Pizza!


Ab und zu muß es auch mal eine selbstgemachte Pizza sein. Ich mach nicht viel Aufhebens um den Teig, es ist fast egal ob 405 oder 00 Tipico, sie wird immer ähnlich. Nur meinen Ofen kann ich nicht einschätzen… der ist immer so unglaublich heiß, daß die Zeiten überhaupt nicht stimmen.

Für diese Pizza nahm ich 220 g 00 Tipico, 140 ml lauwarmes Wasser, 7 g Frischhefe, 1 gehäufter Tl Salz und 2 gehäufte Tl Zucker (Tipp von Jakob, viele Grüße von hier, falls Du das liest 🙂  )

Tomatensauce: 1 Dose Datterini von Mutti, pürieren, Oregano dazu (heute frisch) und etwas Salz, aber vorsicht! Und ein Strahl Olivenöl. Es kommt wenig der Sauce auf die Pizza, weniger als 2 kleine Schöpflöffel.

Dann Scheiben Büffelmozzarella. Als Auflage gab es Braune Champignons, Winzerschinken, Culatello und eine Scheibe Salami.

Dazu zerdrück ich immer eine kleingeschnittene Knoblauchzehe mit Salz und vermische die mit Olivenöl, das ich dann über die Pizza drüberträufle.

Bevor die Pizza in den Ofen kommt, rasple ich noch etwas Parmesan drüber, damit sie herzhafter wird.

Nach dem Ofen kann ich die (vergessenen) Oliven und das unvergessliche Basilikum draufgeben und sogleich servieren.

 

 

 

 

 

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Spaghetti puttanesca


Dieser Beitrag ist in ähnlicher Form schon mehrmals gepostet worden, jedoch nie gleich. Das liegt teilweise daran, daß die Meinungen auseinandergehen, was eine „puttanesca“ ausmacht.

Im Silberlöffel ist gar kein Eintrag, und anderswo gibt es Rezepte mit und ohne Zwiebel, mit und ohne Petersilie, gehackt und pur.

Ich hatte vom Wochenende noch ein paar Zweigchen Basilikum und wollte Pasta ohne Fleisch, und dieses Rezept ist eines, das die Vorgaben perfekt erfüllt.

Eine kleine Handvoll Oliven (ich hatte verschiedene, alle mit Stein)

1 getrocknete Thai-Chili

1 Tl non-pareille Kapern

1 Knoblauchzehe, gehackt

2 Sardellen

1 Schluck Weißwein

3 Kirschtomaten

Basilikumblätter

Parmesan

 

Während die 80 g Spaghetti kochen, werden Knoblauch, Sardellen, Chili und Tomatenviertel scharf angebraten, damit die Tomaten ihr Wasser hergeben. Ich drücke ein bißchen mit dem Kochlöffel drauf, dann gebe ich den Schluck Weißwein dazu und mache den Deckel drauf, um alles kräftig anzuschwitzen. Nach ein paar Minuten lüfte ich den Deckel und drücke die Tomaten ganz zusammen, weil sie inzwischen weich geworden sind. Jetzt kommen die Kapern dazu und die Hälfte des Basilikums. Salz braucht es aufgrund der Sardellen nicht.

Wenn die Pasta al dente ist, abseihen, zurück in den Topf geben und die Sauce dazugeben und vermischen. Dann in einen tiefen Teller geben, Basilikum und Parmesan dazu und geniessen.

Vielleicht meine liebste Pasta!

 

 

 

 

 

Flammkuchen spanisch


Vor ein paar Tagen hatte ich mir einen Flammkuchenteig gekauft. Ich weiß, er ist ganz leicht selbst zu machen, aber so ist es noch leichter – nur ausrollen und belegen.

Was ich sonst noch so im Haus hatte, ergab einen Flammkuchen nach spanischer Art.

Dafür mischte ich die üblichen Speckwürfel mit einer scharfen Chorizo. Ein paar Oliven hatte ich auch noch, und statt weißer Zwiebel gab es rote.

Ansonsten gab es Schmand auf den Teig, dann die Zwiebeln und dann die Würfel und Oliven.

Sehr einfach, aber sehr gut!

 

 

 

 

 

Schwertfischcarpaccio Oliven Kapern Amalfi Zitrone


Eigentlich vermutete ich meine sizilianische Fischgeschäftbetreiberfamilie auf ihrer Insel. Heute stellte ich fest, daß der Vater das Geschäft alleine führt, während Tochter und Schwiegersohn die Heimat besuchen dürfen. Sei es ihnen gegönnt.

Als ich sah, daß der Laden geöffnet war, bekam ich sofort Appetit auf ein Schwertfischcarpaccio. Also ging ich hinüber zum Papa und sagte ihm, was ich wollte. Er wiegelte zuerst ab, meinte, der Fisch müsse angefroren sein und eine Maschine zum Aufschneiden bräuchte man auch, aber schliesslich holte er sein schärfstes Messer heraus und fing an mir dünne Tranchen herunter zu schneiden. Wie es inzwischen seine Art ist, gab er mir 2 Scheiben zu den 5 gekauften gratis dazu. Ich hab manchmal den Eindruck, daß ihm gefällt, diesen Tedesco sich am italienischen Repertoire abarbeiten zu sehen. Was würde er sagen, wenn er wüßte, daß der Tedesco eigentlich ein Americano ist? 🙂

Jedenfalls ging ich sehr erfreut nach Hause, um das Carpaccio vorzubereiten. Eigentlich hatte ich vor, die Scheiben ein bisschen auseinander zu walzen, wie man das auch bei Rindercarpaccio machen kann. Bei Fisch funktioniert das nicht so gut, also ließ ich es.

Als Auflage auf die Scheiben gab es die kleinen, sehr guten Oliven (Name vergessen, sollen die besten sein), den Saft und kleine Achtel der Amalfi Zitrone, gutes Olivenöl und Kapern. Dekoriert wurde der Teller mit glatter Petersilie.

Fazit: Obwohl ganz feine Scheiben Schwertfisch im Mund schmelzen und einen größeren Genuss bieten, wenn es darum geht mit einer Gabel möglichst verschiedene Geschmacksrichtungen gleichzeitig aufzuspießen, waren diese etwas dickeren Scheiben auch sehr zart. Mit einer Prise Meersalz aus der Mühle und dem milden Saft der Amalfi Zitrone war es trotzdem sehr gut. Die Portion hätte auch für Zwei gereicht, aber man darf ja nichts verkommen lassen…

 

 

Thunfischsalat Toast Spargel


Es gibt sogar bei mir Tage, an denen ich keine Lust habe groß am Herd zu stehen 🙂

Ich hatte Salat und Tomaten da, außerdem fanden sich noch 4 Stangen grüner Spargel.

Beim Stöbern im Viktualienschrank (das ist der mit den wenigen Dosen, die ich habe) sah ich eine Dose Thunfisch.

 

Thunfischsalat gab es in meiner Kindheit öfters, und aus der Zeit nehme ich die Lieblingszubereitung in die heutige Zeit.

Die amerikanische aufwendige Art hatte diese ekelhaften amerikanisch (also süß eingelegten Gurkenwürfelchen, die dazu noch giftgrün waren.

Nicht nur waren sie vom Aussehen her abstossend, sie veränderten den Thunfisch/Mayo Geschmack mit ihrer süß-säuerlichen Note und störten

das breiige Mundgefühl des Salats mit ungewünschten knackigen Elementen.

Jedenfalls setzte ich durch, daß mein Thunfischsalat rein, fast jungfräulich hergestellt wurde, und genauso mag ich ihn auch heute 🙂

 

Die Spargel wurden langsam in einem El Öl angebraten, das dauerte etwa 10 Minuten.

Der Thunfischsalat wurde nach Gefühl mit Mayonnaise gemischt, wobei ich den Salat nicht zu fett mag.

Danach wurden 2 Toastscheiben getoastet, mit Salat unterlegt und der Salat wurde darauf angerichtet.

Darüber kamen dann die Spargelstangen und am Rand legte ich noch Kirschtomaten und Oliven dazu.

 

Schnell gemacht, und wer es mag, wird damit satt und zufrieden.

 

 

 

 

Pizza Thun Sardellen Champignons Oliven


Der nächste Versuch eines Teigs stand unter einem schlechten Stern: Ich hatte es nicht geschafft, den Teig schon morgens anzusetzen, dann sah ich am Abend, daß der teilweise aufgebrauchte Hefewürfel heftigen Schimmelbefall hatte und sofort weg mußte. Das Rezept, eines auf der Packung italienischen Pizzamehl forderte eine Riesenmenge Hefe (15 g Frisch- und eine halbe Packung Trockenhefe 3,5 g). das mir als zuviel vorkam. Da die frische Hefe nicht mehr im Angebot war, nahm ich eine Packung Trockenhefe (auf 250 g Mehl).

Der  Knethaken machte seine Arbeit schnell und gut und ich gab den abgedeckten Teig in den Ofen, den ich ein paar Minuten angewärmt und wieder ausgeschaltet hatte.

Nach einer knappen halben Stunde war der Teig kaum größer geworden, aber ich zog ihn hin und her, bis er auf meine Pizzapfanne passte.

Bei der Tomatensauce richtete ich mich nach der letzten Sauce, die gut geschmeckt hatte: Eine Passata, Salz, ein Löffel Olivenöl, etwas Knoblauch (nicht viel, es kommt noch mehr dazu), wer will, eine Prise Zucker.

Den Teig dünn damit benetzen, dann den sehr guten Büffelmozzarella in Scheiben dazugeben, dann den Thunfisch, die Sardellen, Oliven und Champignons.

Währenddessen den Herd auf Maximum stellen (bei mir 250 C).

Ich gab dann noch einige Raspel Parmesan dazu und schob die Pizza in den Ofen. Mein Ofen ist derart schnell, daß ich eine etwas dunklere Variante herauszog, weil ich nicht rechtzeitig nachgeschaut hatte. Sie dauerte tatsächlich weniger als 12 Minuten.

Fazit: Der Teig ist vom Mundgefühl ganz OK, vor allem nicht so teigig wie die Vorgänger. Aber durch die Trockenhefe ist der tolle Hefegeschmack, der für mich unverzichtbarer Bestandteil einer guten Pizza ist, leider kaum präsent, und so wird der Teig ein bisschen langweilig.

Nächstes Mal versuche ich wieder mit frischer Hefe, aber mit weniger davon, zu meinem Idealrezept zu kommen. Wer weiß, vielleicht klappt’s ja!

Der Belag heute war dafür ziemlich lecker 🙂

 

 

 

 

Beer Can Chicken Ratatouille Ofenkartoffel


Trotz schönen Wetters konnte ich heute nicht auf den Markt, weil ich einen Termin für den Reifenwechsel in Karlsruhe hatte. Da ich Lust hatte, die Grillsaison heute einzuweihen, schaute ich online bei Metzger Zorn nach, was er im Angebot hatte. Es gab einiges, das sich zum Grillen eignete, aber er hatte wieder „Label Rouge“ Hähnchen von Bruno Siebert aus dem Elsass.

Für die, die es hier noch nicht gelesen haben: Label Rouge ist die höchste französische Auszeichnung (nicht nur) für Geflügel. Es bedeutet freilaufende Bio-Hühner ohne Medikamente, Wachtumshormone und dergleichen und es bedeutet mindestens 80 Tage Aufzucht (reguläre Hähnchen werden nach ca. 30 Tagen geschlachtet). Ich kenne nur eine Qualität, die darüber steht, und das sind die Label Rouge Hühner aus der Bresse, einem Landstrich im Burgund mit noch strengeren Auflagen.

Jedenfalls sind die elsässischen Hühner schon ziemlich lecker – zum Vergleich: mein Huhn hat für 1350 g fast €14.70 gekostet, ein normal gezogenes gibt es für um die €5.50, No Names für die Hälfte.

Aber die Investition lohnt sich. Das Fleisch ist fester, aromatischer und das bessere Gewissen ist unbezahlbar.

Zurück zum Grill. Ich hatte letztes Jahr versucht, ein Beer Can Chicken auf dem Grill zu machen, bin aber daran gescheitert, daß das Hähnchen nicht auf der Dose auszubalancieren war und daß der Deckel dann nicht mehr schloß. In der Zwischenzeit hatte ich eine Stahlplatte gesehen, die einen befestigten Ring aufwies, in den die Bierdose gestellt wird. Das hat soweit geklappt, das Problem mit dem Deckel hab ich gelöst, in dem ich den oberen Grill herausnahm und die Grillgutschalen nicht von schräg unten sondern auf der gleichen Ebene mit einem Abstand von etwa 20 cm hinstellte. Jetzt schloß der Deckel. Ich drehte das Hähnchen nach 30 Minuten, damit die Rückseite auch knusprig würde und nahm es etwa nach 50 Minuten aus dem Grill. Die Haut war knusprig und relativ hell, das Fleisch der Brust war schön saftig.

Während das Hähnchen auf dem Grill brutzelte und die Kartoffel im Ofen lag, machte ich eine Ratatouille Variante.

Ich schnitt eine Aubergine in bissgroße Stücke, eine Zucchini in etwas kleinere Stücke und briet beide mit etwas Olivenöl in einer beschichteten Pfanne an. Dazu gesellten sich eine kleine Handvoll getrockneter Tomaten, 4 frische Kirschtomaten, etwa 8 grüne Oliven und 2 Zehen gehackter Knoblauch. Ich löschte alles mit einem guten Schluck Rotwein ab, als es schon weitgehend gar war.

Nachdem ich die Kartoffel aus dem Ofen nahm, stellte ich die Pfanne nochmal hinein, nachdem ich das Ratatouille mit Parmesan besprenkelt hatte.

Fazit: Es hat alles gut geschmeckt, aber dieses „Beer Can“ Ding verbessert das Huhn meiner Meinung nach nicht (Man stülpt das Hähnchen mit der Öffnung über eine offene Dose Bier, die das Hähnchen vor dem Austrocknen bewahren soll). Ich denke, die beste Art Hähnchen im Ganzen zu grillen immer noch auf dem Rotisserie-Grill ist, also wenn sich das Hähnchen dreht.

Die Gemüsevariation war sehr gut, wenn auch wesentlich trockener als ein reguläres Ratatouille.

Die Kartoffel (eine mehlige Sorte) war optimal und ich genoss sie mit einem ordentlichen Flocken Butter und Salz. Mehr braucht es nicht!