Hohe Rippe Erbsen Kartoffelstampf Pfifferlinge Rotwein Zwiebelsauce


Samstags auf dem Markt gab es lauter Sachen, die ich gerne miteinander mische und verspeise: Erbsen und Minze, Rotwein und Zwiebeln, Kartoffeln und Pfifferlinge… Das Fleisch, ein Stück Hohe Rippe, also ein Stück zum Schmoren, hatte ich auch vom fahrenden Metzger, der auf dem Markt verkauft. Ich weiss in diesem Fall nichts über die Tierherkunft, aber er kommt aus einem kleinen Ort ganz in der Nähe, und ich denke, er würde sich nicht halten können, wäre die Qualität nicht gut.

Zuerst teilte ich die Hohe Rippe der Breite nach in zwei Hälften. Zwischen den Hälften ist ein breiteres Fettstück, das ich erst einmal ausliess. Dann nahm ich das Fleisch heraus und gab die gehackten Zwiebelstücke dazu, um sie anzuschwitzen. Jetzt gab ich 6 cm Tomatenmark dazu, schwitzte es gut an und löschte erst mit Tawny Port, und nachdem der ganz verdampft war, mit einem Viertel Cabernet Sauvignon ab. Danach gab ich noch ein Glas Kalbsfond und etwas Thymian dazu. Jetzt musste die Rippe nur 90 Minuten mit teils offenen Deckel langsam schmoren.

Hier jetzt ein Klugscheisser Kommentar, weil mir das in letzter Zeit öfters begegnet ist: Erbsen werden gepalt, d.h. aus deren Hülsen herausgeschält, Krabben hingegen werden gepult, deren Schale wird entfernt (‚Tschuldigung).

Also palte ich die frischen Erbsen und kochte sie in Salzwasser knapp gar, dann wurden sie kalt gestellt wegen der Farbe. Die Pfifferlinge putzte ich mit einem kleinen Messer. Die Kartoffeln wurden geschält und in Salzwasser weich gekocht.

Nachdem das Fleisch weich war, dickte ich die Sauce mit Beurre manie etwas ein und stellte es warm.

Jetzt erwärmte ich die Erbsen in Butter und gab frisch gehackte Minze dazu. Die Pfifferlinge wurden auch angebraten – sie bekamen Petersilie dazu. Am Schluss stampfte ich die Kartoffeln mit -klar! Butter- und gab auch da etwas Petersilie dazu. Alle Gemüse wurden natürlich auch mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

Jetzt konnte ich anrichten und geniessen 🙂

10 Kommentare zu “Hohe Rippe Erbsen Kartoffelstampf Pfifferlinge Rotwein Zwiebelsauce

  1. Kannst du bitte öfters Klugscheissern? 😅
    Ich musste „Beurre manie“ nachschlagen 😂
    Viele Grüße
    Babs

    Gefällt 2 Personen

    • veganundklücklich sagt:

      Die verpönte Mehlschwitze, zwinker.

      Klassiger, immer wieder lecker!
      Grüße,
      Jesse-Gabriel

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    • Alex sagt:

      Eigentlich ungern – deshalb schreib ich auch immer klugscheissen dazu. Ich will kein Oberlehrer sein, aber das mit den Erbsen pulen hat sich richtig gehäuft. Sogar in Rezepten steht das und die Omas, die das besser wüssten, sind wahrscheinlich schon alle nicht mehr am Herd.
      Was die beurre manie angeht, hat vegan und klücklich Recht, es handelt sich technisch um eine Mehlschwitze, nur wird hier nichts angeschwitzt, sondern kleine Kügelchen aus Mehl und Butter werden nach und nach in die Sauce gegeben, die dicker werden soll. Man hat mehr Muße dabei, als bei einer klassischen Mehlschwitze, die im französischen übrigens Roux heisst und in verschiedenen Bräunungsgraden eingesetzt wird. So, jetzt Klugscheissermodus entgültig aus!

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      • Danke. Beurre manie habe ich nachgelesen. Kurze Recherche im Internet. Und das mit den Butterkugeln werde ich bestimmt ausprobieren.

        Der Wissensstand deiner Leser ist dir unbekannt. Mache so weiter, wie bisher.

        Meinen Kommentar oben habe ich bewusst mit lachenden smiley gemacht, damit er nicht zu ernst genommen wird.

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  2. Klausbernd sagt:

    Hi Alex
    Das sieht lecker aus, aber auch mächtig. Für uns wäre das ein Winteressen.
    Alles Gute
    The Fab Four of Cley
    🙂 🙂 🙂 🙂

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  3. Danke für die Erbsenbemerkung. Jajaja, Erbsen werden ausgepalt. Ist bei uns ein ähnlicher Diskussionspunkt wie bei Kartoffeln: Pellkartoffeln werden gepellt, rohe werden geschält.

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  4. Alex sagt:

    Ich bin nicht allein! *g*

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