst zwei Zitronen, die ich in seine Bauchhöhle steckte. Dazu gesellten sich in der Kasserole zwei Zwiebeln, vier Knoblauchzehen, ein Glas Hühnerfond und ein Schluck Port. Der Hahn blieb etwas mehr als eine Stunde im Ofen, wobei ich die letzten 20 Minuten die Temperatur auf 190 C erhöhte.

Dazu gab es Kartoffeln, die beim Hahn mitgarten, und Spargel, die ich wieder in einer Pfanne mit Wasser machte, wobei man die Hitze abstellt, sobald das Wasser kocht.

Dazu machte ich eine Sauce aus der Brühe um den Gockel, Butter, Mehl, Knoblauch, nochmal Port und etwa 30 g Gruyere. Die Sauce liess ich unter viel Rühren gut einkochen und konnte sie dann sämig zum Gericht servieren.

War sehr lecker!

Saltimbocca Spargel Kartoffeln


Etwas Leichtes am Vorabend des Osterfests – Saltimbocca. Ich bekam ein schönes Kalbsschnitzel, hatte Schwarzwälder Schinken daheim und bekam Salbei beim Gemüsehändler gegenüber.

Das Schnitzel wurde flach geklopft und der zugeschnittene Schinken und jeweils ein Salbeiblatt wurden mit einem Zahnstocher angeheftet. Auf der Rückseite leicht gesalzen und gepfeffert wurden die kleinen Fleischpakete kurz auf beiden Seiten angebraten. Ganz am Schluss löschte ich den Ansatz in der Pfanne mit einem Schluck Port ab.

Dazu gab es Spargel (was sonst?) und Kartoffeln. Heute gab ich die Spargel in Butter, um sie zu bräunen, nachdem ich sie fast gar gekocht hatte. Für sie gab es ein paar Stängel Kerbel.

Auch die Kartoffeln wurden in einer Butter/Öl Mischung gebräunt.

Sehr stimmig und lecker. Die Spring-in-den-Mund-Stückchen sind zwar nicht ganz original mit dem Schwarzwälder Schinken – er ist deutlicher als ein guter Parmaschinken, aber hat auch was, wie ich finde 🙂 Immerhin ist der Salbei auch sehr dominant.

Lammkeule Kartoffeln Frittedda


Vor langer Zeit machte ich einmal eine große Lammkeule. Damals machte ich sie nach dem bekannten Rezept des damaligen Kritiker Papstes Wolfram Siebeck. Er machte sie damals sehr modern in 7 Stunden mit einer Niedergar Methode ohne Sous Vide, das damals noch nicht bekannt war.

Jetzt ist mir eine ganze Keule definitiv zu viel Fleisch, aber es gab heute ein Angebot von Neuseeländischen Oberkeulen, die aufgetaut waren. Ich nahm eine mit, die vom Gewicht die Leichteste war und etwas mehr als 1300g wog. Ich wollte sie ähnlich wie bei Siebeck in einem langsamen Ofen machen und den Garpunkt von 59 C erst in 2-3 Stunden erreichen.

Als erstes wusch ich die Keule und salzte und pfefferte sie danach. Jetzt wurde sie auf allen Seiten angebraten. Danach nahm ich sie heraus und gab kleingeschnittene Karotte, Schalotten, 2 Tomaten und Knoblauch dazu. Die wurden etwas später mit Noilly Prat und Weisswein abgelöscht. Die Flüssigkeit kam in eine ovale Keramikform, dann das Fleisch obenauf und ab in den Ofen.

Eine Frittedda ist nach der Beschreibung von Marcella Hazan eine Spezialität in Sizilien, die aus Artischocken, Erbsen und Favabohnen (Saubohnen) besteht. Es kommen auch noch rote Zwiebeln, Zitronensaft und Olivenöl dazu. Ich hab es fast jedes Frühjahr in den letzten Jahren nachgekocht und es gehört zu meinen Lieblings Gemüse Gerichten.

Die Zartheit der ganz jungen Gemüse ist toll! Heute hab ich mir aber die Freiheit genommen, die Artischocken durch weissen Spargel zu ersetzen, weil ich vergaß nach guten Artischocken zu suchen. Auch passen Spargel toll dazu. Wichtig ist bei diesem Gericht frische Zutaten zu benutzen, wobei ich bei gefrorenen Erbsen wahrscheinlich eine Ausnahme machen würde, die gibt es wirklich in hervorragender Qualität 🙂

Auch wichtig ist, die Saubohnen nach dem Auslösen aus der Schote kurz zu blanchieren und sie dann aus ihrer Hülse zu entfernen. Dazu macht man einen kleinen Schnitt am Ende und drückt sie heraus.

Ich hab die drei Gemüse einzeln kurz vor ihren Garpunkt gegart, dann gab ich sie zusammen mit etwa 3 El gutes Olivenöl und 2 El Wasser in einen Topf. Nach etwa 5 Minuten konnte ich sie mit Dill und etwas Zitronensaft abschmecken. Wer Zugang zu wildem Fenchelkraut von den Hügeln Siziliens hat darf gerne den Dill damit ersetzen.

Die Kartoffeln wurden, nachdem sie fast gar gekocht waren, in Olivenöl und Butter angebraten, bis sie schön Farbe genommen hatten.

Die Sauce entstand aus dem Gemisch, mit dem die Keule in den Ofen wanderte. Ich siebte sie ab, nachdem die Keule aus dem Ofen kam und ruhte. Es gab nochmal einen Schluck Noilly Prat dazu und etwas Mehlbutter zum binden. Ursprünglich wollte ich die üblichen Rosmarin, Thymian und Lorbeerblätter dazu machen, verzichtete aber darauf und war sehr angetan von der geradlinigen Sauce.

Das Fleisch wurde schön rosa, wie ich es wollte, und alles schmeckte hervorragend.

Ein echter Tipp für Ostern!

Rumpsteak grüner Spargel Orangensauce


Ich hatte vor ein paar Wochen ein Rumpsteak bei Zorn gekauft und mich dann umentschlossen und das Steak eingefroren. Heute taute ich es schonend auf und ging zu meinem Gemüsehändler über die Strasse, um zu sehen was ich dazu machen könnte. Mir fiel auf, dass er jetzt schon, vor Saisonanfang, Bruchsaler Spargel, das ist erste Wahl, für €3/Pfund verkauft. Das sind Preise wie letztes Jahr am Schluss der Saison. Ich bemerkte, dass die Folienbauern wohl für den Preisverfall verantwortlich sind, weil sie die Saison verlängert haben. Dieser Einschätzung wurde zugestimmt und ausserdem noch bemerkt, dass wir noch nicht einmal höhere Temperaturen haben, die die Spargelschwemme erst anfeuern wird.

Ich entschloss mich aber, der Vielfalt wegen, den guten deutschen grünen Spargel zu kaufen, der etwas teurer ist, und zwar kostet der €5/Pfund.

Dazu gab es Kartoffeln in der Schale, und zum Spargel eine Orangensauce aus dem Saft zweier Bio Orangen, einem Schluck Sahne, Salz, einem Schnapsglas Noilly Prat und 150 ml Kalbsfond. Alles eingekocht und mit etwas Mehlbutter angedickt, war sie fruchtig und sehr lecker mit dem Spargel. Diesen hatte ich zuerst geschält, dann 5 Minuten geköchelt und schliesslich in Olivenöl angebraten.

Nicht schlecht für einen Mittwoch!

Spare Ribs Spargel Kartoffeln Kressebutter


Heute fand ich Spare Ribs, schöne frische, die nicht eingelegt waren.

Vorher war ich auf dem Markt, um Spargel und Kräuter (und Käse) zu kaufen. Später nahm ich im Laden noch Sahne, Saure Sahne und Milch mit.

Später machte ich einen Rub für die Spare Ribs. Der bestand dieses Mal aus Rosenpaprika, getrocknetem Knoblauch, Kreuzkümmel, Senfsamen, Koriandersamen, Lorbeerblatt, Oregano, Chili, Salz und braunem Zucker.

Ich rieb die Ribs beidseitig ein und stellte sie 2 Stunden in den Kühlschrank. Der Rub zieht in der Zeit etwas Wasser.

Um die Ribs mit etwas bepinseln zu können, nahm ich eine halbe Flasche (~300ml) Passata, Paprika, Kreuzkümmel, Knoblauch, 2 verschiedene getrocknete Chilis und braunen Zucker. Die festen Bestandteile wurden in der Gewürzmühle pulverisiert und zur Passata hinzugefügt und kurz aufgekocht.

Aber zuerst mussten die Ribs nur mit dem Rub in den Ofen. Beim ersten Wenden erhöhte ich die Temperatur um 20 C auf etwa 150 C. Nach dem zweiten Wenden pinselte ich die Ribs das erste Mal mit der Marinade ein und erhöhte die Temperatur nochmal, auf etwa 180 C.

Jetzt war der Ofen schön heiss und ich wendete sie insgesamt noch 3 mal und pinselte sie dabei ein. Sie wurden nach etwa 90 Minuten herausgenommen und waren schön zart und auch würzig mit etwas Schärfe.

Zuvor hatte ich 5 Spargelstangen geshält und in einer Pfanne mit Salz und Zucker aufgekocht, bis sie noch knapp bissfest waren.

Ein paar Salzkartoffeln wurden auch aufgesetzt, bis sie gar waren.

Die Ribs sind mir eine Weile nicht mehr so gut gelungen wie heute. Es ist ein Geben und Nehmen zwischen Rub, Marinade und Ofentemperatur. Alles muss stimmen, sonst sind sie langweilig gewürzt, oder noch zu fest, oder schon trocken. Aber heute war alles gut.

Zu den Spargeln und den Kartoffeln machte ich eine Kressebutter. Ich hatte auf dem Markt eine Handvoll Kresse gekauft, von der ich einen Teil kleinhackte und mit Butter vermischte. Diese Butter liess ich auf Spargel und Kartoffeln schmelzen und gab dann zusätzlich frische Kresse auf die Spargel. Fein!

Gefülltes Schnitzel Bratkartoffeln Salat


Bei Zorn bekam ich heute ein Schweineschnitzel aus der Oberschale, das ich im Schmetterlingsschnitt bestellte. Da ich in letzter Zeit ein paar Sachen (Fisch und Fleisch) panierte, wollte ich heute auf die Panade verzichten und dafür das Innere etwas verändern.

Für das Innenleben röstete ich eine Scheibe Schwarzwälder Rohschinken bei mittlerer Hitze in einer Pfanne, bis die Scheibe knusprig wie Bacon war. Auch gab es ein paar dünne Scheibchen Gruyere und dazu vier Bärlauchblätter. Ich schloss das Schnitzel mit drei Zahnstochern und mehlierte es leicht.

Dazwischen schälte ich 2 Kartoffeln, schnitt sie in dickere Scheiben und kochte sie in Salzwasser. Danach briet ich sie langsam in einer Butter-Öl Mischung an.

Auch das Schnitzel wurde in der gleichen Mischung angebraten. Dazu gab es einen Gurken Tomatensalat mit Feta und roten Zwiebeln mit einer Vinaigrette aus Weissweinessig und Olivenöl.

Lecker!