Quiche Spargel Erbsen Dill


Die Verlockungen des Spargels zerren immer noch an mir, obwohl ich gefühlte 8 Tage nur Spargel als Gemüse einsetzte. Ich übertreibe wahrscheinlich (gestern gab es Chicoree), aber im Moment verkauft mein Gemüsehändler gegenüber eine sehr annehmbare B-Ware vom Großmarkt Bruchsal (der regionale Umschlagplatz für badischen Spargel) für €2.20 das Pfund. Und die Verkäuferin meinte, er würde sicher bald noch preiswerter werden. Ich werde ihn essen, bis ich ihn nicht mehr sehen kann und freue mich dann auf die nächste Saison 2019  🙂

Heute kaufte ich ein Pfund weissen Spargel und ein Gebinde (auch ein Pfund) deutschen grünen Spargel, der doppelt so teuer war. Dazu nahm ich einen Bund Dill mit und eine großzügige Handvoll frischer Erbsen. Daheim palte ich die Erbsen, schälte den weissen Spargel und verschlankte das letzte Drittel des grünen Spargels. Dann garte ich die 3 Gemüse in kochendem Wasser, bis sie fast bissfest waren und schreckte sie mit kaltem Wasser ab.

Für den Quicheteig gab ich

175 g Mehl

1/2 Tl Salz

1/2 Tl Zucker

85 g kalte Butter in Würfeln

in eine Mixmaschine (Food Processor) ein Gerät mit schnell schlagender Klinge. Hier wurde die Butter mit dem Mehl vermischt. Dann kamen nach und nach 75 ml kaltes Wasser dazu, bis der Teig zusammenkam (nicht mehr bröselig war, sondern eine Kugel).

Dann kam der Teig in eine Schüssel und eine halbe Stunde in den Kühlschrank. Danach rollte ich ihn auf einem Brett unter Zugabe etwas Mehls aus und gab ihn dann in meine Form, eine Porzellanform von   9″=22 cm. Ich stach sie einige Male ein, buk sie aber nicht vor.

Jetzt wurden 3 sehr große Eier mit etwa 100 ml Milch vermischt, und 3 El gehackter Dill sowie gut Salz und Pfeffer kamen auch unter die Mischung. Die wurde jetzt in den Teig gegossen. Darauf setzte ich die halbierten Stangen weissen und grünen Spargel und goss dann die Erbsen dazwischen.

Hätte ich vorher das Projekt etwas eingehender überlegt, hätte ich noch einen Container Creme Fraiche gekauft und dazugegeben (weil die Säure den Geschmack hebt). So aber war es lieblich, vegetarisch und sehr sättigend (man darf den Quicheteig mit seiner Butter nicht unterschätzen. Trotzdem schaffte ich nur 2 schmale Stücke und eine Portion Salat. Ich nehme den Rest morgen ins Geschäft und schau mal, was meine Pappenheimer sagen 🙂

 

 

 

 

 

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Spargel Schinken Ei


Es gab noch Spargel, der aber weg musste. Im Laden hab ich schnell etwas für mich Neues gekauft, einen Ostseeschinken. Das ist ein roher Schinken, mild aber mit eigenem Geschmack. Hat mir gut geschmeckt. Ich hab ihn in Streifen geschnitten und wie Konfetti eingesetzt.

Den Spargel selbst hab ich in Olivenöl ganz langsam angebraten, bis er gar war.

Dazu hab ich ein Ei pochiert. Durch den Strudel, den man herstellen soll, damit das Ei schön wird, verlor das Dotter den Anschluss an das Eiweiss  😦

Hat dem Geschmack aber nicht geschadet.

Zum Schluß gab es noch frisch geriebenen Grano über das Gericht.

 

War zwar nichts Neues, aber lecker war es schon!

 

 

 

 

 

Eier Schinken Spargel Käse Tortilla Fladen


Ich hatte diese Fladen vor ein paar Wochen gekauft und war noch nicht dazu gekommen, sie auszuprobieren. Dann stellte ich fest, daß sie schon abgelaufen waren. Als ich die Packung aufmachte, war noch alles OK, also nahm ich einen Fladen, um ihn später einzusetzen.

Dann machte ich mich an die Füllung, eine Tortilla (statt ein Omelett), weil ich die Eier auf dem Schinken und den Spargeln im Ofen stocken ließ, ohne sie zu verrühren. Dazu kam noch eine Mischung aus Bergkäse und Grano, etwa eine Handvoll.

Die Spargel hatte ich vorher für mehr Geschmack angebraten, dann etwas Butter in die Pfanne gegeben, 2 Scheiben Schinken hineingelegt, den Spargel drapiert und die Masse von 2 großen Eiern drübergeleert.

Dann kam die Pfanne direkt in den Ofen bei 150 C (etwa 7 Minuten). Danach gab ich die Tortilla auf den aufgewärmten Fladen und rollte ihn zusammen.

Fazit: Der Hauptgrund, das heute so zu probieren, war, um ein Fingerfood daraus zu machen, das ich in die Hand nehmen konnte.

Der Fladen selbst schmeckte etwas pappig, eine echte Maistortilla wäre wahrscheinlich besser gewesen, vielleicht aber auch 3-4 Lagen Filoteig.

Die Füllung ist natürlich ein Klassiker und harmoniert wunderbar zusammen.

 

 

 

 

 

Lachs Avocado Quiche


In einem der Hefte, die in Supermärkten ausliegen, speziell zu den Feiertagen, sah ich eine Lachsquiche mit Räucherlachs, die sah gut aus. jetzt hatte ich aber gestern ein Netz von 4 Avocados für 2.79 im Rewe erstanden, was für Rewe und alle anderen ein super Preis ist. Eine habe ich schon gestern verarbeitet, aber zu Lachs ist sie ja geradezu ein “No-Brainer” soll heissen ist ja logisch, daß das zusammengehört!

Beim Mürbteig hab ich es mir ausnahmsweise einfach gemacht und einen gekauften Teig benutzt.

Da ich eine kleinere Form benutzte, nahm ich statt 300 g geräucherten Lachs nur 100 g, dafür aber Bio Qualität.

Eigentlich war es ganz simpel:

2 Frühlingszwiebel in dünne Scheibchen schneiden und mit einer ebenfalls fein gewiegten Zwiebel in Olivenöl sanft anbraten.

Die Tarteform mit dem Teig auskleiden, die inzwischen lauwarme Zwiebelmasse hineingeben, den in Streifen geschnittenen Räucherlachs obenauf geben und eine Mischung aus 2 Eiern und 100 ml Sahne (Creme fraiche geht natürlich auch) verkleppern und einfüllen. Man kann nach Belieben Dill, Petersilie oder auch das Grün vom Fenchel dazugeben, oder auch andere exotischere Varianten ausprobieren. Meine Quiche blieb “au nature” und hat so auch sehr gut geschmeckt.

Fazit: Ich fand, die Avocado als Korrektiv sehr gut, weil der Räucherlachs schon ziemlich salzig/dominant war. Im größeren Originalrezept standen sich 300 g Räucherlachs und 4 Eier mit 100 ml Sahne gegenüber, ein Verhältnis, das umso salziger gewesen wäre. Und ich liebe Salz- aber das wäre zuviel gewesen. Die Avocado hat aber dankenswerterweise einen Teil davon geschluckt 🙂

Beim Anrichten legte ich außer ein paar zusätzlichen Avocadoscheiben noch Scheiben einer Salatgurke dazu, die auch ein bisschen Olivenöl und Weissweinessig abbekam.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hähnchenbrust Zucchini Kartoffeltaler Karotten


Vor ein paar Wochen machte ich griechische Zucchinitaler, die wirklich gut schmeckten. Heute wollte ich das Rezept etwas variieren, um zu sehen, was daraus wird.

Für den Teig:

1 Zucchini geraspelt und in einem Sieb eine halbe Stunde abgetropft

4 kleine Kartoffeln mit der Schale gekocht, gepellt und geraspelt

6 El geraspelter Bergkäse

1 Ei

Oregano, frische Minze, Zitronenzeste 1 Tl

Salz, Pfeffer

1 gehäufter El Kartoffelstärke

Alle Zutaten mischen. Dann in einer Pfanne mit genügend Öl (1/2 cm) ausbacken.

Dazu machte ich eine Hähnchenbrust auf ganz einfache Art. Sie wurde nur angebraten und mit einem Achtel Weißwein mit Deckel fertig gegart. Die Flüssigkeit nahm ich als Sauce.

Dazu gab es Karotten, auch nur schnell gekocht und mit Minze verziert.

 

Fazit: Die Taler schmeckten fast wie das Original. Der Unterschied war, daß im Original knappe 100 g Mehl dabei waren, aber keine Kartoffeln, in der neuen Version gab es Kartoffeln, aber kein Mehl.

Beide Taler waren sehr saftig und fluffig und nahmen sehr schnell Farbe an. Nächstens probiere ich aus bei geringerer Hitze zu braten, um sie heller zu gestalten, und um zu sehen, ob sie dann ihre innere Konsistenz verändern.

Aber für ein schnelles Wochentagsessen war alles gut!

 

 

 

 

 

Dorade Kartoffel Lauch Tartelette


Heute wollte ich nach ein paar Wochen wieder einmal Fisch essen, hatte aber keine Präferenz. Ich sah allerdings bei Fuenfhauskitchen ein Muschelgericht mit Fregola sarda, das hätte ich gerne ausprobiert.

Mein Fischhändler hatte noch einen Sack Muscheln da, meinte aber er hätte sie schon verkauft. Also schwenkte ich auf Dorade um (es hat ja noch den Rest vom März und den April für die Monate mit R), wobei mein netter Fischhändler mir den Fisch schuppte und sogar ausnahm 🙂

Nebenan erstand ich Rosmarin und Thymian und ging zufrieden nach Hause.

Die Dorade wurde nur mit einer Zitronenscheibe, Thymian und Rosmarinzweig gefüllt und in den ovalen Bräter gegeben, mit einem Schuss Olivenöl und Weisswein.

 

Für das Tartelette (eigentlich eine irreführende Bezeichnung) gab ich einen doppelt ausgelegten Boden von dünnsten Kartoffelscheiben auf den gebutterten Boden. Die Scheiben hab ich mit dem Trüffelhobel (den ich noch nie für Trüffel verwendet habe) so dünn bekommen. Dann folgte die Schicht Lauchröllchen, es waren zwei Lauchstangen, und davon nur das Weisse.

Darüber kam Muskat, Salz und Pfeffer, danach 1 Ei gemischt mit 4 El Sahne und 100 g Comté. Jetzt legte ich die beiden letzten Schichten Kartoffeln darauf und schob die Form in den Ofen.

Später holte ich es nochmal aus dem Ofen heraus und bepinselte die Oberfläche mit Butter.

 

Insgesamt ein stimmiges Abendessen; die Dorade ausdrucksstark wie immer, Kartoffel Lauch schmeckt natürlich nach Kartoffel Lauch. Der Käse passt schön dazu und macht alles schön saftig.

 

 

 

 

 

Kolokithokeftedes Loukaniko


Ich habe eine Kollegin, die halb Griechin und halb Amerikanerin ist. Sie geniesst auch gerne gutes Essen und teilt manchmal Sachen mit mir. So auch gestern: Ich kam zur Arbeit und sie meinte, sie hätte etwas für mich und gab mir ein Säckchen mit kleinen geräucherten Würstchen. Ich hab zwar den Namen vergessen, aber durch Recherche festgestellt, daß es eigentlich nur Loukaniko sein können.

Sie meinte, sie gehörten gegrillt, aber man könne auch zur Not eine Bratpfanne nehmen. Außerdem sollte ich sie nur bis zum ersten Knack braten. Das war mir rätselhaft, bis ich die Würste in eine heisse Pfanne legte – der Knack ist das Reissen der Haut, der sehr schnell von statten geht. Als ob sich ein Spinnennetz über die Wurst legt…

Ich ließ sie etwas länger drin, weil dieser Knack sehr früh passiert und ich eigentlich warme Würste wollte.

Die Zucchinitaler (Kolokithokeftedes) fielen mir deshalb dazu ein, weil sie nur ein, zwei Tage vorher auf Zitronen und Olivenöl gepostet worden waren. Es schien mir eine gute Kombi für einen Fleischfresser zu sein.

Ich hab mich, soweit es möglich war an das Rezept gehalten.

Für die Kolokithokeftedes

2 mittelgroße Zucchini

3 Frühlingszwiebeln

50 g Feta, zerkrümelt

5 Blätter frische Minze

5-6 Stiele Petersilie

2 Eier

Salz

Schwarzer Pfeffer

Geriebene Schale einer Viertel Zitrone

85  g Mehl

Rapsöl zum Frittieren

Die Zucchini werden geraspelt und eine Stunde abgetropft. Ich hab das mit einem Sieb gemacht und hab immer wieder mit dem Löffelrücken nachgeholfen. Währenddessen gab ich nach und nach alle Zutaten dazu. Am Ende dann Mehl und Eier. Der Teig kam schnell zusammen,  und ich nahm eine Pfanne mit Teflonbeschichtung und etwa einen halben Zentimeter Öl, um die “Fritters” zu frittieren.

Sie werden schnell braun, also sollte man dabeibleiben, aber sie sind wie in der ursprünglichen Beschreibung: weich im Inneren und außen knusprig.

Meine halbgriechiche Mitarbeiterin sagte mir noch, daß dort (in Griechenland), wo sie zuhause ist, kein Feta, sondern Gruyere mit in den Zucchiniteig gegeben wird.

Es lebe die Internationale 🙂