Pulpo Artischocke Sellerie Canellinibohnen


Heute ging ich zum Auftakt des verlängerten Pfingstwochenendes auf den Markt. Nach den notwendigen Einkäufen von Eiern und Käse, sah ich ein einzelnes Stubenküken das mich anlachte. Das mußte mit. Nachdem ich zwei Artischocken, eine Aubergine, etwas Spargel und diverse Kräuter erstanden hatte (Thymian, Rosmarin, Estragon und Petersilie), ging ich noch am Fischstand vorbei. Es ist der Wagen der gleichen Familie, die auf der anderen Seite der Kreuzung bei mir auch den sehr guten Fischladen betreiben. Der Papa fragte mich nach meinen Wünschen, und ich sah, daß er einige Tintenfische oder Kraken da hatte. Überschwänglich sagte ich ihm, er solle mir einen Tintenfisch einpacken. Er etwas größer als gewohnt (1,2 kg) und kostete dann doch €18. Nicht teuer im Vergleich zu Fleisch, aber das letzte Mal war alles preiswerter (und auch viel weniger…). Naja, ich machte daraus 3 Portionen und fror 2 davon ein. Damit kann ich gut leben.

Ich wollte Canellinibohnen dazu machen, die hab ich früher ein paar Mal zu verschiedenen Speisen serviert. Es überrascht mich immer wieder aufs Neue, wie lange diese kleine Bohnen absolut ungeniessbar bleiben. Nach heute schon wieder 2.5 Stunden Garzeit probierte ich etwas Neues – ich gab ein Päckchen Natron dazu (soll man glaub ich am Anfang machen), es schäumte kräftig und nach 10 Minuten (plus die 150 Minuten vorher) waren diese kleinen Biester weich!

Ich war davon so begeistert, daß ich prompt 2 Zutaten vergaß, die ich eigentlich dazugeben wollte, nämlich rote Zwiebeln und Oliven.

Am Ende des Tages machte es aber keinen Unterschied, es hat super geschmeckt.

Den Pulpo machte ich, wie schon ein paar Mal zuvor, auch dieses Mal mit gutem Ergebnis: Für Tiere um ein kg: Pulpo in Wasser mit Lorbeerblatt, Pfefferkörnern und etwas Weisswein aufkochen, dann auf ein leichtes Köcheln reduzieren und 25 Minuten garen. Dann abkühlen lassen und in Teile zerlegen. Ich schnitt ihm vorher den schon ausgenommenen Kopf ab und drückte seinen Mund heraus, bevor ich ihn kochte. Da mein Pulpo etwas schwerer war, stellte ich die Uhr auf 35 Minuten. Er war zart wie immer, wobei ich einen Teil der Haut (die glibberig ist) mit den Fingern wegrubbelte.

Dazwischen fielen die übrigen Arbeiten an, also die Zubereitung der Artischocken, die Fäden der Selleriestangen zu ziehen und die Stangen in dünne Scheiben zu schneiden, Knoblauch und Kräuter zu hacken und auch ein paar Chilis in den Bohnensud zu geben (der eine subtile Schärfe an die Bohnen abgab).

Abgeschmeckt wurde wie auch zuvor mit Olivenöl und Zitronensaft und Salz und Pfeffer. Das genügt für den Pulpo – es gibt dann nur den milden, leicht an Hähnchenfleisch erinnernden Geschmack, der nicht von anderen Aromen übertüncht wird.

Rehgulasch Semmelknödel Rosenkohl


Heute bekam ich Rehgulasch zu einem guten Preis. Rosenkohl hatte ich schon vor 2 Tagen gekauft und die Zutaten für selbstgemachte Semmelknödel holte ich auch heute.

Da ich kein Semmelbrot hatte, kaufte ich ein Baguette und schnitt es erst in ein paar Teile, dann in Längsstreifen von 1 cm, dann in lange Quader und schliesslich in Kuben von etwa 1 cm Kantenlänge. Weil das Brot frisch war, liess ich es im Ofen bei 50 C trocknen. Das dauerte etwa eine Stunde.

  • 250 g Semmelbrösel 1x1x1 cm oder tagalte Brötchen
  • 250 ml Milch, aufgekocht und dann lauwarm
  • 1/2 El Öl
  • 2 Eier
  • Salz, Muskat
  • Petersilie
  • 1 Schalotte feingehackt

Milch mit Zwiebel aufkochen und abkühlen lassen. Öl dazugeben und die Eier untermischen. Über die Semmelbrösel geben. Mit Salz, Muskat und Petersilie mischen. Etwas ziehen lassen, dann gut durchkneten. Bei Bedarf noch etwas Mehl oder Semmelbrösel dazugeben. Semmelknödel daraus formen und in heisses Wasser geben. Einmal aufkochen, dann nur etwa 20 Minuten sieden lassen

Den Rosenkohl waschen, in eine Pfanne geben, mit Olivenöl und Salz würzen und im Ofen rösten. Ab und zu schwenken. Die Röststoffe machen den Kohl sehr lecker!

Für das Gulasch erst eine Zwiebel in kleine Stücke schneiden und in einem Topf angehen lassen. Dann das Fleisch dazugeben und anbraten. 5 cm Tomatenmark dazu, ebenfalls anschwitzen. Wenn sich ein Bodensatz gebildet hat, mit einem guten Schluck Sherry ablöschen und mit einem Holzlöffel abkratzen. Wenn der Sherry verdampft ist, ein 1/4 l Rotwein dazugeben. Wenn das eingekocht ist, etwas Wasser zum Verlängern aufgiessen. Dann braune Champignons aufschneiden und zur Sauce geben. Die Sauce wieder etwas reduzieren, einen gehäuften El Creme fraiche einrühren und mit Beurre manié dicken. Insgesamt braucht das Gulasch etwa eine Stunde.

Ein leckeres Gericht, zumal die Bio Preiselbeeren super dazu gepasst haben!

Matjessalat Kresse Brot


Ich hatte eine Packung Matjes, der geräuchert war, den wollte ich auf die mir übliche Art anmachen. Dazu gehören bei mir:

  • Matjesfilets
  • 1 Apfel (Elstar)
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 kleine süß-saure Gurken
  • Kresse
  • 1/2 Becher Joghurt 1,5%
  • 1/2 Becher Saure Sahne
  • Zitronenabrieb
  • kleinste Würfel einer 1/4 PiriPiri
  • Zitronensaft
  • 4 Scheiben Brot vom Baguette, angeröstet

Ich hab die unteren Zutaten miteinander vermischt, die oberen klein geschnitten. Später wurde das Dressing über einem Teil des Salats gegeben, mit Kresse angerichtet und mit Brot komplettiert.

Sehr lecker!