Lachs Linsen Pesto


Ein Freund beschwert sich immer, da├č ich “nie” Fisch mache. Heute hab ich also einmal Fisch gemacht ­čÖé Ich hatte heute meinen kurzen Tag, es gab kaum Stau auf der Autobahn, und bestimmte Verpflichtungen konnte ich schnell und problemlos vor 16:00 erledigen. Damit hatte ich noch Energie mich zum Fischh├Ąndler gegen├╝ber zu begeben, um zu sehen, was es denn sein sollte. Meine Lieblingsfische waren heute nur teilweise da (Wolfsbarsch), aber der war mir heute zuviel Arbeit (ihn zu filetieren etc.).

Aber der H├Ąndlerpapa hatte ein sch├Ânes Lachsst├╝ck da, von dem ich mir eine Tranche abschneiden liess.

Im Gem├╝seladen nebenan nahm ich ein paar Pfifferlinge und ein Suppengr├╝n mit. Vom Suppengr├╝n brauchte ich nur kleine Mengen: 1/3 Karotte, ein St├╝ckchen Lauch, ein Eck Selleriewurzel und etwas Petersilie. Au├čerdem eine halbe Fr├╝hlingszwiebel und eine Knoblauchzehe. Alles wurde in Brunoise W├╝rfel geschnitten, die sogleich in heisses ├ľl kamen, um ein bisschen zu karamellisieren, direkt danach gab ich etwa 100 g Schwarzwaldlinsen dazu und l├Âschte nach 2 Minuten mit Wasser ab.

Die Schwarzwaldlinsen geh├Âren zu den Gourmetlinsen wie Puy, Beluga, Albleisa und diverse italienische Hochebenenlinsen, die alle klein, nussig und relativ schnell (20 Minuten) gar sind.

Der Lachs wurde bei starker Hitze auf der Hautseite angebraten, dann drehte ich die Hitze auf die kleinste Stufe und liess den Lachs langsam von unten durchziehen. Am Ende gab ich ihm noch 5 Minuten im Ofen.

Die Pfifferlinge wurden geputzt, bei mittlerer Hitze in einer eigenen Pfanne in Butter angebraten und mit feiner Petersilie und etwas Salz bestreut.

Beim Anrichten fiel mir ein, dass ich noch etwas Petersilien-Mandel-Pesto im K├╝hlschrank hatte. Von der gab es noch einen Tupfer auf den Lachs.

Sehr lecker! Ich sollte ├Âfters Fisch machen… ­čÖé

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Spaghettoni Chorizo Kapern Sardellen Tomaten


Eine weitere Variante meines Go-To Rezepts f├╝r einfache und leckere Pasta. Hier kommt Chorizo mit ins Spiel, das eine etwas pikantere Note als normaler Speck bringt (was wohl am Paprika in der Wurst liegt). Die Zutaten:

  • 50 g Chorizo in ganz kleinen W├╝rfeln
  • 1 El Kapern
  • 1 Sardelle
  • 1 Knoblauchzehe gehackt
  • 5 Kirschtomaten
  • 1/8 Weisswein
  • 1/2 Thai Chili
  • 80 g Spaghettoni (etwas dickere Spaghetti) pro Person
  • Salz, Pfeffer

Zuerst den Speck anschwitzen, dann Sardelle, Kapern, Knoblauch, Chili und sp├Ąter Tomaten anschmelzen und mit einem guten Schluck Weisswein abl├Âschen (bei mir Riesling). Dann Temperatur reduzieren und langsam einkochen lassen. Wenn die Sauce s├Ąmig ist, mit den fertigen Spaghettoni mischen und mit Parmesan servieren.

Thun Sesam Spargel


Heute ging ich meinen Fischh├Ąndler besuchen. Ich wusste ehrlich gesagt nicht, was ich wollte, aber ich sah dort gleich ein Endst├╝ck Thun in Sashimiqualit├Ąt. Weil das St├╝ck f├╝r mich zu gross war, liess ich mir eine Scheibe davon abschneiden.

Nebenan nahm ich 5 Spargelstangen mit und wackelte wieder zur├╝ck in meine vier W├Ąnde. Es wurde ein sehr schnelles Essen: Die Spargel waren schnell gesch├Ąlt und in einer normalen Pfanne mit Wasser und Salz und Zucker bald bissfest gegart.

F├╝r den Thun marinierte ich auf einer Seite mit Sojasauce (15 Minuten) erhitzte ihn in meiner kleinen Le Creuset Pfanne mit Raps├Âl und einem kleinen Schuss Sesam├Âl, nur 2 Minuten pro Seite, und gab dann die eine Seite in einen Teller mit weissem Sesam.

Dann gab ich den Spargel auf den Teller, ein St├╝ck Butter dr├╝ber und den Thun daneben. Im dritten Bild sieht man wie roh der Thun noch ist. Ich liebe es! Nicht im Bild ist eine Zitrone, die bei Thun und Spargel f├╝r interessante Nuancen sorgte.

Spargel Sockeye Lachs Kartoffeln


Heute machte ich den Spargel, den ich gestern vom Markt mitnahm. Wie gesagt, die Preise sind 3 Wochen vor der Er├Âffnung der offiziellen Spargelsaison nur geringf├╝gig ├╝ber dem normalen Niveau der regul├Ąren Saison. Mein Gem├╝seh├Ąndler meinte schon letztes Jahr, dass der Versuch, fr├╝hen (Treibhaus)Spargel am Markt zu positionieren, um 4-6 Wochen kurzfristig deutlich h├Âhere Preise verlangen zu k├Ânnen, dem Markt eigentlich geschadet hat, weil man sich daran satt isst und am Schluss so die Preise dr├╝ckt. Ich erinnere mich, dass er wochenlang im April eine sehr gute Qualit├Ąt hatte, die er f├╝r ÔéČ4.50/kg verkaufte.

Aber es ├Ąndert nichts, der Spargel ist da und ich freue mich, ihn wieder eine Weile geniessen zu k├Ânnen ­čÖé

Heute hab ich ihn gesch├Ąlt und wie ├╝blich in etwas Wasser mit Zucker und Salz gek├Âchelt, bis er bissfest war.

Die Kartoffeln hab ich als Salzkartoffeln gemacht, und den Sockeye Lachs, der dazu auch noch ger├Ąuchert war, hatte ich schon vorher besorgt.

Alles in Allem ein einfaches Essen, das zudem auch schnell gemacht war. Ich erw├Ąrmte ein gutes St├╝ck Butter, gab etwas Zitronensaft und Zeste dazu, und vermischte das mit sch├Ânem frischen Dill, den ich grossz├╝gig ├╝ber allem verteilte.

Wunderbar! Das ist Fr├╝hling ­čÖé

Victoria Seebarsch La Ratte Urkarotte Erbse



Es gab (gibt) immer noch B├Ąrlauchpesto, und satt habe ich es auch noch nicht. Allerdings hatte ich heute seit einiger Zeit wieder einmal Lust auf Fisch. Ich mach mir da immer viel zu viele Gedanken, weil es einfach keine Garantie gibt, dass der Fisch auch angeboten wird. Heute war ich deshalb ganz entspannt und fragte einfach nach einem festfleischigen Fisch. Mein H├Ąndler empfahl Rotbarsch oder noch besser Victoria Seebarsch.

Vor langer Zeit hab ich mal in einem guten Karlsruher Restaurant einen Victoria Seebarsch gegessen, der mir ausserordentlich gut geschmeckt hatte. Also nahm ich den Seebarsch.

Da ich zum Essen auch einen gewissen Crunch wollte, panierte ich den Fisch mit Panko und briet ihn in einer Mischung aus Raps├Âl und Butter aus.

Im Gem├╝seladen gegen├╝ber holte ich ein paar La Ratte Kartoffeln, Erbsen und auch eine Urkarotte. Die Kartoffeln wurden erst in der Schale gegart, dann der L├Ąnge nach halbiert und langsam angebraten. Die anderen Gem├╝se garte ich nacheinander und stellte sie erst zur Seite.

Sp├Ąter gab ich sie dann noch einmal zu den Kartoffeln um sie noch einmal zu erw├Ąrmen. Auch kamen zu diesem Zeitpunkt 2-3 El B├Ąrlauchpesto ├╝ber das Gem├╝se und wurden damit vermengt.

Mit dem panierten Seebarsch obenauf war auch schnell angerichtet. Da ich schon das Pesto hatte, gen├╝gte mir etwas Zitronensaft auf dem Fisch. Der wiederum war festfleischig, aromatisch und wunderbar saftig. Er w├Ąre auch wunderbar mit einer cremigen Weinsauce oder eben auch mit einer guten Remoulade perfekt gewesen. Eine tolle und preiswertere Variante f├╝r weniger Geld. Bei mir kostete der Fisch ÔéČ2/100 g, ein guter Preis, wie ich finde. Und ich pers├Ânlich mag den kr├Ąftigeren Geschmack lieber als den von Kabeljau.

Matjessalat Kresse Brot


Ich hatte eine Packung Matjes, der ger├Ąuchert war, den wollte ich auf die mir ├╝bliche Art anmachen. Dazu geh├Âren bei mir:

  • Matjesfilets
  • 1 Apfel (Elstar)
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 kleine s├╝├č-saure Gurken
  • Kresse
  • 1/2 Becher Joghurt 1,5%
  • 1/2 Becher Saure Sahne
  • Zitronenabrieb
  • kleinste W├╝rfel einer 1/4 PiriPiri
  • Zitronensaft
  • 4 Scheiben Brot vom Baguette, anger├Âstet

Ich hab die unteren Zutaten miteinander vermischt, die oberen klein geschnitten. Sp├Ąter wurde das Dressing ├╝ber einem Teil des Salats gegeben, mit Kresse angerichtet und mit Brot komplettiert.

Sehr lecker!

Pizza Sprotten Salsiccia Spargel


Heute hatte ich ieder einmal Lust auf Pizza, aber kein italienisches Pizzamehl. Stattdessen fand ich von Goldpuder ein Pizzamehl, dessen Rezeptur ich gleich ausprobierte. F├╝r zwei Pizzas a 30 cm, so wurde behauptet br├Ąuchte man:

  • 350 g Goldpuder Pizzamehl
  • 175 ml lauwarmes Wasser
  • 21 g Frische Hefe (1/2 Hefew├╝rfel)
  • 1 Tl Zucker (bei mir 1 El)
  • 1 Tl Salz
  • 1 1/2 Tl Oliven├Âl (bei mir keines)

Ich l├Âste die Hefe im Zucker und einem El Wasser auf und gab Mehl, Wasser, Salz und Hefe in meine R├╝hrmaschine mit Knethaken. Ich liess sie selbstst├Ąndig etwa 10 Minuten kneten, bis der Teig sch├Ân zusammengekommen war. Ich deckte ihn ab und stellte ihn auf die Heizung, fast eine Stunde lang. Der Teig ging sch├Ân auf und ich teilte ihn in zwei Teile und wickelte den Einen gleich in Cellophan und gab ihn in den K├╝hlschrank.

Da auf der Packung gestanden hatte, dass der Teig genug f├╝r ein 30 cm Form ist, aber meine Form gr├Âsser ist, entschloss ich mich den Teig auszurollen, statt wie ├╝blich den Teig h├Ąndisch in die Form hineinzupressen. Anfangs gab er sich elastisch, gab aber dann nach ein, zwei Minuten nach und wurde ganz leicht auszurollen. Ich hatte dazu ein Backpapier genommen. Sehr ├╝berrascht war ich, als ich feststellte, dass er dann doch so gross wurde, um in die Pizzaform zu passen und sie auszuf├╝llen. Der Vorteil war, dass er sch├Ân schlank daher kam, ganz anders als zuvor.

Als Belag nahm ich eine Passata mit Basilikum und dann f├╝r die eine H├Ąlfte Sprotten, Sardellen und Spargelstangen. F├╝r die andere H├Ąlfte hatte ich angebratene scharfe Salsiccia und ebenfalls Spargel vorbereitet.

F├╝r beide H├Ąlften gab es Mozzarella die bufola Camana DOP, Grona Padano, braune Champignons, Chiliflocken und Knoblauch mit Oliven├Âl verrieben zum dr├╝bertr├Ąufeln.

Nachdem die Pizza belegt war, liess ich sie nochmal eine halbe Stunde gehen. Sie wurde nochmal leicht fluffiger und ich gab sie in einen vorgeheizten Ofen bei 230 C, f├╝r etwa 15 Minuten.

Sie ist besser geworden als die vorherigen Pizzen (dadurch, dass sie d├╝nner war, buk die Mitte genauso schnell wie die ├Ąusseren Stellen).

Die Sprotten waren gut und saftig, aber nach 2 Sprotten h├Ątte ich gerne gewechselt. Also in Zukunft keine Sprotten mehr. Die Salsiccia andererseits hat gut funktioniert. Ich hatte sie wie Salamischeiben angebraten. Der Spargel wurde der L├Ąnge nach aufgeschnitten und roh auf die Pizza gegeben. Sie waren sehr lecker und auch durch.

Insgesamt ein gelungenes Experiment!