Empanadas Salsa de Arbol Guacamole


Irgendwas ist immer. Ich hatte vor Empanadas zu machen ( a first!) und nachdem ich dieselben vorsichtshalber gegoogelt hatte, wusste ich auch nicht, was echt und was fake war.

Die meisten Rezepte für den Teig, speziell die argentinischen Rezepte, deren Schreiber behaupten, daß die Dinger in Argentinien erfunden wurden, machen einen Teig aus Mehl, weichem Pflanzenfett oder besser noch mit (Lard=Schmalz – meistens Schweineschmalz), Salz und etwas Wasser.

Nur Jamie Oliver machte einen Teig wie für eine Pastete oder Tarte, indem er Schmalz mit Butter ersetzte. Dem folgte ich, was ein Fehler war. Hier sein Rezept:

500 g Mehl, 2 Tl Backpulver, 150 g ungesalzene Butter (kalt), ausserdem genügend kaltes Wasser, um eine Bindung zu erzeugen.

In Osteuropa werden solche Taschen üblicherweise mit Hefeteig gemacht, was erstens leichter zu verarbeiten ist, und zweitens hinreissend schmeckt.

Es kann schon sein, daß es soviel Schmalz (in Argentinien vielleicht auch Rinderschmalz) gibt, daß der Gedanke an Hefe gar nicht aufkommt.

Auch hab ich sie nicht frittiert, sondern gebacken. Üblich ist das frittieren.

Der Teig war etwas schwer zu bearbeiten, obwohl ich Löffel um Löffel Wasser dazugab, um eine gewisse Elastizität zu erlangen – hier aber war ein Fehler oder eine Fehleinschätzung von Oliver’s kitchen crew: Ich musste ein ganzes Pfund Mehl für 12! Empanadas verarbeiten… Ich habe 6 Stück aus einem Fünftel des Teigs gemacht. Vielleicht sollte dort jemand neue Rezepte editieren oder redaktionell überarbeiten?

Am Ende des Tages waren sie zu trocken und auch zu fest.

Da war es direkt voraussehend, eine Salsa de Arbol und eine echte mexikanische Guacamole mit ins Rennen geschickt zu haben.

In verschiedenen mexikanischen Videos sah ich sehr kompetente Frauen mit Leichtigkeit verschiedene Salsas machen. Zu einem der Rezepte hatte ich alle Zutaten: Die Salsa de Arbol hat verschiedene Varianten, aber alle nehmen getrocknete Chiles (Serrano) und rösten sie zusammen mit einer Zwiebel, Knoblauch und Tomaten an, bis sie dunkel werden.

Also 3 getrocknete Chiles und den Rest der Zutaten anrösten, dann in den Mixer geben und gut durchmixen. Mit Salz abschmecken. Ich hatte nur eine Tomate, aber 3 Chiles. Für europäische Gewohnheiten hätte es ein Chili weniger sein können 🙂

Die Guacamole hab ich auch nach neu entdecktem mexikanischen Rezept gemacht – schmeckt anders, intensiver und besser!

Theoretisch hat man einen mexikanischen Mörder-Mörser, in dem man weiße Zwiebeln, Knoblauch, frische Chiles (auch wieder Serrano, aber frisch) und Koriandergrün (ein paar Zweige) mit Salz mörsert, bis man eine dunkelgrüne Paste hat. Die wird mit der Avocado gemischt, die man nur grob aus der Hülle entfernt und etwas zerkleinert hat. Am Ende ist der Stampf etwas gröber und sieht gut aus.

Am Ende war ich nicht ganz zufrieden -die Empanadas waren zu fest und zu trocken. Der Rest war gut.

Übrigens: Die Fülle nach Jamie Oliver (fast hätt ich’s vergessen 🙂 )

450 g Sirloin Steak (Lendensteak) in kleinen Stücken – bei mir 400 g Rinderhack

Olivenöl

2 Zehen Knoblauch

1 rote Paprika

1/2 El Pimenton de la Vera (Rauchpaprika)

1 Tl gemahlenen Kreuzkümmel

20 g schwarze Oliven mit Stein (Stein entfernen)

1 El Tomatenpüree

1/2 organischer Rindsbrühenwürfel

alles zusammen anbraten, am Schluss den Würfel oder die selbst gekochte Brühe dazugeben und langsam einkochen bis alles nur noch wenig feucht ist. Dann auskühlen lassen. Später den ruhenden Teig ausrollen und einen Unterteller benutzen, um ein genügend großes Rund herzustellen. Wichtig ist, daß der Empanada nicht zu dick ist. Er sollte nicht dicker als 2 mm sein, denn er geht durch das Backpulver noch auf.

Wenn die Teigrunden gefüllt sind, die Ränder mit Wasser benetzen und gut aneinander drücken und dann den Rand umfalten (man spricht auch von bördeln), das gibt dann ein schönes Muster und stellt sicher, daß die Empanadas nicht auslaufen. Dann mit einem verquirlten Ei bestreichen ud ausbacke, etwa 25 Minuten (einmal wenden).

Fazit: Ein Gericht, das ich beim nächsten Mal optimieren werde. In der Zwischenzeit schau ich mal, ob es in Mexico eine Tradition gibt, die Hefeteig beinhaltet 🙂

Huhn Paprika Mandeln Reis


Da ich noch eine Hähnchenhälfte Cordon Rouge hatte, schaute ich nach, was ich damit so anstellen könnte. Per Zufall (weil ich mir vor ein paar Tagen eine Hoisinsauce von Lee Kum Kee gekauft hatte) ging ich auf die Webseite und fand ein Rezept, das zu meinen Zutaten passte, naja, fast.

Ich hätte es als ein chinesisches Rezept bezeichnet, aber auf der Webseite wird es als „Unkompliziertes pikantes Hähnchen auf asiatische Art“ betitelt 🙂

Eine adaptierte Version des Originals:

200 g weißer Reis

300 g Hähnchenschenkelfleisch (bei mir eine Hähnchenbrusthälfte in Würfeln)

1 EL Austernsauce (auch Austernsauce)

oder Würzsauce Mit Austerngeschmack

Pflanzenöl

2 Knoblauchzehen, in feine Scheiben geschnitten

2 rote Paprika, entkernt (plus 2 ziemlich scharfe Schoten Peperoni)

3 Frühlingszwiebeln, geputzt

1 EL Hoisin Sauce

1 TL Chili-Knoblauch-Sauce (hatte keine, stattdessen helle Sojasauce)

Eine handvoll Cashewkerne (bei mir halbierte Mandeln)

Die Hähnchenstücke wurden mit den Saucen 15 Minuten mariniert, dann angebraten und danach wieder herausgenommen.

Die Mandeln röstete ich dann an und stellte sie auch beiseite.

Jetzt gab ich noch einen Löffel Öl in den Wok und gab das Gemüse dazu, um es etwa 7 Minuten anzubraten. Dann vermischte ich alles miteinander und servierte es um den Reis, den ich schon vorher angesetzt hatte.

Ganz schön scharf, aber der Reis machte es wieder etwas milder. Es schmeckte sehr gut, wenn auch die Saucen, die gekauften, immer einen „Wiedererkennungseffekt“ inne haben, was nicht immer gut ist.

Trotzdem lecker!

Kalbsschnitzel natur Breite Bohnen Paprika Frühlingszwiebel


Mir fällt im Moment nichts wirklich Tolles ein. Aber es hilft nix – essen muß man und posten muß man ab und zu auch, schon, um nicht aus der Übung zu kommen.

So fuhr ich heute das erste Mal seit kurz vorm Neuen Jahr bei Zorn vorbei und kaufte mir dort ein schönes Kalbsschnitzel aus der Oberschale. Im Gegensatz zum letzten Mal (wo es ein echtes Wiener Schnitzel gab) mehlierte ich es nur und servierte es fast komplett natur.

Beim Gemüsehändler gegenüber liess ich mich von der Auslage inspirieren und kaufte ein paar Breite Bohnen, eine rote Paprika und einen Bund Frühlingszwiebeln. Auch nahm ich ein paar Zweigchen Thymian mit.

Ich bereitete erst alles Gemüse vor und warf alles zusammen mit einer Knoblauchzehe in eine Pfanne und briet sie langsam an.

Dann klopfte ich das Schnitzel, würzte es und wendete es in etwas Mehl. Dann wurde es in einer anderen Pfanne langsam angebraten.

Das Gemüse wurde auch gewürzt, und zwar mit Salz, Pfeffer, einem der Thymianzweige, ein paar Rosmarinnadeln und ein bißchen getrocknetem Bohnenkraut.

Geschmeckt hat alles sehr gut, schön war auch einmal der Verzicht auf Kohlehydrate (morgen wieder). Satt wurde ich trotzdem.

Rinderkotelett Kartoffel-Avocadosalat Paprika-Mais-Gemüse Kirsch-Chipotle-Sauce


Heute morgen auf dem Markt war ich irgendwo unschlüssig – ich hatte eigentlich genug im Haus, um nichts mehr zu brauchen, andererseits interessierte mich die Kirschsauce, die ich letztens erwähnte. Die kann man bestimmt zu verschiedenen Fleischsorten essen, ich hab aber sofort an Rind gedacht. Also bin ich Nachmittags nochmal weg, um zu sehen was ich so finde.

Ich fand ein Kotelett vom irischen Weiderind, das ich sogleich mitnahm. Dazu eine nicht zu große Tüte türkische Kirschen.

Daheim gab es Zwiebel, getrocknete Chipotle-Chili und getrocknete Ancho-Chili, von denen jeweils ein Viertel abgetrennt und in warmes Wasser gelegt wurde.

Dazu etwa 10 entsteinte Kirschen und ein Glas Rinderfond. Zuerst schwitzte ich die Zwiebeln an, dann wurde das mit dem Fond abgelöscht, dann kamen die Chilis in Streifen geschnitten mit dazu, ebenso das Einweichwasser. 3/4 der Kirschen gab ich jetzt auch dazu. Das Ganze ließ ich 20 Minuten einkochen, dann pürierte ich die Flüssigkeit mit dem Zauberstab. Es hatte fruchtige, scharfe und rauchige Noten. Ich ließ die Sauce noch etwas reduzieren und gab die restlichen Kirschen dazu.

Der Kartoffelsalat mit Avocado ist der Rest von gestern. Den hab ich nur neu abgeschmeckt und den letzten Rest Koriander dazugegeben. Der war fast besser als gestern.

Das Gemüse ist eine Mischung aus rotem und grünem Paprika, die in Würfel geschnitten mit Knoblauch, Jalapeno und Zwiebel in Olivenöl langsam angebraten wurden.

Den zweiten Maiskolben kochte ich auf die übliche Art, ließ ihn dann etwas auskühlen und schnitt die Maiskerne vom Kolben herunter und gab sie zum Paprika. Dazu kam etwa ein El Pimenton de la Vera. Jetzt wurde die Mischung in der Pfanne etwas trocken und ich löschte mit einem Schluck Weißwein ab.

Das Gemüse war soweit fertig, also ließ ich es auf kleinster Einstellung simmern und erhitzte die große Pfanne. Das Kotelett wurde von beiden Seiten gewürzt und scharf angebraten. Dann wurde es gewendet. Nachdem die andere Seite auch schön gebräunt war hab ich es wieder gewendet. Das hab ich ein paarmal gemacht. Es war aber noch nicht so sehr lange in der Pfanne gewesen und ich wollte heute auf meinen Temperaturfühler und den Ofen verzichten. Stattdessen nahm ich es aus der Pfanne und ließ es 15 Minuten ruhen (normalerweise hab ich gute Intentionen, aber nicht genügend Geduld-heute schon). Dann Löste ich den Knochen aus und schnitt es auf: Rare und lecker!

Die Sauce gab dem Fleisch eine zusätzliche Komplexität, Süße, Rauchigkeit, Schärfe und Tiefe,

Das Gemüse hatte auch Schärfe und einen gewissen Rauch, außerdem einen Crunch, der vom Mais kam, gepaart mit seiner Süße.

Und der Kartoffelsalat war der mild-würzige Ausgleich, der dem Gericht sein Yang zum Yin gab.

Die Sauce würde ich auch zu Ente servieren, oder vielleicht zu Taube.

 

Rinderkotelett Kartoffel-Avocadosalat Paprika Mais Gemüse Kirsch-Chipotlesauce 1

 

Rinderkotelett Kartoffel-Avocadosalat Paprika Mais Gemüse Kirsch-Chipotlesauce 4

 

Rinderkotelett Kartoffel-Avocadosalat Paprika Mais Gemüse Kirsch-Chipotlesauce 5

Salat mit Linsen und Hähnchenbrust


Es ist keine Riesenaffäre, diesen Salat herzustellen. Ich habe mich eher zufällig für die Gemüsemischung entschieden. Die Beteiligten waren Eisbergsalat, rote Paprika, braune Champignons, Karotten, Tomaten und Spargoli,ein frühes Broccolistämmchen. Ich hab schon mal davon gehört, glaub ich…
Die waren auch sehr lecker. Dazu Puy-Linsen, bißfest gegart mit ein paar Selleriewürfeln, abgeschmeckt mit Essig und Olivenöl und Salz/Pfeffer. Dazu ein paar Streifen Hähnchenbrust und eine Salatsauce aus Olivenöl, Essig, Salz, Pfeffer, Senf und Joghurt.

Die Paprika hab ich pariert und in lange Streifen geschnitten und zusammen mit den gedrittelten Pilzen scharf in etwas Öl angebraten, dann auf die Seite gestellt. Die Spargoli und Karottenscheiben hab ich zusammen aufgekocht, etwa 5 Minuten. Die Linsen brauchen etwa 25 Minuten, ich teste sie immer wieder.
Den Eisberg gewaschen, gezupft und mit 2 El Sauce wenden. Auf einem Teller geben und restliches Gemüse anrichten. Zum Schluß die Linsen und dann nochmal etwas Sauce (hab ich hier nicht, weil die wahre Menge immer etwas unbeholfen aussieht;-) )
Es gab Lob für diesen Salat!