Gulasch grüne Bohnen Knödel


Heute kaufte ich unter anderem ein Stück Rindfleisch, wie gemacht für Gulasch. Es ist eine Mischung aus Gulasch und Boeuf Bourgignon geworden. Zuerst habe ich das Fleisch in mundgerechte Stücke geschnitten und in einem tiefen Topf angebraten. Dabei habe ich das Fleisch in zwei Hälften angebraten, damit es nicht anfängt zu schmoren. Danach nahm ich es heraus und gab Tomatenmark, 2 Zwiebeln, 2 Schalotten und 2 Knoblauchzehen dazu. Nachdem alles angeschwitzt war löschte ich mit einem Schluck Sherry ab, kurz danach mit Rotwein und Wasser. Jetzt kam das Fleisch wieder dazu und durfte langsam 2 Stunden vor sich hinschmoren. Dann gab ich geviertelte Champignons dazu und liess es eine weitere halbe Stunde schmoren.

Zum Abbinden machte ich eine Mehlschwitze aus Butter und Mehl und mischte die Flüssigkeit damit. Es musste dann noch Salz und Pfeffer dazu gegeben werden, aber sonst war der Saucenansatz lecker.

Die grünen Bohnen putzte ich zuerst, schnitt die Enden ab, briet dann Speck an und gab Zwiebel und Knoblauch dazu. Nach dem Ablöschen gab ich die Bohnen mit dazu. Nachdem sie fast gar waren gab ich sie in ein Sieb, liess sie abtropfen und kühlte sie mit kaltem Wasser, um die schöne grüne Farbe beizubehalten. Später erwämte ich sie noch einmal mit einem Klecks Butter.

Dazu schnitt ich die übrigen Brez’nknödel vom Vorabend in Scheiben und briet auch sie in etwas Butter an. Zum Schluss gab es etwas Petersilie darüber.

Immer wieder gut! Die Sauce macht sich quasi von selbst, und man kann viele Beilagen gut damit kombinieren.

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Kalbskotelett Bratkartoffeln Erbsen


Heute war ich bei Metzger Zorn um mir einen vorweihnachtlichen Überblick zu verschaffen und vielleicht auch etwas zum essen zu finden.

Was Weihnachten oder die Feiertage angeht, gab es einen Hirschbraten von geschätzt etwas mehr als einem Kilo und auch eine Rehkeule von vielleicht 2,5 Kilo, die toll aussah und relativ preiswert war (€1,95/100 g). Das sind zwar 50 € für die Keule, aber eine gute Gans ist teurer und nicht so edel.

Für mich lag ein Kotelett vom Kalb in der Auslage, das ich mitnehmen musste. Zuhause angekommen stattete ich meinem Gemüsehändler einen Besuch ab und nahm von ihm frische Erbsen und Kartoffeln für Bratkartoffeln mit. Ausserdem hat er seit einer Weile Steinpilze aus Südafrika da, die ich für gewöhnlich mit Verachtung strafe, aber dieses Jahr sah ich nirgendwo deutsche Steinpilze (wohl, weil es einfach zu trocken war) und so wurde ich schwach, zumindest ein bisschen 🙂

Ich nahm 3 kleine Steinpilzhälften mit (man kann sie schwach erkennen als Beulen auf dem Kotelett).

Zuerst wurden die Kartoffeln geschält und gegart, anschliessend angebraten, dann die Erbsen gepalt und gekocht und schliesslich das Kotelett in Öl und Butter angebraten.

Dazwischen setzte ich eine Sauce an aus Zwiebeln, Knoblauch, Kalbsfond, 4 getrockneten Steinpilzstücken, Sherry, einem halben Glas Weisswein und etwas saure Sahne. Später gab ich einen Löffel Maisstärke/Wasser dazu, um alles etwas einzudicken.

Das Kotelett wurde in einer weiteren Pfanne angebraten (gesalzen und gepfeffert). Die Kartoffeln schnitt ich in dünne Scheiben und briet sie in einer Butter/Öl Mischung an.

Am Ende vermischte ich Bratkartoffeln, Erbsen und Zwiebeln (eine gar köstliche Mischung).

Ein schönes Gericht für einen Wochenendanfang! Die Fotos sind nicht so toll-man sollte nie zuviel Sauce über alles dulfen, weil man dann nichts mehr erkennt. Ich versuch’s mir zu merken.


Wirsingroulade Drillinge


Ich wollte schon vor zwei Wochen ein paar Wirsingrouladen machen, aber irgendetwas kam dazwischen. Sei’s drum, das Wetter ist jetzt eh passender. Ich machte die Blätter ab und gab sie in kochendes Wasser, um sie etwas geschmeidiger zu machen. Danach schnitt ich den Strunk flach parallel zum Blatt ab.

Die Fülle

  • 400 g gemischtes Hack
  • 1 Ei
  • eine kleine Hand Semmelbrösel
  • Salz, Pfeffer, Thymian, Oregano, Rosmarin
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Tl Zitronenabrieb
  • 1/2 Tl Cayenne

Ich machte Fleischbällchen und formte sie zu kleinen Zylindern, die ich in die Wirsingblätter einwickelte und mit einem Zahnstocher befestigte. Danach wurden die Rouladen scharf angebraten, dann herausgenommen, um für den Saucenansatz Platz zu machen. Der bestand aus Zwiebeln, Speckwürfeln, Stückchen einer Spitzpaprika, Tomatenmark, Sherry und Wasser. Später hab ich ihn mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Die Rouladen kamen wieder in die Sauce, und mit Deckel ging der Topf 40 Minuten bei 180 C in den Ofen.

Die Drillinge brauchten nur halb so lang und blieben eine Weile im Warmen 🙂 Angerichtet war schnell, genossen wurde so langsam ich konnte.


Hähnchen Harissa Paprika Zwiebel Tomate Kartoffel


Auf dem Markt gab es ein freilaufendes Maishähnchen. Vom Pfälzer bekam ich wunderschöne Spitzpaprika, im eigenen Garten gezogen und sehr ungewöhnlich aussehend. Die Paprika changierten von Gelb über Orange ins Grüne und ins Rote, dabei schlängelten sie sich wie…na ja, Schlangen.

Ich nahm auch ein paar grosse Zwiebeln mit, Tomaten und Kartoffeln hatte ich noch Zuhause. Im Internet liess ich mich inspirieren und traf fast sofort auf ein Rezept von Jamie Oliver, aus seinem Buch “5 Ingredients” oder so ähnlich. In seiner unnachahmlichen Art riss er das Gemüse mit den Händen auseinander, würzte überschwänglich und tat im allgemeinen so, als müsste das jeder wissen, der älter als 8 Jahre ist.

Ich nahm trotzdem ein, zwei Inspirationen aus dem youtube Auftritt mit: Harissa. Ich hatte noch eine uralte Tube, die aber noch OK schien (und jetzt, eine Stunde später ist immer noch alles gut), die ich mit Olivenöl und Limettensaft mischte, um sie streichfähig zu machen.

Oliver knetet das Gemüse mit dem Harissa durch, teilt das Hähnchen dann der Länge nach in zwei Hälften und legt die, wieder mit Harissa beschmiert, aufs Gemüse.

Ich nahm nur beim Gemüse meine Hände, beim Fleisch, das ich auch zerteilt hatte, nahm ich einen Pinsel.

Statt Olivenöl und Essig zu nehmen, um das Gemüse zusätzlich zuwürzen, nahm ich stattdessen eine Zitrone mit dem Olivenöl, das aber auch zu diesem süss-sauren Effekt führte. Jamie Oliver sorgte bei seiner Version für den Aha Moment, indem er mit frischer Minze würzte. Der Markt war für mich da schon geschlossen – ich beliess es bei Petersilie.

Das Hähnchen drehte ich nach 25 Minuten und dann nach 50 Minuten um, dann bekam es noch 8 Minuten, um die Haut kross zu machen.

Fazit: Harissa ist eine nordafrikanische Paste aus Jalapeños, Cumin und wahrscheinlich Öl. Sie entwickelt einen schönen Geschmack, der eher würzig als scharf ist (nicht falsch verstehen – sie ist scharf, aber um so mehr ist sie aromatisch. Die Schärfe ist nicht ihr Hauptmerkmal). Ich hab sie noch nie für ein Hähnchen verwendet und würde es wieder tun. Auch das massierte Gemüse wurde dadurch sehr angenehm pikant.

Maultaschen Salat geschmälzte Zwiebeln


Heute wollte ich etwas Einfaches machen, weil ich morgen Gäste habe und meine Energie darauf verwenden wollte. Ich sah vor ein paar Tagen Maultaschen von Deutschlands grösstem Produzenten und war überrascht wie vielfältig die Auswahl geworden ist. Ich war interessiert an den Maultaschen mit Rindfleischfüllung, die ich prompt mitnahm.

Ehrlich gesagt schmeckte ich den Unterschied zu den Kalbsbrät Maultaschen der gleichen Firma, die als Aushängeschild der fleischbasierten Maultaschen (es gibt auch vegetarische und ich glaube sogar vegane Varianten) gelten gar nicht heraus.

Um ganz gerecht zu sein, muss ich aber dazu anmerken, dass die geschmälzten Zwiebel einiges an Umami mitbringen und den Geschmack der Füllung maskieren.

Die Maultaschen:

Wie gesagt, die Maultaschen waren gekauft, aber ich wollte sie im Sud garen, bevor sie angebraten würden, weil ich finde, dass sie besser schmecken, wenn der Nudelteig Gelegenheit hatte im Sud zu quellen oder aufzugehen. Es gab noch einen halben Bund Suppengrün (für morgen), den ich klein schnitt und ansetzte – 1 Karotte, ein Stück Lauch, etwas Selleriewurzel in Quadern, Petersilie, Zwiebel und nach dem ersten Anbraten 5cm Tomatenmark und danach ein Spritzer Sherry und ein 1/8 Weisswein und eine Tasse Wasser und eine Prise Salz. Nachdem dieser Ansatz 20 Minuten geköchelt hatte, gab ich die 3 Maultaschen für 10 Minuten hinein, danach holte ich sie heraus, schnitt die in Drittel und briet sie in der Pfanne mit den Zwiebeln.

Der Salat:

Ich hatte ihn letztens schon erwähnt, wenn auch missverständlich – es ist ein Salat, der aussieht wie ein grosser Romano oder auch ein Bataviasalat, ist aber in Wirklichkeit etwas anderes (und ich hab den Namen vergessen). Er ist grossblättrig, knackig, angenehm im Mund und wohlschmeckend. Von diesem Salat hatte ich noch die untere Hälfte und schnitt ihn in Streifen von 2 cm Breite und wusch ihn. Dazu gab es noch eine der letzten wohlschmeckenden Tomaten. Das Dressing hab ich schon oft beschrieben, aber es passt sehr gut zu diesem Salat. 1 El Weissweinessig, Prise Salz, Prise Pfeffer, eine mit Salz zerriebene Knoblauchzehe, 1 Tl Senf (scharf!) und 3 El Olivenöl.

Die Zwiebeln:

Im Moment habe ich kleine Zwiebeln im Haus, davon nahm ich drei und schnitt sie in Streifen. Sie wurden langsam in Rapsöl gebraten. Nach einer Weile kamen die gezogenen Maultaschen dazu.

Danach musste ich nur den Salat mit dem Dressing durchmischen und die Maultaschen mit den Zwiebeln darüber drapieren. Geschmeckt hat es gut, ein gutes schnelles Gericht für unter der Woche, das auch Vorgefertigtes und Vorgekauftes beinhaltet (auch Ravioli und ähnliches gibt es in guten Qualitäten zu kaufen – nein, nicht die in der 800 ml Dose!).

Maultaschen geschmälzte Zwiebeln Salat

Rindergulasch Bohnen Paprika Tagliatelle


Heute steckte ich morgens wie abends eine Stunde im Stau. Ich liebe diese Tage. Als ich, nachdem ich kurz einkaufen war, dann endlich um 19:00 zuhause war, konnte ich mir nicht mehr sicher sein, dass ein Gulasch heute eine gute Idee war. Ich wollte aber keinen Schnellkopftopf nehmen, weil ich finde, dass es den Geschmack und die Fleischkonsistenz verändert.
Also klassisch aufgesetzt, Fleisch angebraten, Zwiebeln angebraten, Knoblauch dazu, mit Port abgelöscht, dann mit Wein und später mit Wasser. Ich liess das Fleisch 90 Minuten leicht köcheln und gab dann die Bohnen und den Parika dazu. Nach weiteren 25 Minuten gab ich die Tagliatelle ins kochende Wasser. 7 Minuten später konnte ich sie abgiessen. Dazwischen hab ich die Sauce mit Beurre manié gedickt und eine Menge Salz und Pfeffer dazugegeben. Ach ja, vom Pfälzer gab es ein paar ziemlich gefährlich aussehende Pfefferonen gegeben. Ich fragte, ob sie scharf sind, er nickte kurz, warf sie in die Tüte und meinte die sin so dabei 🙂 Sie hatten nicht soviel Bums, wie ich dachte, aber ich nahm 2 und das zahlte sich aus.
Am Ende aß ich kurz nach 21:00, etwas spät für mich. Aber es war sehr lecker, ich hab mittags nochmal was leckeres und heute natürlich wieder Fotos 🙂

Tortilla Kartoffeln Paprika Zucchini Basilikum


Weil es ja immer noch so heiss ist, fällt es auch mir schwer an Essen zu denken bei dem der Herd lange an ist. Und weil ich morgen meinen letzten Arbeitstag für 3 Wochen habe, überlegte ich, was noch im Haus ist.Eier! Ich kaufe immer supergroße Eier am Biostand und ich wusste, dass mindestens noch 7 Stück da waren.
Beim Zwischenhalt nahm ich eine Paprika, eine Zucchini und auch Kartoffeln mit und beschloss eine Tortilla zu machen. Ein Stück Chorizo war auch noch da, die ich in dünne Scheiben schnitt.
Damit alles gleichzeitig fertig wird, müssen manche Sachen früher vorbereitet werden.
Ich schnitt die geschälten Kartoffeln in kleine Würfel und kochte sie in Salzwasser (etwa 10 Minuten). Dann briet ich die gegarten Kartoffeln und die Chorizoscheiben bei mittlerer Hitze zusammen an.
Die Paprika schnitt ich ebenfalls in kleine Quadrate und briet sie mit den Zucchiniquadern. Jetzt gab ich die rote Zwiebel dazu und schwenkte alles durch. Es war eine Menge Gemüse, und obwohl ich 3 Eier aufgeschlagen hatte wusste ich nicht, ob die Eimasse reichen würde.
Den Ofen hatte ich kurz vorher angeworfen, gab die verklepperten Eier und 7 Blätter Basilikum in Streifen über die Gemüse/Wurst Mischung und liess es etwa 10 Minuten im Ofen stocken.
Die Tortilla war super saftig und hatte eine leichte Schärfe (ich hab noch eine Viertel Jalapeño Schote kleingehackt mit dazu gegeben, und die Chorizo war auch “pikant”).
Insgesamt war ich vielleicht 35 Minuten damit beschäftigt. Ich gab ein paar geschälte Gurken dazu und aß die Hälfte. Den Rest morgen Mittag. Oder als Versucherle an bestimmte Personen, falls ich mittags Lust auf etwas anderes habe…