Ente Bulgur Chicoree Orangensauce grüner Pfeffer


Vor einer knappen Woche erstand ich diese eingeschweisste Entenbrust, die aus der Mitte Frankreichs kam. Das Zerfallsdatum rückte näher, also entschloss ich mich, sie heute zuzubereiten.

Ente ist eine der Fleischsorten, die ich schon verschieden und oft zubereitet habe, also schaute ich zuerst, daß es keine Kopie eines früheren Gerichts werden würde.

Weil ich in letzter Zeit ein paar Mal Bulgur zubereitet habe (und es mir geschmeckt hat), entschloss ich mich für diese Beilage. Der große Vorteil von Bulgur ist, daß man kaum etwas falsch machen kann, und wenn, kann man Fehler leicht korrigieren. Und er lässt sich vielfältig variieren. Als Gemüse machte ich einen Chicoree, aber der ging im Ofen so sehr ein, daß ich besser zwei gemacht hätte.

Bulgur: Eine Menge Bulgur abmessen, die doppelte Menge Wasser nehmen, zum kochen bringen, Bulgur dazugeben, Hitze aus, Deckel drauf. Nach 7 Minuten ist entweder das Wasser weg und der Bulgur gar, oder nicht. Wenn noch Wasser drin ist, zurück auf die heisse Herdplatte und wegdampfen. Wenn der Bulgur noch fest ist aber kein Wasser mehr da ist, Wasser nachfüllen. Wenn der Bulgur dann glücklich gar und trocken ist, ein Stück Butter und 2 El Olivenöl und gehackte Petersilie dazugeben. Umrühren und den Deckel wieder drauftun.

Chicoree: Der Länge nach halbieren, Strunk entfernen und in Butter anbraten. Mit einem Schluck Weisswein und etwas Hühnerfond ablöschen und bei 160 C in den Ofen geben (20 Minuten)

Entenbrust: Haut rautenförmig einritzen, scharf anbraten, kurz umdrehen, dann mit der Pfanne 10 Minuten in den Ofen geben, Hitze auf 180 C erhöhen. Herausnehmen, so lange wie möglich ruhen lassen (bei mir 7 Minuten), dann schräg anschneiden und anrichten. Bratsaft zum Saucenfond geben.

Sauce: Eine Schalotte in Butter anschwitzen, mit Triple Sec oder Cointreau ablöschen, den Saft zweier sizilianischen Bio Orangen dazugeben, etwas Zeste abreiben und dazugeben, den Rest des Hühnerfonds auch dazugeben. Reduzieren. Wenn die Flüssigkeit auf etwa ein Drittel reduziert ist, einen gehäuften Tl grünen Pfeffer dazugeben, dann noch mit Salz abschmecken. Mit einer Mischung Kartoffelmehl (1 Tl) und etwas Wasser zum anrühren eine Paste machen und die Sauce sämig abbinden.

Die Sauce ist schön fruchtig, hat aber auch eine pikante Note durch den grünen Pfeffer. Der Chicoree steuert seine leichten Bitterstoffe bei und der Bulgur fängt alles auf.

Ein gelungenes Gericht!

 

 

 

 

 

 

 

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Club Sandwich Variation


Bei der Essensplanung bin ich immer sehr spontan und lasse mich gerne von meinem Bauchgefühl leiten. Wobei das nicht genau stimmt, weil der Kopf eigentlich auch oder sogar die führende Rolle spielt. Ich lasse meine Gedanken kreisen, bekomme eine Idee oder eine Lust oder auch Neugier auf etwas bestimmtes und kreise dann wieder, um das Gericht/Essen „einzukreisen“ oder zu definieren. Manchmal interessiert mich der „Klassiker“, manchmal die Variante und manchmal etwas ganz anderes.

Heute kreiste der Berg und gebar… ein Club Sandwich.

Gestern war ich in der Innenstadt bei der Bank, um Geld abzuheben, da fiel mir ein, daß Pforzheim schon vor ein paar Jahren behauptete, eine Online-Stadt zu sein, mit freiem WLAN in der Innenstadt. Da ich erst seit kurzem ein Smartphone besitze (ich hab mein treues altes schlicht verloren) wollte ich das überprüfen: Ich schaltete die WLAN Suchfunktion an und bekam in Sekunden Auskunft über 6 WLAN Verbindungen, alle frei geschaltet! Impressive!

Ich erwähne das nur deshalb, weil ich heute im Laden (auch in Pforzheim) mein Handy herausholte, in der Hoffnung, ich könnte das Club Sandwich googeln, aber dort gab es kein WLAN…

Ich hatte noch im Hinterkopf, daß ein Teil ein BLT ist, also ein Bacon, Lettuce and Tomato Sandwich ist (mein absolutes Lieblings-Sandwich), und daß der zweite Teil mit Hähnchen und Käse zu tun hat.

Ich kaufte Toast, Bacon und Hähnchenbrust ein, Käse hab ich immer daheim, dazu 2 größere Tomaten. Eisbergsalat hatte ich ausnahmsweise auch noch zuhause.

Daheim angekommen googelte ich das Sandwich erst mal, fand aber nur deutsche Rezepte, und die klangen odd/komisch. Zum Beispiel meinte essen&trinken, daß der Käse auf den BLT gehört und das Hähnchenfleisch nackt bleibt – das kann nicht sein; kein Amerikaner würde Käse auf einen BLT geben, der gehört geschmolzen eindeutig auf das Hähnchenfleisch.

Jedenfalls hab ich dann bei Wiki nachgelesen, daß es das Sandwich schon um 1895 gab und es sich leicht verändert hat. Deshalb ist meines auch eine Variation. Die Veränderung betrifft den Hähnchenteil. Heutzutage wird diese Scheibe Toast sehr üppig sowohl mit gekochtem Schinken wie auch mit Putenscheiben belegt und bei Bedarf Käsescheiben zugefügt. Ich finde aber Geflügelwurst langweilig und Pute esse ich nur an Thanksgiving und am 1. Weihnachtsfeiertag, sonst kann mir der Vogel gestohlen bleiben.

Also ersetzte ich den Aufschnitt durch Streifen einer frisch gebratenen Hähnchenbrust, der ich ein Drittel abschnitt und dieses Teil nochmal der Länge nach drittelte. Das gab 3 Scheiben Hähnchen von etwa 5mm, die ich mit Bergkäse (Original: Swiss/Schweizer Emmentaler) belegte und unter einem Deckel zum Schmelzen brachte.

Im Kurzdurchlauf:

3 Scheiben Toast, getoastet

2 El Mayo+2 El Senf (ich nahm den französischen mit den groben Körnern) vermischen

beide Scheiben Toast damit einschmieren

4 Scheiben Bacon langsam auslassen, auf Krepp abtropfen lassen

Ein paar Blätter Eisbergsalat waschen (ich hab ihn geshreddert, anders wäre es leichter gewesen), als erstes auf dem Brot verteilen

Dann 3 Scheiben Tomaten verteilen (Tomaten auch nicht dicker als 5mm schneiden, sonst ist das Sandwich zu hoch)

Dann die Scheiben Bacon verteilen

Jetzt die zweite Toastscheibe mit Mayo+Senf

wieder Salat

und jetzt die drei dünnen warmen Filets mit dem geschmolzenen Käse drauf.

Wenn noch Senf/Mayo da ist, die oberste Scheibe nach unten einschmieren, Einen Holzpflock einschlagen, das Sandwich diagonal aufschneiden, Kiefer aushängen und geniessen!

Saulecker! Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal ein Club Sandwich gegessen habe, aber es ist schon eine ganze Weile her.

Ich sollte es abspeichern unter den Gerichten (ergibt mehr als die Summe seiner Teile), die so häufig nicht anzutreffen sind.

 

 

 

 

 

Wirsing Taube Hähnchenfarce


Heute morgen gab es 5 C in Pforzheim; warm genug, um mit dem Fahrrad auf den Markt zu fahren. Viele dort sind noch im wohlverdienten Winterurlaub, es fehlten in der Mitte des Markts etwa ein Drittel aller Stände. Aber auch in Karlsruhe war das um diese Zeit zu beobachten, vor allem weil wenn es kalt ist, die Geschäfte ihre Stände besser isolieren  und heizen müssen, um Kundschaft anzulocken.

Ich war jedenfalls froh, Herrn Ruf wieder zu sehen, der wohl über Neujahr in der Normandie war (12-15C!), und den ersten Käse des Jahres einzukaufen 🙂

Beim Eier- und Geflügelhändler sah ich eine einzelne Taube, die mich sofort an sehr gute Essen erinnerte. Ich konnte nicht an ihr vorbei und kaufte sie also.

Zuhause googelte ich verschiedene Rezepte und fand eins, das mit Entenfarce und weiterem arbeitete, aber als ich es nochmal suchte, fand ich es nicht mehr. Ich wollte eh keine Ente mit Taube kombinieren, weil beide Fleischsorten dunkel sind. Also ersetzte ich die Ente mit einer Hühnerbrust, die mit Sahne im Food Processor gecuttert wurde. Das wurde zwar nicht so fein wie beim Metzger, aber es ging.

Die Fleischfarce wurde um die Taubenbrust gedrückt, um die wiederum ein paar Wirsingblätter kamen. Das Ganze wurde im Ofen gegart und auf einem Stück Toast angerichtet, mit einer Sauce auf Marsala-Grundlage und einigem Rotwein, der mit der Taubenkarkasse zusammen eine ganze Weile köchelte.

Dazu gab es nochmal Wirsing, dieses Mal mit Speck und Sahne eingekocht. Die Sättigungsbeilage (außer dem Toastbrot hab ich mir gespart, es war auch so genug.

Was man noch auf dem Teller sieht, sind Leber und Herz, die traditionell dazugelegt, bzw. nicht ausgenommen werden. Im Burgund, wo die Zucht der Mieral-Tauben (Pigeon) angesiedelt ist, bekommt man sie genauso, also mit Innereien, aber ohne Darm.

Taube: Die Brust (2 Hälften) auslösen, den Rest hacken und anbraten

Zwiebel, Sellerie und Karotte kleinhacken, mit anbraten

6 cm Tomatenmark dazugeben anrösten

1/8 Marsala angiessen, eindampfen, dann Rotwein dazugeben (1/4), mit Wasser auffüllen, bis Karkasse bedeckt ist. Stark einkochen, am Schluss kräftig abschmecken.

 

Wirsingblätter für die Hülle: Vom Strunk lösen, waschen, in einen Topf mit kochendem Wasser geben, vorher den Mittelstrunk herausschneiden. Herausnehmen, wenn die Blätter weich sind, kalt abbrausen, um ihre Farbe zu behalten.

 

Farce: Ein Hähnchenfilet in kleine Stücke schneiden, mit Salz und Pfeffer würzen, in einen Food Processor geben und mit Sahne aufmixen, bis das Fleisch und die Sahne zur Farce wird.

 

Wirsing als Gemüse: Einen Teil des Reststrunks abschneiden, washen, und in Streifen schneiden. Die mit Zwiebelstückchen und Speck anbraten, dann mit Wasser und später mit dem Rest Sahne ablöschen und einkochen.

 

Die ausgelösten Taubenbrüste kurz auf beiden Seiten scharf anbraten, dann die Farce auf beiden Seiten andrücken und mit dem Wirsing umwickeln. In eine feuerfeste Pfanne geben und etwa 30 Minuten bei 180 C im Ofen garen.

Danach auf ein rund geschnittenes Stück Toast setzen, Herz und Leber gebraten dazugeben, Wirsinggemüse anrichten und Sauce dazu.

 

Dafür, daß es ein relativ aufwendiges Gericht ist, war die Anrichte dann doch wieder nicht befriedigend. Ursachen gibt es viele: Zuviele Dinge müssen am Schluss gleichzeitig gemacht werden, und es hat kein Personal (außer mir). Manche Sachen brauchen am Schluss nochmal Hitze (Salamander). Hab ich nicht. Wenn ich die Sauce zwei Minuten vorher auf den Teller gebe, läuft sie mir, bis ich ein Bild gemacht habe, auseinander (in Sauce und Öl)

Trotzdem hat es richtig gut geschmeckt. Nur enttäuschend, daß immer die Gerichte, die etwas mehr Aufwand bringen, im Verhältnis nicht besonders abschneiden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Enchilada Ente Mole Tomatillo Salsa


Wie angekündigt machte ich heute die Enchiladas. Ich hab zwar auch schon Tortillas aus Maismehl selbst gemacht, aber es lohnt den Aufwand nicht, wenn man gerade 4 für 2 Tage braucht.

Also gekauft.

Den zweiten Entenschenkel nahm ich aus dem Kühlschrank, pflückte das Fleisch vom Knochen und wärmte es im Ofen auf.

 

Für die Mole hatte ich alles außer ungesalzene Erdnüsse im Haus.

40 g Schweineschmalz

1 Zwiebel

8 Knoblauchzehen

Zwiebel und Knoblauch hacken und im Schmalz glasig werden lassen.

6 Cocktailtomaten im Ofen rösten, Haut abziehen

40 g ungesalzene Erdnüsse

1 El Oregano getrocknet

1 Stange Zimt in kleineren Stücken

1/4 Tl Anissamen – ich hatte Fenchelsamen

3 Pfefferkörner

1 ganze Nelke

1/4 Tl Thymian

1 Tl Kakao (echten)

2 Stück Zartbitterschokolade 70%

In einem Mixer alles außer der Schokolade mixen, dann Zwiebeln und Knoblauch mit pürieren, dann erwärmen und die Schokolade schmelzen lassen.

 

Eigentlich sollten 12 getrocknete Guajillo Chiles in Wasser erwärmt und entkernt werden, aber ich hatte nur 4. Jede dieser Schoten ist etwa 15 cm lang. Für mich waren es genug Chiles.

Dann kommen 40 g Rosinen/Sultaninen mit ins heisse Wasser gegeben werden. Wer die nicht mag, gibt etwas Zucker dazu. Ich hatte Sultaninen, man schmeckt sie nicht raus, wenn sie püriert sind.

Am Schluss gibt man 350 ml Hühnerbrühe dazu und mischt die restlichen 50 ml mit Maismehl/Masa harina/Polenta, die man unter rühren in die heisse Sauce gibt. Immer schön umrühren, sonst brennt es schnell an!

 

Für die Salsa hab ich 4 Tomatillos mit den Tomaten mitgeröstet und gehäutet. Wer in einer Großstadt wohnt, findet sie vielleicht in einem gut sortierten Gemüseladen oder auf dem Markt bei den Exoten. In Berlin geht man einfach ins KaDeWe 🙂

Die Tomatillos hab ich im Mixbecher gemixt. Dazu kam noch 1 weisse Zwiebel und 2 Knoblauchzehen, eine Jalapeño und Cilantro, der Saft einer halben Limette und Salz in den Becher, um mit dem Zauberstab aufgemixt zu werden. Das gibt eine wunderbar säuerliche Salsa. Man kann wohl auch eine Avocado mit hineinmixen um einen Dipp für Chips herzustellen, der etwas anders ist.

Als Zugabe legte ich noch eine halbe Avocado dazu, außerdem etwas Eisbergsalat und eine Tomate. Vorher schob ich die Enchiladas, die ich mit dem Entenfleisch gefüllt und mit der Mole bedeckt und mit Cheddar belegt hatte, kurz in den Ofen.

Hat sehr gut geschmeckt, und bestimmt nicht wie in den ganzen „authentischen“ Mexikanern oder TexMex Läden, die es überall gibt.

Und wer sich für getrocknete Chiles interessiert: https://www.mercadomexicano.de/shop/tortillas/

Ich kauf dort nur ein, ich bekomme für den Hinweis nix und bin auch nicht gefragt worden. Die Chiles sind echt preiswert, und die Auswahl an anderen Lebensmitteln ist auch nicht schlecht. Man kann sich sogar für kleines Geld an bestimmten Tagen frisch gemachte Tortillas schicken lassen!

 

 

 

Gemüsesuppe Ente


Letztes Jahr machte ich mich daran, 4 Entenschenkel zu confieren. Das hatte ganz gut geklappt, aber der Plan war eigentlich gewesen, ein Cassoulet zu kochen. Das war aber so aufwendig zu kochen und auch so reichhaltig, daß ich mehr Leute hätte einladen müssen, als ich Freunde habe 🙂

Also fror ich sie ein und dachte ich würde mal einem guten Rezept für Entenrillettes über den Weg laufen. Aber wie es eben so geht, verliert man manche Dinge aus den Augen…

Heute aber dachte ich daran, weil ich wieder eine leichte Suppe kochen wollte, vielleicht ein bißchen asiatisch, und da fielen mir die 2 Keulen ein.

Ich wollte vor allem auch Gemüsereste verarbeiten, also schnitt ich den übriggebliebenen Fenchel in dünne Scheiben. Ein großer Spitzpaprika war auch noch da und durfte mitspielen, wie auch eine Stange Sellerie. Eine Frühlingszwiebel machte sich schlank und rutschte auch mit rein, wie auch 2 Karotten in dünnen Scheiben..

Beim Gemüsehändler kaufte ich 4 Shitake Pilze, 1 Stange Zitronengras und ein wenig Cilantro. Zuhause fand ich noch die Kaffir Limonenblätter, ein Stückchen Ingwer und eine Birds eye Chili.

Nachdem ich alles Gemüse zusammen aufgekocht und alle Aromaten dazugegeben hatte und ein paar Minuten alles garen liess, schmeckte ich ab und wußte, daß Salz nicht reichen würde. Ich gab ein Glas Gemüsefond und ein 1/8 Weisswein dazu und liess es etwas einkochen. Dann gab ich eine Platte Mie Nudeln dazu.

Die Entenschlegel hatte ich dazwischen bei 140 C in den Ofen gegeben, damit ich sie von dem sie umschliessenden Entenfett befreien könnte. Nach 15 Minuten liess ich die Keulen auf Krepp abtropfen, zog die Haut ab und gab sie wieder in der Pfanne in den Ofen. Eine der Keulen wurde in Stücke geteilt und landete ohne Knochen in der Suppe. Nach weiteren 15 Minuten hatte die Suppe (Enten)Kraft.

Jetzt gab ich Salz dazu (3 großzügige Prisen) und plötzlich schmeckte die Suppe richtig gut. Nur noch servieren und mit Cilantro bestreuen. Die Haut wurde sehr knusprig. Ich hab leider vergessen sie zu fotografieren. Leicht gesalzen schmeckte sie super – verboten gut.

Der zweite Schlegel kommt morgen voraussichtlich in einen Taco mit Salat Tomaten Avocado und Cilantro 🙂

 

Die Suppe hatte natürlich einen Touch Limette, der ihr aber gut tat, weil es sie geschmacklich leichter machte. Sie hatte aber kein Soja oder Curry, um sie zu sehr Richtung Asien zu kippen. Und ich konnte noch eine gute Portion einfrieren, für ein schönes Mittagessen.

 

 

 

 

 

Hähnchen Karotten Sellerie Lauch Borlottibohnen


Ich bin noch bei den guten Vorsätzen und versuche mit Suppen ein wenig mehr Gemüse und einiges weniger an Fleisch (und Kalorien) zu essen.

Der Teufel steckt natürlich wie immer im Detail: Um eine schöne Brühe zu machen, braucht es ein Hähnchen. Darauf hab ich heute verzichtet, sonst hätte ich schon wieder zuviel Fleisch auf einmal gehabt, sondern nahm jeweils ein Glas Hühner- und ein Glas Gemüsefond.

Aber der Reihe nach:

2 dünne Stangen Lauch (eine dicke Stange hätte es auch getan)

1 Suppengrün (Karotten, Selleriewurzel, Lauch, Petersilie)

3 Selleriestangen

1 große Zwiebel

1 scharfe Peperoni

Thymian

Liebstöckel

Kaffir-Limettenblätter

1 Dose Borlottibohnen (auch als Wachtelbohnen bekannt)

1 Glas Weißwein

1 Glas Hühnerfond

1 Glas Gemüsefond

400 g Hähnchenbrust in Würfeln

Zwiebel klein hacken, Lauch halbieren und in Streifen schneiden, gut waschen.

Karotten schälen, in Ringe schneiden, Selleriewurzel in Würfel, Selleriestangen in Ringe, Petersilie grob hacken.

Zwiebel und Lauch zuerst anbraten, etwas einfallen lassen, dann den Rest dazugeben. Wenn das meiste Wasser vom Gemüse verdampft ist, den Wein angiessen. Mit den Fonds auffüllen. Thymian, den halben Liebstöckel und die in Ringe geschnittene Peperoni dazugeben. Aufkochen lassen und die Hitze reduzieren. Nur etwa 35 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist. Dann Hähnchenstücke dazugeben und langsam fertig garen. Den Rest des Liebstöckels und 4 zerriebene Kaffir-Limettenblätter und die Borlottibohnen dazugeben. Es dauert etwa 10 Minuten, bis die Hähnchenstücke durchgezogen und die Bohnen warm sind. Jetzt ein paar beherzte Prisen Salz dazu, nochmal abschmecken, ganz zum Schluss frischen schwarzen Pfeffer aus der Mühle drüber und den Teller füllen.

Es ist schon eine Weile her, das ich ein Eintopfgericht (kein Gulasch!) gegessen habe. Es war sehr gut, so gut, daß ich 2 Teller essen musste 🙂 Aber es hatte genug, daß ich 2 gute Portionen einfror, die dann irgendwann wieder mit zur Arbeit kommen.

Übrigens haben sich Thymian, Liebstöckel (Maggikraut) und Kaffir-Limette sehr gut vertragen. Thymian passt eh zu allem, was Bohne ist, Liebstöckel gab die runde Grundlage und die Limettenblätter steuerten eine schöne Frische bei, die aber nicht übermächtig war. Um 19:00 fing ich an, 19:45 hab ich gegessen. Alles frisch 🙂

 

 

 

 

 

Pollo fino Rösti Sauerkraut


Auf dem Heimweg heute bog ich schon bei Pf-Süd ab, weil ein großer Stau Richtung Pforzheim gemeldet war. Da war es nur logisch, bei dem Edeka in Haidach nachzuschauen, was denn angeboten wird.

Hier gibt es öfters Schweinsbäckchen vom Metzger, und auf die hatte ich gehofft – der Plan war, sie mal anders, und zwar mit einer Senfsauce zu machen.

Es sollte anders kommen. Sie hatten keine Bäckchen, dafür aber gute Pollo fino aus dem Osten (Frankreichs- also dem Elsaß), die auch Freilandgeflügel anbieten. Ich nahm ein Päckchen mit, und dachte ich hätte 2 saftige Oberschenkel, stattdessen waren es 4 kleinere. Ich hab sie auseinandergeklappt, gesalzen, gepfeffert, mit Rosmarin und Thymian und mit Zitronenzeste gewürzt und wieder zugeklappt und in eine feuerfeste Form gegeben. In die gleiche Form gab ich ein Achtel Weißwein, ein Viertel Hühnerbrühe, 100 ml Sahne, etwas Zitronenzeste und 3 Zitronenscheiben. Alles kam bei 180 C für 40 Minuten in den Ofen.

Für die Rösti nahm ich 3 Kartoffeln, raspelte sie und gab Muskat, Majoran, Petersilie, Salz und Pfeffer dazu, außerdem ausgelassenen Speck, ein El Kartoffelmehl und ein großes Ei. Die Masse wurde dann in Ringe gegeben und erst auf dem Herd in Ringen angebraten und später in den Ofen gegeben um nachzugaren.

Das Sauerkraut hab ich gekauft als Fertigware und einfach nur warm gemacht. Dazugegeben hab ich trotzdem ein Lorbeerblatt und ein paar Wacholderbeeren.

Nachdem die Hähnchenteile fertig waren hab ich die Flüssigkeit in einen Topf umgegossen und eingekocht. Ich gab noch ein bißchen extra Hühnerbrühe dazugegeben, dann ein wenig Kartoffelmehl mit kaltem Wasser und dickte damit die Sauce ein wenig nach.

Fazit: Ein schnell gemachtes Essen, das aber viel besser als erwartet war: Die Zeste erhöhte den Geschmack, die Zitronenscheiben waren eine Bereicherung.