Chili Suppe Cheddar Jalapeños Cilantro Mais


Letztens machte ich ein Chili fürs Geschäft, das sehr gut ankam. Weil es heute schon wieder kühl war, dachte ich an eine Chilisuppe, also das Gleiche etwas dünner gemacht. Dazu bereitete ich eine Spitzpaprika vor, die wurde in dünne Scheiben geschnitten, 4 Tomaten hatte ich, zwei große und zwei Kirschtomaten, die wurden in Würfel geschnitten. Weiter schnitt ich eine Schalotte und zwei Knoblauchzehen klein, die gleich in Rapsöl angebraten wurden. Dazu kam dann 200 g Bio Rinderhack, und nachdem es angebraten war, Paprika und Tomaten.

Jetzt machte ich meine Gewürzmischung aus 3 verschiedenen Chilis, Cumin und Oregano: Alles in der Gewürzmühle zu Pulver vermahlen und zur Fleischmischung gegeben. Diese Mischung hatte jetzt schon eine gewisse Schärfe, ohne aufdringlich zu sein, ausserdem gaben die Chiles der Suppe Tiefe.

Ich gab dann eine Dose rote Kidneybohnen, die ich vorher abgebraust hatte, dazu. Und gleich danach einen Viertel Liter Wasser, um das Ganze etwas zu strecken. Nach etwa 20 Minuten hatte die Suppe die Gewürze schön angenommen und ich machte mich an den Mais.

Ich hasse Mais aus der Dose und ich mag ihn auch nicht im Chili. Aber daneben am Kolben mit Butter und Salz find ich ihn wunderbar. In kochendem Wasser dauerte das nochmal 20 Minuten. Während dessen kam die Suppe in einen Suppenteller, wurde mit Cheddar bestreut und ein paar Minuten im Ofen überbacken. Danach fügte ich den Cilantro und die Jalapeños dazu.

Die Suppe war sehr lecker und ich freu mich auf das morgige Mittagessen 🙂

Enchiladas


Es war mal wieder soweit – It’s Enchilada time!

In unregelmässigen Abständen überkommt mich ein Heisshunger auf Tex-Mex Food. Das kann Chili sein oder auch Tacos, Enchiladas, Burritos oder noch andere Schöpfungen, die immer wieder die altbekannten Zutaten variieren.

Ich huschte kurz vor Ladenschluss noch hinüber zum Gemüseladen, um dort frisches Cilantro (Koriandergrün) ein paar Jalapeños, gute Tomaten, Limetten und eine Avocado zu kaufen.

Maisplatten hatte ich noch im TK, Gewürze sind immer im Haus. Außerdem hatte ich noch ein Stück Cheddar von Herrn Ruf da, der das Gericht noch ein Stück aufwerten sollte.

Dabei wird, wenn’s authentisch werden soll, auf beiden Seiten der Grenze eigentlich der mexikanische Cotija genommen – soweit mein angelesenes Wissen, ich hab den nämlich noch nie irgendwo gefunden 😦

Dafür hab ich etwa 8 verschiedene getrocknete Chiles da, die ich gerne mische und in meiner Gewürz-Kaffeemühle zu Pulver umwandle.

 

Es sind immer ein paar Schritte, um alles zusammen zu bringen:

Guacamole –

1 Avocado schälen, würfeln oder zermanschen

Saft einer halben Limette

2 kleine Frühlingszwiebel

1 Knoblauchzehe

1 Tomate in Würfeln

1 Jalapeño in dünnen Scheiben

Cilantro

Salz

Manche pürieren das und nehmen es als Dipp, bei mir ist es Beilage und Füllung.

1 Hähnchenbrust

Knoblauch

Anbraten, mit Weisswein ablöschen, beiseite stellen.

 

Refried Beans –

1 Dose Kidney Bohnen oder Schwarze Bohnen

2 El Oregano + 2 El Cumin/Kreuzkümmel (entweder ganz, dann mörsern, oder gemahlen)

Bohnen erwärmen, Gewürze dazugeben, mit einem Stampfer zerstampfen, beiseite stellen

 

Tomatensauce –

1 Dose Mutti Kirschtomaten mit dem Zauberstab durchpürieren

1/2 Glas Kalbsbrühe

 

Einen Maisfladen nehmen, einen El Bohnenmus hineinstreichen

2 El Hähnchenbruststücke dazu

2 El Guacamole dazu

einwickeln und in eine feuerfeste Form legen

Menge reicht für 4 Enchiladas

Tomatensauce drübergeben

eine gute Handvoll Cheddar Käse drüberreiben

im Ofen backen, bis der Käse Farbe nimmt.

Mit saurer Sahne (mit Limettenabrieb) und der Sauce servieren.

Heute nicht dabei, geht aber auch: Pico de Gallo, eine Sauce aus Tomaten, Jalapeño, Zwiebeln, Knoblauch, Limette, Salz und Pfeffer.

Das wiederum ist ganz ähnlich dem, das ich als Guacamole mache. Jedenfalls ist es immer wieder gut, egal ob mit Huhn oder Hack oder auch fleischlos 🙂

 

 

 

 

 

Chili


Im Geschäft gibt es morgen einen „Fundraiser“, also eine Aktion, mit der wir versuchen, Geld zu verdienen um eine große Weihnachtsfeier auszurichten.

Dieses Jahr haben wir versucht, jeden Monat ein anderes Thema zu wählen, um mehr Vielfalt in die Sache zu bringen, und um bei den Beilagen zusätzlich zu punkten und zu sparen.

Wie das geht? Es gibt bei jedem Thema ein Hauptteil – gewöhnlich Fleisch. Aber vorher gab es nur Chips und ein kohlensäurehaltiges Getränk dazu, für $5.00. Preislich OK, ist es aber langweilig.

Morgen gibt es zum Beispiel die Möglichkeit aus dreierlei Würsten zu wählen – einer Bratwurst, einer „Roten“ oder 2 kleinen Hot Dogs, original aus Rindfleisch hergestellt. Zu den deutschen Würsten gibt es Brötchen, die Hot Dogs werden im Bun angeboten. Das ist aber erst der Anfang: Zur Auswahl gibt es Chili (für einen Chili Dog oder gar einem Chili Cheese), Sauerkraut (wahlweise als Beilage zur Bratwurst oder aud den Hot Dog als New Yorker „Reuben“ mit Senf) oder auch selbst verfeinerte baked Beans, die zu allen Würsten gereicht werden können. Dazu stellen wir amerikanischen und deutschen Senf auf den Tisch, Ketchup sowieso, Jalapenos, und dann noch milde Gaben der interessierten Belegschaft. So kommen noch 3 Desserts, ein schwäbischer Kartoffelsalat und ein Nudelsalat dazu, die das Angebot abrunden. Und wer auf seine Chips nicht verzichten will, bekommt auch die. Das alles auch für nur $5.00

Das kann natürlich nicht funktionieren, wenn alles bezahlt werden muß, und so haben ein paar von uns einfach ein paar Lebensmittel gekauft und spenden diese dann dem guten Zweck. Ich selbst habe angeboten, den Grill zu übernehmen und das Chili für die Dogs zu machen.

Chili bei Amerikanern zu machen ist einerseits das Normalste auf der Welt, andererseits kann auch schnell eine „Challenge“ entstehen.

Viele behaupten, ein tolles Chili zu machen, aber kaum jemand bringt eines mit, weil es ja zu scharf oder sonstwie ausgefallen sein könnte. Beim Kochen verzichte ich gerne auf political correctness und koche, wie ich es für richtig halte. Wem es zu scharf oder sonstwas ist, kann es stehenlassen 🙂

Hier mein Rezept (mit ungefähren Angaben)

1500 g Rinderhack (Bio)

3 Dosen Mutti Datterini Tomaten

5 Dosen Kidneybohnen Abtropfgewicht je 250 g

2 mittelgroße Zwiebeln

2 Knoblauchzehen

Zwiebeln und Knoblauch klein hacken, bei mittlerer Hitze anbraten, Hackfleisch dazugeben, Hitze ganz aufdrehen und ab und zu umrühren, bis das Fleisch angebraten ist.

Dann kommt die Gewürzmischung hinein:

2 gehäufte El Oregano (wer mexikanischen hat, verwendet den)

2 gehäufte El Cuminsamen (Kreuzkümmel in seiner ursprünglichen Form)

getrocknete Chiles:

Chile Pasilla in Flocken (auch etwa 2 El)

Chile Arbol etwa 5 Schoten

Chile Morita auch etwa 5 ganze Schoten

6 Kaffeebohnen

2 Tl Pimenton dela Vera (Rauchpaprika)

Diese Mischung kam in den Krups, die Mahlmaschine für meinen Morgenkaffee. Die eignet sich total zum pulverisieren von Gewürzen.

Das Pulver kam in eine Pfanne und wurde angeröstet, bis es sehr aromatisch roch, dann wurde es unter das fertig gegarte Fleisch gehoben.

Da war es noch nicht sehr deutlich, und ich gab erstmal 4 El Salz zum Fleisch.

Dann entschloss ich mich, die gleiche Menge Gewürz nochmal herzustellen, tat das und gab die Menge auch dazu. Jetzt schmeckte es schon gut und es entwickelte sich eine leichte Schärfe im hinteren Halsbereich. Nicht wirklich scharf, aber man merkt es, und es wird einem warm.

Jetzt kamen die drei Dosen toller Datterini hinein. Ich hab gleich mit einem Kartoffelstampfer die kleinen Tomaten zerdrückt, weil sie schlecht von alleine platzen.

§ Paprika hatte ich in kleine Quadrate geschnitten und mit hinengegeben.

Die Kidneybohnen kamen ich zuerst in ein Sieb und wurden dann abgespült, weil manche Firmen da irgendeinen Mist mit hineinkippen.

Dann gab ich die auch dazu, es kam ein Deckel drauf und sie durften fast 2 Stunden vor sich hin köcheln und Geschmack annehmen.

Nach den 2 Stunden hab ich nochmal die Salzmenge überprüft (hat so gestimmt, aber ich teste das am Morgen nochmal), und Würzung und Schärfe beurteilt. Nicht zuviel, aber auch nicht langweilig.

Jetzt kam ein Tl Kakaopulver und etwa 40 g Lindt Zartbitterschokolade 70% hinein.

Das war dann der Clou: Man merkt eine leichte Süße, die man nicht identifizieren kann, und der Kakao verleiht dem Fleisch eine zusätzliche Tiefe.

Ich denke, die Chili Dogs oder die Chili Cheese Dogs wird es morgen nicht zum letzten Mal geben 🙂

 

Chili 1

 

Chili 3

 

Chili 4