Lachs Spargel Butter Kapern Dill


Natürlich war noch Spargel da, weil ich die 2 Pfund gestern nicht komplett verarbeiten konnte. Heute wollte ich ein Stück Lachs dazu machen und ging über die Strasse zu meinem Fischhändler.

Dort gab es ein schönes dickes Stück, nicht allzu groß, das er mir sogar noch etwas preiswerter gab 🙂  (Insgesamt ein sehr guter Deal).

Zuhause lag noch eine Limette und ich wollte den Lachs eh in Butter anbraten, also warf ich etwas Limettenabrieb und den Saft einer halben Limette einschliesslich 2 Tl Kapern in die Butter, nachdem der Lachs darin angebraten worden war. Die Butter war da schon eine Beurre noisette, eine braune Butter, die ihre eigenen Aromastoffe mitbrachte.

Eigentlich war diese Mischung eine Art von Sauce Grenoble, in der Butter, Kapern und Zitronenstückchen zum Einsatz kommen. Mit der Limette war es fast noch erfrischender 🙂

Der Lachs hatte in der Mitte noch einen fast rohen, aber warmen Kern, das war wunderbar. Es hat jedenfalls sehr gut gepasst und geschmeckt.

Den Spargel hab ich natürlich auf die übliche Art gemacht 🙂

 

 

 

 

 

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Quiche Spargel Erbsen Dill


Die Verlockungen des Spargels zerren immer noch an mir, obwohl ich gefühlte 8 Tage nur Spargel als Gemüse einsetzte. Ich übertreibe wahrscheinlich (gestern gab es Chicoree), aber im Moment verkauft mein Gemüsehändler gegenüber eine sehr annehmbare B-Ware vom Großmarkt Bruchsal (der regionale Umschlagplatz für badischen Spargel) für €2.20 das Pfund. Und die Verkäuferin meinte, er würde sicher bald noch preiswerter werden. Ich werde ihn essen, bis ich ihn nicht mehr sehen kann und freue mich dann auf die nächste Saison 2019  🙂

Heute kaufte ich ein Pfund weissen Spargel und ein Gebinde (auch ein Pfund) deutschen grünen Spargel, der doppelt so teuer war. Dazu nahm ich einen Bund Dill mit und eine großzügige Handvoll frischer Erbsen. Daheim palte ich die Erbsen, schälte den weissen Spargel und verschlankte das letzte Drittel des grünen Spargels. Dann garte ich die 3 Gemüse in kochendem Wasser, bis sie fast bissfest waren und schreckte sie mit kaltem Wasser ab.

Für den Quicheteig gab ich

175 g Mehl

1/2 Tl Salz

1/2 Tl Zucker

85 g kalte Butter in Würfeln

in eine Mixmaschine (Food Processor) ein Gerät mit schnell schlagender Klinge. Hier wurde die Butter mit dem Mehl vermischt. Dann kamen nach und nach 75 ml kaltes Wasser dazu, bis der Teig zusammenkam (nicht mehr bröselig war, sondern eine Kugel).

Dann kam der Teig in eine Schüssel und eine halbe Stunde in den Kühlschrank. Danach rollte ich ihn auf einem Brett unter Zugabe etwas Mehls aus und gab ihn dann in meine Form, eine Porzellanform von   9″=22 cm. Ich stach sie einige Male ein, buk sie aber nicht vor.

Jetzt wurden 3 sehr große Eier mit etwa 100 ml Milch vermischt, und 3 El gehackter Dill sowie gut Salz und Pfeffer kamen auch unter die Mischung. Die wurde jetzt in den Teig gegossen. Darauf setzte ich die halbierten Stangen weissen und grünen Spargel und goss dann die Erbsen dazwischen.

Hätte ich vorher das Projekt etwas eingehender überlegt, hätte ich noch einen Container Creme Fraiche gekauft und dazugegeben (weil die Säure den Geschmack hebt). So aber war es lieblich, vegetarisch und sehr sättigend (man darf den Quicheteig mit seiner Butter nicht unterschätzen. Trotzdem schaffte ich nur 2 schmale Stücke und eine Portion Salat. Ich nehme den Rest morgen ins Geschäft und schau mal, was meine Pappenheimer sagen 🙂

 

 

 

 

 

Pulled Pork weisser und grüner Spargel


Am Samstag war wieder so schönes Wetter, daß ich wieder grillen wollte. Mit Briketts von Weber (kein Scheiss, die sind sehr gut!) schaffte ich es, den Grill auf 200 F zu bekommen, fast 100 C.

Ich hatte mit ein Stück Nacken vom Schwein von etwas mehr als einem Kilo geholt und mit meinem South Carolina Rub for Pulled Pork eingerieben. Danach liess ich den Nacken 2 Stunden ruhen. Danach kam der Nacken zwischen die inzwischen weissen Kohlen. Ich wendete den Braten 4 mal und erneuerte die Kohlen nach 2 Stunden, um die Hitze konstant zu halten.

Nach insgesamt 3,5 Stunden nahm ich den Nacken herunter und liess ihn leicht abkühlen.

In der Zwischenzeit hatte ich die beiden Spargelsorten vorbereitet un in Alufolie eingewickelt auf den Grill gelegt, damit die Stangen in der Folie dünsten. Später gab es einen Klacks Butter und Schnittlauch dazu.

 

Als Sauce für das Pulled Pork öffnete ich eine Dose Kirschtomaten, die ich pürierte, dazu kamen 3 verschiedene getrocknete Chilis, die ich vorher in der Kaffemühle zu Pulver mahlte,

2 gehäufte El brauner Zucker, 1/4 l Weissweinessig, Cumin 1/2 Tl, 1 gehackte Zwiebel und 2 gehackte Knoblauchzehen. Aufkochen und dann ziehen lassen.

Das Pulled Pork mit 2 Gabeln auseinanderziehen und löffelweise die Sauce über das Fleisch geben und vermischen. Nicht zu feucht machen. Auf ein Burgerbrötchen oder wie hier auf ein Muffinbrötchen geben,

mit frischen Jalapeños dekorieren und auf Salat servieren.

Zur Feier des Tages ein paar Erdbeeren auf die Spargel geben 🙂

 

 

 

 

 

 

Hähnchen Mais Spargel


Das Wetter heute war hier toll, nicht zu warm, aber schön sonnig und sogar mit leichter Brise!  Für mich optimal. Was auch bedeutete, daß ich grillen wollte.

Hähnchenschlegel hatte ich gestern schon zusammen mit der Brust gekauft, ich wollte sie aber vorher schon einlegen. Ich fand auf einer amerikanischen Seite ein leichtes Rezept und setzte das in die Tat um:

2 El brauner Zucker, Prise Salz, 1 El Sojasauce, 1El grober Senf, 1 El Weissweinessig und eine fein gehackte Knoblauchzehe vermischen. Die Hähnchenteile in einen Plastikbeutel geben, die Marinade dazu, den Verschluss schliessen und dabei die ganze Luft herauspressen. Marinade verteilen und den Beutel kalt stellen.

Ein paar Stunden später werden die Hähnchenteile auf ein Alublech gegeben und zwischen die Holzbrikettkörbe gestellt. Zuerst liess ich sie eine halbe Stunde drin, dann wurden sie gewendet.

Jetzt kamen auch Spargel (in der Alufolie) und der Mais dazu, auch diese beiden nicht über direkter Hitze.

Ich machte aus Aprikosenmarmelade (2 El), Sojasauce (1 Tl), Senf und Salz eine BBQ-Einpinselflüssigkeit (nur ein paar Minuten köcheln und rühren-fertig. Die Idee fand ich bei einem Rezept, das auf der Seite About: Southern Cooking ganz unten stand. Es klang gut, ich mußte einiges ersetzen, aber es hat trotzdem gut geklappt. Es ist gar nicht so süß und passt super zum Hähnchenschlegel.

Diese Mischung benutzte ich, um die Schlegel einzupinseln. Jetzt gab ich die Teile in der Schale direkt über die Kohlen. 10 Minuten später wurde gewendet und es gab weitere 10 Minuten auf der anderen Seite.

Auch der Mais wurde direkt über die Kohlen gelegt, ohne Schale. Alle 5 Minuten wurde der weitergedreht und bekam seine schöne BBQ-Farbe.

Nach ein paar Minuten war alles soweit, und ich nahm es mit hinein um es anzurichten. Beim auspacken sah ich, daß der Spargel besser ohne Dampfverpackung geblieben wäre, der war leider zu weich und das olivgrün war nicht besonders sexy. Ich hab trotzdem einiges davon gegessen, aber der Mais hat mir besser geschmeckt. Das Hähnchen war ein bisschen zu lange indirekt bestrahlt worden, aber es war durchaus noch saftig 🙂

Die Flüssigkeit zum Einpinseln war weniger süß als anfänglich vermutet, wahrscheinlich hat die dunkle Sojasauce alles Richtung Umami gedreht.

Dazu hab ich noch einen Pfirsich auf den Grill gelegt und den auch noch eingepinselt, der gab eine schöne Fruchtnote zum Essen.

Ein gutes Essen vom Grill, kaum Sauerei in der Küche – was will man mehr?

 

 

 

 

 

 

Spargelsuppe


Weiter geht es mit der Resteverarbeitung 🙂

Vom grünen Spargel, den ich am Samstag auf dem Markt gekauft hatte, war fast noch der ganze Bund da. Und Gottseidank noch ziemlich knackig.

Ich schälte die Enden, schnitt ihn in Stücke und gab eine Tasse mit den Stücken zusammen in einen Topf. Dazu gab es ein Glas Hühnerbrühe (ich hatte leider keine eigene da).

Dann kochte alles auf und köchelte 7 Minuten vor sich hin. Mit Greifern fischte ich 6 Spitzen heraus und legte sie auf die Seite.

 

Ich hatte einen Schwarzwälder Schinken gekauft und gab eine Scheibe in den Ofen, wo er bei 120 C langsam vor sich hin schwitzte. Einmal wendete ich den Schinken und nahm ihn nach ein paar Minuten heraus um ihn abzutropfen.

Ich baute den Standmixer auf, gab Spargel und Flüssigkeit hinein und liess ihn eine Minute auf der ersten Stufe laufen. Beim Abschmecken fehlte mir ein bisschen die Spritzigkeit.

Von einer Bio-Zitrone schnitt ich ein Eck ab (Rinde, Mesocarp und Fruchtfleisch) und gab das Stück auch noch dazu.

Jetzt liess ich den Mixer eine Minute auf Stufe 2 laufen. Ich schmeckte nochmal ab, gab noch etwas Salz dazu und fertig.

Die Zitrone hat die Suppe schön gehoben, sie hat wunderbar geschmeckt, der getrocknete Schinken hat die Suppe schön abgerundet.

Weil die Spitzen leider nicht auf dem Schaum schwammen, hab ich sie wie Palisaden reihum an den Rand gestellt. Wer genau schaut, kann die Spitzen noch erkennen, bevor sie auf den Grund absanken 🙂

 

 

 

Schweinelende Mangosalsa Spargelbulgur


Es gab noch Lebensmittel von gestern, die verarbeitet werden wollten. Mango und Avocado hatte ich jeweils noch eine Hälfte da.

Eigentlich hatte ich Lust, zu grillen, aber es gab keine grillspezifischen Angebote und der Wetterbericht war auch zweifelhaft…

Also disponierte ich um. Beim Metzger bekam ich eine schöne Schweinelende.

Auf dem Markt fand ich beim Pfälzer tolle glatte Petersilie, bei einem anderen Stand gab es deutschen grünen Spargel, so schlank wie der italienischeund sehr frisch.

Später ging ich noch bei meinem Gemüsehändler vorbei, um mir einen Pfirsich, eine Limette und 2 Jalapenos zu holen.

Damit hatte ich alles zusammen.

 

Ich wollte eine Salsa auf Mangobasis machen und gab dazu noch ein paar andere Zutaten dazu.

1/2 Mango in kleinen Würfeln

1 Pfirsich in kleinen Würfeln

1/2 Avocado in kleinen Würfeln

1 Tomate in kleinen Würfeln

1 kleine rote Zwiebel in feinen Streifen

1 Jalapeno entkernt

Saft einer Limette

Petersilie

Salz

 

Sowohl Mango als auch Pfirsich waren reif und süß, daß der Kontrast zu der Säure der Limette und der Schärfe der Jalapeno ein schöner war.

 

Den Bulgur setzte ich an, indem ich auf eine Einheit Bulgur 1,5 Einheiten gesalzenes Wasser gab. Ich kochte beides im Topf mit Deckel auf und zog es dann vom Feuer.

Dazwischen nahm ich 5 Stangen des Spargels, schälte die Enden, schnitt ihn dann ihn bissgrosse Stücke und briet ihn in Öl mit etwas Salz an. Das dauerte nur wenige Minuten.

Dann zog ich ein paar Zesten von einer Bio-Zitrone, hackte die klein und gab sie, gehackte Petersilie und die Spargelstücke in den Bulgur. Dem gab ich auch noch zwei El Olivenöl dazu.

 

Jetzt schnitt ich 2 Stücke von der Lende, salzte und pfefferte sie und briet sie langsam von allen Seiten an.

Es hat sehr gut geschmeckt, wobei ich ursprünglich die Salsa fürs Fleisch angedacht hatte. Sie hat tatsächlich dann besser zum Bulgur gepasst, weil er dadurch einfach interessanter geschmeckt hat.

 

 

 

 

Hähnchen Gemüse in der Folie


Die Woche war vom Wetter her eine echte Enttäuschung. um so mehr  freute ich mich, als es Mitte der Woche hiess, das Wetter würde am Wochenende gut.

Bis Freitag hatten sich die Wetterfrösche revidiert und nur noch den Samstagvormittag als schönen Tag ausgerufen.

Und hier war es nicht viel wärmer als an den anderen Wochentagen und bewölkt war es auch schon.

Ich aber wollte grillen. Metzger Zorn hatte Maishähnchen vom üblichen Erzeuger, also schnappte ich mein Fahrrad und machte mich auf den Weg.

Auf dem Rückweg fuhr ich beim Gemüsehändler vorbei und nahm nochmal grünen und weissen Spargel mit, außerdem Frühlingszwiebel und rote Spitzpaprika.

Später trennte ich das Hähnchen mit einer schlechten Geflügelschere, damit es schneller gart und gab eine mexikanische Steak- und Grillmischung, Paprikapulver und Salz über die Hälften. Dann schob ich je eine halbe Knoblauchzehe in mehreren Scheiben unter die Brusthaut.

Danach legte ich die Hälften auf Grillschalen (die mit den Löchern).

Jetzt bereitete ich den Grill vor und zündete die Kohlen in den beiden seitlichen Körben an. Nach etwa 20 Minuten waren die Kohlen von einer weissen Schicht überzogen und ich schnappte die beiden Schalen mit den Hähnchenhälften und ging nach draussen.

Dort fielen gerade die ersten Regentropfen vom Himmel.

Also schnell die Schalen zwischen die Hitzequellen gestellt und wieder in die trockene Wohnung zurück.

Dort bereitete ich die Folie für mein Gemüse vor. Es gab 2 El Olivenöl, 2 weisse Spargel, 3 grüne Spargel, eine Frühlingszwiebel, eine Knoblauchzehe und eine rote Spitzpaprika in Streifen, und zwei Scheiben einer Bio-Zitrone und eine halbierte Tomate. Das verschloss ich gut und trug es 20 Minuten später raus, um es auch auf den Grill zu legen.

Inzwischen war der Boden schon komplett nass und man konnte sich nicht mehr vor den Tropfen wegducken. Ich wendete die Hähnchen, gab das Paket ab und machte, daß ich fortkam (Gottseidank grillte ich mit geschlossenem Deckel 🙂  )

Nach einer weiteren halben Stunde schaute ich nochmal nach, aber es hatte sich eingeregnet. Ich nahm das Fleisch aus den Schalen, drehte es direkt über den Kohlen auf die Hautseite, machte nochmal den Deckel drauf, blieb aber unter dem trockenen Fahrradstand stehen, weil ich wußte, daß es nicht lange dauern würde, die Haut knusprig zu bekommen. So war es auch: Nach ein paar Minuten war alles knackig und ich konnte den Grill abräumen und wieder ins Haus.

Der Rest ist Geschichte 🙂

Das Hähnchen war Klassen besser als die von den Hähnchenbratereien, das Gemüse war zu lange drin gewesen. Es schmeckte zwar noch nach Gemüse, war aber sehr weich. Aber kein Problem, das üben wir nochmal.