Suppe Huhn Shitake Reisnudeln


Ich hatte wieder einmal Lust auf eine Suppe mit asiatischem Einschlag. Dafür holte ich mir bei Zorn Hähnchenschlegel von Siebert aus dem Elsass. Brust gab es nicht. Ich mag aber dunkles Fleisch sowieso lieber, also kein Problem. Danach ging ich zum Gemüsehändler gegenüber. Dort gab es Karotte, Lauch, Shitake Pilze und Zitronengras. Ingwer und Kaffir Limettenblätter hatte ich Zuhause.

Die Grundlage war ein Päckchen Dashi (Pulver), das ich in einem Liter heissem Wasser auflöste. Dazu gab es eine Karotte in Streifen, ein halber Lauch, sowohl weisse und grüne Teile, und 2 grosse Shitake Pilze in Scheiben. Dann gab ich das Zitronengras hinein, das ich erst mit dem Messerrücken anschlug, um die Zitrusstoffe zu befreien. 4 Kaffirblätter und ein paar Scheiben geschälter Ingwer gesellten sich auch dazu.

Jetzt gab ich das Fleisch eines Hähnchenschlegels in kleinen Stücken dazu. Die Haut hatte ich vorher abgelöst und gab sie ein paar Minuten mit in die Brühe. Nachdem das Fleisch gar und das Gemüse bissfest war, drehte ich die Temperatur herunter. Ein El Sojasauce und 2 Spritzer Fischsauce machte die Suppe viel runder. Zum Schluss schnitt ich eine Thai Chili in feine Röllchen und gab sie dazu, ebenso eine Handvoll Reisnudeln. Die brauchten nicht lang (6-7 Minuten) und ich konnte anrichten.Ganz am Schluss gab ich ein paar Korianderblätter dazu.

Dashi hat zwar einige Zutaten, die hier im Westen zu den “unberührbaren” Zutaten gehören, wie Natrium Glutamat. Allerdings muss man auch bemerken, dass Japaner und ihre Köche ein komplett anderes Verhältnis dazu haben. Da gibt es zum Beispiel die Kombination aus Shitake Pizen und einer Meeresalge, die diesen Wirkstoff natürlich bildet. Und da Umami eine Geschmacksrichtung ist, die aus Japan hierher kam, beuge ich mich der östlichen Kochweisheit. 🙂


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Stir Fry: Schwein Broccoli Udon


Ich musste heute Wasserkästen schleppen und neue kaufen. Das führte mich zum REWE in der Nähe. Normalerweise gehe ich dort nicht so gerne einkaufen, weil er für manche Lebensmittel wirklich viel Geld nimmt. Er ist da nicht allein, alle tun das, solange uninformierte Kunden die teuren Waren kaufen. Aber das ist mir meist zu blöd. Das heutige Beispiel: Eine flache Schale Broccoli, etwa 250 g, mit schönem Foto und schon in längliche Tranchen geschnitten. Darauf steht “Alles essbar!”… für €2.49. § Fächer daneben ein ganzer Broccoli Kopf, etwa 500 g für €1.49. Ja sind die Kunden wirklich so blöd oder faul? Anscheinend.
Den grösseren Broccoli packte ich ein, dazu braune Pilze und ein Stück Schweinelende. Zuhause gab es noch eine halbe Paprika, rote Zwiebel, Knoblauch und Udon Nudeln.

Das Lendenstück schnitt ich erst in Scheiben, dann in Streifen.
Die legte ich in eine Mischung aus Sojasauce, Austernsauce und Fischsauce ein und gab den Knoblauch, eine sehr scharfe Chili und den Saft einer halben Limette dazu.

Das Gemüse wurde in bissgerechte Stücke geschnitten und nacheinander im Wok mit Rapsöl angebraten. Nach Broccoli und Paprika gab ich das Fleisch dazu, und als das halb gar war kamen die Champignons und die roten Zwiebel dazu. Als das Fleisch gar war löschte ich alles mit einem guten Schluck Port ab und mischte die Udon Nudeln unter, die ich zuvor in heissem Wasser gekocht hatte.
Ganz zum Schluss bestreute ich das Gericht mit dem Rest Koriandergrün, den ich noch hatte.
Insgesamt etwa 15 Minuten Kochzeit und bestimmt nicht mehr an Vorbereitung. Aber gut!

Koreanische Hackbällchen Mie Nudeln Bohnen


Morgen hat mein Laden Inventur. Alles ist geschlossen, einschliesslich der 5 Möglichkeiten, sich aus dem Fast Food Bereich etwas zu besorgen, um die Mittagszeit vernünftig zu verbringen.

Das Management lud die Angestellten dazu ein, ein Potluck zu veranstalten, d.h. ihr Lieblingsgericht zu kochen und zu teilen. Das machen wir öfter, und mir gefällt das natürlich, aber nicht jeder findet das gut.

Jedenfalls machte ich heute dafür etwa 60 koreanische Hackbällchen, wobei ich meine Zweifel habe, ob es ein Originalrezept ist 🙂  Aber egal, es hat als Grundzutat die koreanische Gochuhuang Paste, eine scharfe Chili Paste, die sehr cremig ist, und auch in den Hackbällchen selbst vorkommt.

Auf 450 g Rinderhackfleisch kommen

2 El Gochuhuang Paste

1/2 Tasse Panko

5 Frühlingszwiebel in dünnen Scheiben

2 Knoblauchzehen

2 El fein gehackter Ingwer

2 Tl Salz

1 Tl Pfeffer

1 Ei

Alles möglichst kurz miteinander verrühren, dann Bällchen davon abdrehen. Wenn alle Bällchen fertig sind, Öl in eine Pfanne (ich=Wok) geben und die Bällchen eher langsam anbraten. Ich hab sie aber zur Sicherheit noch im Herd bei 150 C fertiggegart. Weil ich insgeamt fast 3 Pfund Fleisch verarbeitet habe, brauchte ich 3 Durchgänge.

Die Sauce wird mit 1/3 Tasse Aprikosenkonfitüre und

1 1/2 El Reisessig (japanisch)

1 Tl Sojasauce

Frühlingszwiebeln und gerösteter Sesamsaat gemacht

Die ersten drei Zutaten werden langsam erhitzt und miteinander verrührt. Frühlingszwiebel und Sesam kommen anschliessend drüber.

Nachdem ich 2 Schüsseln voll hatte, wollte ich für den kleinen Hunger auch noch etwas tun und kochte schnell die restlichen Bohnen von vor ein paar Tagen ab und warf ein paar Mie Nudeln ins kochende Wasser.

Innerhalb von 10 Minuten hatte ich eine Mahlzeit, die zwar bestimmt auch nicht authentisch ist, aber bei mir heute Abend zumindest die Illusion gegeben hat 🙂

Und geschmeckt hat es auch!

 

 

 

 

 

Schwein Ananas Paprika Karotten Chinakohl Basmati


Gestern gab es ja den Hawaii Toast, und der wird bei mir mit frischer Ananas gemacht. Da lag es nahe, weitere Gerichte mit Ananas zuzubereiten.

Eines, das ich schon in verschiedenen Varianten zubereitet habe, dreht sich um Reis, in Soja eingelegtes Fleisch und variable Gemüsesorten in Bissgrösse.

Die heutige Variante geht so:

400 g Schweinegeschnetzeltes

2 Karotten geschält und gestiftet

1 Spitzpaprika in Streifen

1/3 Chinakohl geviertelt und in Streifen

2 cm Ingwer in ganz feinen Stückchen

2 Knoblauchzehen fein gehackt

1 Frühlingszwiebel

2 El dunkle Sojasauce

1 El Austernsauce

ein paar Spritzer Fischsauce

Abrieb und Saft einer Bio-Limette (nicht den ganzen Abrieb, aber den ganzen Saft)

1 scharfe Chili (bei mir eine kleine Scotch Bonnet ohne Kerne, fein gehackt)

1 El Sambal Oelek

Für den Wok Rapsöl und immer einen kleinen Schuss Sesamöl

 

Ich bearbeitete zuerst den Ananas und briet ihn zuerst an, damit die Stücke etwas Farbe nehmen, weil das sehr gut schmeckt.

Dann hab ich ihn herausgenommen und das Gemüse nach und nach hineingegeben. Nachdem es fast gar war (5 Minuten) hab ich gesalzen und den El Sambal dazugegeben.

Anschliessend stellte ich auch das Gemüse beiseite.

Das Fleisch hatte ich 20 Minuten vorher mit den oben genannten Zutaten eingelegt und ziehen lassen. Nachdem die Pfanne wieder schön heiss war, gab ich das Fleisch dazu und briet es schnell gar.

Um etwas mehr Flüssigkeit zu haben, gab ich in die Schüssel mit den Sojaresten etwas Wasser und einen Tl Speisestärke, mit dem ich die Flüssigkeit um das Fleisch etwas sämiger machte.

 

Den Reis machte ich wie das letzte Mal: Gute 2 Liter Wasser salzen, aufkochen, 1 Tasse Reis hineingeben, wieder aufkochen lassen, Hitze runterdrehen, Deckel drauf und Timer auf 10 Minuten stellen. Wenn er klingelt, Reis in ein Sieb schütten, zurück in den Topf geben und den Deckel drauf machen. Er hat Biss, ist aber zart und locker und nicht verklebt.

Beim Anrichten ein paar der grünen Röllchen Frühlingszwiebel als Kontrast am Schluß dazugeben.

Die Schärfe war kaum vorhanden, weder die des Scotch Bonnet, noch die des Sambal. Ich glaube wirklich, daß Hitze scharfe Chilis entscheidend mildert.

Ich erhebe mit diesem Gericht keinen Anspruch auf Originalität. ich weiss es einfach nicht besser. Gut war es trotzdem 🙂

 

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Hähnchen Broccoli Wokgemüse Hsing-Fu Nudeln


Die letzten paar Tage war ich ausser Haus und hab somit eine Kochpause eingelegt…

Wobei mir auffiel, daß die Mahlzeiten, die ich bezahlen musste, mich teilweise das Geld gereut haben.

Ich bin so sehr gewöhnt Sachen so zu kochen wie ich sie mag, daß ich sehr verwöhnt bin, wenn etwas anders ist.

 

Aber für heute hatte ich schon vorgesorgt und gute Hähnchenschenkel und Broccoli angekarrt. Dazu wurde etwas Wurzelgemüse (Sellerie, Karotten) und Frühlingszwiebel, Ingwer und Knoblauch vorbereitet.

Der Hähnchenschlegel wurde mit Sambal Oelek eingepinselt und kam bei 200 C in den Ofen. Er war 55 Minuten im Ofen, wurde einmal gewendet und auch auf der anderen Seite eingepinselt.

 

Die Hsing-Fu Nudeln wurden 5 Minuten in kochendes Wasser gegeben, dann kalt abgeschreckt und mit einem El Öl geschmeidig gemacht, damit er nicht verklebt.

Der Brokkoli wurde in einem Bambuskorb über kochendem Wasser gedämpft.

Die anderen Zutaten schnitt ich in Scheiben und Streifen und briet sie unter großer Hitze un meinem Wok. Dazu benutzte ich Rapsöl mit einem Tl Sesamöl und gab noch ein paar Tropfen Fischsauce une einen El dunkle Sojasauce dazu. Nachdem das Gemüse fertig war mischte ich die Nudeln unter.

Dann ging es schon ans Anrichten, wobei ich den Schlegel nach dem Foto doch in kleinere Stücke schnitt.

 

Ich hätte gedacht, daß der Sambal das Huhn erschlägt, aber ich habe auch schon festgestellt, daß Wärme (oder Hitze) scharfe Speisen abmildert. Es hatte zwar schon noch etwas Schärfe, aber kein Vergleich zu einer Portion frisch aus dem Glas.

Hat gut geschmeckt!

 

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Mie Nudeln Schweinelende Gemüse


Nach den Weihnachtsgenüssen wollte ich wieder etwas Einfaches. Nicht, daß die Weihnachtskocherei schwer gewesen wäre, aber etwas aufwendig schon. An Weihnachten durfte ich mit 11 weiteren Personen feiern, und am 25. dann mit 12. Logistisch war das eine Gratwanderung, hat aber alles gut geklappt 🙂

Für das heutige Essen taute ich ein Stück Lende auf und schnitt sie in dünne Scheiben. Dazu kamen ein paar Spritzer Sojasauce, ein Stück Ingwer kleingehackt und ein kleingehackter Knoblauch. Das ließ ich ziehen.

Die Nudeln werden 5 Minuten gekocht, dann kalt abgespült und mit einem Löffel Öl vermischt, damit sie nicht verkleben.

Als Gemüse hatte ich eine große Karotte, 2 Spitzpaprika, eine rote Zwiebel und den Rest meiner Ananas (etwa zwei Scheiben in Stücken).

Das Gemüse wurde zuerst angebraten, in der Reihenfolge Karotten, Paprika, Zwiebeln, dann kam das Fleisch in die Mitte, und nachdem es gar war, gab ich den Ananas dazu.

Das Ganze wurde dann auf einen Teller gegeben, in der Pfanne briet ich schnell die Nudeln an und richtete alles dann in einem Suppenteller an.

Ich hab es mit Cayenne gewürzt (mit nicht zu wenig), aber heute war ich wohl resistent, ich hätte auch mehr Schärfe vertragen.

War trotzdem gut und auch relativ schnell.

 

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Wok Huhn Chinakohl Karotten Austernpilze Lauch


Die Hühnerbrust, die ich heute in einem Edeka kaufte, wurde in Streifen geschnitten und mit 2 El Sojasauce, ein paar Spritzern Fischsauce und einem El Austernsauce eingelegt. Dazu kamen Frühlingszwiebelröllchen von 2 Zwiebeln, der obere Teil eines Chinakohls. geviertelt und in Streifen geschnitten, gestiftete Karotten, Austernpilze in Streifen, Peperoni und Lauch in Röllchen. Dazu machte ich eine Tasse Reis.

Ein guter Freund, der Asien bereist hat, riet mir nicht zu erwähnen, daß es Reis dazu gibt, weil das in gut verdienenden Kreisen in China und Korea verpönt sei, weil das nur arme Leute essen.

Ich bin einigermassen überrascht, daß eine Nomenklatura so sehr Bodenhaftung verloren haben sollte, das volkseigene Grundnahrungsmittel  geringzuschätzen.

Man stelle sich vor, Angela Merkel oder Herr Kretschmann würden abfällige Bemerkungen über Brot machen – das würde nicht gut ankommen.

Im Wok wurde alles nacheinander angebraten, und später miteinander vermischt 🙂

Dazu gab es Reis, Reis, Baby!

 

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