Spitzpaprika Hack grüne Bohnen Kritharakia


Bei Metzger Zorn liess ich mir Rindfleisch durchdrehen, um ein paar Spitzpaprika zu füllen. Ich hatte 4 Spitzpaprika und 250 g Rinderhack.

Nur Hackfleisch wäre mir zu fad gewesen, also machte ich eine Mischung wie für gute Frikadellen: 1/2 Schalotte, 1 Knoblauchzehe, Salz, Pfeffer, frischen Thymian, frischen Rosmarin, Pankobrösel, 1 Ei und eine Thai Chili.

Das wurde mit leichten Fingern (für mich eine schwierige Übung) gemischt, nur so lange, bis die Komponenten sich genügend verteilt hatten.

Dann füllte ich die Mischung in die geputzten Paprikas und gab sie in eine ovale Form für den Ofen. Vorher sautierte ich noch eine halbe Schalotte, die ich zuerst mit Tomatenmark aromatisierte, bis das Mark am Topfboden ansetzte, um es dann mit Sherry und Weisswein und etwas Wasser wieder abzulösen und über die Paprika zu geben.

Zwischenzeitlich setzte ich Speckwürfel auf, die ich anröstete, dann kamen die geputzten grünen Bohnen, Knoblauch, Salz, Pfeffer und Thymian dazu. Mit Deckel dauerte es etwa 15-20 Minuten, bis die Bohnen gar waren. Übrigens ist die olive Farbe dem Umstand geschuldet, dass ich sie schon vorher gewürzt hatte und sie nicht mehr abschrecken wollte.

Jetzt wanderten die Kritharakia Nudeln in gesalzenes Wasser und brauchten auch etwa 15-20 Minuten. Die Paprika waren bis dahin auch schon fertig und ich musste nur noch anrichten.

Es ist ein Gericht, dass irgendwie griechisch ist, oder nicht. Vielleicht makedonisch? Oder vielleicht aus Ungarn oder Österreich mit anderer Beilage. Oder aus dem ehemaligen Jugoslawien. Aber auch hier isst man gefüllte Paprika ziemlich gerne, wenn auch die Spitzpaprika seltener gemacht werden. Wie dem auch sei – es ist einfach, aber schmeckt gut und die 2 übrigen Spitzpaprika verschenke ich morgen und freu mich, dass sich der Empfänger freut 🙂


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Hähnchen Harissa Paprika Zwiebel Tomate Kartoffel


Auf dem Markt gab es ein freilaufendes Maishähnchen. Vom Pfälzer bekam ich wunderschöne Spitzpaprika, im eigenen Garten gezogen und sehr ungewöhnlich aussehend. Die Paprika changierten von Gelb über Orange ins Grüne und ins Rote, dabei schlängelten sie sich wie…na ja, Schlangen.

Ich nahm auch ein paar grosse Zwiebeln mit, Tomaten und Kartoffeln hatte ich noch Zuhause. Im Internet liess ich mich inspirieren und traf fast sofort auf ein Rezept von Jamie Oliver, aus seinem Buch “5 Ingredients” oder so ähnlich. In seiner unnachahmlichen Art riss er das Gemüse mit den Händen auseinander, würzte überschwänglich und tat im allgemeinen so, als müsste das jeder wissen, der älter als 8 Jahre ist.

Ich nahm trotzdem ein, zwei Inspirationen aus dem youtube Auftritt mit: Harissa. Ich hatte noch eine uralte Tube, die aber noch OK schien (und jetzt, eine Stunde später ist immer noch alles gut), die ich mit Olivenöl und Limettensaft mischte, um sie streichfähig zu machen.

Oliver knetet das Gemüse mit dem Harissa durch, teilt das Hähnchen dann der Länge nach in zwei Hälften und legt die, wieder mit Harissa beschmiert, aufs Gemüse.

Ich nahm nur beim Gemüse meine Hände, beim Fleisch, das ich auch zerteilt hatte, nahm ich einen Pinsel.

Statt Olivenöl und Essig zu nehmen, um das Gemüse zusätzlich zuwürzen, nahm ich stattdessen eine Zitrone mit dem Olivenöl, das aber auch zu diesem süss-sauren Effekt führte. Jamie Oliver sorgte bei seiner Version für den Aha Moment, indem er mit frischer Minze würzte. Der Markt war für mich da schon geschlossen – ich beliess es bei Petersilie.

Das Hähnchen drehte ich nach 25 Minuten und dann nach 50 Minuten um, dann bekam es noch 8 Minuten, um die Haut kross zu machen.

Fazit: Harissa ist eine nordafrikanische Paste aus Jalapeños, Cumin und wahrscheinlich Öl. Sie entwickelt einen schönen Geschmack, der eher würzig als scharf ist (nicht falsch verstehen – sie ist scharf, aber um so mehr ist sie aromatisch. Die Schärfe ist nicht ihr Hauptmerkmal). Ich hab sie noch nie für ein Hähnchen verwendet und würde es wieder tun. Auch das massierte Gemüse wurde dadurch sehr angenehm pikant.

Schwarzwaldlinsen Würstchen


Am Samstag auf dem Markt zeigte mir Herr Ruf vom Käsestand ein paar neue Produkte, die er anbot. Zum einen handelte es sich um einen Käse, der auf einem Bauernhof in Sulz hergestellt wird.
Der Käse ist nur einer von einigen verschiedenen Sorten. Ich nahm ein Stück mit und finde, der ist richtig gut geworden.
Dann zeigte er mir noch Linsen, vom gleichen Hof, die im Schwarzwald angebaut werden. Sie sind grün und sehen ein bisschen aus wie die französischen Puy Linsen und sind auch klein wie Berg- oder auch Belugalinsen.
Ich mag diese kleinen Linsen und nahm eine Packung mit.
Heute fielen sie mir wieder ein. Ich las kurz die Packungsanweisung und stellte fest, dass sie nur 20 Minuten Kochzeit plus 10 Minuten Ruhezeit brauchen.

Für die Linsen nahm ich
1 Schalotte
1 Spitzpaprika
1 Karotte
1 Cocktailtomate
4 Scheiben der Peperoni
etwa 1/4 l Wasser

20 Minuten köcheln
Wurst dazugeben
10 Minuten ziehen lassen

1 El Weissweinessig dazugeben
Salzen, Pfeffern, fertig.

Die Linsen reihen sich ein in die Reihe der anderen kleinen Linsen, sie sind ebenso lecker.
Eine echte Überraschung, und dann vor der eigenen Haustür!
Ohne Würstchen ist das Gericht vegan.

Ceviche Variation


Ich holte heute die Konzertkarten zu Mother’s Finest aus dem Reisebüro ab, das auch als Aussenstelle für den Veranstalter fungiert.
Es ist nicht weit von mir, aber bergauf, also nahm ich mein e-bike. Auf dem Rückweg machte ich einen kleinen Schlenker durch ein paar Strassen, wo der Verkehr sich verläuft und man als Radfahrer keine Todesängste aushalten muss. Diese Strasse brachte mich von hinten an meine zwei Lieblingsläden; der italienische Fischladen und der tolle Gemüseladen direkt nebenan.
Weil es schön warm war, dachte ich daran ein Ceviche zu machen und hoffte darauf, daß der Papa die richtigen Fische da hatte.
Es gab Scholle, Steinbeisser, schwarzen Heilbutt und Schwert- und Thunfisch, aber ich wollte einen aromatischen Weissfisch. Hinter den Doraden (der auch sehr aromatisch ist und gut schmeckt, der aber viele Gräten hat) versteckte der Papa noch ein paar Wolfsbarsche. Das war genau das, was ich wollte. Er schuppte mir den Barsch und nahm ihn für mich aus. Ich nahm dann noch 2 Riesengambas dazu und machte mich auf zum Gemüseladen.
Dort kaufte ich 2 Limetten, eine kleine Menge Queller, Petersilie, eine rote Spitzpaprika und zwei Jalapeños.
Zuhause angekommen schaute ich bei einem authentischen Rezept nach, nur um festzustellen, dass ich den Koriander vergessen hatte (wie konnte das ausgerechnet mir passieren?), und das als beliebte Beigabe gekochte Süßkartoffelscheiben gereicht werden. Die mag ich gar nicht.
Queller wird andererseits nicht dazugegeben. Aber die Meeresalgen sind schön salzig und so verzichtete ich darauf das marinierende Ceviche zu salzen.

Also erst schnitt ich die Filets von den Gräten herunter, dan drehte ich jedes Filet und schnitt die Haut weg. Obwohl ich mein fast unbenutztes Lachsmesser dafür verwendete, bleibt immer ein Rest an der Karkasse, und es war relativ wenig Fleisch, das übrig blieb.
Aber ich hatte ja noch die beiden rohen Riesengambas, die ich sogleich schälte und entdarmte und in Stücke von etwa 1 cm Länge schnitt. Den Fisch hatte ich auch in Quadrate von etwa 1-2 cm geschnitten.
Fisch und Meeresfrüchte kamen in eine kleine Keramikschüssel und bekamen den Saft eine Limette dazu.
Dazu gesellte sich ein Teil der Paprika in ganz feinen Streifen, einige der Queller, 1 Knoblauchzehe und ein Drittel einer sehr großen roten Zwiebel. Auch hackte ich eine Jalapeño und die Petersilie und legte einen Teil als Bett für die Ceviche aus.
Jetzt stellte ich die Ceviche eine halbe Stunde kalt und richtete dann an.
Interessant ist, dass man die Säure der Limette nicht wahrnimmt. Mir fiel auf, dass das Fleisch der Gambas in denaturiertem Zustand richtig süss schmeckt, und der Wolfbarsch eine tolle feste Konsistenz und einen überaus angenehmen Geschmack entwickelt. Insgesamt war es ein sehr harmonisches Essen, nur befürchte ich, dass es eine relativ teure Vor- oder auch Hauptspeise wird, wenn man für mehr als ein paar Leute einkauft. Ich habe im Fischladen etwa 5.50 für den Wolfsbarsch und etwa 2.50 für die beiden Gambas ausgegeben, im Gemüseladen lag ich nochmal bei 5.50. Queller, Paprika und Petersilie hab ich noch, aber der Fisch ist weg. Ich nehme an, man kann mit Filets etwas Geld sparen, aber diese Fische (Wolfsbarsch, Dorade) werden eher seltener filetiert angeboten, oder wenn, dann zu saftigen Preisen.

Schweinelende Pflaumensauce Stampf Paprika


Vor zwei Tagen konnte ich ein paar schöne Pflaumen bekommen. Vor einiger Zeit machte ich daraus eine Sauce, die es vor Jahren einmal in dem damals ambitionierten Lokal “Fünf” gab, nämlich eine Reineclauden Sauce. Die Reineclaude ist eine Pflaumensorte, nicht zu verwechseln mit den eher ovalen und schlankeren Zwetschgen. Diese Sauce hab ich heute im Kopf gehabt, als ich mine neue Sauce ansetzte. Ich weiß nicht, ob die Pflaumen Reineclauden waren oder eine andere Sorte.
Ich hab 3 Pflaumen entsteint und geviertelt, eine Schalotte angehen lassen, die Pflaumen dazugegeben, etwas einkochen, Port dazugeben, einkochen, Rotwein dazugeben, Deckel drauf, Hitze reduzieren, später 150 ml Kalbsfond dazugeben, dann langsam einkochen und abschmecken. Meine Sauce brauchte Salz, etwas Zucker und ein paar Tropfen Sojasauce.

Dazu gab es Kartoffeln, wieder die mehligen, aber als Stampf. Als ich sie stampfte gab es Butter, Salz und 3 Löffel der Kalbsbrühe dazu.

Ich hatte noch 2 Spitzpaprika, die ich schnell mit den Lendenstücken anbriet. All das ging ziemlich schnell, und ich entschloss mich, die Sauce “nature” zu lassen, soll heissen, es gab kein Dickungsmittel und auch keinen Pürierstab, deswegen sieht sie auch etwas heterogen aus. Das tat ihrem Geschmack aber keinen Abbruch 🙂

Insgesamt lecker, wenn man fruchtbasierte Saucen mag.

Weisser Bohnen Salat


Im Laden auf dem Weg nach Hause sah ich eine Packung weisser (Cannellini) Bohnen in Bio-Qualität, die mussten mit, weil ich wieder einen Salat machen wollte.
Um die Bohnen schnell weich zu bekommen, benutzte ich meinen Schnellkochtopf mit einer Tasse Bohnen und drei Tassen Wasser und zwei Lorbeerblättern. Mehr kam zu dem Zeitpunkt nicht hinein.
Nach einer halben Stunde (ich kochte die Bohnen auf Maximalhitze auf, drehte sie dann um die Hälfte herunter, dass sie gerade so im Überdruck waren) drehte ich sie ab und machte sie wenige Minuten später auf. Weich und cremig waren sie als ich sie abtropfen liess und in ein anderes Gebinde gab.
Zuerst gab ich jordanisches Za’atar dazu, etwa einen flachen TL.
Dann, alles in rohem Zustand:
1 Bio-Spitzpaprika in sehr feinen Streifen
2 dünne Frühlingszwiebel
1/2 rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
4 Cocktailtomaten, geachtelt
1 El Kapern, 1 El Kapernsaft
Saft einer halben Zitrone
Zitronenzeste geraspelt und in Streifen
2 El Rotweinessig
4 El Olivenöl
Salz, Pfeffer, 1 Chili Schote, gemörsert

Alles schön mischen und in einem Ring anrichten. Dazu frisches Basilikum in Streifen und eine kleine Dose Thunfisch. Dann nochmal einen Strahl Olivenöl.
Fertig ist der Salat. Das Gute ist, daß die Bohnen sich im Schnellkocher ziemlich vermehrt haben und es daraus noch mindestens 3 Mahlzeiten gibt 🙂

Cordon Bleu Spargel Paprika


Ich gestehe, ich hab es nicht mehr ausgehalten. Heute wurde ich schwach und kaufte grünen Spargel. Ich kann nicht noch einen ganzen Monat warten. Allerdings schaute ich nach: Mein Spargel kam nicht aus Peru, sondern immerhin aus Spanien. Mein Gemüsehändler verkauft auch schon den teuren deutschen Gewächsplanenspargel.

Jedenfalls machte ich ein Cordon Bleu vom Schweineschnitzel dazu, gefüllt mit Winzerschinken und Emmentaler, das zuerst in Mehl, dann in Ei gewendet wurde und dann in den japanischen Pankoflocken.

Die Kruste wird anders als beim Paniermehl – zwar auch mit viel Crunch, aber weniger kompakt.

Den Spargel hab ich erst hälftig geschält und dann mit dem Spitzpaprika und einer Knoblauchzehe in Olivenöl angebraten, etwa 10 Minuten.

Das Cordon Bleu kam in Rapsöl von 1/2 cm Tiefe, das noch ein gutes Stück Butter dazu bekam. Das Stück Fleisch dauerte auch etwa 10-12 Minuten.

Durch die Panade hatte ich ja auch Khs, deswegen war ich damit und mit den beiden Gemüsen zufrieden 🙂