Thunfisch Carpaccio Austern


Heute war ich im Fischladen gegenüber, unsicher was ich kaufen sollte. Es gab Seeteufel (den ich langweilig finde), Schwertfisch, Pulpo, Seezungen, Kabeljau Loins, Thunfisch und Austern. Ausserdem Muscheln. Ich glaub ich hab noch ein paar Fische vergessen, aber ich hatte Lust auf Thunfisch, und der war Sushi Qualität. Dann sah ich den Austernkorb und musste 2 mitnehmen.

Ich hab mir letzten Geburtstag ein Lachsmesser gewünscht und bekommen. Damit schnitt ich die Scheibe Thunfisch so schmal wie möglich zu und legte die Scheiben auf einen Teller.
Ich gab Limettenabrieb auf den Thun, schnitt einen Teil des übriggebliebenen Fenchels in ganz dünne Scheiben und gab groben Pfeffer, Meersalz, Olivenöl und Limettensaft auf den Fisch.
Dann öffnete ich die Austern und gab sie mit auf den Teller.

Sehr lecker! Nicht abgebildet ist die geröstete Toastscheibe, die ich dazu servierte.
Ich muss allerdings zugeben, dass es mir heute Spass gemacht hätte, einen Gast bewirten zu können, denn dann hätte ich auch noch einen Champagner oder mindestens einen guten Sekt aufmachen können.
Naja, man kann nicht alles haben 🙂

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Rumpsteak Fenchel Bete Kartoffeln Knoblauch Piri Butter


Auf dem Weg nach Hause kaufte ich ein Rumpsteak und ausserdem eine Fenchelknolle. Bete hatte ich schon von gestern vorgekocht und ausserdem schöne Pfälzer Grumbeere/Kartoffeln.
Es ist Freitag und ich hatte Lust, ein leckeres Essen zuzubereiten (wenn es schon keinen Fisch gibt 🙂 )

Die Kartoffeln wurden erst gewürfelt, dann gegart, dann angebraten.

Den Fenchel hobelte ich mit meinem Trüffelhobel (sehr dünn) und briet ihn dann an. Er sieht etwas aus wie gebratene Zwiebeln, aber schmeckt auch wegen der Röststoffe sehr gut mit dem Fleisch.

Auch zum Fleisch nahm ich ein Stück Butter und gab eine fein zerriebene Knoblauchzehe und eine Piri (oder Thai Schote), ebenfalls fein zerrieben dazu. Das gab ich auf das Fleisch, wie ein Stück Knoblauchbutter.

Die zweite Bete von gestern wurde in dünnen Scheiben geschnitten und in Rapsöl angebraten, das macht die schöne Farbe.

Es war ein sehr leckeres Gericht – speziell der hauchfein gehobelte Fenchel, der angebraten seinen Lakritzcharakter komplett verliert und eine andere Qualität annimmt.
Der Rest der Zutaten passte sehr gut zum Rest und machte dieses Gericht zu etwas Aussergewöhnlichem.

Kalbsleber Bulgur Bete Karotten Heidelbeeren


Heute morgen suchte ich in der Tiefkühltruhe etwas, das ich nicht fand. Dabei fand ich etwas, das ich nicht gesucht hatte, nämlich gefrorene Heidelbeeren.
Die hatte ich im Sinn, als ich Abends schnell einkaufen ging. Beim Gemüse sah ich frische Bete, die ich mir gut mit den Heidelbeeren vorstellen konnte, also nahm ich eine mittelgrosse Knolle mit. Dazu würden Karotten passen, also auch 2 von denen dazu.
An der Fleischtheke dachte ich erst daran eine Hähnchenbrust mitzunehmen, aber nur bis ich sah, dass der Laden frische Kalbsleber hatte. Also ein Stück Kalbsleber dazu. Da ich die Heidelbeeren zu einer Sauce geben wollte, nahm ich noch ein Glas Kalbsfond mit.

Bete in der Schale 45 Minuten köcheln, dann schälen, Karotten schälen, in Würfel schneiden und in Salzwasser köcheln, während die Bete auskühlt.
Später beides mit einem Stück Butter, etwas Salz und Zucker erwärmen und mit 2 El Weissweinessig und einem Tl Baharat abschmecken.

Bulgur in kaltes gesalzenes Wasser geben – Bulgur:Wasser 1:2, aufkochen, von der Hitze ziehen, 7 Minuten ziehen lassen, dann aufdecken, bei Bedarf etwas länger abdampfen lassen, dann ein Stück Butter und einen Spritzer Olivenöl dazugeben und umrühren.

Für die Sauce eine Schalotte fein hacken, in etwas Butter und einem Tl Tomatenmark angehen lassen, mit einem Port ablöschen, dann den Kalbsfond angiessen und auf ein Drittel reduzieren.
Etwas Kartoffelstärke mit kaltem Wasser verrühren und die Sauce leicht abbinden. Die Heidelbeeren dazugeben und kurz aufkochen. Bei Bedarf mit Salz und Zucker nachwürzen.

Die Kalbsleber salzen, in Butter anbraten (2 Minuten) wenden, und nochmals 2 Minuten anbraten, dann herausnehmen und den Teller fertigstellen.
Meine Heidelbeeren waren die kleinen echten Beeren, nicht die grossen “Kultur” Heidelbeeren, und sie waren auch nicht so süss, deshalb der Hinweis auf eine Prise Zucker.

Vor meinem geistigen Auge sah ich das Gericht anders präsentiert, als es am Ende dann aussah. Ich hatte eigentlich gedacht, es hätte Potential zum Augenschmaus gehabt, aber der Teller war dann irritierend normal…

BLT


Ich mag gerne ab und zu ein gutes Sandwich. Nichts gegen belegte Brote, aber alles hat seine Zeit – oder soll man sich ein Club – Belegtes Brot vorstellen oder ein ungetoastetes Toastbrot mit Pfälzer Leberwurst und Gewürzgurke? Besser nicht.
Es gibt allerdings ein paar Sandwiches, die es bei mir aufgrund früher Prägung geschafft haben, in meinen persönlichen Sanwich Olymp zu kommen.

Die unbestrittene Nr.1 ist für mich das BLT Sandwich, oder einfach BLT genannt, ein Sandwich belegt mit Eisbergsalat, Tomaten und Bacon oder Frühstücksspeck.

Die Scheiben Toast werden nicht zu dunkel angetoastet, damit sie beim hineinbeissen auch etwas nachgeben.
Bei uns zuhause wurden beide Seiten mit etwas Mayo eingeschmiert, was die restlichen Komponenten etwas süsser werden lässt.
Heute hab ich auf die obere Seite etwas mittelscharfen Senf gegeben, das hat auch gut geschmeckt.
Dann kommen ein paar Blätter gewaschener und getrockneter Eisbergsalat als nächste Schicht auf den Toast, dann 3-4 dünn geschnittene Scheiben aromatischer Tomate,
und schliesslich 2-3 Scheiben angebratene und abgetropfte Baconscheiben.
Jetzt nochmal 1-2 Tomatenscheiben und etwas Eisbergsalat dazu und nach Bedarf mit einem Zahnstocher oder einem Schaschlikstab fixieren, damit der Teller auch heil beim Esser ankommt.

Ich weiss nicht genau, was mir daran so gut gefällt, aber die Feuchtigkeit und das Aroma der Tomate mit dem Knack des Salats, der Süsse der Mayo und dem Bacon, der so dünn ist, dass er nur über Nase und den Papillen als Fleisch wahrnehmbar ist, aber nicht über die Haptik des Mundes… hinreissend.

Und wenn man einen solchen BLT gegessen hat, steht man auf, schüttelt sich und fühlt sich ganz leicht (auch wenn die Mayo und der Speck ein paar Kalorien haben 🙂 )

Lammhüfte Spinat Kartoffeln Karotten


Am Samstag fand ich auf dem Markt ein Stück Lammhüfte (220 g). Ich hatte beim Pfälzer auch noch Spinat gekauft, Karotten gab es umsonst dazu.
Ein paar Kartoffeln hatte ich noch. Ich war mit der Vorbereitung heute etwas später dran und hatte ehrlich gesagt keine besondere Idee für das Lamm.
Aber es war ein so schönes Stück Fleisch, dass es sich fast von alleine machte.

Kartoffeln und Karotten in einem Topf zusammen in etwas Salzwasser zusammen köcheln, etwa 15-20 Minuten

Spinat waschen, Schalotte und Knoblauch hacken, mit dem Spinat, Salz und einer Prise Muskat anbraten.

Das Lamm würzen, auf allen Seiten anbraten und in den vorgeheizten Ofen (120 C) mit dem Bratthermometer geben. Die angepeilte Temperatur ist 59 C für rare.
Nach meiner Erfahrung zieht es etwas nach, also nahm ich es bei 56 C heraus und liess es noch ein paar Minuten ruhen.

Ich wickelte das Lamm in Folie ein und setzte während dessen in der Pfanne ein Sösschen an: wieder Schalotte und Knoblauch, diese in die Bratpfanne vom Lamm geben, angehen lassen,
mit Port ablöschen, einkochen lassen, den ausgetretenen Saft aus der Kolie dazugeben, aufkochen, dann von der Hitze nehmen und ein paar Butterflocken hineinrühren.

Anrichten 🙂

Iberico Kotelett Bohnen Kartoffeln Pfifferlinge Pfirsich


Heute ging ich nach einer längeren Zeit mal wieder bei Metzger Zorn vorbei. An sich hätte ich Lust auf ein Blade- oder auch Flanksteak gehabt, aber die reine Grillsaison schien dort vorbei zu sein.
Stattdessen gab es jede Menge verlockender Fleischwaren in der Vitrine, aber ich wollte nicht unbedingt mein Sparkonto plündern oder den Bausparplan auflösen. Ich sah aber dann, auch zu einem stolzen Preis, eine “Krone” vom Iberico Schwein, ein Strang Koteletts mit Knochen, von denen ich zwei Stück am Stück erstand.

Bei meinem Gemüsehändler kaufte ich grüne Bohnen mit Bohnenkraut, Pfifferlinge, Majoran und Petersilie, ausserdem ein Pfirsich, weil ich zum Fleisch noch etwas Fruchtiges haben wollte.

Das teure Stück Fleisch schob ich bei 120 C mit einem Fühler in den Ofen. Ein Grillsportverein im Netz meinte 62 C wäre optimal. Jetzt wo ich es ausprobiert habe würde ich für 3-4 C weniger plädieren und das Stück dafür 5 Minuten länger liegen lassen.
Vorher hatte ich die Koteletts mit einer Knoblauch-Rosmarin-Thymian-Olivenöl-Mischung eingeschmiert.

Dann bereitete ich das Gemüse vor. Zuerst kochte ich die Bohnen mit einem gehäuften Tl Salz und einem Zeig Bohnenkraut. Nachdem sie bissfest waren, kamen sie in kaltes Wasser und wurden abgeschreckt, um ihre Farbe zu behalten.
Die Drillinge kochte ich, nachdem ich sie erst in Hälften geschnitten habe und bräunte sie dann auf der Schnittfläche. Dazu gab es Majoran.
Die Pfifferlinge wurden geputzt, in Butter und Petersilie und Knoblauch angebraten und gesalzen. Das Gemüse warf ich dann zusammen und servierte es zusammen mit dem Kotelett.
In die Pfanne mit dem Kotelett gab ich die Pfirsiche und etwas Weisswein und mischte sie mit dem Bratensaft.

Eine saftige und überzeugende Angelegenheit!

Pizza Margherita plus


Immer, wenn mir nichts einfällt, denke ich an Pizza. So auch heute. Auch heute musste ich kaum etwas einkaufen, nur Hefe.
Nachdem ich schon einige Pizzen auf verschiedene Art belegt habe, wollte ich die heute relativ einfach halten. Die Betonung liegt auf “relativ”.

Der Teig-
220 g Pizzamehl 00 oder eine deutsche Entsprechung. Reguläres 405er geht auch.
140 ml/g lauwarmes Wasser
7 g Frischhefe
1 gehäufter Tl Salz
2 flache Tl Zucker
1 El Olivenöl

In einer Küchenmaschine 10 Minuten kneten, 30 Minuten im Lauwarmen stehen lassen, auf ein Blech ausrollen oder mit der flachen Hand verkneten, belegen und nochmal 20 Minuten im Warmen stehen und gehen lassen.
Ich backe meine Pizzen meistens mit Oberhitze und Umluft und schiebe sie weit oben hinein. Trotzdem sollte man schauen, ob die Mitte auch gar ist.

Der Belag-
1 Dose sehr guter Dosentomaten, püriert, leicht gesalzen, mit 2 Tl getrocknetem Oregano. Davon nur 3-4 El mager auf den Teig verteilen. Weniger ist mehr!
3-4 kleinere Kugeln Mozzarella di Bufola DOP, aufgeschnitten. Mit dem Rest am nächsten Tag einen Salat Caprese “to die for” anrichten.
1 El Kapern rundum verteilen
4 Sardellenfilets nach den Himmelsrichtungen auslegen
1 Knoblauchzehe hacken und mit Salz verreiben und mit Olivenöl mischen. Diese Mischung tröpfchenweise auf der Pizza verteilen
1 Thai Chili fein hacken und auf der Pizza verteilen
Parmesan drüber reiben
Pizza backen.
Noch heiss mit Basilikumblättchen und rohem Schinken belegen. Typisch ist Parmaschinken, es geht aber auch mit Serrano- oder sogar mit Schwarzwälder Schinken, wenn etwas mehr Lokalkolorit gewünscht wird.
Schmeckt wunderbar!