Lendenspiesse Kartoffeln Feta Oliven Zwiebel


Ich habe schon eine Weile keinen Spiess mehr gemacht, und hatte Lust, ihn rustikal zu gestalten und griechische Elemente dazuzugeben, also den guten Feta und verschiedene Oliven mit Stein. Als Saucenersatz machte ich eine aromatische Mischung aus Zwiebeln, Tomaten, Knoblauch, Zucker, Oregano, Olivenöl und weissem Balsamico, die ich langsam anschmorte. Durch die Zutaten wurde sie süsslich/sauer und sehr appetitanregend.

Die Spiesse bestanden aus gleichmässigen Stücken Fleisch aus der Schweinelende, die sich mit Zwiebelstücken und Paprika abwechselten. Durch die eher flachere Form des Fleisch konnte ich sie leicht in der Pfanne anbraten und ersparte mir den längeren Aufenthalt im Ofen.

Feta und Oliven hatte ich vom Samstagsmarkt, von einem Stand, dessen Betreiber ich jetzt schon eine Weile nicht mehr gesehen habe. Der Stand wird jetzt von einer Familie betrieben, die wohl noch die gleiche Qualität bezieht. Und wenn ich mich richtig erinnere, stammten Feta und Oliven nicht aus Griechenland, sondern aus Frankreich (oder wurden dort gehandelt und erworben). Jedenfalls eine gute Qualität der typisch griechischen Zutaten.

Das Besondere an diesem Gericht war aber diese Zwiebel Tomatenmischung. Zuerst wurden beide Zutaten klein gewürfelt und bei langsamer Hitze angeschmort. Dazu kamen auch einige der übrigen Paprikastückchen, ein Schluck Weisswein, Oregano, etwas Kalbsfond, ein flacher Tl Oregano (mexikanischer!), ein halber Tl Zucker und vielleicht ein El weissen Balsamico. Die überschüssige Flüssigkeit konzentrierte ich und bekam dadurch einen schön konzentrierten Geschmack.

Da Schweinelende nicht unbedingt das geschmackvollste Schweiefleisch ist, passte diese Unterlage sehr gut dazu. Ich bin ein Freund von Bratkartoffeln, und diese wurden erst fast gar vorgekocht und dann ganz langsam angebraten. Für ein bodenständiges Gericht kenn ich kaum was Besseres!

Auch gut dazu pasten die pikant scharfen Pepperoni, die ich auch mit angebraten hatte.

Rind Bohnen Pilze Reis


Im Stau sah ich ein Schmorgericht. Die Details hab ich während der Wartezeit ausgearbeitet. Da ich Leergut zurückbringen wollte, fuhr ich den größeren REWE in der Nachbarschaft an.

An der Fleischtheke ( ich interessierte mich für Gulasch) fiel mir auf, daß die Preispolitik keinen Sinn machte: Rindergulasch war im Angebot – €7.77/kg, soweit, so gut.

Schweinegulasch €9.85/kg, Gemischtes Gulasch €10.78/kg. Ich wies die Verkäuferin (Chefin der Abteilung) darauf hin, daß die Preise keinen Sinn machten, Antwort: Die Preise werden von der Zentrale festgelegt. Ich meinte, das sei ja OK, aber das Verhältmis zueinander würde nicht stimmen, darauf sie: Rindergulasch ist heute im Angebot. Ich meinte, es sei billiger, eine Hälfte Schweinegulasch und eine Hälfte Rindergulasch zu kaufen, als das Gemischte, das dann preislich etwa €2 über dem Preis der seperaten Gulaschs läge. Jetzt bekam ich ein nervöses Augenflimmern. Ich meinte dann noch, daß man das Gemischte gleich wegwerfen könne, weil niemand bei Trost es kaufen würde… Jetzt kam zum Augenflimmern noch ein unkontrolliertes Schulterzucken dazu und ein Gesichtsausdruck, der mir sagte es gut sein zu lassen. Ich wollte sie ja nicht angehen, aber in meinem Geschäft hätte ich schon längst mit meinen Vorgesetzten diskutiert/oder mich über die Weltferne der Zentrale mockiert (das gibt’s oft! 🙂 ). Im Nachhinein tat mir die Frau leid, weil sie von der Situation überfordert schien.

Jedenfalls nahm ich ein Pfund des Rindsgulaschs im Angebot, wünschte freundlich einen schönen Abend und ging. Champignons hab ich noch mitgenommen und auch Tomaten (größer als Kirsch- aber nicht so groß wie ausgewachsene). Reis hatte ich noch zuhause.

Ich wollte aber kein Gulasch der herkömmlichen Würzung kochen, sondern eher etwas, das mehr in Richtung Naher Osten geht. Ich habe ein paar Bücher angeschaut, aber letztendlich meine Nase entscheiden lassen.

Die Gewürzmischung:

1 Tl Koriandersamen

1Tl Senfsaat

1 Tl Kurkuma

1,5 Tl Kümmel

1 Tl Kreuzkümmel

Im Mörser zerkleinern, anrösten, bis es duftet, beiseite stellen.

 

2 Zwiebeln und 2 Zehen Knoblauch schälen und kleinschneiden, anschwitzen in Olivenöl, Rinderstücke in mundgerechte Stücke schneiden, zu den Zwiebeln geben und anbraten, wenden und von allen Seiten bräunen. 5 cm Tomatenmark dazugeben und mit anbraten. Mit einem Achtel Weißwein ablöschen. Wasser dazugeben (knapp über dem Fleisch) und mit Deckel bei reduzierter Hitze eine Stunde köcheln.

Grüne Bohnen putzen, Champignons ebenso. 2 scharfe Pepperoni in Ringe schneiden, 2 Tomaten auch. Alles in den Topf mit dem Fleisch geben, Gewürze auch dazu.

Reis aufsetzen, nachdem er kocht, auf die kleinste Einstellung zurückdrehen, Deckel drauf und 20 Minuten garen lassen.

In der Zwischenzeit werden Bohnen und Champignons gar. Abschmecken (ich würzte mit 4 Prisen Salz)

Anrichten und geniessen!

Es hat tatsächlich eher an Gerichte aus dem östlichen Mittelmeerraum erinnert, und hatte auch ein bißchen Bums 🙂 Ausserdem sind mindestens noch 2 Portionen übrig, die sich gut als Mittagsmahlzeit im Geschäft eignen.

 

Rind Bohnen Pilze Reis 2

 

Rind Bohnen Pilze Reis 3