Spaghetti Salsiccia Tomaten Bärlauchpesto


Heute war ich hin- und hergerissen zwischen Ideenlosigkeit und Resteverwertung. Ich hatte anfangs keinen Plan, was ich machen wollte, aber dann sagte mir eine Stimme: “Pasta geht immer”, und damit war alles klar. Ich kochte die Spaghetti und machte in einem kleinen Topf eine Sauce aus Fenchelsalsiccia, Knoblauch, Cocktailtomaten, Noilly Prat und Thai Chili, später gab ich noch zwei El Passata dazu und dabei noch einen El Rotweinessig (um die Süsse der Passata zu konterkarieren).

Ich hatte noch Bärlauchpesto da und dachte, es wäre geschmacklich gut und außerdem ein schöner farblicher Kontrast. Letztendlich waren es schöne Spaghetti mit einer schlonzigen Sauce, die verschiedene Geschmackskomponenten hatte.

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Huitres à la Florentine


Gestern gab es ein tolles Angebot: 6 französische Austern plus Austernmesser für €5.99. Das ist die Hälfte des normalen Preises. Nicht, dass ich das Messer gebraucht hätte: es ist mein Drittes 🙂

Auch gestern sah ich italienischen Spinat, den ich gleich mitnahm. Im Hinterkopf hatte ich eine Erinnerung an ein klassisches Rezept für gratinierte Austern. Ich musste es nachschauen, mein fotografisches Gedächtnis rostet…

Jedenfalls ist es ein geradliniges Rezept: Man braucht 6 Austern, die man aufmacht. Die Flüssigkeit aufbewahren und später durch ein Sieb geben, um die kleinen Unreinheiten wegzufiltern. Die Austern auslösen und in einer anderen Schüssel aufbewahren. Spinat waschen und klein hacken. Butter mit einer Schalotte anschwitzen, mit Noilly Prat ablöschen und den Austernsaft und 1/8 Sahne dazugeben und einkochen. Wenn nur noch wenig Flüssigkeit übrig ist, eine Handvoll fein geriebenen Parmesan dazugeben. Alles gut vermischen.

In jede Austernschale einen guten El Spinatmischung einfüllen, mit einer Auster belegen und mit Panko bestreuen. Dann überbacken.

Ein schön leichtes Abendessen 🙂


Linguine Spargel Schinken Orangensauce


Da ich noch Spargel und Orangensauce von gestern übrig hatte, wollte ich sie für ein weiteres Gericht verwenden. Auf Pasta hatte ich auch Lust, also überlegte ich kurz und fing dann an.

Vier Stangen grüner Spargel wurden zu einem Drittel geschält und dann in 3 cm Stücke geschnitten. Die Köpfe liess ich länger. Eine Knoblauchzehe wurde kleingehackt und 2 Scheiben des Winzerschinkens wurden in Streifen geschnitten.

Jetzt briet ich die Spargelstücke ein paar Minuten in Olivenöl an, gab den Knoblauch dazu und dann den Schinken. Jetzt noch zwei geviertelte Kirschtomaten, etwas Weisswein und ein kleines Glas (0,1) Kalbsbrühe und mit Deckel etwa 7 Minuten köcheln lassen. Dann den Deckel entfernen, wieder etwa 0,1l Orangensauce dazugeben und weiter einkochen.

Man sollte die Pasta jetzt schon einige Minuten gekocht haben, weil es nicht mehr lange dauert.

Sauce nochmal abschmecken, Kräuter dazu (3 Blätter Basilikum und etwas Petersilie), Parmesan reiben, Linguine abgiessen, zurück in den Topf, Sauce drauf, vermischen, anrichten, Parmesan nicht vergessen, fertig.

Lecker! Kann man auch scharf machen, oder Kapern etc. dazugeben. Die Sauce hat etwas mehr Säure wegen der Tomaten, aber das tut der Pasta gut. Wenn man keinen Spargel hat, passt Fenchel dazu 🙂

Spaghettoni Chorizo Kapern Sardellen Tomaten


Eine weitere Variante meines Go-To Rezepts für einfache und leckere Pasta. Hier kommt Chorizo mit ins Spiel, das eine etwas pikantere Note als normaler Speck bringt (was wohl am Paprika in der Wurst liegt). Die Zutaten:

  • 50 g Chorizo in ganz kleinen Würfeln
  • 1 El Kapern
  • 1 Sardelle
  • 1 Knoblauchzehe gehackt
  • 5 Kirschtomaten
  • 1/8 Weisswein
  • 1/2 Thai Chili
  • 80 g Spaghettoni (etwas dickere Spaghetti) pro Person
  • Salz, Pfeffer

Zuerst den Speck anschwitzen, dann Sardelle, Kapern, Knoblauch, Chili und später Tomaten anschmelzen und mit einem guten Schluck Weisswein ablöschen (bei mir Riesling). Dann Temperatur reduzieren und langsam einkochen lassen. Wenn die Sauce sämig ist, mit den fertigen Spaghettoni mischen und mit Parmesan servieren.

Wiener Schnitzel Blumenkohl Bärlauchpesto


Auf die Gefahr hin, meine geneigte Leserschaft bis zur Ermattung zu langweilen mit immer neuen Varianten des Pestos und seiner Transmogrifikationen, kündige ich eine weitere Version an, diesmal statt mit Pinien mit Macadamianüssen. Auch nicht schlecht! In Wirklichkeit ist sie einen Ticken süsser, aber keineswegs auf eine schlechte Art. Im Gegenteil: Über vorher im Ofen geröstete Blumenkohlröschen gegeben, war dieses ein Gedicht (mit etwas Salz).

Der Rest des Pestos wurde auf die gleiche Art gemacht wie das Pesto von vor ein paar Tagen.

Dazu machte ich ein klassisches Wiener Schnitzel, aber wieder wie gestern mit Panko. Dazu bekam ich eine wunderbare Tranche aus der Kalbsoberschale von der sehr netten Fleischfachverkäuferin bei Zorn, die mich öfters bedient. Wirklich vorbildlich geschnitten! Plattiert ergab sich eine beachtliche Größe trotz mittlerem Gewicht (180 g). Ich hatte gestern eine Unterhaltung mit meinem sizilianischen Fischhändler, der meinte, dass das doppelte Panieren seine Vorteile hätte. Das probierte ich heute aus. Ist aber nichts für mich, weil der Fleischgeschmack unterdrückt wird und es einfach zuviel Brot ist.

Tagliatelle al tartufo


Vor ein paar Tagen sah ich bei meinem Gemüsehändler einige Trüffel (alle schwarz, bis auf einen Weissen) unter einer Glasglocke. Ich hatte schon vor ein paar Wochen eine Unterhaltung mit dem Chef über Intensität und Qualität der Trüffel, aber jetzt interessierte mich der Duft. Er liess mich riechen und ich versuchte einen halben schwarzen Trüffel (12 g=10 €).

Ich hätte lieber von dem weissen Trüffel gehabt, aber er kostete das Fünffache und war mir schlicht zu teuer.

Um den Trüffel am besten zu geniessen, machte ich Tagliatelle, schmolz ein paar Löffel Butter in etwas Olivenöl, rieb etwas Parmesan und gab die fast fertig gegarten Nudeln in die Butter, gab etwas von dem Nudelwasser dazu, dann den Parmesan und ein paar Trüffel frisch vom Hobel. Das Ganze schwenkte ich durch, gab es auf einen tiefen Teller und hobelte mehr vom Trüffel drüber.

Es war gut. Aber trotz Kühlschrank und Crepe Papier um den Trüffel im Plastik Container war der Trüffel nicht mehr so deutlich wie erhofft.

Mein Händler hatte mir zwar ein 10 Tages Garantie gegeben, aber die muss ein paar Tage vorher schon angefangen haben 🙂

Für mich bleibt der weisse Trüffel das Beste – alles andere kommt da nicht mit.


Huîtres chaudes à la crème


Morgen gibt es das Festessen. Heute nur eine Kleinigkeit für mich. Aber da es trotzdem ein besonderer Tag ist wollte ich etwas Besonderes machen. Da boten sich die Austern an, die ich vorgestern im Laden sah. Ich hatte verschiedene Gedanken zur Zubereitung wollte aber keinen allzu grossen Aufwand treiben.

Im Larousse gastronomique (englische Erstausgabe 1961, 6. Auflage 1966) fand ich ein Rezept das einfach aber gut klang. Auch die Zutaten lasen sich übersichtlich.

Nachdem ich die 6 Austern geschuckt hatte, gab ich das Fleisch erst in eine kleine Schüssel. Die leeren Unterseiten der Auster setzte ich auf etwas vekrumpelte Alufolie die wiederum auf ein Ofenblech kam. Jede Austernschale bekam einen knappen El Sahne, dann eine Auster, dann ein paar Tropfen geschmolzene Butter und schliesslich ein bisschen Parmesan und Petersilie.

Ich gratinierte sie bei 250 C Oberhitze für 4 Minuten. Diejenigen, die sie nur gar mögen, müssen sich wahrscheinlich 8 Minuten gedulden – diese waren angegart, aber nicht durch 🙂

Sie waren sehr lecker und als Zusatz hatte ich ein kleines Glas Lachskaviar gekauft, das ich auf English Muffin Achteln anrichtete.