Lammhüfte Spinat Kartoffeln Karotten


Am Samstag fand ich auf dem Markt ein Stück Lammhüfte (220 g). Ich hatte beim Pfälzer auch noch Spinat gekauft, Karotten gab es umsonst dazu.
Ein paar Kartoffeln hatte ich noch. Ich war mit der Vorbereitung heute etwas später dran und hatte ehrlich gesagt keine besondere Idee für das Lamm.
Aber es war ein so schönes Stück Fleisch, dass es sich fast von alleine machte.

Kartoffeln und Karotten in einem Topf zusammen in etwas Salzwasser zusammen köcheln, etwa 15-20 Minuten

Spinat waschen, Schalotte und Knoblauch hacken, mit dem Spinat, Salz und einer Prise Muskat anbraten.

Das Lamm würzen, auf allen Seiten anbraten und in den vorgeheizten Ofen (120 C) mit dem Bratthermometer geben. Die angepeilte Temperatur ist 59 C für rare.
Nach meiner Erfahrung zieht es etwas nach, also nahm ich es bei 56 C heraus und liess es noch ein paar Minuten ruhen.

Ich wickelte das Lamm in Folie ein und setzte während dessen in der Pfanne ein Sösschen an: wieder Schalotte und Knoblauch, diese in die Bratpfanne vom Lamm geben, angehen lassen,
mit Port ablöschen, einkochen lassen, den ausgetretenen Saft aus der Kolie dazugeben, aufkochen, dann von der Hitze nehmen und ein paar Butterflocken hineinrühren.

Anrichten 🙂

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Iberico Kotelett Bohnen Kartoffeln Pfifferlinge Pfirsich


Heute ging ich nach einer längeren Zeit mal wieder bei Metzger Zorn vorbei. An sich hätte ich Lust auf ein Blade- oder auch Flanksteak gehabt, aber die reine Grillsaison schien dort vorbei zu sein.
Stattdessen gab es jede Menge verlockender Fleischwaren in der Vitrine, aber ich wollte nicht unbedingt mein Sparkonto plündern oder den Bausparplan auflösen. Ich sah aber dann, auch zu einem stolzen Preis, eine “Krone” vom Iberico Schwein, ein Strang Koteletts mit Knochen, von denen ich zwei Stück am Stück erstand.

Bei meinem Gemüsehändler kaufte ich grüne Bohnen mit Bohnenkraut, Pfifferlinge, Majoran und Petersilie, ausserdem ein Pfirsich, weil ich zum Fleisch noch etwas Fruchtiges haben wollte.

Das teure Stück Fleisch schob ich bei 120 C mit einem Fühler in den Ofen. Ein Grillsportverein im Netz meinte 62 C wäre optimal. Jetzt wo ich es ausprobiert habe würde ich für 3-4 C weniger plädieren und das Stück dafür 5 Minuten länger liegen lassen.
Vorher hatte ich die Koteletts mit einer Knoblauch-Rosmarin-Thymian-Olivenöl-Mischung eingeschmiert.

Dann bereitete ich das Gemüse vor. Zuerst kochte ich die Bohnen mit einem gehäuften Tl Salz und einem Zeig Bohnenkraut. Nachdem sie bissfest waren, kamen sie in kaltes Wasser und wurden abgeschreckt, um ihre Farbe zu behalten.
Die Drillinge kochte ich, nachdem ich sie erst in Hälften geschnitten habe und bräunte sie dann auf der Schnittfläche. Dazu gab es Majoran.
Die Pfifferlinge wurden geputzt, in Butter und Petersilie und Knoblauch angebraten und gesalzen. Das Gemüse warf ich dann zusammen und servierte es zusammen mit dem Kotelett.
In die Pfanne mit dem Kotelett gab ich die Pfirsiche und etwas Weisswein und mischte sie mit dem Bratensaft.

Eine saftige und überzeugende Angelegenheit!

Frikadelle Spinat Drillinge


Samstag hatte ich Spinat gekauft, den musste ich heute verarbeiten. Da war es gut, dass ich noch Drillinge übrig hatte von vor ein paar Tagen.
Dazu machte ich eine besondere Frikadelle. Allerdings wurde heute alles später, weil ich mit Frau B. bei den Pferden war und sogar ein Geschenk mit nach Hause nehmen konnte, nämlich eine scharfe Peperoni, eine halbe Gurke und ein paar Cocktailtomaten, alles aus dem Garten einer sehr netten Pferdefamilie, die ich vor ein paar Wochen kennenlernen durfte.
Ich fing also um 20:00 an zu kochen 🙂
Frikadelle:
150 g Rinderhack
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
frisch geriebene Brösel (1/2 Handvoll)
30 g Jurassic, einem Hartkäse aus dem französischem Hochjura
1/4 der Peperoni, die wirklich scharf war
Thymian, Rosmarin
Salz
Bunter Pfeffer
1 Ei

Alles per Hand vermischen und auf nur mittlerer Hitze langsam auf beiden Seiten anbraten. Weil die Frikadelle recht dick war, schob ich die Frikadelle dann für 20 Minuten bei 120 C in den Ofen.
Dazu gab es Drillinge, die ich erst in Salzwasser garte, dann zerdrückte und noch leicht in Rapsöl bräunte.
Den oben erwähnten Spinat pflückte ich erst von den Stielen, wusch ihn dann und briet ihn in Öl mit Knoblauch und Muskat an. Es dauerte gerade 3 Minuten.
Das Gericht sieht erst so aus, als würde eine Sauce fehlen. Man könnte bestimmt auch eine dazu machen, aber die Frikadelle war aromatisch-saftig und der Spinat auch noch schön feucht.
Es brauchte schlicht keine Sauce, obwohl ich mir eine Art Tsatsiki aus griechischem Joghurt gut zu allen Komponenten vorstellen könnte 🙂

Die Frikadelle war ganz fein im Geschmack durch den Käse und die Kräuter. Die Schärfe war allerdings fast komplett weg. Das passiert immer wieder mal bei manchen Chili Sorten, man muss es einfach ausprobieren (Tipp: Diese kleinen Thai Chilis werden nicht weniger scharf, also aufpassen!)
Insgesamt ein gutes Sonntagabend Gericht 🙂

Eyachtal Forelle Drillinge Tomate Gurke


Ich war ein paar Tage weg/offline/incommunicado aber doch in der Nähe. Am Ende meines Exils bekam ich Informationen über einen Fischbetrieb im Eyachtal, einem Zufluss zur Enz im Schwarzwald.
Dort fuhr ich heute morgen vorbei, um eine Forelle fangfrisch einzukaufen. Die bekam ich auch. Danach schlenderte ich zwischen den verschiedenen Teichen, um zu sehen, was da noch geboten war. Ich erkannte Hechte und war irritiert ob der Fische, die aussahen wie kleine Katzenhaie. Auch gab es andere Fische, die etwas 1 m lang waren, aber keine Barsche und auch keine Welse waren. Es gab noch vier andere Becken, deren Inhalt ich nicht erkunden konnte. Dann gab es natürlich die Forellen und ein separates Becken für Goldforellen, einer Abart von Regenbogenforellen.
Der Betrieb hat nicht nur den Verkauf der Fische, sondern auch eine Räucherei, eine Restauration und ein Angebot für Kinder.
Ich war etwa um 9:00 morgens dort, um einen Fisch zu kaufen. Ein netter Mensch zeigte mir den Weg zum Fenster, wo man frisch geschlachtete Fische kaufen konnte. Dort konnte ich angeben, wie schwer mein Fisch sein sollte, danach wurde er schön verpackt. Übrigens: 500 g/ 5 € ein sehr korrekter Preis, wie ich finde.
Ich wollte die Forelle klassisch zubereiten, so wie ich sie in den 60ern mit meiner Mutter in deutschen Wirtshäusern und Gaststätten bekam, und zwar als Forelle blau. Dazu genügt Wasser und etwa ein 1/4 l Weissweinessig, besser ist aber ein Suppengrün, das die Gelegenheit hat, seinen Geschmack zu entfalten.
Dazu nahm ich Teile eines Suppengrüns, schnitt es in mundgerechte Stücke und briet es in etwas Rapsöl an. Dann löschte ich es mit einem 1/4 l Weisswein ab. Dazu gab ich einen Liter Wasser und einen weiteren 1/4 l Weissweinesig, dazu ein paar Lorbeerblätter.
Das Ganze köchelte etwa 10 Minuten, dann gab ich die gesäuberte Forelle in den Sud, gab den Deckel darauf und reduzierte die Hitze auf das Minimum.
Nach 5 Minuten wendete ich den Fisch und gab ihm weitere 5 Minuten.
Die Kartoffeln hatte ich schon vorher in Salzwasser gegeben (die brauchte gerade mal 17 Minuten).
Dazu machte ich eine kleine Salatvariante aus Tomaten und Gurken.
Alles ganz klassisch 🙂

Zum Geschmack:
Ich hab in den letzten Jahren selten Forellen gegessen, obwohl ich síe sehr liebe, und es bei uns zuhause auch eine Tradition dazu gab.
Diese Forelle erinnerte mich an eine Forelle, die wir (meine Familie) in den 60ern im Schwarzwald genossen, in einer Gastwirtschaft am Bach, die die Forellen frisch aus dem Bach holten, nach Bedarf. Meine Forelle heute konnte ich ausklappen und hatte kaum Gräten. Der Geschmack war superfrisch, selten so gut gegessen.

Es gibt Menschen, die kritisch gegenüber Fischzuchten sind, und das hat auch seine Berechtigung. Ich bin zwar kein Experte, aber ich habe schon Teiche gesehen, in denen die Fische sich kaum bewegen konnten. Das war hier ganz anders: Viel Platz, vielleicht 7-8 Fische pro qm3, also sehr wenige. Ich fand das sehr gut.

Die Zeit davor war ich leider nicht Herr über meine Nahrung, umso mehr war ich froh, mit der Forelle einen Schlusspunkt zu setzen 🙂

Kartoffelsuppe Wiener


Heute wusste ich schon morgens, dass ich später Kartoffelsuppe kochen würde – eine Art von Spontaneingebung 🙂
Das Rezept ist an sich nichts besonderes. Es ist ein Rezept, das jede Großmutter so gekocht hätte.
Einfach nur gute Zutaten, die zusammengefügt werden.
Für einen großen Topf:
200 g Speck, in kleinen Würfeln
1 Gemüsezwiebel klein schneiden
2 Karotten in kleinen Würfeln
ein Stück Selleriewurzel, auch gewürfelt
1 Lauch, in schmalen Ringen
1 kg mehligkochende Kartoffel in kleineren Stücken
1 l Gemüsebrühe (selbst gemacht)/1 Suppengrün
1 paar Wiener Würstchen

Zuerst setzte ich die Gemüsebrühe an. Dazu nahm ich meinen Schnellkochtopf und gab das kleiner geschnittene Suppengrün hinein. Dazu kamen 2 l Wasser. Dann machte ich den Topf zu und brachte ihn auf Temperatur. Eine Stunde später würzte ich die Brühe.
Jetzt Speck anbraten, dann herausnehmen und beiseitestellen
Gemüsezwiebel andünsten, dann Karotten und Sellerie mit anschwitzen,
dann die Kartoffeln dazugeben.
Jetzt mit Gemüsebrühe auffüllen und etwa 20 Minuten köcheln.
Ich hab die Suppe dann mit dem Pürierstab grob püriert und danach die Lauchringe und den Speck in den Topf gegeben. Nachdem der Lauch gar war schnitt ich noch eines der beiden Würstchen hinein und servierte 🙂

Tortilla Kartoffeln Paprika Zucchini Basilikum


Weil es ja immer noch so heiss ist, fällt es auch mir schwer an Essen zu denken bei dem der Herd lange an ist. Und weil ich morgen meinen letzten Arbeitstag für 3 Wochen habe, überlegte ich, was noch im Haus ist.Eier! Ich kaufe immer supergroße Eier am Biostand und ich wusste, dass mindestens noch 7 Stück da waren.
Beim Zwischenhalt nahm ich eine Paprika, eine Zucchini und auch Kartoffeln mit und beschloss eine Tortilla zu machen. Ein Stück Chorizo war auch noch da, die ich in dünne Scheiben schnitt.
Damit alles gleichzeitig fertig wird, müssen manche Sachen früher vorbereitet werden.
Ich schnitt die geschälten Kartoffeln in kleine Würfel und kochte sie in Salzwasser (etwa 10 Minuten). Dann briet ich die gegarten Kartoffeln und die Chorizoscheiben bei mittlerer Hitze zusammen an.
Die Paprika schnitt ich ebenfalls in kleine Quadrate und briet sie mit den Zucchiniquadern. Jetzt gab ich die rote Zwiebel dazu und schwenkte alles durch. Es war eine Menge Gemüse, und obwohl ich 3 Eier aufgeschlagen hatte wusste ich nicht, ob die Eimasse reichen würde.
Den Ofen hatte ich kurz vorher angeworfen, gab die verklepperten Eier und 7 Blätter Basilikum in Streifen über die Gemüse/Wurst Mischung und liess es etwa 10 Minuten im Ofen stocken.
Die Tortilla war super saftig und hatte eine leichte Schärfe (ich hab noch eine Viertel Jalapeño Schote kleingehackt mit dazu gegeben, und die Chorizo war auch “pikant”).
Insgesamt war ich vielleicht 35 Minuten damit beschäftigt. Ich gab ein paar geschälte Gurken dazu und aß die Hälfte. Den Rest morgen Mittag. Oder als Versucherle an bestimmte Personen, falls ich mittags Lust auf etwas anderes habe…

Tintenfischringe Kartoffeln Tzatziki


Das Strassenchaos geht weiter: Heute mußte ich nach Karlsruhe. Ich hab es zwar rechtzeitig geschafft, aber nur knapp, wobei ich für eine Strecke von fast 80 km 2 Stunden Zeit hatte. Einen guten Teil hab ich bei Heimsheim auf der Autobahn verbracht.
Auf dem Weg zurück wollte ich in der Nähe des Autobahnzubringers noch einkaufen. Als ich damit fertig war, brauchte ich nochmal 90 Minuten, um die 27 km nach Pforzheim zu bewältigen. Die Mehrzahl dieser Minuten verschwendete ich vom Real bis zur Abzweige A8, der Rest ging zügig. Ich war um 19:45 da und machte mich gleich ans Werk, weil es ja auch so schon spät genug war.

Im Real gibt es eine Fischtheke, von der ich zwei Tintenfischtuben (zusammen 250 g) kaufte.
Aus der Milchabteilung nahm ich griechischen Joghurt mit, aus der Gemüseabteilung eine Gurke.

Tzatziki:
1 griechischer Joghurt 10%
2 kleine Knoblauchzehen, mit Salz zerrieben
2 Spritzer Zitrone
1/4 Gurke, geraspelt
Salz, Pfeffer
Dill

Die Tuben schnitt ich in gleichmässige Ringe und salzte und mehlierte sie. Dann frittierte ich sie in etwa 5cm Rapsöl in einem etwas kleineren Topf (damit ich nicht soviel Öl brauche).

Die Kartoffeln sind eine kleine mehlige Sorte, die kochte ich im Ganzen mit der Schale und schnitt sie später in der Mitte auseinander, um sie dann noch anzubraten.

Die Tintenfischringe waren aussen knackig, aber innen schön zart. Das selbstgemachte Tzatziki mit Dillbeigabe war superlecker und hat sowohl zu den Ringen wie auch zu den Kartoffeln gepasst. Ich habe die Ringe nach dem frittieren mit Zitronensaft beträufelt, das die Frische betont hat.
Das Rezept kommt in meine “PFF Datei”, das steht für Personal Fast Food 🙂 .