Parmigiana di Melanzane Variante


Das Auberginentürmchen hab ich schon einige Male gemacht – es ist eines der Gerichte, bei denen ich das Fleisch nicht vermisse. Umso komischer, dass ich mich heute entschloss, für die Aubergine eine reine Tomatensauce zu nehmen, aber als Sauce am Fuße der Türmchen eine Hackfleischsauce ansetzte.

Um das ganz kurz zu beurteilen: Wenn es Pasta dazu gegeben hätte, wäre sie sicher nicht verkehrt gewesen. So war sie OK, aber nicht wirklich notwendig.

Es hat sich allerdings noch ein anderer Fehler eingeschlichen, der mir vorher nicht unterlaufen ist: Normalerweise werden die Auberginen gesalzen, ziehen gelassen, unter Wasser entsalzt, dann mit Krepp getrocknet und dann im Ofen 15 Minuten vorgegart.

Diesen Schritt hab ich übersehen (man sollte immer mal bei den erfolgreichen Rezepten nachlesen…) und obwohl die Scheiben mit Sauce, Mozzarella und Parmesan 35 Minuten im heissen Ofen parkten, waren sie nicht ganz durch, was sehr schade war.

Ansonsten war es aber gut. Die Sauce ohne Fleisch hatte Zwiebel, Knoblauch und Oregano, die Bolo zusätzlich etwas Port und ein Achtel Rotwein. Abgeschmeckt mit Salz und Pfeffer war es auch gut.

Ich hab noch einen zweiten Turm, den nehm ich morgen auf die Arbeit mit – der kommt in die Mikrowelle, mal sehen, ob er dann durch ist. Und wenn es mir noch reicht, koch ich morgen noch eine Handvoll Pasta… 🙂

Cannelloni Salsiccia


Heute war einer der seltenen Tage, an der meine Kochidee ganz spontan zu mir kam. Warum, weiß ich nicht, aber schon, daß ich bisher keine Cannelloni gefüllt habe.

Also ist das rundum eine gute Sache – ein neuer Post, eine neue Kategorie und ein (hoffentlich) neuer Geschmack.

Die Cannelloni hab ich gekauft, obwohl ich nach einigem Einlesen auch Lasagneplatten hätte drehen können, um die Fülle einzuwickeln.

Für meine Tomatensauce schnitt ich eine Karotte in Brunoise, gab Schalotte und Knoblauch dazu, wie auch Rosmarin, Oregano und 2 getrocknete Peperoni. Das Ganze briet ich langsam in 2 El Olivenöl an und löschte es danach mit zwei Dosen Mutti Datterini Tomaten, die ich mit einem Kartoffelstampfer zerdrückte.

Für die Fülle der Cannelloni nahm ich 500 g Schweinehack (ich war zu spät, um mir echte Salsiccia zu kaufen), mischte es mit Petersilie, Rosmarin, Oregano, Peperoni und angeröstetem Fenchelsamen. Nachdem ich die Cannelloni gefüllt hatte, gab ich einen Schöpflöffel in eine lange Kuchen form (weil sie perfekt von der Breite hineinpassten). Danach legte ich eine Lage Cannelloni aus und dann wieder eine Kelle Tomatensauce. Die zweite Lage legte ich darüber und gab den letzten Rest Sauce darauf. Jetzt legte ich die Kugel Büffelmozzarella in Scheiben darauf, raspelte etwas Parmesan drüber und buk die Cannelloni die ersten 10 Minuten unter Alufolie und anschliessend ohne Folie weitere 30 Minuten.

Die Cannelloni haben zwar nicht ganz anders geschmeckt (die Sauce ist immerhin ein italienischer Klassiker), aber die Zugabe von Fenchel zum Schweinehack liess Salsiccia anklingen und war lecker. Dadurch daß sowohl in Fleisch wie Sauce Peperoni enthalten waren, gab es auch eine gewisse Schärfe, die auch lecker war.

Pizza Sprotten Salsiccia Spargel


Heute hatte ich ieder einmal Lust auf Pizza, aber kein italienisches Pizzamehl. Stattdessen fand ich von Goldpuder ein Pizzamehl, dessen Rezeptur ich gleich ausprobierte. Für zwei Pizzas a 30 cm, so wurde behauptet bräuchte man:

  • 350 g Goldpuder Pizzamehl
  • 175 ml lauwarmes Wasser
  • 21 g Frische Hefe (1/2 Hefewürfel)
  • 1 Tl Zucker (bei mir 1 El)
  • 1 Tl Salz
  • 1 1/2 Tl Olivenöl (bei mir keines)

Ich löste die Hefe im Zucker und einem El Wasser auf und gab Mehl, Wasser, Salz und Hefe in meine Rührmaschine mit Knethaken. Ich liess sie selbstständig etwa 10 Minuten kneten, bis der Teig schön zusammengekommen war. Ich deckte ihn ab und stellte ihn auf die Heizung, fast eine Stunde lang. Der Teig ging schön auf und ich teilte ihn in zwei Teile und wickelte den Einen gleich in Cellophan und gab ihn in den Kühlschrank.

Da auf der Packung gestanden hatte, dass der Teig genug für ein 30 cm Form ist, aber meine Form grösser ist, entschloss ich mich den Teig auszurollen, statt wie üblich den Teig händisch in die Form hineinzupressen. Anfangs gab er sich elastisch, gab aber dann nach ein, zwei Minuten nach und wurde ganz leicht auszurollen. Ich hatte dazu ein Backpapier genommen. Sehr überrascht war ich, als ich feststellte, dass er dann doch so gross wurde, um in die Pizzaform zu passen und sie auszufüllen. Der Vorteil war, dass er schön schlank daher kam, ganz anders als zuvor.

Als Belag nahm ich eine Passata mit Basilikum und dann für die eine Hälfte Sprotten, Sardellen und Spargelstangen. Für die andere Hälfte hatte ich angebratene scharfe Salsiccia und ebenfalls Spargel vorbereitet.

Für beide Hälften gab es Mozzarella die bufola Camana DOP, Grona Padano, braune Champignons, Chiliflocken und Knoblauch mit Olivenöl verrieben zum drüberträufeln.

Nachdem die Pizza belegt war, liess ich sie nochmal eine halbe Stunde gehen. Sie wurde nochmal leicht fluffiger und ich gab sie in einen vorgeheizten Ofen bei 230 C, für etwa 15 Minuten.

Sie ist besser geworden als die vorherigen Pizzen (dadurch, dass sie dünner war, buk die Mitte genauso schnell wie die äusseren Stellen).

Die Sprotten waren gut und saftig, aber nach 2 Sprotten hätte ich gerne gewechselt. Also in Zukunft keine Sprotten mehr. Die Salsiccia andererseits hat gut funktioniert. Ich hatte sie wie Salamischeiben angebraten. Der Spargel wurde der Länge nach aufgeschnitten und roh auf die Pizza gegeben. Sie waren sehr lecker und auch durch.

Insgesamt ein gelungenes Experiment!

Pizza Margherita plus


Immer, wenn mir nichts einfällt, denke ich an Pizza. So auch heute. Auch heute musste ich kaum etwas einkaufen, nur Hefe.
Nachdem ich schon einige Pizzen auf verschiedene Art belegt habe, wollte ich die heute relativ einfach halten. Die Betonung liegt auf „relativ“.

Der Teig-
220 g Pizzamehl 00 oder eine deutsche Entsprechung. Reguläres 405er geht auch.
140 ml/g lauwarmes Wasser
7 g Frischhefe
1 gehäufter Tl Salz
2 flache Tl Zucker
1 El Olivenöl

In einer Küchenmaschine 10 Minuten kneten, 30 Minuten im Lauwarmen stehen lassen, auf ein Blech ausrollen oder mit der flachen Hand verkneten, belegen und nochmal 20 Minuten im Warmen stehen und gehen lassen.
Ich backe meine Pizzen meistens mit Oberhitze und Umluft und schiebe sie weit oben hinein. Trotzdem sollte man schauen, ob die Mitte auch gar ist.

Der Belag-
1 Dose sehr guter Dosentomaten, püriert, leicht gesalzen, mit 2 Tl getrocknetem Oregano. Davon nur 3-4 El mager auf den Teig verteilen. Weniger ist mehr!
3-4 kleinere Kugeln Mozzarella di Bufola DOP, aufgeschnitten. Mit dem Rest am nächsten Tag einen Salat Caprese „to die for“ anrichten.
1 El Kapern rundum verteilen
4 Sardellenfilets nach den Himmelsrichtungen auslegen
1 Knoblauchzehe hacken und mit Salz verreiben und mit Olivenöl mischen. Diese Mischung tröpfchenweise auf der Pizza verteilen
1 Thai Chili fein hacken und auf der Pizza verteilen
Parmesan drüber reiben
Pizza backen.
Noch heiss mit Basilikumblättchen und rohem Schinken belegen. Typisch ist Parmaschinken, es geht aber auch mit Serrano- oder sogar mit Schwarzwälder Schinken, wenn etwas mehr Lokalkolorit gewünscht wird.
Schmeckt wunderbar!

Lasagne Variation


Nach langer Zeit hatte ich Lust auf Lasagne. Aber ich wollte es irgendwie anders machen. Ich entschloss mich, etwas an den Füllungen zu schrauben. Das Ergebnis war lecker, wenn mir auch die Sauce ausging und es nicht ganz so saftig war wie es hätte sein können.

Ich nahm dafür die Lasagneplatten, die man nicht vorkochen muss.

Als Sauce #1 machte ich eine klassische Bechamel aus Butter, Mehl, Milch, Schalotte mit Nelken und Salz. 150 ml Kalbsfond war auch dabei. Dazu gab ich 4 getrocknete Steipilze, die ich vorher pulverisiert hatte. Dieser Duft veränderte die Bechamel grundsätzlich.

Sauce #2 bestand aus gebratener Salsiccia (50 g), einer Dose guter Tomaten, getrocknete Kräuter (Thymian, Rosmarin und Oregano), Salz und Pfeffer. Auch hier gab ich noch etwas Kalbsfond dazu.

Ich legte für jede Ebene 2 Scheiben Lasagne aus und gab dann eine Kelle Sauce #1 oder #2 darüber, immer abwechselnd. Auf die Saucen kam dann etwas Mozzarella in ganz dünnen Scheiben und auch etwas Parmesan.

Das machte ich 4mal.

Wie gesagt, es war wenig Sauce übrig und die Lasagne setzte sich ziemlich. Also schichtete ich 2 Stück übereinander 🙂

Jetzt entsprach sie mehr meiner Vorstellung einer Lasagne.

Aber ein bisschen mehr Sauce wär schon schön gewesen…

 

Lasagne spezial 1

 

Lasagne spezial 2

 

Lasagne spezial 3

Spare Ribs Parmigiana di Melanzane


Vor kurzem las ich hier die Beschreibung von Spare Ribs, die sehr langsam im Ofen gegart wurden-ich glaube es waren 3 1/2 Stunden bei 150 C. Ich fand den Ansatz interessant, weil wohl sehr zarte und saftige Ribs dabei herauskamen, aber das nachmachen ist für mich schwierig, weil mein Ofen so gar nicht nach dem Temperaturregler arbeitet.
Ich wollte die Rippen aber trotzdem auf diese Art machen, also schob ich sie mit einem Rub bedeckt erst einmal bei 120 C in den Ofen geschoben, hatte aber zur Sicherheit noch eine Temperaturanzeige mit im Ofen. Die zeigte nach 20 Minuten schon 160 C, also regelte ich den Ofen auf 100 C herunter, das gab immer noch 140 C. Danach wurde es mir zu bunt und ich gab 70 C vor. Endlich kam ich auf die 120 C.
Bei mir blieben die Ribs 2 1/2 Stunden im Ofen und wurden immer wieder mit einer selbstgemachten BBQ Sauce eingepinselt und gewendet.
Die bestand aus einer halben Dose Datterini Tomaten, die ich pürierte,
2 El brauner Zucker
1 Prise Salz
Pfeffer aus der Mühle
1 Tl Paprika scharf
1/2 Tl Ancho Chili
1/2 Tl Senfsaat
1/2 Tl Koriandersamen
1/2 Tl Cumin
Koriander und Cumin sind eigentlich das gleiche. Hier sind mit Koriander die Kügelchen gemeint, die etwas zitrusartig riechen, wenn man sie mörsert. Die Cuminsamen sind das typisch muffige Gewürz, das aus der Tex-Mex Küche nicht wegzudenken ist.

Am Ende waren die Ribs wunderbar zart und saftig, nur nachsalzen mußte ich.

Dazu machte ich ein kleines Türmchen aus Auberginenscheiben, Mozzarella, Basilikumblättern und einer Tomatensauce.
Die Auberginenscheiben (4mm) wurden erst gesalzen, dann 15 Minuten stehen gelassen um ihnen Wasser zu entziehen, dann abgewaschen und mehliert. Anschliessend briet ich sie in eine Pfanne mit etwas mehr Rapsöl an (3mm). Die Scheiben tropfte ich sorgfältig auf Küchenkrepp ab, bevor ich sie benutzte, um einen kleinen Turm aufzuschichten.

Die Tomatensauce (1/2 Dose Datterini) hatte
2 Zehen Knoblauch
1/2 Tl Oregano
ein Schuß Olivenöl
Salz und Pfeffer

Zuerst eine Scheibe Aubergine, dann hauchdünnen Bio Mozzarella di Bufola aus Kampanien, ein Blatt Basilikum und einen El Tomatensauce. Meine Türmchen waren 5 Scheiben hoch, ganz oben gab es großzügig Parmesan. Danach wurde das Gebäude zum überbacken in den Ofen geschoben, etwa 10 Minuten bei 150 C (also bei knapp 200 C)

Sehr lecker!

Pizza Salsiccia Sardellen Kapern Rucola Parmesan


Schon wieder Pizza? Was ist denn hier los – keine Ahnung, ich hatte nur schon wieder Lust darauf.

Ich hatte heute meinen kurzen Tag, soll heißen Feierabend um 14:30. Auf die Autobahn A8 ( Richtung Pforzheim, 1/2 Stunde fahren im 1. Gang, dann die Ausleitung bei Heimsheim, Rest der Autobahn gesperrt, weitere Staus auf den Landstrassen im Umkreis. Unglücklich zuhause angekommen knapp 2 Stunden später, Termin verpasst in Karlsruhe, UND es ist nur der 3. Stau, der Stunden gedauert hat seit diesem Montag (Morgenstaus nicht eingeschlossen). Die letzten paar Kilometer träumte ich vom Abendessen, wollte aber weiterhin etwas weniger Fleisch auf dem Teller haben. Und da kam die Idee mit der Pizza auf… fatalerweise 🙂

Die Pizza war aber wieder anders als ihre Vorgänger, was den Belag anging, und sie war wieder sehr lecker!

Teig wie gehabt, heute eine Menge für eine Pizza:

165 g Mehl

105 ml warmes Wasser

guter 1/2 Tl Salz

1 El Zucker

10,5 g Hefe

Zucker und einen Tl warmes Wasser zur Hefe geben, nach ein paar Minuten verrühren, mit dem Wasser zum Mehl geben, 10 Minuten mit dem Knethaken in der Küchenmaschine verrühren.

1/2 Stunde warm stellen, dann auf dem Backblech verteilen, etwas Mehl zu Hilfe nehmen, damit die Finger nicht am Teig kleben.

 

1 Dose Datterini von Mutti mit Oregano, Salz, 2 Chilis und Olivenöl durchpürieren.

2 kleine Schöpflöffel mit dem Löffelrücken verteilen, zuerst mit Mozzarella, dann mit Oliven, Sardellen, Kapern und kleinen Fitzelchen Salsiccia mit Fenchel belegen. Dann Knoblauch, den ich in Olivenöl hineingerieben habe, darüberträufeln.

Ich hab die Pizza bei 200 C Umluft gebacken, hat etwa 10 Minuten gedauert.

Jetzt gab ich frischen Basilikum in Streifen und Rucola frisch drauf. Dazu gesellten sich hauchfeine Scheibchen Grano Padano.

War gut und frisch!

 

 

 

 

 

 

Cannelloni


Ich will schon seit Jahrzehnten Cannelloni machen. Ich hatte sogar schon richtig große Pasta, bin aber dann umgezogen, bevor ich Gelegenheit hatte, den Plan umzusetzen.

Heute aber sah ich eine kleine Kiste und die alte Geschichte fiel mir wieder ein. Da ich keine andere zündende Idee für ein Abendessen hatte, entschied ich mich für die Cannelloni.

Nachdem ich das Rezept auf der Seite des Kartons gelesen hatte, wusste ich, das es dieses Rezept nicht werden würde – es benutzte 400 ml Milch mit einer ganzen Tube Tomatenmark, um die Sauce zu machen. Für mich keine Option.

Also variierte ich das Rezept. Eigentlich ist das ja kein Problem – in der italienischen Tomatenküche gibt es eh feste Grössen.

 

400 g Rinderhack

2 Dosen Datterini von Mutti, mit dem Zauberstab püriert

Kräuter: Thymian, Rosmarin getrocknet, Salbei, Basilikum frisch

1 große Zwiebel, 3 Knoblauchzehen, 1 Karotte, 1 Selleriestange, beides in kleinen Würfeln

7 cm Tomatenmark, Wasser, Wein,

 

Das Hack anbraten, salzen, pfeffern und Chili nach Geschmack dazugeben. Zwiebeln, Knoblauch und Gemüsewürfel dazugeben und ebenfalls anrösten. 1 Dose pürierte Datterini dazugeben, Trockenkräuter dazugeben, köcheln, bis alles durchgegart ist und trocken wird.

Hitze ausschalten und etwas abkühlen lassen, dann in die trockenen Cannelloni einfüllen. Bei mir hat das am besten geklappt, indem ich die Zylinder senkrecht in die Pfanne stellte und mit einem kleinen Eierlöffel die Masse von oben einfüllte. Das ging dann ganz fix. Jede gefüllte Cannelloni dann in eine feuerfeste Form legen, Zylinder an Zylinder, bis die Form ganz voll ist. Bei mir blieb vielleicht noch 70 g der Fleischmischung in der Pfanne übrig, die erhitzte ich mit dem Tomatenmark, und gab erst Wasser und dann die zweite Dose pürierte Tomaten und einen Schluck Wein dazu. Nachdem die Mischung wieder heiß und abgeschmeckt war (einen Teil des Basilikums pürierte ich in die zweite Dose Tomaten), gab ich sie über die Cannelloni.

Die kamen für knapp 35 Minuten in den Ofen (bei 180 C). Dazwischen schnitt ich eine Rolle von 250 g Mozzarella (leider kein Mozzarella di Bufola) und legte sie über der ganzen Fläche aus. Darüber kam dann noch eine schöne Schicht Parmesan…göttlich.

Andere Menschen argumentieren, daß ein solches Essen immer den gleichen Geschmack bringt und langweilig ist – hier gab es Crunch und Abwechslung durch die Gemüsewürfelchen, die auch zum Geschmack beitrugen, aber auch der Schmelz von Käse über der Sauce. ich hätte das ganze Ding essen können, um mich danach 2 Tage krank zu melden. Ich fand gottseidank im letzten Moment meine Selbstbeherrschung wieder und habe stattdessen 2 Portionen einfrieren können.

Ein Teil von mir trauert um die vielen Jahre, in denen ich es nicht für notwendig gefunden hatte, Cannelloni zu machen 🙂

 

 

 

 

 

Pollo fino Tomate Mozzarella Aubergine Zucchini Pasta


Auf dem Nachhauseweg hielt ich bei Metzger Zorn an, einfach nur um zu sehen, ob es etwas gäbe auf was ich Lust hätte.

Es gab vieles zum Grillen, aber das Wetter sah nach Regen aus. Aber sie hatten Pollo fino, ausgebeinte Hähnchenoberkeulen. Dieses Hähnchenfleisch esse ich am liebsten, weil es immer saftig ist und bleibt.

Daheim besuchte ich meinen Gemüsehändler und nahm von dort eine kleine Zucchini und eine hell-lila gestreifte Aubergine mit. Etwas Thymian wollte auch mit, den Oregano bekam ich umsonst, weil der schon drüber war (aber noch genügend gut). Außerdem leistete ich mir eine teure Büffelmozzarellakugel aus Italien, die ich zum Überbacken nutzen wollte. Zuhause hatte ich frischen Rosmarin und Basilikum, ich war also bestens gerüstet.

Zuerst schnitt ich Aubergine und Zucchini in Streifen und salzte beide, damit sie ihr Wasser verlören. Nach etwa 15 Minuten brauste ich das Gemüse ab und gab es ohne Öl in eine sehr heisse beschichtete Pfanne. Nachdem beide Gemüsesorten Farbe genommen hatten und weicher geworden waren, nahm ich sie heraus und parkte sie, gab etwas Öl in die Pfanne und etwas der gehackten Kräutermischung in die Pollo fino und briet sie dann von allen Seiten an.

Dann nahm ich 2 Dosen Datterini (von Mutti), pürierte sie schnell durch, salzte und kräuterte die Mischung und gab ein paar El in meine ovale Form. Darauf dann eine Schicht des Gemüses, wieder von der Tomatensauce, den Rest des Gemüses, dann die Pollo fino, darauf dann den Rest der Tomatensauce, eine Handvoll Basilikum und zum Schluß der geile Mozzarella für die Oberschicht. Der Ofen war vorgeheizt auf 180 C. Ich ließ alles 35 Minuten im Ofen, die letzten 10 Minuten hab ich auf fast 200 C erköht, damit der Mozzarella ein paar Röststoffe bekommt.

Dazu machte ich ein paar Tripolini-Nester von De Cecci um endlich mal wieder die Pasta-Erfahrung zu machen (ich hab jetzt seit ein paar Monaten keine Pasta mehr gegessen, was für ein Jammer!).

Fazit: Hat richtig gut geschmeckt, morgen geb ich einem Mitarbeiter, der gerne meine Sachen versucht, eine der 2 übriggebliebenen Portionen, die andere nehme ich für mich mit. Es war ganz einfach zu machen, andere hätten es verfeinert mit Olivenöl oder Kapern oder sonstwas. Für heute war es pur genau so, wie ich es haben wollte.

 

 

 

 

Pizza Salsiccia Salami Gemüse


Die letzte Pizza ist noch nicht sooo lange her, aber ich mußte mir schon wieder das Teig-Rezept erarbeiten. Es hat dann auch nicht ganz geklappt und ich mußte Mehl nachlegen.

Ich glaube der Fehler liegt daran, die Pizza zu spät anzusetzen und dann husch husch alles schnell über die Bühne bringen zu wollen. Emmi hat einmal gesagt, es macht einen besseren, leichter verdaulichen Teig. wenn man weniger Hefe länger gehen lässt. Ich muß einfach einen Tag früher damit anfangen…

Aber genug geschimpft. Der Teig ging an den Rändern hoch wie bei einem amerikanischen Pizzarad, dieser Teil blieb dann liegen.

Zum Belegen nahm ich eine Tomatenpassata von Mutti, zu der ich Knoblauch, Salz, Olivenöl und Oregano gab.

Dann gab es echten Büffelmozzarella

3 Scheiben Salami Milano

10 cm Fenchelsalsiccia, die ich in ganz kleine h abpfetzte und roh auf die Pizza gab,

gute 3 El eingelegte Gemüse und Oliven (Auberginen, Tomaten, Oliven, Zucchini)

3 Sardellen,

geriebener Parmesan und Tropfen vom Knoblauch-Olivenölgemisch

und nach dem Ofen etwas Rucola und Basilikum und ein paar dünn geschnittene Jalapenos (nicht sehr italienisch, ich weiss 🙂  )

Sie hat gut geschmeckt, die Sauce wird sehr sparsam verteilt, aber das Mischungsverhältnis stimmt. Jetzt muß ich den Teig üben…