Ceviche Variation


Ich holte heute die Konzertkarten zu Mother’s Finest aus dem Reisebüro ab, das auch als Aussenstelle für den Veranstalter fungiert.
Es ist nicht weit von mir, aber bergauf, also nahm ich mein e-bike. Auf dem Rückweg machte ich einen kleinen Schlenker durch ein paar Strassen, wo der Verkehr sich verläuft und man als Radfahrer keine Todesängste aushalten muss. Diese Strasse brachte mich von hinten an meine zwei Lieblingsläden; der italienische Fischladen und der tolle Gemüseladen direkt nebenan.
Weil es schön warm war, dachte ich daran ein Ceviche zu machen und hoffte darauf, daß der Papa die richtigen Fische da hatte.
Es gab Scholle, Steinbeisser, schwarzen Heilbutt und Schwert- und Thunfisch, aber ich wollte einen aromatischen Weissfisch. Hinter den Doraden (der auch sehr aromatisch ist und gut schmeckt, der aber viele Gräten hat) versteckte der Papa noch ein paar Wolfsbarsche. Das war genau das, was ich wollte. Er schuppte mir den Barsch und nahm ihn für mich aus. Ich nahm dann noch 2 Riesengambas dazu und machte mich auf zum Gemüseladen.
Dort kaufte ich 2 Limetten, eine kleine Menge Queller, Petersilie, eine rote Spitzpaprika und zwei Jalapeños.
Zuhause angekommen schaute ich bei einem authentischen Rezept nach, nur um festzustellen, dass ich den Koriander vergessen hatte (wie konnte das ausgerechnet mir passieren?), und das als beliebte Beigabe gekochte Süßkartoffelscheiben gereicht werden. Die mag ich gar nicht.
Queller wird andererseits nicht dazugegeben. Aber die Meeresalgen sind schön salzig und so verzichtete ich darauf das marinierende Ceviche zu salzen.

Also erst schnitt ich die Filets von den Gräten herunter, dan drehte ich jedes Filet und schnitt die Haut weg. Obwohl ich mein fast unbenutztes Lachsmesser dafür verwendete, bleibt immer ein Rest an der Karkasse, und es war relativ wenig Fleisch, das übrig blieb.
Aber ich hatte ja noch die beiden rohen Riesengambas, die ich sogleich schälte und entdarmte und in Stücke von etwa 1 cm Länge schnitt. Den Fisch hatte ich auch in Quadrate von etwa 1-2 cm geschnitten.
Fisch und Meeresfrüchte kamen in eine kleine Keramikschüssel und bekamen den Saft eine Limette dazu.
Dazu gesellte sich ein Teil der Paprika in ganz feinen Streifen, einige der Queller, 1 Knoblauchzehe und ein Drittel einer sehr großen roten Zwiebel. Auch hackte ich eine Jalapeño und die Petersilie und legte einen Teil als Bett für die Ceviche aus.
Jetzt stellte ich die Ceviche eine halbe Stunde kalt und richtete dann an.
Interessant ist, dass man die Säure der Limette nicht wahrnimmt. Mir fiel auf, dass das Fleisch der Gambas in denaturiertem Zustand richtig süss schmeckt, und der Wolfbarsch eine tolle feste Konsistenz und einen überaus angenehmen Geschmack entwickelt. Insgesamt war es ein sehr harmonisches Essen, nur befürchte ich, dass es eine relativ teure Vor- oder auch Hauptspeise wird, wenn man für mehr als ein paar Leute einkauft. Ich habe im Fischladen etwa 5.50 für den Wolfsbarsch und etwa 2.50 für die beiden Gambas ausgegeben, im Gemüseladen lag ich nochmal bei 5.50. Queller, Paprika und Petersilie hab ich noch, aber der Fisch ist weg. Ich nehme an, man kann mit Filets etwas Geld sparen, aber diese Fische (Wolfsbarsch, Dorade) werden eher seltener filetiert angeboten, oder wenn, dann zu saftigen Preisen.

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Tintenfischringe Kartoffeln Tzatziki


Das Strassenchaos geht weiter: Heute mußte ich nach Karlsruhe. Ich hab es zwar rechtzeitig geschafft, aber nur knapp, wobei ich für eine Strecke von fast 80 km 2 Stunden Zeit hatte. Einen guten Teil hab ich bei Heimsheim auf der Autobahn verbracht.
Auf dem Weg zurück wollte ich in der Nähe des Autobahnzubringers noch einkaufen. Als ich damit fertig war, brauchte ich nochmal 90 Minuten, um die 27 km nach Pforzheim zu bewältigen. Die Mehrzahl dieser Minuten verschwendete ich vom Real bis zur Abzweige A8, der Rest ging zügig. Ich war um 19:45 da und machte mich gleich ans Werk, weil es ja auch so schon spät genug war.

Im Real gibt es eine Fischtheke, von der ich zwei Tintenfischtuben (zusammen 250 g) kaufte.
Aus der Milchabteilung nahm ich griechischen Joghurt mit, aus der Gemüseabteilung eine Gurke.

Tzatziki:
1 griechischer Joghurt 10%
2 kleine Knoblauchzehen, mit Salz zerrieben
2 Spritzer Zitrone
1/4 Gurke, geraspelt
Salz, Pfeffer
Dill

Die Tuben schnitt ich in gleichmässige Ringe und salzte und mehlierte sie. Dann frittierte ich sie in etwa 5cm Rapsöl in einem etwas kleineren Topf (damit ich nicht soviel Öl brauche).

Die Kartoffeln sind eine kleine mehlige Sorte, die kochte ich im Ganzen mit der Schale und schnitt sie später in der Mitte auseinander, um sie dann noch anzubraten.

Die Tintenfischringe waren aussen knackig, aber innen schön zart. Das selbstgemachte Tzatziki mit Dillbeigabe war superlecker und hat sowohl zu den Ringen wie auch zu den Kartoffeln gepasst. Ich habe die Ringe nach dem frittieren mit Zitronensaft beträufelt, das die Frische betont hat.
Das Rezept kommt in meine “PFF Datei”, das steht für Personal Fast Food 🙂 .

Weisser Bohnen Salat


Im Laden auf dem Weg nach Hause sah ich eine Packung weisser (Cannellini) Bohnen in Bio-Qualität, die mussten mit, weil ich wieder einen Salat machen wollte.
Um die Bohnen schnell weich zu bekommen, benutzte ich meinen Schnellkochtopf mit einer Tasse Bohnen und drei Tassen Wasser und zwei Lorbeerblättern. Mehr kam zu dem Zeitpunkt nicht hinein.
Nach einer halben Stunde (ich kochte die Bohnen auf Maximalhitze auf, drehte sie dann um die Hälfte herunter, dass sie gerade so im Überdruck waren) drehte ich sie ab und machte sie wenige Minuten später auf. Weich und cremig waren sie als ich sie abtropfen liess und in ein anderes Gebinde gab.
Zuerst gab ich jordanisches Za’atar dazu, etwa einen flachen TL.
Dann, alles in rohem Zustand:
1 Bio-Spitzpaprika in sehr feinen Streifen
2 dünne Frühlingszwiebel
1/2 rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
4 Cocktailtomaten, geachtelt
1 El Kapern, 1 El Kapernsaft
Saft einer halben Zitrone
Zitronenzeste geraspelt und in Streifen
2 El Rotweinessig
4 El Olivenöl
Salz, Pfeffer, 1 Chili Schote, gemörsert

Alles schön mischen und in einem Ring anrichten. Dazu frisches Basilikum in Streifen und eine kleine Dose Thunfisch. Dann nochmal einen Strahl Olivenöl.
Fertig ist der Salat. Das Gute ist, daß die Bohnen sich im Schnellkocher ziemlich vermehrt haben und es daraus noch mindestens 3 Mahlzeiten gibt 🙂

Kalamari Frisee Radieschen Tomate


Schon im Geschäft unterhielt ich mich mit einem Mitarbeiter über das Abendessen. Wir fanden beide den Gedanken an Kalamari sehr attraktiv. Als ich ein paar Stunden später im Fischgeschäft gegenüber war, sah ich eine Schüssel mit eingelegten Kalamari mit kleinen Paprikastückchen.
Ich fragte den Papa, ob der Salat selbst hergestellt wurde (weil alle anderen Schüsseln den Schriftzug “Beeck” trugen). Er bejahte und ich dachte ich kann mir heute etwas Zubereitungszeit sparen.
Ich wollte aber auch testen, wie gut die Produktion dort ist, Ich weiss schon länger, dass die Alici zum reinsetzen sind, und die sind auch selbst eingelegt.

Im Gemüseladen nebenan kaufte ich einen Frisee, Dill, Petersilie und Radieschen. Mit meinen Schätzen ausgestattet ging es wieder auf die andere Strassenseite und nach Hause.
Sorgfältig wusch ich die einzelnen Komponenten, trocknete sie in der Schleuder und würzte sie mit einer Essig/Olivenöl Vinaigrette im Verhältnis 1:3. Einen kleinen Teil gab ich auch über den Kalamari Salat, obwohl der zwar zurückhaltend, aber angenehm säuerlich angemacht war. Ich wollte es nur noch etwas verdeutlichen.

Nach dem Foto Shoot genoss ich meinen Salat sehr. Die Familie macht wirklich einen tollen Meeresfrüchte Salat, wenn auch die kleinen Tentakeln gefehlt haben. Nächstes Mal mach ich ihn wieder selbst, aber ich bereue nichts, das war sehr gut. Und die Portion hat nur €4,05 gekostet.

Salade nicoise


Dieser Salat gehört zu meinen Lieblingen, es ist fast wie in Urlaub zu fahren, einen solchen Salat zu geniessen 🙂
Wie ich jetzt irgendwo gelesen habe ist er im Original gar kein Salat mit Salat, sondern mit Kartoffeln. Was auch komisch ist:
Das erste aufgeschriebene Rezept kommt nicht aus Nizza, sondern aus Paris. Aber was macht das schon? Es geht darum durch die Zutaten ein Lebensgefühl zu erzeugen, das an eine Gegend erinnert, die vorzugsweise am Meer liegt.
Also jetzt die Zutaten, ohne Garantie auf Vollständigkeit oder Originalität. Wobei ich den schon einige Male in Paris genauso gegessen habe 🙂

1/2 Kopf Romanosalat, kleingezupft und gewaschen
2 Cocktailtomaten, geviertelt
1 hart gekochtes Ei
2 Sardellenfilets
4 Kalamata Oliven
eine kleine Handvoll Bobbybohnen oder grüne Bohnen, gut gesalzen und gar gekocht/kalt abgeschreckt
1/2 rote Zwiebel in Streifen
1/2 Dose Thunfisch (die edle Variante geht mit frischem Thun, nur ganz kurz angebraten)

Die Salatsauce
1 guter Tl französischer grober Senf
1 El Rotweinessig
Prise Salz
Prise Zucker
Pfeffer aus der Mühle
3 El Olivenöl

Ich gab auf die abgetropften Salatblätter einen guten El der fertigen Salatsauce und mischte sie in der Schüssel, gab die Blätter dann in den Teller und baute darauf den Salat auf. Ich hasse es, wenn Blätter keine Sauce haben, aber ebenso hasse ich, wenn sie im Dressing ersaufen.
So war es genau richtig und der Salat liess mich an den Abend zurückdenken, als es einen dekonstruierten Salade nicoise gab, wir im Burgund in der Nähe von Chablis waren und auch die entsprechenden Weine schon da hatten…

Sardinentatar Ochsenherztomaten Feta


Vorgestern sah ich bei “Die See kocht” einen schönen Salat mit Sardinentatar.
Ich kann mich daran erinnern, daß eine meiner ersten selbständig zubereiteten “Essen” eine Dose Sardinen war, die ich als 6-7 jähriger selbst aufmachen konnte und durfte. Wir hatten sie auch immer im Haus und sie waren bei mir sehr beliebt.
Jedenfalls hat mich ihr Teller daran erinnert und motiviert, ihn einmal nachzubauen 🙂

Ich hatte noch in einem Kommentar behauptet gute Sardinen zu bekommen, aber Samstag Nachmittag in Pforzheim, wo die halbe Stadt die Türen um 14:00 verschliesst, war es dann doch nicht so einfach.
Es hat aber trotzdem noch für zwei Dosen Sardinen von Followfish gereicht, die auch sehr lecker waren.

Dafür hatte mein Gemüsehändler gegenüber wunderschöne Ochsenherztomaten in rot gelb und sogar in grün, nur wäre das zuviel des Guten gewesen.Aber eine rote und eine gelbe nahm ich von ihm mit.

Ich hab mich eigentlich ganz ans Rezept von DSK gehalten, nur Details waren anders.

2 Dosen Sardinen von je 67g, abgetropft
Die Tomaten dünn (3-4 mm) aufschneiden, abwechselnd auslegen
Feta in Würfeln schneiden

Die Sardinen mit zwei Gabeln zerpflücken
2 Tl Kapern zerhackt
2 El Oliven, auch zerhackt
4-5 Basilikumblättchen klein hacken und ebenfalls untermischen
Saft einer halben Zitrone
Salz und Pfeffer, beides aus der Mühle
1 Thai Chili ganz klein hacken
Alles vermischen

Mit einem Ring auf das Tomatencarpaccio setzen, Carpaccio mit Olivenöl und Zitronensaft beträufeln und mit gehackten Basilikumblättern bestreuen.

Es war so gut, wie es aussah und ich danke für die Inspiration 🙂

Paccheri Paprika Tomaten Thun Sardelle Oliven Kapern


Ursprünglich wollte ich heute grillen, aber es war sehr heiss und ich wurde zu faul, um nochmal wegzugehen und einzukaufen 🙂
Stattdessen machte ich eine Inventur und fand noch 3 kleine Spitzpaprika, Tomaten hab ich immer da, wie auch die Lieblinge Kapern, Sardellen und Oliven.
So war es ein einfaches schnell eine Paprika/Tomaten/Thunvariante einzukochen. Dazu musste ich nur den Paprika kleinschneiden, mit Knoblauch in Olivenöl anzubraten und nach und nach alle anderen Zutaten dazugeben. Dazu gehört wegen der Feuchtigkeit auch ein ordentlicher Schluck Weisswein, damit die Mischung nicht zu sehr an Feuchtigkeit verliert.
Die Paccheri brauchen eine ganze Weile, bis man sie servieren kann, und zwar etwa 20 Minuten. Danach aber ging alles sehr schnell.
Und gut geschmeckt hat es auch!