Hähnchen Bulgur Paprika Tomaten Bärlauch


Das Essen heute war ein echtes Resteverwertungsessen. Das Hähnchen wollte raus aus dem Froster, die Paprika wollte gemacht werden und der Bärlauch hatte auch nicht mehr viel Zeit.

Es stand noch ein Schälchen mit verschiedenen pulverisierten Chilis, die ich vor zwei Wochen für Mitarbeiter gemacht habe. Darin war auch Cumin und Oregano enthalten, die Grundmischung für ein Chili.

Die eine Hälfte  gab ich in den Bulgur, die andere ins Hähnchengemisch.

 

Bulgur: 1 Teil Bulgur+2 Teile Wasser mit einer Prise Salz aufkochen, Deckel drauf und von der Hitze ziehen. Nach etwa 10 Minuten sollte der Bulgur durch sein. Wenn nicht, nochmal kurz auf die Hitze ziehen.

Während der Bulgur noch feucht ist, kommt Chili, Cumin und Oregano dazu.

Paprika/Hähnchen/Tomaten: Paprika wird geputzt und in Vierecke geschnitten, dann langsam angebraten. Nach 10 Minuten geb ich die Innenfilets dazu und brate sie rundum an. Dann gebe ich eine Dose Datterini dazu, die ich anquetsche.

Der Rest der Gewürze kommt jetzt in diese Mischung. Alles wurde miteinander verrührt und eine kleine Weile eingekocht. Jetzt rührte ich die kleingeschnittenen Bärlauchblätter unter.

Dann wurde nur noch angerichtet. Sehr gut!

Fazit: Es war viel besser als ich vorher dachte. Die Gewürzmischung hat es ausgemacht. Ich gebe zu, es ist wahrscheinlich ohne die Chilis nicht nachzukochen, aber ein ähnliches Ergebnis könnte man mit Cumin, Pimenton de la Vera und vielleicht Koriandersaat (gemörsert) und Oregano erreichen.

Meine Mischung war so, daß sowohl der Bulgur als auch die Hähnchenmischung etwas scharf war, welches aber beim Servieren beider Komponenten zusammen im angenehmen Bereich lag.

 

 

 

 

 

 

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Quesadilla Black Bean Salsa Endiviensalat


Wer hier öfters liest, weiss, daß ich es nicht allzu lange ohne Tex-Mex Essen aushalte.

Heute fragte ich mich schon bei der Arbeit, was ich denn kochen wollte, als mir ein Regal auffiel (für Dipps und Salsas und ähnlichem von einem Etepetete- Hersteller aus Oregon), das an der Seite Rezepte wie Postkarten aufgereiht hatte. Ich griff mir eines und las, was es da gab. Ich muß erwähnen, daß ich schon mal bei einer Verkostung schmecken konnte, wie diese Salsas und Saucen sind – und ich war nicht beeindruckt. Die meisten Saucen und Dipps waren viel zu süß (typisch amerikanisch!) oder sie hatten keinen dominanten Geschmack.

Jedenfalls hatte ich mir ein Rezept für Quesadillas mit Black Bean Salsa geangelt und studierte das. Es klang gut, und ich nahm mir vor, auf dem Heimweg die fehlenden Zutaten zu kaufen.

Quesadilla: Ist nichts anderes als 2 Tortillas (Mais oder Weizen), die mit Käse, Creme Fraiche und Salsa gefüllt und langsam in einer Pfanne gebacken werden, bis sie eine schön knusprige Konsistenz annehmen und der Käse geschmolzen ist. Ich hab 2 gemacht, die zweite ist für’s Geschäft. Man ölt eine Seite mit einem Pinsel ein, dreht sie um, gibt etwas Creme Fraiche dazu und verteilt den dünn auf der Tortilla. Dann gibt man ein paar Löffel der Salsa dazu, auch relativ mager und gibt den geraspelten (Cheddar) dazu. Der ist zwar kein Muss, aber es gibt stolze Brocken bei Aldi für kleines Geld und überzeugt mich mehr als ein Gouda. Aber jeder so wie er will… Darüber gibt man blättrigen oder auch gehackten Cilantro (Koriandergrün) je nach Geschmack, macht die zweite Tortilla drauf, ölt auch Sie ein und gibt das Ganze in eine mittelheisse Pfanne. Ich hab den Käse nicht bis zum Rand verteilt, weil er beim Schmelzen eh dort hinkommt.

Dann einmal wenden und die andere Seite auch knusprig werden lassen, herausnehmen, achteln und servieren.

 

Black Bean Salsa:

Eine Dose schwarze Bohnen, abgespült

2 Tomaten in Würfeln

1 Knoblauchzehe

1 Frühlingszwiebel in Röllchen

1 Jalapeno in Würfeln

Abrieb einer halben Bio-Limette

Saft einer ganzen Bio-Limette

1 Tl Cuminsamen, angeröstet und in der Gewürzmahlmaschine pulverisiert

2 Tl Oregano getrocknet

2 Prisen Salz

Koriandergrün

 

In einer Küchenmaschine mit dem Messer zerkleinern, das brauchte fast 20 Sekunden, sollte aber nicht zu fein werden.

Nochmal abschmecken und beiseite stellen.

 

DenEndiviensalat hab ich nur geschnitten, gewaschen und ganz leicht mit Essig und Öl gewürzt.

 

War gut, auch wenn die Salsa den Käse fast erschlagen hat. Ich hab pro Quesadilla schon eine gute Handvoll geriebenem Käse genommen, und Cheddar ist ein deutlicher Käse, aber die Salsa hat einen sehr ausgeprägten Geschmack. Man könnte alternativ die Quesadillas ohne die Salsa herstellen, und die dann als Dipp dazu reichen.

Und wer Chips isst, ob Mais- oder Kartoffelchips, der hat an dieser Salsa eine Alternative zur Guacamole oder diesen schrecklichen Fertig-Käsesaucen aus dem Glas 🙂

Die Salsa ist übrigens vegan und sehr nahr- und schmackhaft, der Rest immerhin noch vegetarisch.

 

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Enchilada Hack Cheddar


Heute war es wieder soweit: Es hatten sich fast unbemerkt Lebensmittel einer bestimmten Art angesammelt (Avocado, Frühlingszwiebel, Tomaten, Jalapeno, Limette,…), außerdem hatte ich letztes Wochenende beim Einkauf auch eine Packung Maistortillas mitgenommen. Die sind deshalb toll, weil man die angebrochene Packung in den Froster geben kann und die tiefgefrorenen Fladen innerhalb von 5 Minuten wieder aufgetaut sind.

Jedenfalls hatte ich auch noch ein halbes Pfund Rinderhack in der Tiefkühltruhe, das ich prompt nach dem Ankommen daheim aufgetaut habe.

Beim teuren Russen gab es noch Koriandergrün, Cheddar hatte ich vorher schon besorgt und Creme Fraiche hatte ich zuhause.

Für die Salsa: Frühlingszwiebel, Tomaten, Jalapeno, Avocado, Limettensaft und Salz mischen.

Für die Enchiladafüllung: Hackfleisch, 1 El Cumin, 1 El Oregano gemischt, angebratene grüne Paprika, eine Handvoll Endiviensalat in Streifen.

Darauf den Cheddar reichlich geben und im Ofen stark überbacken. Dazu die Salsa anrichten und einen Klecks Creme Fraiche dazutun. Koriandergrün dekorieren und servieren.

War mal wieder lecker!

 

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Taco Salat Hack Avocado Tomate Cilantro


Letztes Wochenende hab ich auf dem Markt beim Großhandelstürken wieder einen Riesenstrauß Cilantro=Koriandergrün bekommen, der Gefahr lief, schlecht zu werden.

Also hab ich schnell geschaut, was noch da ist. Zutage kam eine tiefgefrorene rohe Tacoscheibe, etwas rohes gefrorenes Rinderhack, frische Tomaten, besagtes Cilantro, Creme Fraiche, Avocado, Knoblauch und Frühlingszwiebeln. Außerdem hatte ich eine frische Jalapeño 🙂 .

Das Hack wurde gefroren, wie es war, langsam angebraten und immer wieder abgeschabt (Das hat mich an meine Kochanfänge erinnert: Ich habe bestimmt ein Jahr lang mit 15-16 Jahren meine Familie 3-4 Tage in der Woche mit Hackfleisch beglückt. Und weil wir nie vorher wußten, was wir gemeinsam essen wollten, war es immer gefroren 🙂 .

Jetzt kam aber eine kleine feingehackte Zwiebel und eine gehackte Knoblauchzehe dazu. Dazu Kreuzkümmel=Cumin, den ich in Samenform bekommen habe. Ich kannte den vorher nur gemahlen, aber er sieht fast aus wie Kümmelsamen, riecht beim Mörsern auch viel frischer als das relativ dumpfe Pulver. Außerdem Oregano, oder besser noch mexikanischer Oregano, weil der und der/das Cumin zusammen das “Chiligewürz” bilden. Echt – schaut mal auf das Kleingedruckte. Von beidem nehme ich etwa einen Teelöffel in den Mörser. Dann braucht es nur noch Salz und Pfeffer.

Den “Salat” hab ich aus kleingeschnitten Avocadostücken, Frühlingszwiebeln, Tomaten, Knoblauch, Limettensaft, Jalapeño, Cilantro und Salz komponiert – eigentlich ganz normal. Dazu gab es einen Esslöffel Creme Fraiche und eine Handvoll Cheddar, den man auf dem Foto nicht gut sieht, weil er schon geschmolzen ist.

Den Tacofladen hab ich in mein Wassertöpfchen gepresst und ein paar Minuten in den Herd gestellt. Danach waren die Ränder braun und der Rest fixiert 🙂

Zum Anrichten mußte ich nur noch den kalten Salat in das umgekippte Körbchen füllen und den Rest drapieren.

Ich hab es gestern abend genossen und den Rest heute im Geschäft nochmal gehabt und war sehr zufrieden damit. Wer diese mexikanischen Sachen mag, sollte sich nach diesen Kreuzkümmelsamen umschauen, die sind der Hammer!

 

Taco Salat Avocado Cilantro Tomate Cheddar 1

 

 

Taco Salat Avocado Cilantro Tomate Cheddar 2

 

Taco Salat Avocado Cilantro Tomate Cheddar 3

Black bean soup


Ich hab ein wenig recherchiert und stiess auf eine Schwarze Bohnen Suppe ‘Havana style’, von der im Vorwort berichtet wurde, der Verfasser, ein Kubaner in Amerika, mußte die schmerzliche Erfahrung machen, für seine Landsleute, ebenfalls Expatriaten, eine Suppe gemacht zu haben, die sehr unschön als ‘Red Kidney Bean Soup’ abgekanzelt wurde, weil er Tomaten in seine Black Bean Soup getan hatte. Sie erklärten ihm, daß man das in Havana NIE macht 🙂 und erklärten, wie frugal (lies:ärmlich oder minimalistisch) diese Suppe im Original eigentlich ist.

Es kommen eigentlich nur die Bohnen, eine Zwiebel, Knoblauch, Olivenöl eine grüne Paprika und rote süsse Paprika hinein, dazu ein Tl Kreuzkümmel (Cumin) und 1 Tl Oregano, Salz, Pfeffer und noch eine Chili.

Die Bohnen, bei mir 250 g, wurden mit einem Schnellkochtopf 45 Minuten vorgekocht, dann abgeschüttet.

Dann kommen die Bohnen in einen neuen Topf mit der dreifachen Menge Wasser, einer Zwiebel, geschält, aber ganz, einem Lorbeerblatt und einer stückig geschnittenen Paprika. Ich hatte keine grünen und hab stattdessen eine rote Spitzpaprika verwendet. Das ließ ich wieder fast eine dreiviertel Stunde köcheln, bis die Flüssigkeit deutlich verringert war.

Im Originalrezept wurde ein ‘Sofrito’ angesetzt, bei mir auch: 1 mittlere Zwiebel, in kleinen Stücken, 2 große Knoblauchzehen, auch zerkleinert, 3 Paprikaschoten in Streifen, 1/8 l Olivenöl.

Das wird bei mittlerer Hitze weich gegart. In der Zwischenzeit wird eine Kelle der Bohnen aus dem Suppentopf entfernt und in einer Schüssel mit dem Kellenrücken zermanscht.  Wenn das Sofrito soweit weich ist, die Löffel Kreukümmel und Oregano dazugeben und in die Bohnenpaste geben und mischen. Diese Mischung wiederum in die Bohnensuppe geben. Jetzt abschmecken. Zuerst 2 El Zucker, flach und 2 El Rotweinessig oder ähnliches (ich hatte Sherryessig) dazugeben, rühren, salzen, pfeffern, warten. Bei Bohnen muß man sich ein bißchen gedulden, weil sie Geschmack ‘fressen’, soll heissen, was 5 Minuten vorher zu salzig war, braucht noch etwas davon usw. Also ruhig 10 Minuten stehen lassen und nochmal abschmecken, es lohnt sich.

Fazit: Wer meinen Blog liest, weiß, daß ich Fleisch gerne und wahrscheinlich zu oft esse. Umsomehr war ich interessiert an dieser Suppe, von der der Rezeptgeber behauptete, daß sie in Havana bevorzugt vegetarisch gekocht wird. Nachdem ich sie wie beschrieben zubereitet hatte, war ich begeistert vom Geschmack. Ich muß allerdings vorausschicken, daß ich, wie fast alle Amerikaner dieses Bohnen-Gen habe 🙂 (Ich liebe Bohnen!). Nichtdestotrotz bekommt diese Suppe von mir 5 von 5 Punkten! Selten so gut Bohnensuppe gegessen.

Diese Suppe ist ihrer Ausrichtung sogar vegan! Allerdings muß ich gestehen, daß ich für das zweite Schüsselchen etwas Parmesan drübergehobelt habe…Un(f……)übertrefflich!

Übrigens, die relativ scharfe Chili, die ich anfangs dazuschmuggelte in im weiteren Verlauf auf drei Chilis mit Haut und Kernen aufstockte, wurde komplett von den Bohnen neutralisiert. Ich hab dann trotzig einige Tropfen Habanero-Sauce von Heinz dazugegeben, um wenigstens die Illusion eines Kicks zu haben.

 

Black Bean Soup 1

 

Black Bean Soup 2

Schweinelende Ananaschutney Rucola


Vor ein paar Tagen sah ich ein Chutney, in dem Ananas die Hauptrolle spielte.

Und ich dachte “Verdammt, warum ist dir das nicht eingefallen?”

Umso blöder, das ich nicht mehr weiß, wo ich das gesehen habe. Es stellt sich allerdings heraus, daß es nichts Neues unter der Sonne gibt, und ich es nicht googeln mußte, sondern nur bei einem Blog schauen mußte, den ich immer wieder mal lese: The Noshery, ein Blog einer professionellen Köchin, die in Amerika lebt und aus Puerto Rico stammt.

Sie hatte zwar nicht das Rezept, das ich gesehen hatte, ihres klang aber auch gut und war für mich sowieso eher ein Ausgangspunkt als das Endprodukt.

Ich hab eine frische Ananas geschält und drei Viertel davon in kleinere Stücke geschnitten. Eine mittlere rote Zwiebel und eine Knoblauchzehe werden kleingehackt, wie auch ein Stück Ingwer, etwa 5 cm oder genug für 2 El. Dazu eine frische Jalapeño (im Originalrezept ist es eine getrocknete Chili). Diese Sachen hab ich angebraten, dann mit einem guten Schluck Rum abgelöscht, 2 flache El Kreuzkümmel dazu, das einreduziert, dann den Saft einer Limette dazugegeben und etwa 2 El Zucker. Es war mir noch nicht säuerlich genug und so gab ich noch etwa 2 El Apfelessig dazu. Der Unterschied zum Chutney von the Noshery besteht darin, daß ich nach Art einer Salsa auch noch frische Minze und frisches Cilantro (Koriandergrün) dazugegeben habe, das super gepasst hat.

Einen Teil hab ich dann grob püriert und wieder zum Rest gegeben. Am Schluß hab ich es auch noch gesalzen.

Die Lende wurde in 4 cm Scheiben geschnitten, gepfeffert und gesalzen und in 2 El Öl bei mittlerer Hitze angebraten. Einmal gewendet und fertig gebraten in etwa 8-10 Minuten.

Ein wenig Rucola auf dem Teller verteilt, eine Kelle Chutney darüber und dann das Fleisch anrichten.

Karibisch!

 

Schweinelende Ananaschutney Rucola 1

 

Schweinelende Ananaschutney Rucola 2

 

 

 

 

 

Chili Bohnen Tortilla Avocado Cheddar


Normalerweise ist mein Chili eine Hackfleisch-Bohnenmischung mit Paprika und Gewürzen. Wenn man sich allerdings mit Chili befasst, speziell, wie es in Texas aber auch in anderen Südstaaten gemacht wird, stellt man fest, daß da gar keine Bohnen drin sind. Und auch kein Hackfleisch. Trotzdem gibt es da Ausscheidungskämpfe und sogar Weltmeisterschaften, wer denn das beste Chili (ohne Bohnen) in diesem Jahr gekocht hat. Die Jungs und Mädels gehen sogar noch weiter und unterscheiden zwischen rotem Chili und Chili Verde. Außerdem gibt es noch Unterkategorien.

Heute nachmittag war ich eine Weile auf der Weltmeisterschaftsseite und hab mir die Gewinnerrezepte der letzten Jahre angeschaut. Für mich war der Blick ins Allerheiligste (die Rezepte) relativ ernüchternd – fast kein Gewinner hat seine Würzmischung selbst komponiert, sondern hat 3-4 auf dem Markt erhältliche zu verschiedenen Teilen gemischt. Auch wurden fast keine Originalchilis (die Namensgeber, immerhin) benutzt, weder frisch noch getrocknet (ein paar wenige Ausnahemen gab es).

Zubereitungsart war bei fast allen fast identisch, wie auch die Zutatenliste. Ich hatte den starken Eindruck, daß die Jury einem Idealbild hinterherhängt, das weniger von Innovation und Abenteuerlust, denn von dem Sehnen nach dem Geschmack des heimischen Chilis der Vergangenheit geprägt ist.

Aber genug davon. Die Temperaturen haben mir den Weg zum Chili heute geebnet, weil es kaum etwas gibt, was einem die innere Wärme wieder herstellen kann als ein gutes Chili.

Mein Chili geht so:

600 g Rindfleisch (für Gulasch) Kantenlänge etwa 2-3 cm

5 mittlere Spitzpaprika in Quadraten

1 Lorbeerblatt

1 El Zwiebelpulver

2 Knoblauchzehen

2 El Oregano

1,5 El Kreuzkümmel

1 Tl Kakao

4 verschiedene getrocknete Chilis (ich hatte Cascabel, Serrano, Ancho und Pasilla) in der Krups zerstäubt

1 Tl Pimenton de la Vera (Rauchpaprikapulver)

1 Dose black beans (aus der fremde Länder Abteilung)

1 Dose Datterini Tomaten von Mutti

1 Glas Rinderfond

Salz, Pfeffer

 

Das Rindfleisch wird in 2 Portionen scharf angebraten, damit sich Röststoffe bilden. Der Topf wird danach gleich mit dem Fond abgelöscht. Die Tomaten kommen dazu und werden am Topfrand zerdrückt. Das Fleisch wird jetzt leicht köchelnd gegart, wobei die Gewürze alle schon dazugegeben werden können. Der Spitzpaprika kommt erst in den letzten 30 Minuten dazu, damit er nicht ganz zerkocht. Wenn das Fleisch zart ist ( bei mir nach etwa 1,5 Stunden) die Bohnen dazugeben. Es war nur eine Dose. Sonst mach ich immer 2 hinein, was aber dann das Gericht “Bohnen mit Chili” ist, statt Chili mit Bohnen 😉 Nochmal abschmecken, salzen nicht vergessen!

Ich hatte auch schon vorgefertigte weiche Tortillas gekauft, weil ich mir unsicher war, ob ich nicht statt Chili Tacos mit Füllung machen sollte, und wollte einen dazumachen. Eine Avocado gab es auch, also hab ich sie zerdrückt und mit Limettensaft beträufelt, gesalzen und auch etwas Zwiebelpulver drübergestreut. Von meinem Cheddar hab ich einen Teil geraspelt. Dann kam auf einen Tortillaboden die Avocadocreme, darüber der Cheddarkäse und noch eine Tortilla, und danach ab in den Ofen bei 200 Grad für 5 Minuten. Fürs Foto hab ich ein Teil aufgeklappt. Chilis, frische, waren auch hier drin. Aber im Winter in Deutschland kriegen die keine Schärfe.

Disee Quesadillavariation war OK, aber nicht wirklich der Bringer – ein bißchen langweilig. Da wäre es besser, Hackfleisch, Käse, Jalapeños aus dem Glas und Tomaten und Avocadostückchen zwischen 2 Tortillas zu legen und zu backen – eine Art gedeckelter mexikanischer Pizza. Die hätte dann wenigstens etwas mehr Bums und auch Geschmack.

Das Chili aber war sehr lecker. Es hatte eine gewisse Schärfe im Hintergrund, aber nichts aggressives. Der Kakao rundet die Sauce ab, der Rinderfond, die Tomaten und die Bohnen werden zu einer dunklen sämigen, glänzenden Sauce, die viel mehr ist als ihre Einzelteile. Außerdem macht die Mischung pappsatt. Ich hatte genau die Portion auf dem Foto und die Hälfte der Tortilla und sitze und schreibe den Bericht mit vollem Magen und gelöstem Knopf fast 3 Stunden später.

Und jetzt wo ich drüber nachdenke, hab ich das Koriandergrün vergessen drüberzustreuen, das ich heute morgen auch noch eingekauft habe. Naja, morgen gibts was anderes, aber am Montag ist auch noch ein Tag.

 

Chili Paprika Black Beans                                                                                                              Auf dem Chili liegt ein Löffel Avocadocreme und ein Löffel Saure Sahne.

Tortilla Avocado Cheddar