Cevapcici Kritharaki Paprika Peperoni Ajvar


Komisch wie Eins manchmal unweigerlich zum Nächsten führt 🙂

Ich hab ja schon ein paar Mal beschrieben, wie bei mir die Assoziationsketten bei Nahrungsmitteln funktionieren. Oft sind es erlebte Gegebenheiten, die sich positiv nierdergeschlagen haben, manchmal sind es gesehene Kombinationen, die zwar noch nicht probiert wurden, aber ein Verlangen auslösen. Manchmal sind es Kombinationen, die fast somnambul über die Farbharmonie geträumt oder imaginiert werden.

Wie auch immer, war ich heute in Karlsruhe und wollte mir nach meinem Unterricht noch die Haare schneiden lassen. Weil der Frisör in einem Einkaufszentrum untergebracht ist, ging ich anschliessend einkaufen, allerdings ohne Plan. Ich brauchte Senf und machte einen Schwenk durch die Spezialitätenabteilung verschiedener Länder und sah aus dem Augenwinkel eine weiche Packung Peperoni (von Dittmann).

Das weckte Erinnerungen an griechische/jugoslawische Gerichte, die früher schon gegessen und genossen wurden. Ich rede ausnahmsweise nicht von authentischen Gerichten, sondern von Besuchen beim örtlichen Lieblingsgriechen oder -kroaten und die Küche, die man zuhause versucht hat, nachzukochen.

Wie es sich fügen sollte, gab es frisch gemachte Cevapcici beim Metzger, also brauchte ich nur noch eine Paprika und eine Gurke. Den Rest fände ich daheim, dachte ich.

Naja, ich wollte Djuvec Reis machen, stellte aber fest, daß ich nur noch Risottoreis hatte, also schwenkte ich um auf Kritharaki, die griechischen Reisnudeln.

Auch kam das Ajvar aus dem Glas, war aber nicht schlecht.

Gekocht war es schnell: Die Kritharaki briet ich mit einer Zwiebel und Knoblauch an, bevor ich etwas Tomatenmark dazugab. Dann gab ich Wasser dazu und liess sie leise ziehen, bis sie fast gar waren, dann kamen sie in eine ausgehöhlte Paprika und für 25 Minuten in den Ofen. Vorher gab ich Salz und etwas Parmesan auf die Pasta.

Währenddessen briet ich die Peperoni an (die übrigens mit einer selbstgemachten Dillmayo – Rezept aus dem Hermes in KA-Neureut- genial schmecken) und gab dann die Cevapcici mit in die Pfanne. Jetzt schnitt ich Gurke, Tomate und Feta klein, mischte daraus einen kleinen Salat und schmeckte ihn mit Olivenöl, Weissweinessig, Salz und Pfeffer ab.

Inzwischen war die Paprika weich und ich konnte servieren. Ein Klecks Ajvar rundete den Teller ab. Ein Essen, das man eigentlich mit Freunden teilen muss, vielleicht mit ein paar Mezze davor und einen Ouzo oder vielleicht einen Slibovitz hinterher 🙂

 

 

 

 

 

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Tortiglioni Schinken Tomaten Feta Oliven Sardellen


Heute gab es wieder einmal Tortiglioni, die ich deshalb sehr mag, weil sie ein schönes dickes Mundgefühl haben, und viel Sauce in der Röhre transportieren können 🙂

Allerdings hatte ich nur noch 65 g, aber dafür gab es ein paar Würfel Feta mehr.

Die Zubereitung folgte der verschiedener anderer Pasta Gerichten, die mit weniger auskommen:

65 g Tortiglioni in gut gesalzenem Wasser al dente kochen

2 Sardellen in Olivenöl anschwitzen und auflösen

5 Cocktailtomaten vierteln und dazugeben, mit einem Glas (100 ml) Weisswein ablöschen, Deckel auf den Topf machen, Tomaten schmelzen

1 Scheibe gekochten Schinken in dünne Streifen schneiden, in den Topf geben

die kleinen feinen Oliven dazugeben

1 Chili (Thai Chili) mörsern und dazugeben

 

 

Wenn die Pasta al dente ist, abseihen und in die Sauce geben, vermischen

Den in Würfel geschnittenen Feta über die Pasta geben, Schnittlauch drüber streuen, ein hübsches Foto machen und dann erst mischen 🙂     Lecker!

 

 

 

 

 

 

 

Schweinelende Chicoree Spitzpaprika Bärlauchpesto


So, jetzt ist das Pesto verbraucht! Es hatte einen guten Lauf, wenn man das so sagen kann 🙂

Diese Kombi kommt ein bisschen schmuddelig daher, das liegt daran, daß ich Chicoree und Spitzpaprika im Ofen gegart habe, mit einem Schluck Weisswein und etwas Kalbsfond. Erst nachdem der Chicoree gar war (nach 30 Minuten) mischte ich das Pesto unter. War auch gut.

Für die Lende opferte ich den Rest meines guten Feta-Stashs vom Markt. Ich schob die Pfanne noch kurz mit in den Ofen, aber es war nur lange genug, um den Käse etwas weicher werden zu lassen. Dazu warf ich noch ein paar Oliven dazu. Ach ja, im Gemüse war auch noch ein wenig Speck 🙂

Wie gesagt, ein bisschen messy, aber passt alles!

 

 

 

 

 

Spaghetti Bärlauchpesto Schafskäse Oliven


Es gibt immer noch vom Bärlauchpesto. Deshalb gibt es wieder etwas mir Bärlauchpesto. Spaghetti „a la grecque“ 🙂

Weil ich gestern auf dem Markt war und dort wieder bei dem Stand mit den griechisch anmutenden Spezialitäten, die aber alle aus Frankreich kommen und eine gute Qualität haben, einkaufte. Nicht viel, nur Schafskäse und gemischte Oliven mit Kern.

Für heute hatte ich ein paar Alternativen, aber keins der Lebensmittel musste sofort verbraucht werden, und ich hatte schon Lust auf die Spaghetti.

Es ist sehr leicht zu machen:

Für eine Portion

75 g Spaghetti (De Cecco)

2 volle Esslöffel Bärlauchpesto (1 Bund Bärlauch, Pinienkerne, Olivenöl, Parmesan, Salz)

2 Scheibchen Feta, in Würfeln

eine kleine Handvoll gemischte Oliven

1 Chili getrocknet

 

Spaghetti al dente kochen, abseihen, wenig Wasser mit zurück in den Topf geben, Pesto einrühren und die Oliven zum Aufwärmen mit dazu. Chili über den Feta geben (gemörsert) und ganz zum Schluss als Topping über den Teller geben.

Sehr lecker!

 

 

 

 

 

Salat Schnitzelstreifen Weinblätter Feta


Heute gab es Salat. Ich hatte ein paar eingelegte Weinblätter und frischen Schafskäse vom Gemüsehändler, die wollte ich mit einbringen.

Dazu gab es ein Schnitzel, das ich in Streifen geschnitten und angebraten habe.

Salat

Tomaten

Weinblätter

Feta

Dressing- Orangenessig/Olivenöl/Salz/Pfeffer

Schnitzel in Streifen

Lecker!

 

 

 

Lendenspieß Kritharaki Peperoni Feta


Morgens auf dem Markt kam ich am Stand eines Mannes vorbei, der griechische Spezialitäten verkauft. Oliven, Schafskäse, Mezze,… Die meisten Sachen kommen nicht aus griechenland, sondern aus Frankreich, aber die Qualität ist sehr gut. Ein halbes Stück Schafskäse und eine Handvoll gemischte Oliven mit Stein nahm ich mit.

Das brachte mich auf die Idee daheim einen „griechischen“ Abend zu machen, einem Abend also, wie ich ihn in einer guten griechischen Taverne in Deutschland erleben würde 🙂

Ich machte einen Spieß aus Schweinelendenstücken, Spitzpaprika und Champignons, den ich erst in einer Pfanne anbriet, eine Zitrone in Achteln dazugab und im Ofen vollendete.

Dazu gab es die griechischen Nudeln, die wie Reis aussehen: Kritharaki. Hab ich noch nie gemacht oder gegessen, deshalb war ich neugierig. Ich hab aber gelesen, daß sie gerne mit Braten serviert und gekocht werden und briet eine halbe Spitzpaprika in Streifen und eine zerkleinerte Schalotte in Olivenöl an, gab die Kritharaki und 200 ml Kalbsfond dazu und köchelte es eine Weile. Als ich merkte, daß die Nudeln ansetzten, gab ich Wasser dazu und rührte öfter. Ich mußte nochmal Wasser hinzufügen und am Ende laufend rühren, aber sie wurden weich!

Daneben briet ich ein paar scharfe Peperoni an. Die waren so scharf, daß meine Nase 2 Stunden später immer noch läuft.

Dazu gab es ein paar Oliven und etwas Tsaziki, den ich aus 150 ml griechischem Joghurt mit 10% Fett, einer Knoblauchzehe, einem Stück geraspelter Gurke und etwas Dill zusammenmischte.

Zum Schluß bröselte ich etwas Feta über den Spieß und verstreute noch etwas wilden Oregano und Petersilie über Fleisch und Nudeln.

Ich bin mir ziemlich sicher, nicht original griechisch gegessen zu haben. Ebenso sicher bin ich mir, daß es ziemlich gut war und auch beim „Griechen“ nebenan gut angekommen wäre 🙂

 

 

 

 

 

Lachs Zedernplanke Gamberi gefüllte Aubergine


Vor 4-6 Wochen gab es bei Aldi Grillangebote, darunter 2 Zedernholz“Planken“, eher Täfelchen. Aber immerhin groß genug für eine gute Portion Lachs. Ich bin für solche küchentechnischen Angebote anfällig und kaufte 2 Täfelchen für €2.99.

Heute hatte ich endlich Muße und auch entsprechendes Wetter, den Grill anzuwerfen. Aber es ist, wie es immer ist, wenn man etwas zum ersten Mal macht. Es gibt eine Lernkurve, die beste Zeitpläne durcheinander wirft.

Ich benutze einen Kugelgrill mit zwei Brikettkörbchen, die an den Seiten angebracht, genug Raum in der Mitte schaffen, um indirekt grillen zu können, was die Essenz des amerikanischen BBQ ist.

Die Zedernplanke hingegen wird gewässert, weil sie direkt über (oder vor) die Hitze kommt, und so etwas langsamer verkohlt und ihr Aroma abgibt. Das Problem, das sich entwickelte, war, daß ich nur eines der Körbe einsetzte, weil ich nur ein Stück Lachs hatte. Dadurch kletterte aber die Innentemperatur unter dem Deckel sehr langsam, und statt den Lachs nach 5 Minuten entfernen zu können, hat es 20 Minuten gedauert. Darüber ist mir die gefüllte Aubergine etwas dunkel geworden.

 

Mein italienischer Fischhändler hatte mir eine schöne Tranche abgeschnitten, und ich dachte, was soll der Geiz und nahm noch zwei wunderschöne Gamberi mit. Denen habe ich nur den Kopf abgedreht und den Darm mit einer Grätenpinzette gezogen. So konnte ich sie ungeschält grillen, was besser schmeckt als nackt.

Das Zedernholz wässerte seit heute morgen beschwert in der Spüle und wurde erst ein paar Minuten vor dem Grillgang eingesetzt. In der Gebrauchsanweisung hiess es, das Holz 5 Minuten gei geschlossenem Deckel anzugrillen und dann das Grillgut darauf anrichten. Gesagt, getan. Dann sollte man 5 Minuten warten und danach servieren können. Ich hab stattdessen den Deckel nochmal draufgetan.

Der Lachs zieht nicht wie in der Pfanne oder wie im Ofen an, daß man sieht wie er hell rosa wird, sondern behält seine ursprüngliche Farbe bei, also muß man die Druckprobe machen. Nach etwa 20 Minuten war ich damit zufrieden.

Dann hab ich schnell angerichtet und die Fotos gemacht.

Fazit: Das Procedere ist sicher noch nicht optimal gewesen, aber der Lachs hatte deutlich den Zederngeschmack, und das war angenehm. Der Lachs sah zuerst durch aus, aber mitnichten! Er fiel entlang seiner normalen Lamellen auseinander und war mit Abstand der saftigste Lachs der letzten Jahre. Die Gamberi profitierten ebenfalls vom Holzduft, wenn auch in geringerem Mass, weil sie schliesslich noch geschält werden mussten.

Für die gefüllte Aubergine musste sie erst in der Länge halbiert und ausgehöhlt werden. Das Fruchtfleisch wurde gewürfelt und mit einer roten Zwiebel, einer Knoblauchzehe und 4 Kirschtomaten und etwas Olivenöl zusammen angebraten. Ich löschte diese Mischung mit einem Schluck Weisswein ab, reduzierte die Hitze und gab Fetawürfel und Basilikumblätter, Thymian und Majoran dazu. Das wurde in die Auberginenschiffchen gefüllt und bei 180 C in den Ofen geschoben. Irgendwann, als sich abzeichnete, daß der Lachs länger dauern würde, hab ich den Ofen auf 50 C geschaltet, aber mein Ofen ist ein Tier und er hatte wahrscheinlich noch mehr als genug Resthitze, um den Feta die Farbe verändern zu lassen.

War aber nicht schlimm, verbrannt war es nicht, und geschmeckt hat es super!