Schwertfisch Erbsen Pfifferlinge Kartoffeln


Heute war ich nach längerer Zeit wieder bei meinem Fischhändler über die Strasse. Mir war vorher einfach nicht danach. Es gab dort einige schöne Sachen, aber da war ein schönes Stück Schwertfisch, das mich anlachte. Ich liess es durchschneiden, fror die eine Hälfte ein und präparierte die andere Hälfte mit Salz und Pfeffer. Auf jeder Seite nur zwei Minuten angebraten, war es in der Mitte noch fast roh und saftig. Beim Anbraten gab ich auf jede Seite zwei Salbeiblätter und etwas frische Zitronenzeste. Danach gab es noch einen Spritzer Zitronensaft und ein paar Kapern. Angebraten hab ich das Steak in Olivenöl und Butter.

Vorher aber bereitete ich das Gemüse vor: Die Erbsen, die mein Gemüsehändler wieder irgendwoher herbeizauberte, waren klein und zart 🙂 . Dazu gab es frische Pfifferlinge, die jetzt gerade Saison haben. Ich musste sie nur putzen und zerteilen. Die Drillinge kamen aber zuerst ins Salzwasser und blieben dort etwa 20 Minuten. Danach kamen Drillinge und Pfifferlinge in eine Pfanne, um etwas Farbe zu nehmen. Die Erbsen hatte ich vorher fertig gegart und sie nur noch kurz zum Wiederaufwärmen mit dazu gegeben.

Ein sehr leckeres Gericht!

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Rindertatar Salat


Heute war ich nach der Arbeit mal wieder bei Zorn. Ich hatte die Idee bei den hiesigen Temperaturen ein Tatar vom Rind zu machen. Die Küche bleibt kalt, es ist lecker und einiges habe ich schon daheim.

Es gab wieder ein Bürgermeisterstück und ich wollte es einfach ausprobieren, ob das Fleisch zart genug für ein Tatar ist. Also ganz klassisch das Fleisch erst in dünne Scheiben, dann in Streifen und dann in kleine Stückchen geschnitten und dann nochmal durchgehackt.

Daneben ein Eigelb mit Senf und Olivenöl aufgeschlagen, gewürzt mit Salz, Pfeffer, Zitronenzeste, Petersilie und Paprika, gemischt mit Schalotten, Gurken, Kapern, abgeschmeckt mit Gurkenwasser und einem Spritzer Cognac, und verziert mit Peperoni und Sardelle.

Serviert hab ich das Tatar mit Scheiben von der Gurke und der edlen Flaschentomate, mit ein bisschen Kresse und einer Handvoll Taggiasci Oliven.

Fazit: Es hat gut und auch deutlich geschmeckt, aber es eignet sich nur bedingt für ein Tatar. Vielleicht mehr, wenn man es weniger klassisch, wolft, anstatt es zu schneiden. Es ist etwas fester und es hat ganz feine Durchwachsungen, die etwas mehr Beisseinsatz brauchen. Trotzdem gut!

Lachs Linsen Pesto


Ein Freund beschwert sich immer, daß ich “nie” Fisch mache. Heute hab ich also einmal Fisch gemacht 🙂 Ich hatte heute meinen kurzen Tag, es gab kaum Stau auf der Autobahn, und bestimmte Verpflichtungen konnte ich schnell und problemlos vor 16:00 erledigen. Damit hatte ich noch Energie mich zum Fischhändler gegenüber zu begeben, um zu sehen, was es denn sein sollte. Meine Lieblingsfische waren heute nur teilweise da (Wolfsbarsch), aber der war mir heute zuviel Arbeit (ihn zu filetieren etc.).

Aber der Händlerpapa hatte ein schönes Lachsstück da, von dem ich mir eine Tranche abschneiden liess.

Im Gemüseladen nebenan nahm ich ein paar Pfifferlinge und ein Suppengrün mit. Vom Suppengrün brauchte ich nur kleine Mengen: 1/3 Karotte, ein Stückchen Lauch, ein Eck Selleriewurzel und etwas Petersilie. Außerdem eine halbe Frühlingszwiebel und eine Knoblauchzehe. Alles wurde in Brunoise Würfel geschnitten, die sogleich in heisses Öl kamen, um ein bisschen zu karamellisieren, direkt danach gab ich etwa 100 g Schwarzwaldlinsen dazu und löschte nach 2 Minuten mit Wasser ab.

Die Schwarzwaldlinsen gehören zu den Gourmetlinsen wie Puy, Beluga, Albleisa und diverse italienische Hochebenenlinsen, die alle klein, nussig und relativ schnell (20 Minuten) gar sind.

Der Lachs wurde bei starker Hitze auf der Hautseite angebraten, dann drehte ich die Hitze auf die kleinste Stufe und liess den Lachs langsam von unten durchziehen. Am Ende gab ich ihm noch 5 Minuten im Ofen.

Die Pfifferlinge wurden geputzt, bei mittlerer Hitze in einer eigenen Pfanne in Butter angebraten und mit feiner Petersilie und etwas Salz bestreut.

Beim Anrichten fiel mir ein, dass ich noch etwas Petersilien-Mandel-Pesto im Kühlschrank hatte. Von der gab es noch einen Tupfer auf den Lachs.

Sehr lecker! Ich sollte öfters Fisch machen… 🙂

Spaghettoni Chorizo Kapern Sardellen Tomaten


Eine weitere Variante meines Go-To Rezepts für einfache und leckere Pasta. Hier kommt Chorizo mit ins Spiel, das eine etwas pikantere Note als normaler Speck bringt (was wohl am Paprika in der Wurst liegt). Die Zutaten:

  • 50 g Chorizo in ganz kleinen Würfeln
  • 1 El Kapern
  • 1 Sardelle
  • 1 Knoblauchzehe gehackt
  • 5 Kirschtomaten
  • 1/8 Weisswein
  • 1/2 Thai Chili
  • 80 g Spaghettoni (etwas dickere Spaghetti) pro Person
  • Salz, Pfeffer

Zuerst den Speck anschwitzen, dann Sardelle, Kapern, Knoblauch, Chili und später Tomaten anschmelzen und mit einem guten Schluck Weisswein ablöschen (bei mir Riesling). Dann Temperatur reduzieren und langsam einkochen lassen. Wenn die Sauce sämig ist, mit den fertigen Spaghettoni mischen und mit Parmesan servieren.

Thun Sesam Spargel


Heute ging ich meinen Fischhändler besuchen. Ich wusste ehrlich gesagt nicht, was ich wollte, aber ich sah dort gleich ein Endstück Thun in Sashimiqualität. Weil das Stück für mich zu gross war, liess ich mir eine Scheibe davon abschneiden.

Nebenan nahm ich 5 Spargelstangen mit und wackelte wieder zurück in meine vier Wände. Es wurde ein sehr schnelles Essen: Die Spargel waren schnell geschält und in einer normalen Pfanne mit Wasser und Salz und Zucker bald bissfest gegart.

Für den Thun marinierte ich auf einer Seite mit Sojasauce (15 Minuten) erhitzte ihn in meiner kleinen Le Creuset Pfanne mit Rapsöl und einem kleinen Schuss Sesamöl, nur 2 Minuten pro Seite, und gab dann die eine Seite in einen Teller mit weissem Sesam.

Dann gab ich den Spargel auf den Teller, ein Stück Butter drüber und den Thun daneben. Im dritten Bild sieht man wie roh der Thun noch ist. Ich liebe es! Nicht im Bild ist eine Zitrone, die bei Thun und Spargel für interessante Nuancen sorgte.

Spargel Sockeye Lachs Kartoffeln


Heute machte ich den Spargel, den ich gestern vom Markt mitnahm. Wie gesagt, die Preise sind 3 Wochen vor der Eröffnung der offiziellen Spargelsaison nur geringfügig über dem normalen Niveau der regulären Saison. Mein Gemüsehändler meinte schon letztes Jahr, dass der Versuch, frühen (Treibhaus)Spargel am Markt zu positionieren, um 4-6 Wochen kurzfristig deutlich höhere Preise verlangen zu können, dem Markt eigentlich geschadet hat, weil man sich daran satt isst und am Schluss so die Preise drückt. Ich erinnere mich, dass er wochenlang im April eine sehr gute Qualität hatte, die er für €4.50/kg verkaufte.

Aber es ändert nichts, der Spargel ist da und ich freue mich, ihn wieder eine Weile geniessen zu können 🙂

Heute hab ich ihn geschält und wie üblich in etwas Wasser mit Zucker und Salz geköchelt, bis er bissfest war.

Die Kartoffeln hab ich als Salzkartoffeln gemacht, und den Sockeye Lachs, der dazu auch noch geräuchert war, hatte ich schon vorher besorgt.

Alles in Allem ein einfaches Essen, das zudem auch schnell gemacht war. Ich erwärmte ein gutes Stück Butter, gab etwas Zitronensaft und Zeste dazu, und vermischte das mit schönem frischen Dill, den ich grosszügig über allem verteilte.

Wunderbar! Das ist Frühling 🙂

Victoria Seebarsch La Ratte Urkarotte Erbse



Es gab (gibt) immer noch Bärlauchpesto, und satt habe ich es auch noch nicht. Allerdings hatte ich heute seit einiger Zeit wieder einmal Lust auf Fisch. Ich mach mir da immer viel zu viele Gedanken, weil es einfach keine Garantie gibt, dass der Fisch auch angeboten wird. Heute war ich deshalb ganz entspannt und fragte einfach nach einem festfleischigen Fisch. Mein Händler empfahl Rotbarsch oder noch besser Victoria Seebarsch.

Vor langer Zeit hab ich mal in einem guten Karlsruher Restaurant einen Victoria Seebarsch gegessen, der mir ausserordentlich gut geschmeckt hatte. Also nahm ich den Seebarsch.

Da ich zum Essen auch einen gewissen Crunch wollte, panierte ich den Fisch mit Panko und briet ihn in einer Mischung aus Rapsöl und Butter aus.

Im Gemüseladen gegenüber holte ich ein paar La Ratte Kartoffeln, Erbsen und auch eine Urkarotte. Die Kartoffeln wurden erst in der Schale gegart, dann der Länge nach halbiert und langsam angebraten. Die anderen Gemüse garte ich nacheinander und stellte sie erst zur Seite.

Später gab ich sie dann noch einmal zu den Kartoffeln um sie noch einmal zu erwärmen. Auch kamen zu diesem Zeitpunkt 2-3 El Bärlauchpesto über das Gemüse und wurden damit vermengt.

Mit dem panierten Seebarsch obenauf war auch schnell angerichtet. Da ich schon das Pesto hatte, genügte mir etwas Zitronensaft auf dem Fisch. Der wiederum war festfleischig, aromatisch und wunderbar saftig. Er wäre auch wunderbar mit einer cremigen Weinsauce oder eben auch mit einer guten Remoulade perfekt gewesen. Eine tolle und preiswertere Variante für weniger Geld. Bei mir kostete der Fisch €2/100 g, ein guter Preis, wie ich finde. Und ich persönlich mag den kräftigeren Geschmack lieber als den von Kabeljau.