Dorade Stampf Bärlauchpesto Artischocke Paprika


Auf dem Markt heute war es schön warm (der erste Tag!). Ich war zwar schon um 9 Uhr dort, aber scheinbar sind auch alle anderen früher gekommen. Ich hatte nur das Pech, bei Herrn Ruf und seinem Käsestand anstehen zu müssen, aber das gehört dazu. Die Pforzheimer sind allgemein ein freundliches Volk, und so konnte ich die Zeit mit einem kleinen Plausch verkürzen 🙂 Danach holte ich mir die Dorade und verschiedenes Gemüse, das ich die nächsten Tage einsetzen will. Auch ein paar Bio-Hühnerschenkel kamen mit.

Ich hatte noch Bärlauch, den ich mit Hilfe von Olivenöl, Pinienkernen und Parmesan in ein Pesto verwandelte. Noch eine Prise Salz und das Pesto war richtig gut. Nachdem ich die Artischocke tourniert hatte, gab ich sie in Zitronenwasser und kochte sie, bis sie weich mit Biss war. Eine halbe Paprika wurde in Streifen geschnitten und mit der Artischocke in Olivenöl angebraten. Die Kartoffeln wurden in der Schale gekocht, dann geschält und gestampft. Darauf gab ich einen „Schmierer“ Pesto.

Die Dorade füllte ich mit ein paar Zitronenscheiben und gab sie in meiner Keramikform mit etwa 2 cm Wasser in den Ofen. Serviert habe ich sie mit ein paar Tropfen Olivenöl.

Hat mir sehr gut geschmeckt!

Lammhüfte Spargel Bulgur Artischocke Bärlauch


Gestern schon hatte ich bei Zorn etwas Fleisch für das Wochenende eingekauft, darunter zwei kleine Lammhüften von je 130 g und auch zwei Unter/Oberschenkel vom Perlhuhn, wieder in Label Rouge Qualität. Beim Zubereiten des Abendessens gestern machte ich beide Hüften, weil ich sie eigentlich beide essen wollte. Aber es kam anders – ich war satt, schaltete von Magen zu Kopf und stellte die zweite Hüfte kalt 🙂

So musste ich heute überlegen, was ich tun wollte. Morgens war ich gegen 9:30 auf dem Markt, hauptsächlich, um die Käsesituation zu verbessern, aber auch, um bei meinem Lieblings-Gemüsehändler zu stöbern. Heute hatte er wieder mittelgrosse Artischocken von denen ich zwei mitnahm. Ausserdem Petersilie, eine Aubergine (gibt es wahrscheinlich morgen) und ein Pfund Spargelspitzen (die waren aus Deutschland und um mehr als die Hälfte billiger als die Angebote der Konkurrenz – €8/kg statt €9.50/Pfund am Nachbarstand.

Heute Abend überlegte ich hin und her, ob ich die Aubergine oder den Spargel machen sollte. Die Artischocken waren gesetzt, weil sie sich nicht lange halten, bevor sie austrocknen.

Die Artischocken wurden tourniert, also Stiel weg, Aussenblätter weg, 2/3 des Kopfes abschneiden, mit einem Ausstecher (Parisienne) das Heu in der Mitte entfernen und in salzigem Zitronenwasser gar köcheln (15-20 Minuten).

Abkühlen lassen, zu harte Aussenblätter entfernen, dann in Scheiben schneiden, beiseite stellen. Bulgur in gesalzenem Wasser 1:2 aufkochen, Deckel drauf, Hitze aus, ziehen lassen. Hat bei mir heute nicht optimal geklappt, es war noch zuviel Wasser drin, also nochmal erwärmt, später dann die Artischockenscheiben mit Zitronensaft gewürzt und dazugegeben und dann vom Jalapeno Gewürz aus der Pfeffermühle etwas dazugegeben und mit Petersilie bestreut.

Jetzt nahm ich eine Handvoll Spargelspitzen, schälte sie und garte sie in mit Salz und Zucker angereichertem Wasser (etwa 10 Minuten)

Da die Lammhüfte schon (rosa) gegart war, wollte ich sie nicht noch einmal anbraten oder in den Ofen geben. Stattdessen gab ich sie in einen Topf mit drei El Wasser, machte den Deckel drauf, kochte das Wasser mit der Hüfte auf und stellte die Hitze wieder aus. 5 Minuten später war die Hüfte wieder heiss, hatte aber immer noch ihren rosa Kern.

Jetzt musste ich nur noch die Hüfte aufschneiden und Bulgur und Spargel anrichten, dabei Bärlauch über den Spargel streuen und fertig. War lecker!

Cue Kartoffeln Spargel Bärlauchbutter


Im unwahrscheinlichen Fall, daß jemand ‚Cue nicht ableiten kann: es handelt sich um die sprachfaule Version von Barbeque, also um das Grillen
von allem Möglichen.

In diesem Fall waren es Spare Ribs, die ich indirekt grillte, nachdem ich sie zuerst mit meinem Rub eingerieben hatte: in diesem befinden sich verschiedene, in einer Gewürz-Kaffeemaschine pulverisierten Chiles, außerdem getrockneter Knoblauch, Zwiebel, brauner Zucker, Salz, Weißweinessig, Cumin, Paprikapulver, Pimiento de la Vera und Petersilie.

Den Spargel schlug ich in Alufolie ein, nachdem ich ihn gewürzt hatte. Später wurde er direkt über den Kohlen jeweils 10 Minuten pro Seite gegart.

An die Kartoffeln dachte ich zu spät, weshalb ich sie dann in Salzwasser garte.

Für die Bärlauchbutter nahm ich ein Rechteck Butter und verschnitt sie mit sehr klein gehacktem Bärlauch und etwas Salz. Dazu gab es noch ein paar gegrillte Peperoni (eingelegte), und einen Lollo rosso Salat mit Tomaten, den ich hier aber nicht abgelichtet habe.

Super lecker, das Ganze!

Gemüse Speck Bohnen Suppe


Bei der Arbeit werden die Sicherheitsvorkehrungen fast täglich verschärft. Jetzt haben sich die Entscheidungsträger einfallen lassen, die Belegschaft 5 Tage arbeiten zu lassen und dann 5 Tage frei zu haben. Das geschieht in 2 Gruppen. Die Kundschaft wiederum muß sich für ein Gruppe von Dreien entscheiden und kann dann nur noch an bestimmten Tagen einkaufen. Sicherheitskräfte an der Tür weisen Gruppen von mehr als 2 Personen ab, auch gibt es eine Maximalmenge an Einkaufwägen. Wenn die weg sind, muß man sich anstellen.

Der Grund für alle diese Massnahmen nennt sich zeitliches und räumliches Dehnen. Während die Belegschaft 5 Tage am Stück arbeitet ist der Laden nur 3 Tage auf und dann 2 Tage zu und wieder von vorn. Dadurch, und durch die Teilung der Kundschaft in 3 Gruppen ergeben sich Entschleunigungseffekte, die die Belegschaft weniger anfällig für den Virus machen, die Oberflächen natürlich durch die Pausen weniger kontaminiert bleiben und die Kundschaft animiert wird, nur noch das Nötigste zu kaufen.

Während der Präsentation dieser neuen Regeln verabredeten ein befreundeter Mitarbeiter und ich, uns etwas zum essen zu holen und gemeinsam zu Mittag zu essen.

Das war dermaßen schlecht, dass ich mir für heute Abend eine Suppe wünschte, um den Magen zu beruhigen.

Ich kaufte etwas Suppengrün, dazu noch extra Lauch und Karotten. Ein paar Bockwürste frisch von der Theke komplettierten den Einkauf. Zuhause hatte ich noch einen halben Bund Bärlauch, ausserdem kleine weisse Bohnen und Speckwürfel.

Zuerst kochte ich die Bohnen 40 Minuten im Schnellkochtopf, dann gab ich das geschnippelte Gemüse dazu: Speck, Lauch, Kartoffeln, Karotten, Selleriewurzel, Petersilie, Bärlauch. Am Schluss gab es 2 Bockwürste in Scheiben dazu, die nur erwärmt wurden.

Es wurde eine leckere Suppe von der mir ein Teller reichte. Den Rest nehm ich morgen mit, damit mein Kumpel und ich etwas Gescheites essen können 🙂 (Die Kontakte bei der Arbeit sind inzwischen die einzigen persönlichen, wenn man einmal von Skype oder dem Telefon absieht – das kann Abends manchmal etwas einsam sein).

Spaghetti Salsiccia Tomaten Bärlauchpesto


Heute war ich hin- und hergerissen zwischen Ideenlosigkeit und Resteverwertung. Ich hatte anfangs keinen Plan, was ich machen wollte, aber dann sagte mir eine Stimme: „Pasta geht immer“, und damit war alles klar. Ich kochte die Spaghetti und machte in einem kleinen Topf eine Sauce aus Fenchelsalsiccia, Knoblauch, Cocktailtomaten, Noilly Prat und Thai Chili, später gab ich noch zwei El Passata dazu und dabei noch einen El Rotweinessig (um die Süsse der Passata zu konterkarieren).

Ich hatte noch Bärlauchpesto da und dachte, es wäre geschmacklich gut und außerdem ein schöner farblicher Kontrast. Letztendlich waren es schöne Spaghetti mit einer schlonzigen Sauce, die verschiedene Geschmackskomponenten hatte.

Gefülltes Schnitzel Bratkartoffeln Salat


Bei Zorn bekam ich heute ein Schweineschnitzel aus der Oberschale, das ich im Schmetterlingsschnitt bestellte. Da ich in letzter Zeit ein paar Sachen (Fisch und Fleisch) panierte, wollte ich heute auf die Panade verzichten und dafür das Innere etwas verändern.

Für das Innenleben röstete ich eine Scheibe Schwarzwälder Rohschinken bei mittlerer Hitze in einer Pfanne, bis die Scheibe knusprig wie Bacon war. Auch gab es ein paar dünne Scheibchen Gruyere und dazu vier Bärlauchblätter. Ich schloss das Schnitzel mit drei Zahnstochern und mehlierte es leicht.

Dazwischen schälte ich 2 Kartoffeln, schnitt sie in dickere Scheiben und kochte sie in Salzwasser. Danach briet ich sie langsam in einer Butter-Öl Mischung an.

Auch das Schnitzel wurde in der gleichen Mischung angebraten. Dazu gab es einen Gurken Tomatensalat mit Feta und roten Zwiebeln mit einer Vinaigrette aus Weissweinessig und Olivenöl.

Lecker!

Wiener Schnitzel Blumenkohl Bärlauchpesto


Auf die Gefahr hin, meine geneigte Leserschaft bis zur Ermattung zu langweilen mit immer neuen Varianten des Pestos und seiner Transmogrifikationen, kündige ich eine weitere Version an, diesmal statt mit Pinien mit Macadamianüssen. Auch nicht schlecht! In Wirklichkeit ist sie einen Ticken süsser, aber keineswegs auf eine schlechte Art. Im Gegenteil: Über vorher im Ofen geröstete Blumenkohlröschen gegeben, war dieses ein Gedicht (mit etwas Salz).

Der Rest des Pestos wurde auf die gleiche Art gemacht wie das Pesto von vor ein paar Tagen.

Dazu machte ich ein klassisches Wiener Schnitzel, aber wieder wie gestern mit Panko. Dazu bekam ich eine wunderbare Tranche aus der Kalbsoberschale von der sehr netten Fleischfachverkäuferin bei Zorn, die mich öfters bedient. Wirklich vorbildlich geschnitten! Plattiert ergab sich eine beachtliche Größe trotz mittlerem Gewicht (180 g). Ich hatte gestern eine Unterhaltung mit meinem sizilianischen Fischhändler, der meinte, dass das doppelte Panieren seine Vorteile hätte. Das probierte ich heute aus. Ist aber nichts für mich, weil der Fleischgeschmack unterdrückt wird und es einfach zuviel Brot ist.

Fettuccine Bärlauchpesto geschmolzene Tomaten


Am Wochenende sah ich bei meinem Gemüsehändler gegenüber, dass er schon Bärlauch hatte. Am Wochenende hatte ich noch keinen Bedarf, aber heute erinnerte ich mich daran und nahm mir vor Pasta mit Bärlauchpesto zu machen. Ursprünglich sollten es selbstgemachte Gnocchi werden, aber als ich später als gedacht nach Hause kam, sah ich, dass ich keine mehligkochenden Kartoffeln im Haus hatte. Damit starb also dieser Plan, jedenfalls für heute.

Ich hatte allerdings noch aufwendig mit Bronzeaufsatz hergestellte Fettuccine, die zwar ewig brauchten (>25 Minuten), aber im Mundgefühl sehr befriedigend waren. Dazu gab es die selbstgemachte Pesto.

Ich hab den Bärlauch nicht gewogen, nahm aber von einem guten Büschel die Hälfte, wusch den gut, trocknete ihn ab und bräunte 50 g Pinienkerne langsam in meiner Le Creuset Pfanne, bis sie leicht Farbe angenommen hatten. Dazu kamen etwa 30 g Parmigiano Reggio und ein guter Schluck Olivenöl. Das Ganze pürierte ich mit meinem Stabmixer, wobei ich nochmal einen Schwung Olivenöl dazugab. Nach dem Abschmecken salzte ich leicht, und dann noch einmal, und dann war ich zufrieden.

Dazwischen gab ich ein paar kleine Tomaten mit Rispe in eine Pfanne mit Olivenöl und schob sie in den Ofen. Fast hätte ich sie vergessen 🙂

Am Ende kam aber alls schön zusammen und schmeckte super!

Pizza Gamberi mit Veränderungen


Ich mußte aufgrund spontaner Veränderungen 4 Gamberi in die Tiefkühltruhe geben. Jetzt wollte ich die nicht lange versauern lassen un dachte, daß ich die ganz spontan auf eine Pizza lege.

Es war schön warm, als ich von der Arbeit kam und so nahm ich mein Rad, um die Geschäfte abzuklappern. Im REWE fand ich ein deutsches Mehl, das dem Tipico 00 gleicht und optimal für Pizzas geeignet ist. Gleich daneben sah ich im Frische Kühlschrank eine Dose mit Burrata. Normalerweise essen das Leute, die diesen geschmacksarmen Käse auch flüssig lieben, aber ich dachte, er sei ein PizzaExperiment wert und kaufte ihn für  €1.09 die Kugel.

Statt dem üblichen Knoblauch-Olivenöl-Gemisch machte ich mir eine grüne Bärlauch-Olivenöl-Mischung und träufelte die auf die Pizza. Dazu gab es noch Champignons, Thun und Oliven.

Abgesehen davon, daß die Burrata leider keine Farbe annahm, denke ich, daß ich heute den Kardinalfehler aller Pizzabäcker gemacht habe und einfach zuviel draufgeworfen habe.

Immerhin weiß ich jetzt, was nicht geht, und dazu gehört Burrata. Bärlauch vielleicht auch, jedenfalls in gemörserter Form. Vielleicht kommt er besser, wenn man die ganzen Blätter auf die heiße Pizza gibt?

 

 

 

 

 

 

 

Gnocchi Bärlauchpesto


Ich muß gestehen, ich weiss nicht mehr, wie lange es her ist, daß ich Gnocchi gegessen habe. Ich weiss allerdings, daß die selbstgemacht waren. Das kann ich von diesen nicht behaupten. Sie sind „Halbfrischware“ also frisch für ein paar Tage und nicht ganz dehydriert. Es gab 2 Möglichkeiten, die Gnocchi zu erwärmen – entweder 2 Minuten in kochendem Wasser, oder aber in Butter anbraten. Ich kann mich noch gut an die gummiartige Konsistenz der geköchelten Variante erinnern und entschloss mich, die Dinger anzubraten. Eine gute Wahl!

Nach ein paar Minuten stellte sich bei mittlerer Hitze eine schöne Bräune ein und die Gnocchi wurden weich und fluffig.

Das Bärlauchpesto bestand aus den üblichen Verdächtigen:

ein Bund Bärlauch, gut gewaschen und in 2 cm Stücke geschnitten

50 g Pinienkerne

etwa 30 g Grano geraspelt

Schätzungsweise 40 ml Olivenöl (ich hab nach Gefühl eingekippt, und dann nochmal einen Strahl dazu gemacht)

und, um mal etwas anderes zu tun, die Zeste einer Viertel Bio Zitrone. Das hat alles irgendwie frischer gemacht und den Geschmack gehoben, also eine Empfehlung meinerseits.

 

Nachdem die Gnocchi bräunlich und fluffig waren, gab ich 2 El Pesto dazu, löschte mit einem Schluck Weisswein ab, um das Pesto ein wenig zu verdünnen, schwenkte die Gnocchi ein paar Mal durch und servierte mit ein paar zusätzlichen Raspeln Grano. So leicht und so gut!