Skrei Puy Linsen Kerbel Champignonsauce


The road to hell is paved with good intentions or how to mess up an otherwise wonderful food experience.

Winter cod is called Skrei in Europe. Though I don’t know the origin of the word ( I’m assuming its Norwegian, because the fish comes from there exclusively), it describes a codfish on his way back home (the island group Lofoten, west of the Norwegian mainland), to spawn. This cod is a youthful, fit and low fat specimen, mainly because he’s just swum a couple of thousand miles to satisfy his urges and procreate and he’s burned a lot of calories. That said, there’s always a lot of hype surrounding the arrival of Skrei (usually between January and early March), much like the arrival of Beaujolais Primeur a couple of decades ago.

The past few jears I’ve joined the fun, describing different ways of preparing the fish.

This year, I got sidetracked a bit, and this is where the road to hell comes in.

I knew my favorite fishmonger across the street had Skrei, because I had talked to his father-in-law a few days before and he had said hat due to the demand they would have it every day for the rest of the season. So I walked over Saturday morning and got a nice piece from the father-in-law. Then I drove to the market on Turnplatz to get vegetables and something for Sunday. There I passed by his fishstand, and making smalltalk, told him I had bought a piece of Skrei from his regular shop. Looking over his wares, I saw something new and asked him what that was- it looked like a shrimp variety, but the name said something with snail in it. I haven’t been able to find it on Google. Here is a picture:

Meerschnecke1

My fishman explained that in Italy, it is added to soups after the sides are cut off with a pair of scissors.

At home I took two of them apart, noticing that the meat was much softer and gelatinous than shrimps are. So I fried up the two peeled specimens and an unpeeled one to boot.

Curiously, the first one started to fall apart right away, forming small pebbles of meat. The second one kept its shape but had a weird mouthfeel, as did the unpeeled one, once I got to the meat.

Not wanting to throw food away, I decided these fruit de mer would be fine to flavor my sauce, and so I threw the three other denizens of the deep into the frying pan along with a little celery root, a half carrot, some parsley and a bit of leek. This was browned and then deglazed with a splash of Noilly Prat, stretched with some water and briskly boiled for some minutes. Then I strained the fluid, removing the solids. The fumet had a decent, if somewhat unusual taste at this point. I added about 100 ml of cream and reduced the sauce by half, then adding 5 finely chopped brown champignons, thinking they would add flavor. They did, but too much of it and I wound up with a mushroom sauce with a fishy tinge. To make matters worse, I had a momentary lapse of reason when I proceeded to chop the chervil, because I had forgotten that I had also bought savoury, to flavor some green beans, and I grabbed that, not thinking that it looked really different from regular chervil. I even smelled it, wondering whether the winter could actually make an herb smell so different!!

You can actually see it on the picture, because I used two sprigs as decoration. It looks a little like tarragon, but rest assured, its savoury.

Meanwhile the mushrooms did not get smaller, as I had anticipated, so I decided to puree the sauce. I used a plastic high bowl I had used to make a quart of habanero sauce a few weeks before, and not only did I get a gray sauce (typical for mushrooms), but also one of serious heat. In the end, the sauce had so many solids that it looked more like glop covering the fish and surrounding the lentils.

The lentils were the only thing that turned out the way the should have, I made the mistake of preparing the Skrei in a stainless steel pan, instead of in a no-stick pan, losing the browned skin when I got ready to flip itTo bring things to a boil, I put the plate together and placed it under the light where I usually take a picture, just to see the mushrooms and fish release all held fluids to the area outside the sauce. I dabbled at it with kitchen towels, but gave up at some point and muttered to myself : F**k it, I’ll crop it and shop it.

Last words-It tasted decent, but I wouldn‘ make it like that again. And now I have a bunch of chervil left over. I wonder if that would go with the pork belly tomorrow?

Skrei-Puy-Linsen-Kerbel-Steinchampignonsauce

Jakobsmuscheln Vongole Artischocken Canellini Bohnen Tomaten


Der heutige Teller ist wieder dem Zufall geschuldet- diese Stadt hat wirklich geheimnisvolle Seiten. Der Fischhändler wollte besucht werden, um festzustellen, ob es irgendwelche Verstimmungen gab aufgrund der nicht zustandegekommenen Transaktion vor Weihnachten. Aber, wie ich mir dachte, war ich ein viel zu kleiner Fisch (‚Tschuldigung :-)), um größer aufgefallen zu sein. Stattdessen begrüßten wir uns freundlich, ich nahm 3 frische Jakobsmuscheln, und weil das nicht reichte (jaja!) noch ein Netz Venusmuscheln.

Eigentlich hätte ich spätestens jetzt jemanden einladen müssen, aber woher nehmen und nicht stehlen? Also sagte ich mir, die Pasta machste morgen mit den Vongole von heute, das heißt mit dem Rest, den du marinierst.

OK.

Dann bin ich weiter, ich wollte zum Asia-Laden, die Zutaten holen für Silvester, immerhin 3-4 selbstgemachte asiatische/chinesische Saucen. Ich hab dort nicht alles gefunden und ging hinten- und untenrum zurück, soll heißen am Pfälzer Platz vorbei. Ich hatte ganz vergessen, daß es da einen tollen Gemüsestand gibt (ein Türke), und sah, daß er frische kleinere Artischocken hatte. Es fällt mir bei Artischocken immer schwer, Nein zu sagen, also nahm ich zwei mit. Beim Schauen, was er denn sonst noch da hatte, sah ich Cime di Rapa, eine italienische Spezialität, von der immer nur gebloggt wird, die im deutschen Stängelkohl oder auch Rübstiel genannt wird, aber nirgendswo zu finden ist.

Mehr dazu gibt es hier.

Robert von lamiacucina hat sie schon öfters beschrieben, zum Beispiel hier.

Den Rübstiel hab ich übrigens in KA nie gefunden, obwohl ich versucht habe, seiner habhaft zu werden. (Es gibt in deutschen Kochbüchern das Rübstielmus, das scheint aber eine alte Rezeptur zu sein, die es nicht mehr oft gibt, zumal das Cime di rapa ein südländisches Broccoligemüse aus der Winterzeit sein soll…)

Letztendlich hab ich keinen gekauft, aber mich vergewissert, daß die Saison noch eine Weile dauert. Auf meine Bemerkung, ich hätte das noch nie irgendwo gesehen, meinte er, es gäbe viele Gemüse, die die Deutschen nicht kennen und kaufen würden… Irgendjemand kauft den aber. Gibt es türkische Rübstielrezepte, oder gibt es soviele Italiener in unserem Viertel, daß sich das lohnt? Es gibt von beiden Gruppen richtig viele, vielleicht ist das eine positive Synergie (Gemüseliebhaber aller Südländer- vereinigt euch!). Jedenfalls finde ich das toll, etwas neues gefunden zu haben.

Ich nahm dann noch eine Tüte ungeschälter, aber gerösteter Erdnüsse mit, wie auch eine Dose Kichererbsen, die ich an sich verarbeiten wollte.

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Als ich nach Hause kam hatte ich mich schon umentschieden und setzte ein kleine Schüssel Canellini Bohnen auf. Die waren leider in getrocknetem Zustand und versprachen, eine Weile zu dauern. Also nur Wasser und ein Lorbeerblatt und drei Thymianzweige und nur leise köcheln. Das dauerte 2.5 Stunden.

Ich hatte ja noch Artischocken, um die ich mich kümmern mußte. Die wurden mit der Schere ihrer scharfen Spitzen entledigt und danach halbiert, sofort mit Zitronensaft eingeträufelt, damit sie nicht braun werden, und dann längs in etwa 4 Scheiben geschnitten. Die hab ich dann in 3 Eßlöffeln Olivenöl angebraten, wobei ich die Artischocken gesalzen und nachdem ich sie mit etwas Weißwein abgelöscht hatte, mit einem Deckel bei kleinerer Hitze gegart, die Artischocken dann gedreht und weiter mit Deckel gegart habe.

Als sie fertig waren, hab ich sie mit einem Eßlöffel Olivenöl und einem halben Eßlöffel Zitronensaft mariniert. Nachgesalzen hab ich sie auch.

Die Venusmuscheln wurden sauber abgebürstet, und nach einem Tipp, eine Weile in kaltem Wasser liegen gelassen. Im Tipp hieß es, daß die Muscheln irgendwann mal aufmachen und den restlichen Sand auspusten. Genau weiß ich das nicht, aber es gab dieses Mal fast keinen Sand, und, als ich sie aus ihrem Süßwasserbecken holte, sah ich, daß eine Muschel ihr Gehäuse ein wenig geöffnt hatte und ihre zwei Röhren (im Englischen heißen Muscheln etc. ‚Bivalves‘) nach außen geschoben hatte. Das war sehr deutlich, hatte ich noch nie bei Miesmuscheln oder Austern gesehen.

Danach erhitzte ich ca. 5 El Olivenöl, bis es sehr heiß war. Die Vongole kamen hinein, der Deckel drauf, für 4-5 Minuten. Es ist erstaunlich, wieviel Flüssigkeit nachher im Topf ist, und wie salzig die ist!

Jedenfalls hab ich den Sud ein klein wenig reduziert, einen El davon mit 3 El Olivenöl und einem weiteren El weißem Balsamico als Marinade für die garen Vongole genommen und ab in den Kühlschrank.

Jetzt nahm ich 4  Mini-Roma Rispentomaten, schwitzte eine kleingehackte Knoblauchzehe und eine Schalotte an, gab die Tomaten dazu, Schluck Weißwein, Deckel drauf, einreduzieren, bis es ein Tomatenpüree ist. Als die Bohnen soweit gar waren hab ich sie auch mit einer Olivenöl – weissen Balsamicomarinade eingelegt und die Tomaten untergehoben und nochmal abgeschmeckt.

Eine Scheibe Schwarzwälder Schinken (wegen des Lokalkolorits) wurde langsam in der Pfanne gebraten, um als Bacon Bohnen wie Jakobsmuscheln zu umspielen.

Jetzt war nur noch anzurichten und die Jakobsmuscheln zu braten. Man sollte die Jakobsmuscheln anders als ich, vorher mit Küchenkrepp abtrocknen. Meine haben kaum Farbe genommen, weil sie so gesuppt haben. Geschmacklich waren sie aber toll, speziell, weil ich das Vanillesalz der Kochfreunde Pomodoro wieder einsetzte, und es wirklich einen schönen Geschmack hinbekommt.

Der Teller wurde seviert mit unterschiedlichen Temperaturen: Bohnen schwach warm, Venusmuscheln kalt, Artischocken handwarm, und Jakobsmuscheln heiß.

Fazit: Auge größer als Magen. Aber die Kombi passt, wenn auch weniger OK gewesen wäre. Vongole lecker, Jakobsmuscheln super! Bohnen sehr gut, Artischocken mit bitteren Teilen (ich glaub die etwas festeren hinteren Blätter). Marinade/Vinaigrette gut dazu.

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Artischockensalat


The PX in Paul-Revere-Village in Karlsruhe closed in 1995. After a few years of being closed, there were various attempts to integrate a store in the space. The third try, by my count, resulted in ‚Maxikauf‘, an Edeka spin-off run by a man who owns 2 more stores, another one in Karlsruhe, yet another on the outskirts. The stores have much of the standard Edeka selection, but have one thing in common otherwise.

They cater to a Russian population that lives in Karlsruhe and environs. Ironically, what used to be the American community in Karlsruhe has been densely populated by Russians, many of them of German descent who were welcomed back under Helmut Kohl.

I like going to this store from time to time. It has the largest smoked fish selection in Karlsruhe as well as about 20 fixture feet of vodka. In the summer they have the largest and least expensive watermelons, tomatoes and dill. Not to forget cucumbers, salt pickles and other Russian favorites. In the wintertime cabbage is king.

But today I went there thinking I would buy some fresh mushrooms to make a creamy Knödel with creamed mushrooms for Ms. B, when I got side-tracked by a wonderful deal: They had young artichokes for 49 cents a piece, a price unheard of in these parts, even at the market.

Having said before that artichokes must be my favorite vegetable food bar none, I scarfed up five of ‚em for a salad.

Artischockensalat2

To make the salad I prepared some artchokes by cutting off the top two thirds of the leaves, taking off everything leafy at the bottom and using a hollowing device to scoop out the hay. After this I dropped them in lemony water.

Then I pared down the stalk to about an inch and peeled it. In the end I quartered the pared artichokes and put them in salted lemon water.

I cooked them for 20 minutes and threw them into cold water to stop them from cooking (and discoloring).

There were a few vine tomatoes from foreign lands I chopped and added to the salad bowl. A pinch of salt and pepper, juice from half a lemon along with a tablespoon of vinegar and three tablespoons of olive oil.

The artichokes were fried in olive oil, a finely chopped shallot and a clove of garlic, also finely chopped.

Then I added them to the tomatoes. Parsley is a must in my book for a salad like this, and the unchopped leaves look particularly good, I think.

Artischockensalat--(3)

The store had some pretty incredible deals on  semi-processed seafood, and so I walked out with a good pound of breaded

octopus rings. The instructions said to deep-fry them, I baked them for 25 minutes instead.

Together, this was a welcome breather from the winter fare that gives me the food blues sometimes.