Cannelloni Salsiccia


Heute war einer der seltenen Tage, an der meine Kochidee ganz spontan zu mir kam. Warum, weiß ich nicht, aber schon, daß ich bisher keine Cannelloni gefüllt habe.

Also ist das rundum eine gute Sache – ein neuer Post, eine neue Kategorie und ein (hoffentlich) neuer Geschmack.

Die Cannelloni hab ich gekauft, obwohl ich nach einigem Einlesen auch Lasagneplatten hätte drehen können, um die Fülle einzuwickeln.

Für meine Tomatensauce schnitt ich eine Karotte in Brunoise, gab Schalotte und Knoblauch dazu, wie auch Rosmarin, Oregano und 2 getrocknete Peperoni. Das Ganze briet ich langsam in 2 El Olivenöl an und löschte es danach mit zwei Dosen Mutti Datterini Tomaten, die ich mit einem Kartoffelstampfer zerdrückte.

Für die Fülle der Cannelloni nahm ich 500 g Schweinehack (ich war zu spät, um mir echte Salsiccia zu kaufen), mischte es mit Petersilie, Rosmarin, Oregano, Peperoni und angeröstetem Fenchelsamen. Nachdem ich die Cannelloni gefüllt hatte, gab ich einen Schöpflöffel in eine lange Kuchen form (weil sie perfekt von der Breite hineinpassten). Danach legte ich eine Lage Cannelloni aus und dann wieder eine Kelle Tomatensauce. Die zweite Lage legte ich darüber und gab den letzten Rest Sauce darauf. Jetzt legte ich die Kugel Büffelmozzarella in Scheiben darauf, raspelte etwas Parmesan drüber und buk die Cannelloni die ersten 10 Minuten unter Alufolie und anschliessend ohne Folie weitere 30 Minuten.

Die Cannelloni haben zwar nicht ganz anders geschmeckt (die Sauce ist immerhin ein italienischer Klassiker), aber die Zugabe von Fenchel zum Schweinehack liess Salsiccia anklingen und war lecker. Dadurch daß sowohl in Fleisch wie Sauce Peperoni enthalten waren, gab es auch eine gewisse Schärfe, die auch lecker war.

Muscheln Fenchel Tomate Basilikum


Hier kommt wie versprochen das nächste Rezept für Muscheln. Heute wollte ich einerseits das Mediterrane in Form von Tomaten haben, aber auch eine feine Note von gebratenem Fenchel, Karotte und Staudensellerie. Im Gegensatz zum letzten Topf gab ich hier keinen Wein oder sonstigen Alkohol hinein.

1/2 frischer Fenchel in Streifen

1 große Karotte in Scheiben

1 Stängel Sellerie in Scheiben

1 Chili-Schote

1 Dose Mutti Datterini Tomaten (Datteltomaten, muß man mit einem Kartoffelstampfer plattdrücken)

 

Die Muscheln werden in kaltem Wasser geputzt und sortiert. Kaputte und offene aussortieren. Nach dem Kochvorgang kaputte und geschlossene aussortieren.

Fenchel, Karotten und Sellerie in Olivenöl anbraten, Farbe nehmen lassen. Die Tomaten dazugeben, mit einer halben Dose Wasser strecken. Tomaten zerquetschen. Flüssigkeit aufkochen, Muscheln dazugeben. Thymian, Rosmarin und Basilikum dazugeben. Etwa 6-10 Minuten kochen, bis alle Muscheln offen sind.

Muscheln nochmal nach kaputten Exemplaren untersuchen, dann servieren. Muscheln in einen tiefen Teller geben und mit einer Kelle vom Tomatensud mit dem Gemüse drübergeben.

Ich hab ein Stück Baguette zum stipfen dazugelegt 🙂

 

 

 

 

 

Spaghetti & Meatballs


Es ist das amerikanischste aller Nudelgerichte, und das schließt das überall beliebte Mac & Cheese mit ein. Warum?

Keinem Italiener war vorher eingefallen, Fleischbällchen als Beilage zu machen. Das waren Amerikaner oder zumindest italienische Auswanderer, die sich auf die Fleischeslust ihrer Mitmenschen einstellten. Jetzt ist das Gericht die populärste Pasta Variation, obwohl es auch andere (italienischere) Lieblinge gibt. Aber ich glaube, daß ein italienisches Familienlokal (kein Edel-Italiener) in Amerika ohne dieses Gericht keine Chance hat zu überleben.

Es ist keine große Kunst, es zu kochen, da es eigentlich hauptsächlich satt machen soll. Es gibt Fleischbällchen, eine Sauce und die Spaghetti.

Für meine Sauce nahm ich eine Zehe Knoblauch, hackte sie fein und gab sie zusammen mit 2 Sardellenfilets und etwa 10 Kapern in einen Topf mit heissem Olivenöl, wo sich die Sardellen schnell auflösten. Dazu kam eine Dose Datterini von der Firma Mutti, die ich mit einem Kartoffelstampfer zerdrückte. Dann kamen nacheinander ein paar Rosmarinnadeln und Thymian (beides frisch aber schon angetrocknet) dazu, hinterher noch getrockneter Oregano. Die Sauce hab ich außerdem mit Salz, Cayenne, Pfeffer und Zucker abgeschmeckt.

Für die Fleischbällchen hab ich ein Flanksteak geopfert, das ich durch den Fleischwolf drehte. Ein bißchen Weckmehl gerieben von einem trockenen Baguette, frischer Knoblauch, Salz, Pfeffer und wieder eine Prise Oregano, dann vielleicht 10-15 g Parmesan. Alles durchkneten, in einer gesonderten Pfanne langsam anbraten, wenn sie Farbe genommen haben, in den Topf mit der Sauce geben und mit Deckel bei mittlerer Hitze fertig garen.

Sauce nochmal abschmecken, Spaghetti kochen, zusammen servieren.

Keine große Kochkunst, aber ein ehrliches und leckeres Essen. Nach dem Foto gab es noch einen ordentlichen Schwung Parmesan auf die Pasta!

 

Spaghetti Meatballs1

 

Spaghetti Meatballs2

Lasagne Lammhack Aubergine Zucchini


Diese Lasagne ist anders. Ich weiß auch noch nicht, ob sie den Aufwand lohnt, obwohl sie gut geschmeckt hat. Das Problem ist, daß wenn alles zusammenkommt, manche Subtilität verschwindet.

War aber einen Versuch wert.

Der Sugo:

Lammhack, etwa 150 g

2 Knoblauchzehen

1 Frühlingszwiebelknolle (mein teuerer russischer Gemüsehändler hat welche, da hängen ausgewachsene Zwiebeln dran)

Tomatenmark

1/4 l Rotwein

1 Dose Mutti Datterini (Datteltomaten)

1 Spitzpaprika in Dreiecken (ist eigentlich egal)

frischer Thymian, frischer Rosmarin, frischer lila Basilikum

1 scharfe Peperoni

Salz

Knoblauch und Zwiebel hacken, anbtaten in Olivenöl, Fleisch dazugeben, braun werden lassen, Tomatenmark dazugeben, am Boden angehen lassen, mit Wein ablöschen, Tomaten dazugeben, mit einem Kartoffelstamper zerdrücken, Paprika dazugeben, Kräuter dazugeben,  Deckel drauf, Hitze reduzieren, 20 Minuten schmoren, dann den Deckel leicht verrücken und langsam einreduzieren.

 

Aubergine, Zucchini:

Beide in nicht zu dünne Scheiben (7mm) schneiden, salzen, stehen lassen und Wasser ziehen lassen. Umdrehen, wiederholen. Abwaschen, neu würzen, in gekleppertem Ei wenden, in Mehl wenden. Eine kleinere Pfanne (meine kleine Le Creuset) mit 1 cm Raps-, Erdnuss-, oder anderem hoch erhitzbarem Öl füllen, heiß werden lassen (Ich hab einen Fühler, den ich benutze, die Zieltemperatur beträgt 175 C).

Die Scheiben ins heiße Öl geben, zuerst Zucchini, dann Auberginen, auf Küchenkrepp abtropfen lassen, ich brauchte 3 Durchgänge, um alles Gemüse zu verarbeiten.

Im Ofen bei 160 C warm stellen.

Lasagne:

Die Lasagnescheiben in kochendes, gesalzenes Wasser geben. Sie brauchen etwa 10 Minuten. Die Scheiben, die ich hatte waren doppelt so lang wie breit, also schnitt ich sie am Ende in die Hälfte, um Quadrate zu bekommen.

Der Aufbau:

Eine Scheibe Lasagne auf den Tellerboden legen, ein paar Gemüsestücke darauf platzieren, 2 El Lammsugo dazu, dann die nächste Scheibe Lasagne. Vorgang wiederholen, dann noch eine Scheibe Lasagne und etwas Sugo draufgeben, mit geriebenem Parmesan abschließen, bei 200 C Oberhitze im Ofen gratinieren (5 Minuten). Anschließend mit frischem Thymian und lila Basilikum dekorieren.

 

Das Ganze hat richtig gut geschmeckt, meine ursprüngliche Bemerkung darüber, ob es sich gelohnt hat, meint, daß der Geschmack den die frittierten Gemüse annehmen (die zum Beispiel tolle Antipasti wären) eigentlich vom tomatigen Sugo erschlagen werden. Ich wollte Aubergine und Zucchini aber nicht ohne Kleidchen auf die Piste schicken, weil ich weiß, daß sie bei der Garzeit wahrscheinlich zerfallen wären.

Die Konsequenz ist vermutlich das Gemüse erst später und dann unpaniert dazuzugeben. Aber ich bin nicht sicher, ob es da nicht noch etwas anderes gibt.

 

Fazit: Lohnt sich, kann aber vermutlich mit weniger Aufwand hergestellt werden.

 

Lasagne Lammhack Aubergine Zucchini Spitzpaprika 1

 

Lasagne Lammhack Aubergine Zucchini Spitzpaprika 2

Kaninchen Tortiglioni


Samstags auf dem Turnerplatz hab ich Chicken Wings gekauft, für den Sonntag darauf noch 2 Paar Kaninchenvorderläufe. Dazu noch Suppengrün und Kartoffeln, weil ich dachte, ich mach Pommes ohne Öl.

Einen Feldsalat nahm ich auch noch dazu, von meinem Pfälzer Händler, der lauter selbstangebaute Kräuter hat und unglaublich preiswert anbietet. Von diesen nahm ich Salbei, Estragon, Oregano und Thymian mit.

Ich wollte unbedingt die Chicken Wings machen, allerdings koche ich die gerne vor, weil sie dann nicht zäh sind, wie manchmal, wenn man sie einfach nur in die Röhre schiebt.

Das hab ich im neuen Schnellkochtopf gemacht, 15 Minuten und dann schnell wieder abgekühlt.

Den Fond hab ich mit Suppengrün angereichert, nachdem die Flügel herausgefischt waren. Die wurden nochmal eine Viertelstunde im Gartopf gegart. Es ist zwar nicht ganz so gehaltvoll wie bei Heston Blumenthal, aber trotzdem ziemlich gut.

Ich hab den Fond kaltgestellt, und am nächsten Tag, als ich ihn verwendete, war er auch schon leicht geliert.

Die Vorderläufe wurden wieder mit Suppengrün und einer Wasser-Weinmischung langsam etwa eine Stunde gargezogen, nachdem ich sie zuerst angebräunt habe. Danach hab ich sie entfernt, den Hühnerfond aufgefüllt und eingekocht. Dann hab ich 150 g Datteltomaten zugegeben, die eingekocht und anschließend die Sauce fein püriert.In der Zeit hab ich die Läufe entbeint und kleingeschnitten. Als die Sauce fast fertig war, wurden die Tortiglioni gekocht. Danach das Kaninchenfleisch in die Sauce, die nochmal abschmecken, über die Pasta, Parmesan, Basilikum, fertig!

Würd ich wieder machen!

Kaninchen-Tortiglioni-Hühnerbrühe-Basilikum

Bucatini Tomaten Sahne Sauce Fenchel Salsiccia Kerbel


Pasta mit der dreifachen Anis-Keule. Hat aber richtig gut gepasst, war auch der Grund, die Tomatensauce mit Sahne abzumildern, um dem Anis zu seinem Recht zu verhelfen: Geb dem Schtinga doch ä Chonce, der kummt net so staak dähea! (Monnemarisch für den ders net kännt *g*)

Eine Fenchelknolle dünn aufschneiden, in Olivenöl sanft goldbraun anbraten (bei mir eher weisslich aber trotzdem weichlich). Die Salsiccia, natürlich die Version mit Fenchel, pellen und in kleine Kugeln rollen. In die Pfanne mit dem fast garen Fenchel legen, das geht auch bei mittlerer Hitze relativ schnell. Die Pfanne immer wieder bewegen, daß die Fleischbällchen rumkugeln.

Für die Tomatensauce hab ich eine ganz kleine Schalotte und drei kleine Knoblauchzehen kleingehackt und sanft angeschwitzt. Dazu kamen zwei Sardellenfilets, die sich bei mittlerer Hitze schnell zerkrümelt haben, aber eine Geschmackstiefe erzeugten. Dann hab ich einen Schluck Weißwein dazu und etwa zehn Datteltomaten, die kleinen, die sind auch jetzt ganz geschmackvoll. Deckel drauf und ziehen lassen. Nach etwa fünf Minuten hab ich die Tomaten angeritzt und wieder den Deckel drauf getan. Dann kam etwas Tomatenmark dazu (2 El), das wurde verrührt, dazu zwei Schluck Wasser. Ich wollte nicht, daß die Sauce so konzentriert ist wie bei der Puttanesca, weil das immer nur für einmal essen reicht. Ich hatte aber Fleisch und Nudeln für mehrere Portionen. Jedenfalls hab ich die Sauce da schon abgeschmeckt und nachgesalzen und gab dann einen Drittel Becher Sahne mit eingerührt. Dann kamen der fertige Fenchel und die Salsicciabällchen dazu, während ich die Hitze ausstellte, aber den Deckel wieder drauf machte.

Die Bucatini hatte ich in der Zwischenzeit in salziges Wasser geworfen und fertig gekocht und abgegossen, um sie dann mit der Sauce in einem Topf zu mischen und dann zu servieren.

Dazu hab ich Kerbel benutzt, nicht im Bild ist ein alter, salziger Pecorino, der das alles nochmal kräftig abgerundet hat.

Bucatini-Tomaten-Sahne-Sauce-Salsiccia-Fenchel-Kerbel2