Kartoffeln Erbsen Fenchel Bärlauchpesto Hackbällchen


Ich hatte heute schon wieder Lust auf Bärlauchpesto und machte mir nochmal eine Portion, dieses Mal wieder mit Pinienkernen.

Dazu gab es Kartoffeln, geschält, gekocht und in einer Stahlpfanne angebraten, frische Erbsen, dünne Fenchelscheiben und kleine Hackbällchen, die ich aus dem Brät grober Bratwürste drehte.

Es dauert eine kleine Weile, die einzelnen Komponenten nacheinander abzuarbeiten, aber nicht mehr als eine Stunde.

Dazu kamen noch eine paar Schnittlauchringe.

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Waffeln Geschnetzeltes Äpfel


Heute wollte ich wieder die sehr leckeren Waffeln aus geriebener Kartoffel, Mehl, Ei, Thymian und Salz machen. Sie wurden erst zusammengerührt und später mit dem Waffeleisen ausgebacken. Das dauert eine Weile, etwa 10 Minuten pro Portion. Um sie warm zu halten gab ich sie bei 80 C in den Ofen.

Für das Geschnetzelte bereitete ich Champignons, Zwiebeln und Knoblauch vor und schnitt die Schweinelende in Streifen. Auch gab ich ein Stück scharfe Peperoni kleingehackt mit dazu, deren Schärfe allerdings nach dem Garen wie weggeflogen war. Nachdem alles angebraten war, stellte ich das Fleisch zur Seite, gab Kalbsfond und Sahne in die Pfanne und liess es einreduzieren. Ein bisschen später gab es noch einen Schuss Weisswein dazu. Später, nachdem alles andere fertig war, gab ich das Fleisch zurück in die Sauce.

Weil ich immer wieder gerne Süsses mit Deftigem kombiniere, liess ich einen El Zucker in einer Pfanne karamellisieren, und gab nachdem er geschmolzen war eine schöne Flocke Butter dazu. Dazu kamen die Schnitze eines geschälten Apfels.Ein paar Minuten später löschte ich die Apfel-Karamell-Mischung mit einem kleinen Schluck Calvados ab und stellte die Pfanne zur Seite.

Später dann wurden die Apfelspalten zusammen mit dem Fleisch und der Waffel angerichtet. Lecker!

Pulled Pork Karottensalat


Ich hatte zum Wochenende ein Stück Schwein aus dem Bug gekauft, das sich optimal für Pulled Pork eignet. Im Englischen heisst es auch Boston Butt, was ganz komisch ist, wenn man weiss, dass meine Heimatstadt tatsächlich Boston ist… 🙂

Jedenfalls kochte ich gestern (ohne Beschreibung oder Bild) einen Schweinebraten schön langsam, das heisst eigentlich verbrachte er über 2 Stunden im Ofen, die meiste Zeit mit Deckel und nur bei 120 C.

Allerdings gesellte sich ein Saucenansatz aus 2 Zwiebeln, Knoblauchzehen, Tomatenmark und einem 1/4 l Medoc (und einem Achtel Wasser) zum Braten. Die Sauce war wunderbar, der Braten auch, nur war er noch nicht weich genug für das Pulled Pork für heute.

Also setzte ich ihn noch einmal in einen Topf mit Deckel und Saucenrest (und Wasser), und liess ihn nochmal 2 Stunden bei kleiner Hitze im Rohr.

Vorher aber gab ich eine Mischung aus 1 Tl Kreuzkümmel, 2 verschiedene mexikanische Chilis, etwas Salz und rosenscharfem Paprika in mein Mahlwerk, pulverisierte die Gewürze und gab sie zu dem Saucenansatz.

Nachdem der Braten weich genug war, gab ich ein paar Löffel Ketchup zur Sauce, salzte nochmal nach und zog das Fleisch auseinander. Dann stellte ich es zurück in den abgeschalteten Ofen, um alles warmzuhalten.

Dazu machte ich einen leichten Karottensalat aus geriebenen Karotten, 1 El Weissweinessig, 1 El Olivenöl, Salz, Zucker, Baharat und 1 cm frischem Ingwer.

Zum Anrichten nahm ich einen gekauften English Muffin, toastete ihn, gab ein bisschen von dem Karottensalat und zwei dünne Scheiben Tomaten als Unterlage drauf, dann eine Portion Pulled Pork und einige Scheiben Jalapeñochili, die um diese Zeit allerdings nur wenig Bums hatten.

Ich fand die Kombi schön saftig, die Sauce war schön ausgewogen zwischen einer klassischen Weinsauce, der leichten Süsse vom Ketchup und den typisch Tex-Mex Gewürzen.

Geschnetzeltes Reis


Nach dem gestrigen Essen hatte ich noch eine Hälfte der Schweinelende übrig. Da ich nicht gerne hintereinander das Gleiche esse, fror ich die Ananas-Paprika-Mischung ein. Den Reis wollte ich aber doch noch einmal einsetzen.

Das Fleisch schnitt ich erst in Scheiben, dann in Streifen. Für die Sauce zerkleinerte ich zuerst Zwiebel und Knoblauch und briet sie mit etwas Tomatenmark an. Dann gab es einen Schluck Sherry und ein halbes Glas Kalbsfond. Das kochte ich langsam ein.

Während ich den Reis langsam erwärmte, briet ich eine kleine Handvoll Speckstücke an, um direkt anschliessend die Fleischstreifen mit anzubraten. Gewürzt hab ich die Streifen mit Salz und Pfeffer.

Nachdem die Streifen fast gar waren, gab ich den konzentrierten Fond dazu und ein Stückchen Mehlbutter, um eine Bindung herzustellen.

Und dann konnte ich schon essen! Ich hätte gerne etwas Sahne oder Creme fraiche gehabt, aber meine Erinnerung war fehlerhaft 🙂

Trotzdem war es lecker. Dazu machte ich einen Romanosalat mit Senf-Vinaigrette. Auch lecker.

Schweinelende Paprika Ananas Reis


Nachdem eine Ananas meinte, sie wollte gerne dabei sein beim heutigen Schlemmen, musste ich nur kurz überlegen was dazu passt. Auf die Gefahr hin, dass mir nichts Neues einfällt, nahm ich eine Schweinelende und eine rote Paprika mit, beides Zutaten, die ich schon mehrmals kombiniert habe. Interessant dabei ist, dass diese Kombination eigentlich nach asiatischem Geschmack schreit, aber sonst auch gut schmeckt. Tatsache bleibt, süss-saure Komponenten machen Appetit, egal ob Koriander, Ingwer oder Sajasauce eine Rolle spielen.

Deshalb hab ich sie heute auch weggelassen. Ich habe stattdessen zuerst die Paprika in Stücken angebraten, dann die frische Ananas erst in Stücke geschnitten und mit angebraten und zum Schluss 3 rote Zwiebeln in Streifen und 2 Knoblauchzehen in Stückchen dazugegeben.

Davor hatte ich den Reis, eine Mischung aus Basmati- und Wildreis angesetzt. Der hatte eine kurze Garzeit von 20 Minuten, nach der ich ihn abgoss und warmhielt.

Zum Schluss schnitt ich einen Teil der Lende in relativ dünne Scheiben, würzte sie und briet sie anschliessend scharf an.

Dann war auch schon Zeit, anzurichten. Ich hatte mir vorher überlegt, ob ich eine Sauce dazu machen sollte, aber das Naschen einiger Stücke angebratener Ananas änderte meine Meinung. Es war mehr als saftig genug.

Ein gutes Gericht, sehr dankbar in der Menge – soll heissen, dass ich gut und gerne 4 Leute hätte einladen können und sie wären alle pappsatt wieder gegangen. Jetzt habe ich die Reste!

Coq au vin


Metzger Zorn hatte heute label Rouge Hähnchen: Poulet jaune Sud-Ouest Fermier. Sie kommen, wenn ich mich nicht verguckt habe aus der Gegend südlich von Toulouse. Sie haben das Label, sind aber nicht so streng kontrolliert wie die berühmten Bresse Hühner. Sie leben mindestens 81 Tage im Gegensatz zu 100 Tagen für die Bresse Hühner, bekommen 100% Mineralien und natürliches Futter im freien Auslauf und dazu noch 80% Getreide als Zufütterung. Das machen die Bresse Züchter anders. Sie lassen die Hühner ganz auf sich gestellt nach Futter schauen, bieten ihnen aber sehr viel Auslauf. Bresse Hühner sind Schwarzfederhühner, das sind diese nicht (kann man an den Beinen erkennen).

Trotzdem war das ein sehr leckeres Huhn! Ich hatte schon eine Weile kein echtes Coq au vin gemacht und freute mich darauf. Mein Huhn, bzw. meine Poularde wog 1508 g, war also ein schweres junges Huhn 🙂

Ich brauchte für mein Gericht nur die Hälfte des Huhns, das ich in 4 Stücke zerteilte. Danch briet ich es an, gab 2 Hände Suppengrün in kleinen Stücken dazu, und löschte es erst mit Cognac und dann mit Rotwein (Merlot) ab – vom Rotwein gab es mehr als einen halben Liter.

Ich liess das Huhn bei kleinster Hitze eine Stunde mit Deckel schmoren. Anschliessend seihte ich die Sauce ab und warf das Suppengrün weg. Dazwischen schälte ich zwei Händevoll Steckzwiebeln und ebensoviele braune Champignons wurden geputzt.

Während ich Wasser für die Tagliatelle aufstellte, briet ich Speckstreifen an, gab die Zwiebeln und die Champignons dazu. Etwas Mehl darüber und dann 2 Kellen der etwas reduzierten Rotweinsauce. Sie wurde langsam sämig und schmeckte schon sehr gut. Jetzt justierte ich die Gewürze und Salz und wartet noch ein paar Minuten.

Die Tagliatelle waren gar, die Hähnchenteile wieder warm und die Sauce perfekt. Zeit zu essen.

Eine ganz leckere Angelegenheit!

Cordon Bleu Kartoffelsalat Karotten



Dieses Cordon Bleu war vom Schwein, also eher ein “Pedestrian Cordon Blue”. Die Panade allerdings war sehr gut, ganz klassisch erst Mehl, dann Ei, aber dann Panko statt Bröseln. Das Ergebnis ist ein sehr viel röscheres Ergebnis als mit Bröseln. Das Innere war auch gut: Echter Schweizer Emmentaler und guter Winzerschinken. Gebraten hab ich es, wie ich es üblicherweise tue, wenn etwas gefüllt ist und länger braucht – auf mittlerer Hitze in einer grosszügigen Mischung aus Rapsöl und Butter.

Dazu gab es einen Kartoffelsalat aus festkochenden Kartoffeln, noch heiss geschält und geschnitten, mit etwas heisser Hühnerbrühe mit roten Zwiebeln und 3 El Weissweinessig gemischt und mit einem El Olivenöl, Petersilie und Salz abgeschmeckt.

Dazu machte ich noch einen kleinen Raspelsalat von 2 rohen Karotten, mit einer Prise Salz, 2 El Rotweinessig und einem El Olivenöl.

Das einzige, das ich vergass,war die Zitrone, aber irgendwas ist immer 🙂