Perlhuhn Polenta Spargel


Am Sonntag gab es in einem italienischen Restaurant, wo wir ein sehr leckeres Osso buco zum Osterlunch hatten, eine noch bessere Polenta. Sie war ganz anders als die üblichen Polentaschnitten – stattdessen aßen wir eine Creme, zarter als Kartoffelbrei, das aber seine zylindrische Form behielt, wie ein Pudding. Der Anschnitt war aber zarter als bei einem Pudding und ausserdem war es zurückhaltend aber ganz ausgezeichnet gewürzt.

Heute versuchte ich zumindestens der Konsistenz etwas näher zu kommen. Im Silberlöffel wird über die verschiedenen Polentaarten geschrieben: Die Variante mit der feinen Polenta wird in einem bestimmten Verhältnis gemischt und geköchelt und immer wieder mit kochendem Wasser aufgefüllt. Es war ziemlich viel zusätzliches Wasser, bis die Polenta nicht mehr nachzog. Ich liess sie dann 45 Minuten bei geschlossenem Deckel im Ofen. Nur diese leichte Festigkeit hab ich (noch) nicht hinbekommen. Ich frage mich, ob er mit Speisestärke gearbeitet hat.

Jedenfalls schmeckte sie fürs erste Mal ziemlich lecker. Ich habe dazu noch Champignons, Parmesan und Knoblauch angeschwitzt und untergemischt, das auch noch den Geschmack verbessert hat.

Dazu gab es grünen Spargel, den ich erst pochierte und später noch kurz in die Pfanne mit dem Perlhuhnschenkel gab.

Serviert wurde alles auf einer Sauce aus Passata mit Basilikum und Knoblauch. Hat sich gelohnt!

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Linguine Spargel Schinken Orangensauce


Da ich noch Spargel und Orangensauce von gestern übrig hatte, wollte ich sie für ein weiteres Gericht verwenden. Auf Pasta hatte ich auch Lust, also überlegte ich kurz und fing dann an.

Vier Stangen grüner Spargel wurden zu einem Drittel geschält und dann in 3 cm Stücke geschnitten. Die Köpfe liess ich länger. Eine Knoblauchzehe wurde kleingehackt und 2 Scheiben des Winzerschinkens wurden in Streifen geschnitten.

Jetzt briet ich die Spargelstücke ein paar Minuten in Olivenöl an, gab den Knoblauch dazu und dann den Schinken. Jetzt noch zwei geviertelte Kirschtomaten, etwas Weisswein und ein kleines Glas (0,1) Kalbsbrühe und mit Deckel etwa 7 Minuten köcheln lassen. Dann den Deckel entfernen, wieder etwa 0,1l Orangensauce dazugeben und weiter einkochen.

Man sollte die Pasta jetzt schon einige Minuten gekocht haben, weil es nicht mehr lange dauert.

Sauce nochmal abschmecken, Kräuter dazu (3 Blätter Basilikum und etwas Petersilie), Parmesan reiben, Linguine abgiessen, zurück in den Topf, Sauce drauf, vermischen, anrichten, Parmesan nicht vergessen, fertig.

Lecker! Kann man auch scharf machen, oder Kapern etc. dazugeben. Die Sauce hat etwas mehr Säure wegen der Tomaten, aber das tut der Pasta gut. Wenn man keinen Spargel hat, passt Fenchel dazu 🙂

Frutti di mare Sedanini


Auf Anraten meines Freundes R. holte ich heute in einem grossen Laden eine gute Portion Frutti di mare. Auf die Frage ob sie frisch seien, sagte der Verkäufer wahrheitsgemäss, nein, sie sind gekocht und gefroren und dann aufgetaut. Tatsächlich gibt es sehr wenig Fisch aus dem Meer, der nicht eingefroren wird (um etwaige Würmer und andere Parasiten abzutöten), und wenn ich mir um solche Dinge keine Gedanken machen muss, bin ich schon ganz dankbar.

Als Pasta nahm ich wieder die Sedanini, die ich schon für die Käsemakkaronis benutzt hatte.

Die Frutti di mare briet ich in Olivenöl an und gab Salz, Pfeffer, rote Zwiebel, Knoblauch, Petersilie und Basilikum dazu. Ich löschte sie mit einer Mütze Noilly Prat ab – nein, eigentlich 2 Mützen 🙂

Insgesamt war das Gericht ganz gut, aber ich glaube es ist besser in einen guten Pulposalat zu investieren, sofern man einen Italiener kennt, dem man vertraut (natürlich ein italienisches Restaurant), das schmeckt bestimmt besser. Die Frutti di mare schmeckten sehr beliebig, man konnte kaum untescheiden zwischen Pulpo, Sepiette und kleinen Shrimps.

Spaghetti Salsiccia Oliven Passata Pecorino


Eigentlich bräuchte ich dieses Rezept nicht mehr posten, aber es gab hier wieder kleine Veränderungen (wie den Paprika und den Pecorino) und dann noch die bei mir eher seltene Zutaten wie die sehr leckeren Taggiasci Oliven oder die zugegeben gekaufte Passata (die gibt es gekauft eigentlich nie).

Dazu hatte ich auch noch frisches Basilikum, was ein Pastagericht gleich nochmal authentischer macht. Vielleicht hier aber noch mit allen Zutaten:

  • 1 Schalotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 kleine Chili gemörsert, oder eine Messerspitze Cayenne
  • 1 Spitzpaprika in Rauten
  • 10 cm Fenchelsalsiccia gut angebraten
  • 1 Tl Kapern
  • 2 El Taggiasca Oliven
  • 4-5 Blätter Basilikum, zerpflückt
  • 1 Schluck Weisswein
  • 1 Tasse Passata
  • 1 kleiner Kochlöffel Pastawasser
  • 2 Portionen Spaghetti (160 g)
  • Pecorino

Diese Menge reicht für 2 Portionen. Einfach alles nacheinander hinzufügen, die Salsiccia lange genug garen, auch die Passata einige Minuten bei reduzierter Hitze auf die Salsiccia einwirken lassen. Die Sauce mit dem Pastawasser strecken und sämiger machen, am Schluss den Pecorino drüber reiben – es geht natürlich auch Parmesan oder Grano, Pecorino hat aber etwas schafig Eigenes 🙂

Linguini Tomaten Basilikum


Ganz so puristisch sind die Linguini dann doch nicht:

Ich brauchte
2 normalgrosse Tomaten in Würfeln
1 fein gehackte Schalotte
1 fein gehackte Knoblauchzehe
2 Sardellen
1 El Kapern
1 guter El Tomatenmark
1 Thai Chili in feinen Röllchen
Prise Salz
Parmesan
Basilikum

Linguini

Linguini mit gut Salz aufsetzen, alles andere vorschneiden.
Zuerst Schalotte und Knoblauch anschwitzen, dann Sardellen und Kapern dazugeben und die Sardellen mit einem Holzlöffel zerkleinern.
Die Tomatenwürfel und das Mark dazugeben, etwas ziehen lassen (die Würfel sollen nicht zerfallen, nur etwas Wasser ziehen).
Dann die Chili, das Salz und ein wenig vom Basilikum dazugeben.
Topf vom Feuer ziehen und mit Deckel warm halten.
Wenn die Linguini al dente sind, mit der Tomatensauce mischen, Parmesan drüber reiben und mehr Basilikum dazu geben. Fertig.
Ohne die Sardellen ist das Gericht vegetarisch, ohne den Parmesan vegan.

Tortilla Kartoffeln Paprika Zucchini Basilikum


Weil es ja immer noch so heiss ist, fällt es auch mir schwer an Essen zu denken bei dem der Herd lange an ist. Und weil ich morgen meinen letzten Arbeitstag für 3 Wochen habe, überlegte ich, was noch im Haus ist.Eier! Ich kaufe immer supergroße Eier am Biostand und ich wusste, dass mindestens noch 7 Stück da waren.
Beim Zwischenhalt nahm ich eine Paprika, eine Zucchini und auch Kartoffeln mit und beschloss eine Tortilla zu machen. Ein Stück Chorizo war auch noch da, die ich in dünne Scheiben schnitt.
Damit alles gleichzeitig fertig wird, müssen manche Sachen früher vorbereitet werden.
Ich schnitt die geschälten Kartoffeln in kleine Würfel und kochte sie in Salzwasser (etwa 10 Minuten). Dann briet ich die gegarten Kartoffeln und die Chorizoscheiben bei mittlerer Hitze zusammen an.
Die Paprika schnitt ich ebenfalls in kleine Quadrate und briet sie mit den Zucchiniquadern. Jetzt gab ich die rote Zwiebel dazu und schwenkte alles durch. Es war eine Menge Gemüse, und obwohl ich 3 Eier aufgeschlagen hatte wusste ich nicht, ob die Eimasse reichen würde.
Den Ofen hatte ich kurz vorher angeworfen, gab die verklepperten Eier und 7 Blätter Basilikum in Streifen über die Gemüse/Wurst Mischung und liess es etwa 10 Minuten im Ofen stocken.
Die Tortilla war super saftig und hatte eine leichte Schärfe (ich hab noch eine Viertel Jalapeño Schote kleingehackt mit dazu gegeben, und die Chorizo war auch “pikant”).
Insgesamt war ich vielleicht 35 Minuten damit beschäftigt. Ich gab ein paar geschälte Gurken dazu und aß die Hälfte. Den Rest morgen Mittag. Oder als Versucherle an bestimmte Personen, falls ich mittags Lust auf etwas anderes habe…

Pollo fino Zucchini Tomatenragout


Auf dem Markt heute hatte ich wieder ein nettes Gespräch mit meinem Affineur, Herrn Ruf, der sich die Stones letzte Woche in Stuttgart gegönnt hatte. Er war begeistert, obwohl er eigentlich die Generation U2 sei, wie er selbst sagte. In meiner Generation war ich zwar näher an den Anfängen, aber man musste sich zwischen Beatles und Stones entscheiden. und ich war definitiv ein Beatles Fan… jedenfalls, bis Deep Purple auf den Plan trat. Danach wurde alles sehr viel komplizierter 🙂
Jedenfalls war es schön, einen kurzen Austausch inmitten der geduldig wartenden Kundschaft zu haben. Es gab dann noch einen kleinen Austausch über Lieblingskäse mit einem Paar, das neben mir stand und auch das Gelegenheit bekam den St. Nectaire zu probieren.
Am nächsten Stand gab es kleine runde Zucchini in grün und gelb, und ich nahm einen gelben mit. Beim Eierstand gab es wieder meine Bio Eier und im Hähnchenbereich gab es auch Pollo fino, ausgebeinte Hähnchenoberschenkel.
Ich entschloss mich gefüllte Pollo fino zu machen, dazu den gefüllten Zucchino auf einem Tomatenragout.

Die aufgeklappten Pollo fino salzen und pfeffern
eine kleine dicke Scheibe Käse (Namen vergessen, fast wie ein Comte, aber nussig wie ein Schweizer Käse) und ein Salbeiblatt hinein, zugeklappt und mit etwas Parmaschinken umwickelt
mit einem Zahnstocher absichern und erst auf dem Herd in Olivenöl anbraten, dann im Ofen fertig garen

Für den gefüllten Zucchino die Frucht aushöhlen, klein hacken,
2 Knoblauchzehen und 1 Schalotte klein hacken und anbraten
Würfel einer Tomate dazu
Chili mörsern, ebenfalls dazu
Petersilie und Rosmarin dazu, einkochen lassen
gegarten Bulgur dazu, abschmecken
in den Zucchino einfüllen, Brösel drüber, dann geriebenen Parmesan
in einem Behältnis im Ofen 30-40 Minuten überbacken

Ich hatte auch schöne Rispentomaten bekommen. Drei dieser Tomaten kochte ich, in Achtel geschnitten, mit Knoblauch und Schalotte ein, danach gab es ein Achtel Rotwein und ein Tl Zucker dazu,
mit Deckel langsam schmoren lassen, danach noch ein Glas Rotwein und dann langsam einkochen. Ich hab dann noch einen kleinen Schluck Rotweinessig dazugegeben, um die Säure auszubalancieren. Zum Schluss gab es noch ein (gehacktes) Bouquet aus Rosmarin, Basilikum und Salbei ganz frisch dazu-sehr aromatisch!
Der gefüllte Zucchino eignet sich perfekt für ein vegetarisches Dinner, da fehlt nichts! Die Pollo fino sind auch sehr schmackhaft und sehr zart. Dadurch, daß sie auch eine Haut haben können die gar nicht trocken werden, selbst wenn man sie im Ofen “vergisst”.

Fazit: ein mediterranes Gericht, das sehr kräuterlastig und aromatisch war. Passt sowohl zu Weiss-, wie auch zu Rotwein, wobei ich fruchtigen Weinen, die nicht so schwer sind, den Vorzug geben würde.