Cannelloni Salsiccia


Heute war einer der seltenen Tage, an der meine Kochidee ganz spontan zu mir kam. Warum, weiß ich nicht, aber schon, daß ich bisher keine Cannelloni gefüllt habe.

Also ist das rundum eine gute Sache – ein neuer Post, eine neue Kategorie und ein (hoffentlich) neuer Geschmack.

Die Cannelloni hab ich gekauft, obwohl ich nach einigem Einlesen auch Lasagneplatten hätte drehen können, um die Fülle einzuwickeln.

Für meine Tomatensauce schnitt ich eine Karotte in Brunoise, gab Schalotte und Knoblauch dazu, wie auch Rosmarin, Oregano und 2 getrocknete Peperoni. Das Ganze briet ich langsam in 2 El Olivenöl an und löschte es danach mit zwei Dosen Mutti Datterini Tomaten, die ich mit einem Kartoffelstampfer zerdrückte.

Für die Fülle der Cannelloni nahm ich 500 g Schweinehack (ich war zu spät, um mir echte Salsiccia zu kaufen), mischte es mit Petersilie, Rosmarin, Oregano, Peperoni und angeröstetem Fenchelsamen. Nachdem ich die Cannelloni gefüllt hatte, gab ich einen Schöpflöffel in eine lange Kuchen form (weil sie perfekt von der Breite hineinpassten). Danach legte ich eine Lage Cannelloni aus und dann wieder eine Kelle Tomatensauce. Die zweite Lage legte ich darüber und gab den letzten Rest Sauce darauf. Jetzt legte ich die Kugel Büffelmozzarella in Scheiben darauf, raspelte etwas Parmesan drüber und buk die Cannelloni die ersten 10 Minuten unter Alufolie und anschliessend ohne Folie weitere 30 Minuten.

Die Cannelloni haben zwar nicht ganz anders geschmeckt (die Sauce ist immerhin ein italienischer Klassiker), aber die Zugabe von Fenchel zum Schweinehack liess Salsiccia anklingen und war lecker. Dadurch daß sowohl in Fleisch wie Sauce Peperoni enthalten waren, gab es auch eine gewisse Schärfe, die auch lecker war.

Frühlingsrollen


Vor ein paar Wochen wollte ich in einem Asia Markt um die Ecke etwas einkaufen, nur um festzustellen, dass er umgezogen ist. Im Moment habe ich frei und überlegte dort vorbeizuradeln und zu schauen, wie er sich so macht.

Gesagt, getan – der Laden liegt auf der anderen Stadtseite, aber in Pforzheim ist eigentlich nie etwas weit weg. Ich hatte mir Gedanken gemacht und wollte Frühlingsrollen machen. Also kaufte ich dort die etwas größeren gefrorenen Scheiben, Koriandergrün, Limetten und eine Bio helle Sojasauce.

Später schaute ich im Internet nach, was denn verschiedene Leute so machen. Zuerst eine Chinesin bei youtube, die alles vorher angebraten hat, dann ein paar Leute ohne Video, die verschiedene Varianten aufzeigten. Dann bei Hang, die ihrer Tochter die Herstellung der Frühlingsrollen nahebrachte.

Am Ende nahm ich von allem ein bißchen mit und machte mein eigenes Ding.

Meine Zutaten waren 2 Karotten, eine 5 cm Scheibe vom Weisskohl, Frühlingszwiebel, Mu-Err Pilze (eingeweicht), Koriandergrün, Bohnenkeimlinge und Schweinehack von der Lende. Ich hatte auch Reisnudeln eingeweicht, die ich noch mit hineinpacken wollte, aber das hat nicht geklappt.

Für die Dippsauce nahm ich von der hellen Sojasauce, verdünnte sie mit einem Fünftel Wasser, gab den Saft einer halben Limette und etwa 1 cm Ingwer gehackt dazu und schärfte sie mit einer getrockneten roten und einer frischen gelben Chili. Sie gaben eine schöne Schärfe ab, aber nur, wenn man auch eine Scheibe auf die Rolle schaufelte.

Ich weiss nicht, wie überzeugend meine Variante bezüglich der Authentizität abschneidet, aber geschmeckt haben die Rollen gut, sogar fast zu gut – ich habe es immerhin geschafft 10 dieser Röllchen zu essen, bevor sich ein schlechtes Gewissen einstellte 🙂

Erkältungssuppe a la Hang


So Hang,

Ich habs getan, wenn auch nicht ganz nach deinen Vorgaben.

Ich hatte eine fränkische Bratwurst, die löste ich aus ihrem Mantel und drehte daraus kleine Kügelchen.

Reis hatte ich auch, aber mir kam der Gedanke, ihn vorher zu waschen, nachdem er schon im kochenden Wasser seine Stärke abgab.

Außerdem hatte ich eine Karotte und ein Stück Knollensellerie, die wurden fein geschnibbelt und mitgegart.

Deine Haupterwähnungen waren Zwiebeln, Frühlingszwiebeln und viel Ingwer. Von all diesen Komponenten war viel drin.

Beim Händler sah ich Thai-Basilikum, den ich umsonst bekam, weil mein Russe den nicht mehr verkaufen wollte, weil ein paar Blättchen Flecken hatten.

Die kamen auch noch rein.

Und geschuldet meiner Unfähigkeit irgendetwas zu riechen oder zu schmecken, gab ich noch ein Glas Hühnerfond dazu, außerdem Fischsauce und Salz.

Am Schluß eine dritte großzügige Dreingabe von schwarzem Pfeffer, direkt aus der Mühle.

Ich nehme an, die Zwiebelöle und die aromatischen Öle des Pfeffers sollen gut wirken.

Ich werde morgen berichten, wie die Nacht war.

Es ist so viel übrig, daß ich die Suppe bestimmt nochmal probieren kann, wenn ich wieder etwas schmecke 🙂

 

Danke nochmal für die Rezeptinspiration!

 

Erkältungssuppe a la Hang 1

 

Erkältungssuppe a la Hang 2

Keftedakia Patates lemonates sto fourno Ratatouille


Ohne bei Marina  von Zitronen und Olivenöl nachgeschaut zu haben, hätt ich den Titel nicht hinbekommen.

Ich hatte Lust, etwas mit Hackfleisch und Gemüse und Feta zu machen und dachte an ein griechisches Lokal in Karlsruhe, in das wir früher sehr gerne gegangen sind. Das war sehr lecker, aber eben auch so, wie viele griechische Lokale in Deutschland das Klischee des Grillfleischbergs bedienen.

Dabei fiel mir der sehr informative Post von Marina wieder ein, die den einzigen Sternekoch eines griechischen Restaurants (in der Nähe von Stuttgart) außerhalb Griechenlands interviewt hat, und dachte ich kann mir vielleicht von ihr etwas authentischere Rezepte abschauen.

Bei der Lektüre ihrer Rezepte sprach sofort das Zitronenkartoffelrezept zu mir, weil ich Zitrusaromen liebe. Zutaten hatte ich auch alle da, also war die eine Beilage schon gefunden.

Marina erwähnt in diesem Rezept, daß es sehr gut zu Keftedakia (Hackfleischbällchen) passt, und das passte mir, weil ich schon 300 g gemischtes Hack mitgebracht hatte.

An anderer Stelle werden auch die typischen Sommergemüse Zucchini, Auberginen, aber auch Paprika und Tomaten erwähnt, und das war für mich dann die Aufforderung, das erste Ratatouille der Saison zu kochen.

Zum größten Teil hab ich mich an die Vorgaben von Marina gehalten, um den Unterschied zu erschmecken zwischen ihrer Version und der Version, die ich normalerweise kochen würde (wobei die Unterschiede gering, aber wichtig sind).

Keftedakia:

300 g Hackfleisch, gemischt Rind und Schwein

1 Schalotte in kleinen Würfeln

1 Knoblauchzehe, ebenso

30 g Semmelbrösel

Salz

frisch gemahlener Pfeffer

Prise Piment (mach ich normalerweise nicht)

1 El Zitronenabrieb (mach ich eigentlich nur bei Kalb, hat aber sehr gut gepasst)

3 El Petersilie

2 El frische Minze

2 El getrockneter Majoran

1 El Paprika

1/2 Tl Cayenne

kleine Würfel Feta

Der Feta war der Unterschied zum Originalrezept. Ich hab die Bällchen geformt und immer einen Quader von 1x1cm Feta mit hineingeknetet. Ich fand das sehr lecker, vor allem, weil ich das säuerliche an Feta sehr schätze in Kombination mit anderen Lebensmitteln.

Patates lemonates sto fourno (Zitronenkartoffeln):

Auch hier hab ich das Rezept soweit ich konnte, umgesetzt.

3 große, vorwiegend festkochende Kartoffeln geschält, geachtelt, in eine Pieform gegeben

1 1/2 Zitronen ausgepresst, Saft zu 6 El Olivenöl dazugegeben, Salz, Pfeffer 2 El getrockneter Oregano, 2 Lorbeerblätter

Mischen und über den Kartoffeln verteilen

Im Ofen bei 200 C 1 Stunde backen

Perfekt!

Ratatouille:

1 rote Zwiebel

2 Knoblauchzehen anschwitzen

1 Zucchini in Scheiben von knapp 1 cm und

1 Aubergine in Würfeln von 3 cm Kantenlänge anbraten

2 Paprika (1 rot, 1 grün) dazu

4 mittelgroße Tomaten vierteln

2 El Tomatenmark mitanbraten

mit 1/8 Rotwein ablöschen

reduzieren

Tomaten dazugeben

Rosmarin, Thymian (meins kommt aus der Tiefkühltruhe, wo ich übrige Kräuter einfriere)

1/8 Wasser dazu

Deckel drauf, Hitze reduziern, weich werden lassen, Deckel herunternehmen,

weiter reduzieren

Salzen

Frisches Basilikum drübergeben und servieren.

Fazit:

Die Kartoffeln mach ich bald wieder, die waren eine Wucht!

Die Bällchen waren um einiges leckerer als die, die ich immer mache-ich nehme an, daß die Minze und die Zitrone sie frischer gemacht hat, wobei man die Minze nicht für sich herausschmecken konnte. Sehr gut!

Die Freiheit, die ich mir genommen habe, die Bällchen mit Feta zu füllen, bereue ich nicht, das war auch sehr gut, und hat mich erinnert an das Bifteki des Lokals in Karlsruhe-Neureut, das Hermes, das mit einer deftigen Scheibe Feta gefüllt ist.

Danke für die Inspiration!

Hackfleischbällchen Ratatouille Zitronenkartoffeln 1

Hackfleischbällchen Ratatouille Zitronenkartoffeln 2