Schnitzel Bohnen Kartoffeln


Heute mussten ein paar Sachen weg, und die Tiefkühltruhe hatte auch noch ein paar Sachen, die weg wollten. So gab es ein ganz normales Essen. Allerdings kann ich normal eigentlich nur selten 🙂

Das Schnitzel wurde normal gebraten, die Kartoffeln wurden gekocht und dann angebraten, die Bohnen aber bekamen eine Sonderbehandlung.

Zuerst hab ich sie geputzt und die Enden abgeschnitten. Dann bereitete ich vor:

1 Knoblauchzehe

1 große rote Zwiebel in Spalten

1 Handvoll Chorizo in mittleren Würfeln

1 Thai Chili

frischer Rosmarin

frischer Majoran

Die Zutaten wurden nacheinander angebraten und danach mit den gekochten Bohnen vermischt und weiter angebraten. Dann nur noch ein bißchen gesalzen und fertig. Die Kartoffeln bekamen von dem Fett der Chorizo auch etwas ab und alles zusammen wurde sehr lecker mit einer nicht übermäßigen Schärfe.

Hat das Gericht aus dem Kantinenmilieu herausgehoben und daraus ein anständiges Abendessen gemacht!

 

 

 

 

 

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Geschnetzeltes Pasta Erbsen


Heute war mal wieder einer dieser Tage… Black Friday überstanden und dann in den obligatorischen Freitags-Feierabendstau geschlittert. Um 4 fuhr ich los, um 6:30 war ich endlich daheim. Die Strecke hat 45 km. Es war auch nicht ein Stau, sondern 3, wobei ich vor dem 3. dann rausgefahren bin, in den Haidach, dem südöstlichsten Stadtteil von Pforzheim. Dort gibt es einen modernen Edeka, zu dem bin ich gefahren, weil er auf dem Weg liegt. Aber ich wurde wieder enttäuscht – die Ware ist viel teurer als anderswo, manche Grundlagen sind nicht im Sortiment (kein Knödelbrot! Wirklich? Dafür 1000 Instant-Knödel-aaarghh!)

In der Fleisch-Theke nicht wirklich eine gute Auswahl, aber einen No.1 Kühlschrank mit abgehangenem Rind jenseits der 50 Euro/kg (wenn ich sowas überhaupt kaufen wollte, ginge ich zum Metzger und nicht zum Supermarkt). Die Fischabteilung ist im Vergleich zu meinem Italiener ein Trauerspiel. Die Fische/Filets sehen angetrocknet/tranig und insgesamt nicht frisch aus. Aber: sie kosten mehr. Auch ’ne Logik.

Aber genug geschimpft. Ich hab in der Truhe frisches Schweinegeschnetzeltes geholt, 400 g, von denen die eine Hälfte eingefroren wurde.

Dazu gab es Riesenchampignons, Sedani regati (Pasta zwischen Makkaroni und Penne) und Erbsen.

200 g Schweinegeschnetzeltes

1 Schalotte

1 Knoblauchzehe

3 Riesenchampignons

2 El Tomatenmark

1 Schluck Port

2 Schluck Weißwein

Salz, Pfeffer

 

Schalotte und Knoblauch kleinhacken, anbraten, Geschnetzeltes dazu, anbraten, Tomatenmark dazu, anbraten, Champignons dazu, Port dazu, einkochen, Weißwein dazu, einkochen lassen, abschmecken.

Es sollen noch ein paar Löffel Sauce übrig sein.

Die Erbsen hatte ich ausnahmsweise aus dem TK, also sehr problemlos, nur erhitzen.

Die Pasta war von De Cecco, und die braucht meiner Meinung nach immer einen Ticken länger, ist dafür aber besser. Also wartete ich etwas länger und richtete dann an.

Es ist ein einfaches, dankbares Gericht. Dankbar, weil es eine geile Sauce gibt (auch ohne meine Alkoholika-nehmt stattdessen Brühe oder Cognac, Pastis, oder Rum/Whisky, geht alles, auch Sahne 🙂  )

Es ist sehr schnell zubereitet, am längsten dauert die Pasta. Man muß wirklich nur einen Fehler vermeiden, und zwar das Fleisch durchzubraten, bevor man die Sauce daraus konstruiert. Das dauert dann zu lang und die Streifen sind zu dünn und werden fest und trocken. Also lieber das Tomatenmark schon dazugeben, wenn das Fleisch einmal gewendet worden ist und dann zügig weitermachen.

 

 

 

 

 

Bratwurst Wirsing Kartoffeln


Jedes Jahr das Gleiche: Sobald die Temperaturen nach unten gehen, träume ich von deftigen Sachen.

Heute hatte ich eigentlich vor etwas Chicoree anzuschmoren, aber dann sah ich den vernachlässigten Wirsing und dachte sofort an Bratwurst und Kartoffeln.

Während ich die Bratwürste kaufte, kam ich auf immer neue Varianten, wie ich es am besten kochen sollte.

 

Die Bratwürste sind grobe Bratwürste und die hab ich ganz langsam angebraten und nach etwa 15 Minuten noch ein halbes Glas Kalbsfond und einen Schluck Rotwein dazugegeben.

Ich liess die Bratwürste in der Sauce, während die langsam konzentrierter wurde.

Die Kartoffeln wurden geschält und in Scheiben geschnitten, ein paar Minuten gekocht und dann langsam angebraten.

 

Der Wirsing wurde in Streifen geschnitten und mit Schweineschmalz und Speck angebraten, dann mit Wasser abgelöscht. Mit Deckel ließ ich es 15 Minuten köcheln, dann gab ich den Wirsing in eine große Pfanne und kochte ihn kräftig ein. Nachdem das Wasser weg war gab ich einen Becher Sahne hinein, etwas Salz, Pfeffer und Muskat dazu und kochte es wieder ein. Die Farbe geht leider ins bräunliche, aber geschmacklich war er lecker. Der Clou ist die großzügige Handvoll Dill, die den Wirsing gleich viel angenehmer macht.

Eigentlich ist das Gericht ein Kantinenessen, aber die Liebe und Aufmerksamkeit macht den Unterschied aus. Die groben Bratwürste waren nach ihrer Garzeit nicht grob, sondern so fein wie feine Bratwürste und hatten einen tollen Geschmack entwickelt.

Comfort Food, wie es im Englischen heisst 🙂

 

 

 

Pizza!


Ab und zu muß es auch mal eine selbstgemachte Pizza sein. Ich mach nicht viel Aufhebens um den Teig, es ist fast egal ob 405 oder 00 Tipico, sie wird immer ähnlich. Nur meinen Ofen kann ich nicht einschätzen… der ist immer so unglaublich heiß, daß die Zeiten überhaupt nicht stimmen.

Für diese Pizza nahm ich 220 g 00 Tipico, 140 ml lauwarmes Wasser, 7 g Frischhefe, 1 gehäufter Tl Salz und 2 gehäufte Tl Zucker (Tipp von Jakob, viele Grüße von hier, falls Du das liest 🙂  )

Tomatensauce: 1 Dose Datterini von Mutti, pürieren, Oregano dazu (heute frisch) und etwas Salz, aber vorsicht! Und ein Strahl Olivenöl. Es kommt wenig der Sauce auf die Pizza, weniger als 2 kleine Schöpflöffel.

Dann Scheiben Büffelmozzarella. Als Auflage gab es Braune Champignons, Winzerschinken, Culatello und eine Scheibe Salami.

Dazu zerdrück ich immer eine kleingeschnittene Knoblauchzehe mit Salz und vermische die mit Olivenöl, das ich dann über die Pizza drüberträufle.

Bevor die Pizza in den Ofen kommt, rasple ich noch etwas Parmesan drüber, damit sie herzhafter wird.

Nach dem Ofen kann ich die (vergessenen) Oliven und das unvergessliche Basilikum draufgeben und sogleich servieren.

 

 

 

 

 

Spanferkel Kartoffelkuchen Paprika


Eigentlich wollte ich heute einen Lammbraten machen, aber als ich beim Metzger war hatte ich mich wohl in der Angebotswoche geirrt. Es gab allerdings alles Mögliche vom Spanferkel und so entschloss ich mich kurzerhand einen Spanferkelrollbraten zu machen.

Der war schon fertig eingerollt und wartete nur darauf, in den Ofen gegeben zu werden. Allerdings setzte ich zuerst eine Sauce an, die dem Braten eine Grundlage geben würde.

Dazu wurden Karotten, Selleriewurzel, Pastinake, Zwiebel, Petersilie und Knoblauch angeschwitzt, 5 cm Tomatenmark dazugegeben und mit angeröstet, dann alles mit Port und danach mit Rotwein abgelöscht.

Nachdem das verkocht war, gab es einen halben Liter Wasser darauf. Zwei kleine Schöpfkellen verwendete ich als Grundlage für den Braten, der jetzt bei 190 C in den Ofen kam.

Dazu gesellte sich ein Kartoffelkuchen, der aus 6 geraspelten Kartoffeln, 2 gehäuften El Kartoffelstärke und einem großen Ei, einer Art von Appenzeller-Käse (50 g) und einer Prise Muskat, Salz und Pfeffer bestand.

Die Kartoffeln ließ ich erst in einem Sieb abtropfen, bevor ich sie auch noch auspresste. Dann wurde die Masse mit den restlichen Zutaten gut gemischt und auch in den Ofen gegeben. Es dauerte etwa 45 Minuten, bis die Kartoffeln ansehnlich wurden. Ich hatte die Steinzeugschale vorher gebuttert und hatte keine Probleme den Kuchen zu entfernen. Allerdings schmeckte ich den Käse gar nicht, obwohl er eigentlich ganz herzhaft war. Vielleicht hätte ich ihn drüber reiben sollen statt ihn unterzumischen.

Für das Paprikagemüse schnitt ich es in Streifen, briet es in Olivenöl an, gab Zucker und Salz dazu (jeweils eine Prise) und gab noch etwas Paprikapaste zum mitanbraten dazu. Dann löschte ich das Gemüse mit etwas Wasser ab und garte es bei mittlerer Hitze mit aufgesetztem Deckel.

Die restliche Sauce wurde noch mit 100 ml Kalbsfond aus dem Glas verlängert, dann eingekocht, durchgesiebt und mit Kartoffelstärke angedickt.

Ein runder Genuss, wobei mir auffiel, daß fast kein Rezept die Temperatur genügend hoch angegeben hatte, um die Schwarte richtig knackig zu machen. Also mindestens 190 C bei einem schnellen (zu heissen) Ofen, sonst lieber bei 200-210 C arbeiten.

Vom Kartoffelkuchen hab ich noch die zweite Hälfte, da wird es morgen nochmal etwas Leckeres geben!

 

 

 

 

 

Lendenspieß Kritharaki Peperoni Feta


Morgens auf dem Markt kam ich am Stand eines Mannes vorbei, der griechische Spezialitäten verkauft. Oliven, Schafskäse, Mezze,… Die meisten Sachen kommen nicht aus griechenland, sondern aus Frankreich, aber die Qualität ist sehr gut. Ein halbes Stück Schafskäse und eine Handvoll gemischte Oliven mit Stein nahm ich mit.

Das brachte mich auf die Idee daheim einen „griechischen“ Abend zu machen, einem Abend also, wie ich ihn in einer guten griechischen Taverne in Deutschland erleben würde 🙂

Ich machte einen Spieß aus Schweinelendenstücken, Spitzpaprika und Champignons, den ich erst in einer Pfanne anbriet, eine Zitrone in Achteln dazugab und im Ofen vollendete.

Dazu gab es die griechischen Nudeln, die wie Reis aussehen: Kritharaki. Hab ich noch nie gemacht oder gegessen, deshalb war ich neugierig. Ich hab aber gelesen, daß sie gerne mit Braten serviert und gekocht werden und briet eine halbe Spitzpaprika in Streifen und eine zerkleinerte Schalotte in Olivenöl an, gab die Kritharaki und 200 ml Kalbsfond dazu und köchelte es eine Weile. Als ich merkte, daß die Nudeln ansetzten, gab ich Wasser dazu und rührte öfter. Ich mußte nochmal Wasser hinzufügen und am Ende laufend rühren, aber sie wurden weich!

Daneben briet ich ein paar scharfe Peperoni an. Die waren so scharf, daß meine Nase 2 Stunden später immer noch läuft.

Dazu gab es ein paar Oliven und etwas Tsaziki, den ich aus 150 ml griechischem Joghurt mit 10% Fett, einer Knoblauchzehe, einem Stück geraspelter Gurke und etwas Dill zusammenmischte.

Zum Schluß bröselte ich etwas Feta über den Spieß und verstreute noch etwas wilden Oregano und Petersilie über Fleisch und Nudeln.

Ich bin mir ziemlich sicher, nicht original griechisch gegessen zu haben. Ebenso sicher bin ich mir, daß es ziemlich gut war und auch beim „Griechen“ nebenan gut angekommen wäre 🙂

 

 

 

 

 

Schweinelende Apfel Zwiebeln Tagliatelle


Ich wollte heute eigentlich eine Kalbsleber Berliner Art machen, aber wieder bekam ich keine Leber. Also mußte ich umdenken und nahm stattdessen eine Schweinelende mit.

In der Obstabteilung gab es Boskoop Äpfel, die meine Lieblinge sind, wenn Hitze auf den Apfel einwirken soll. Tagliatelle brauchte ich auch, aber sonst hatte ich Zwiebeln und auch ein halbes Glas Kalbsfond daheim.

Zur Vorbereitung schälte ich den Apfel und teilte ihn in viele Scheiben. Zwei Zwiebeln wurden geschält und in Spalten geschnitten. Apfelscheiben und Zwiebeln wurden in Rapsöl angebraten.

In einer zweiten Pfanne briet ich zwei Lendensteaks in Olivenöl an und löschte sie danach mit etwas Kalbsfond ab. Die Apfel-Zwiebel Mischung wurde auch abgelöscht, wieder mit Kalbsfond.

Den Rest der Flüssigkeit aus der Fleischpfanne gab ich auch zur Apfel-Zwiebel Mischung und kochte sie etwas ein.

Die Tagliatelle wurden al dente gekocht. Nach dem Anrichten gab ich ein paar Blättchen Salbei dazu.

Eine sehr stimmige Mischung 🙂  Dazu gab es einen Gurkensalat mit Essig, Öl, Creme Fraiche und Dill.