Dorade Stampf Bärlauchpesto Artischocke Paprika


Auf dem Markt heute war es schön warm (der erste Tag!). Ich war zwar schon um 9 Uhr dort, aber scheinbar sind auch alle anderen früher gekommen. Ich hatte nur das Pech, bei Herrn Ruf und seinem Käsestand anstehen zu müssen, aber das gehört dazu. Die Pforzheimer sind allgemein ein freundliches Volk, und so konnte ich die Zeit mit einem kleinen Plausch verkürzen 🙂 Danach holte ich mir die Dorade und verschiedenes Gemüse, das ich die nächsten Tage einsetzen will. Auch ein paar Bio-Hühnerschenkel kamen mit.

Ich hatte noch Bärlauch, den ich mit Hilfe von Olivenöl, Pinienkernen und Parmesan in ein Pesto verwandelte. Noch eine Prise Salz und das Pesto war richtig gut. Nachdem ich die Artischocke tourniert hatte, gab ich sie in Zitronenwasser und kochte sie, bis sie weich mit Biss war. Eine halbe Paprika wurde in Streifen geschnitten und mit der Artischocke in Olivenöl angebraten. Die Kartoffeln wurden in der Schale gekocht, dann geschält und gestampft. Darauf gab ich einen „Schmierer“ Pesto.

Die Dorade füllte ich mit ein paar Zitronenscheiben und gab sie in meiner Keramikform mit etwa 2 cm Wasser in den Ofen. Serviert habe ich sie mit ein paar Tropfen Olivenöl.

Hat mir sehr gut geschmeckt!

Fettuccine Bärlauchpesto geschmolzene Tomaten


Am Wochenende sah ich bei meinem Gemüsehändler gegenüber, dass er schon Bärlauch hatte. Am Wochenende hatte ich noch keinen Bedarf, aber heute erinnerte ich mich daran und nahm mir vor Pasta mit Bärlauchpesto zu machen. Ursprünglich sollten es selbstgemachte Gnocchi werden, aber als ich später als gedacht nach Hause kam, sah ich, dass ich keine mehligkochenden Kartoffeln im Haus hatte. Damit starb also dieser Plan, jedenfalls für heute.

Ich hatte allerdings noch aufwendig mit Bronzeaufsatz hergestellte Fettuccine, die zwar ewig brauchten (>25 Minuten), aber im Mundgefühl sehr befriedigend waren. Dazu gab es die selbstgemachte Pesto.

Ich hab den Bärlauch nicht gewogen, nahm aber von einem guten Büschel die Hälfte, wusch den gut, trocknete ihn ab und bräunte 50 g Pinienkerne langsam in meiner Le Creuset Pfanne, bis sie leicht Farbe angenommen hatten. Dazu kamen etwa 30 g Parmigiano Reggio und ein guter Schluck Olivenöl. Das Ganze pürierte ich mit meinem Stabmixer, wobei ich nochmal einen Schwung Olivenöl dazugab. Nach dem Abschmecken salzte ich leicht, und dann noch einmal, und dann war ich zufrieden.

Dazwischen gab ich ein paar kleine Tomaten mit Rispe in eine Pfanne mit Olivenöl und schob sie in den Ofen. Fast hätte ich sie vergessen 🙂

Am Ende kam aber alls schön zusammen und schmeckte super!

Gnocchi Bärlauchpesto


Ich muß gestehen, ich weiss nicht mehr, wie lange es her ist, daß ich Gnocchi gegessen habe. Ich weiss allerdings, daß die selbstgemacht waren. Das kann ich von diesen nicht behaupten. Sie sind „Halbfrischware“ also frisch für ein paar Tage und nicht ganz dehydriert. Es gab 2 Möglichkeiten, die Gnocchi zu erwärmen – entweder 2 Minuten in kochendem Wasser, oder aber in Butter anbraten. Ich kann mich noch gut an die gummiartige Konsistenz der geköchelten Variante erinnern und entschloss mich, die Dinger anzubraten. Eine gute Wahl!

Nach ein paar Minuten stellte sich bei mittlerer Hitze eine schöne Bräune ein und die Gnocchi wurden weich und fluffig.

Das Bärlauchpesto bestand aus den üblichen Verdächtigen:

ein Bund Bärlauch, gut gewaschen und in 2 cm Stücke geschnitten

50 g Pinienkerne

etwa 30 g Grano geraspelt

Schätzungsweise 40 ml Olivenöl (ich hab nach Gefühl eingekippt, und dann nochmal einen Strahl dazu gemacht)

und, um mal etwas anderes zu tun, die Zeste einer Viertel Bio Zitrone. Das hat alles irgendwie frischer gemacht und den Geschmack gehoben, also eine Empfehlung meinerseits.

 

Nachdem die Gnocchi bräunlich und fluffig waren, gab ich 2 El Pesto dazu, löschte mit einem Schluck Weisswein ab, um das Pesto ein wenig zu verdünnen, schwenkte die Gnocchi ein paar Mal durch und servierte mit ein paar zusätzlichen Raspeln Grano. So leicht und so gut!

 

 

 

 

 

Blumenkohl Bärlauch Kalbskotelett


Heute musste ich den Nachmittag in Karlsruhe verbringen und darauf warten, daß mein Auto repariert wird. Glücklicherweise war der Freitagsmarkt noch offen, und ich durfte nach längerer Zeit wieder einmal über den Stephansplatz laufen und das Angebot näher in Augenschein nehmen. Es hat sich eigentlich nichts verändert, ich erkannte alle Verkäufer wieder, wir sind nur alle älter geworden 🙂 .

An einem Stand, an dem 2 Damen sehr kompetent beraten und verkaufen, sah ich den ersten Bärlauch der Saison (jedenfalls für mich). Ich konnte natürlich nicht widerstehen, zumal es ein schöner Strauss für €1,50 war.

 

Daraus und aus den üblichen Zutaten (50 g Pinienkerne, 40 g Parmesan, 0,05 l Olivenöl, 1/2 Tl Salz) machte ich mit Hilfe eines Zauberstabs ein Pesto.

 

 

 

Den Blumenkohl (die zweite Hälfte) zerteilte ich wieder in Röschen und gab etwas Olivenöl und Salz drüber. Dann gab ich sie in einer Pfanne in einen 200 C heissen Ofen.

Nach 15 Minuten schwenkte ich den Blumenkohl durch, nach weiteren 15 Minuten war er fertig und ich konnte ihn mit etwas Pesto durchschwenken.

 

Dazu gab es ein Kalbskotelett mit geschmolzenen Tomaten. Lecker!

 

 

 

 

 

Spaghetti Spargel Bärlauchpesto dekonstruiert


Ich wollte auch mal einen hochtrabenden Titel nehmen statt immer nur aufzuzählen 🙂

Um es kurz zu machen: Bärlauchpesto dekonstruiert bedeutet einen halben Bund Bärlauch waschen, in 2 cm Stücke schneiden, Pinienkerne anrösten, dann Olivenöl dazu, dann den Bärlauch anbraten, eine Peperoni kleingeschnitten dazu und später dann Parmesan über das Gemüse-Spaghettigemisch.

Die Spargel wurden vorher sanft gargebraten, Die Spaghetti wurden al dente gekocht. Dann wurde alles gewürzt und vermischt.

Hat gut geschmeckt. So wie gekocht war es vegetarisch.

 

 

 

 

Tapas: Chorizo Rotwein Wolfsbarsch Sherry Stangenbohnen Pinienkerne Paprika Kartoffeln Meersalz


Andrea von Kocheule postete vor 2 Tagen ein Rezept für Chorizo in Rotwein und Zweibeln. Mir gefiel das Rezept und ich schrieb, daß ich es bei Gelegenheit nachkochen würde.

Aber ihr wisst wie es geht, aus den Augen, aus dem Sinn. Also wollte ich so schnell wie möglich meine Ankündigung wahr werden lassen.

Gestern hatte ich ja eine Teig-Orgie zu verwalten, von dem auch noch etwas übrig ist, aber 2 Tage hintereinander wollte ich das nicht.

Im Rewe um die Ecke gibt es abgepackt kleine Chorizo-Würste von einem spanischen Hersteller (hab ich vor ein paar Wochen schon vorgestellt), und zwar in mild und scharf. Von denen kaufte ich eine Packung milder Würste, weil Andrea’s Rezept danach ausgerichtet war. Dort fand ich auch einen spanischen Rotwein, einen Tempranillo.

Aber ich wäre nicht ich, wenn ich nicht ins Grübeln käme. Auf einem Bein kann man schlecht stehen, zweibeinig hat nur der Mensch sein Gleichgewicht, drei Beine sind unumstößlich usw. 🙂

Jedenfalls ratterte es in meinem Kopf, was ich sonst noch als Tapa dazumachen könnte.

Also ging ich um halb Fünf nochmal über die Kreuzung, um einen Wolfsbarsch zu holen, den ich eingelegt servieren wollte. Der Vater und Besitzer hat mich wieder bedient. Er hat mir freundlicherweise den Fisch filetiert (Ich kann es auch, aber nicht so schnell und gut wie er).

Im Laden daneben, dem teuren Russen, hab ich nur 4 kleine La Ratte Kartoffeln und etwas glatte Petersilie gekauft. Nur 94 Cent! Ein Rekord.

Chorizo Rotwein Zwiebeln:

Ich hab mich ziemlich an das Rezept gehalten – Scheiben Chorizo etwa 1 cm dick schneiden, langsam anbraten, mit Pimenton de la Vera würzen, Zwiebeln dazu (rote Zwiebeln bei mir), dann 175 ml Rotwein dazu (bei mir Augenmaß und zwar mit dem Tempranillo) – ich denke, meistens würde ein Rioja genommen werden, aber die Weine liegen nicht so sehr auseinander.

Das Ganze dauerte etwa 30 Minuten.

Wolfsbarsch in Sherryessig süß-sauer:

Ich fand das Rezept in einem Buch für Vorspeisen, das auch viele Tapas Rezepte hatte, und zwar für Sardinen. Ich wollte aber etwas mehr Farbe ins Spiel bringen und entschied mich dafür, den edlen Wolfsbarsch „agrodolce“ zu machen, wie Italiener sagen würden, oder eben süß-sauer.

Dazu nahm ich die 2 Filets, die mir der Fischhändler ausgelöst hatte, zog noch die restlichen Gräten und briet die Filets bei mittlerer Hitze an. Das dauerte vielleicht 8 Minuten für beide Seiten.

Vorher hatte ich die Marinade aufgekocht. 4 El Sherryessig, 175 ml Olivenöl, Streifen von 2 Karotten, 2 Zwiebeln (wieder rote), eine Knoblauchzehe, ein Lorbeerblatt, Salz, Pfeffer und 2 El Zucker, die ich vorher mit dem Essig verrührt habe.

Nachdem die Filets gegart waren, legte ich sie auf einen Teller und goss die Marinade darüber. Die Empfehlung war zwar, den Fisch 24 Stunden zu beizen, aber er schmeckte nach einer knappen Stunde schon sehr gut (ich hab allerdings noch die zweite Hälfte für Morgen).

Stangenbohnen mit Pinienkernen:

Die Stangenbohnen wurden gekocht und zeitig mit kaltem Wsser abgeschreckt, um ihre schöne Farbe zu erhalten. Die Pinienkerne wurden in einer Pfanne ohne Fett angeröstet (im Original in viel Öl!) und anschliessend mit einer Paprikastaubschicht versehen. Zum Rezept gehörten auch wieder rote Zwiebeln und Knoblauch (der gehört eigentlich fast immer dazu, nicht?)

Um die Bohnen zu „finishen“ (neuenglisch), gibt man den Saft einer halben Zitrone dazu. Naja, ich empfehle zwischendurch nachzuschmecken, um es nicht zu sauer zu gestalten 🙂

Als letztes fiel mir beim teuren Russen ein, ein paar La Ratte Kartoffeln zu holen, die ich dann, nachdem sie weich waren, in Olivenöl angebraten und mit Pimenton de la Vera bestäubt habe.

Jetzt hab ich ein Haufen leckeres Zeugs hier rumstehen und kann niemanden erreichen… dumm gelaufen 🙂

 

Wolfsbarsch Sherryessig Zucker Olivenöl 3

 

Wolfsbarsch Sherryessig Zucker Olivenöl 2

 

 

Stangenbohnen  Zwiebeln Pinienkerne Zitronensaft 1

 

 

Chorizo Zwiebeln Rotwein 2

 

 

Tapas 1

 

Lamm Spinat Kartoffeln


Heute war ich auf der Suche nach einer g’scheiten Ente. Ich hab eine gefrorene gefunden, aus Irland, von den Silver Hill Farms. Es ist ein Familiengeführter Betrieb, aber sie schaffen es trotzdem 60000 die Woche zu verarbeiten. Sie behaupten, die Enten hätten Auslauf usw., aber wer kann das wirklich wissen?

Am Geschmack werd ich es erkennen 🙂

Aber heute war sie noch am Auftauen begriffen, und stattdessen gab es das vorgestern eingefrorene Lamm (die Hüfte). Ich hab sie frühzeitig aus der Tiefkühltruhe genommen und langsam im Kühlschrank aufgetaut.

Dazu sollte es Spinat geben, den ich heute morgen frisch vom Pfälzer auf dem Markt holte,

und Grumbeere (Kartoffeln), vorwiegend festkochend.

Außerdem erstand ich einen Granatapfel in Vorbereitung auf Morgen.

Die Hüfte wird kurz scharf auf beiden Seiten angebraten. Vorher salzen und pfeffern.

Dann kommt sie bei 100 C in den Ofen. Ich benutze immer den Temperaturfühler, das wird immer perfekt.

Ich hatte noch eine Bratensauce mit Rotwein im Froster, die taute ich langsam auf.

Um sie den Gegebenheiten etwas anzupassen, gab ich eine kleine Handvoll Granatapfelkerne dazu. Ausserdem hatte ich, weil ich keinen anderen Sirup fand, eine Flasche Grenadine gekauft. Sie war beim Selbstversuch pappsüß und erinnerte mich an eine amerikanische Medizin, die damit wohl übertüncht wird (Robitussin, ein Hustenmittel).

Ich hab trotzdem einen Tl zur Sauce gegeben und war froh, nicht mehr hineingetan zu haben. Mit der Zeit verkochte es sich aber etwas.

Der Spinat wurde geputzt und die Enden abgeschnitten. Er wurde in einer großen Pfanne angebraten, in der vorher eine Schalotte und eine Knoblauchzehe kleingeschnitten angebraten worden waren. Ein wenig Muskat gab ich auch dazu, wie auch ein paar Prisen Salz.

Ich röstete noch ein paar Pinienkerne, die am Schluß noch mit Cayenne und Salz abgestaubt wurden. Das hat man aber leider nicht geschmeckt. Den Spinat hab ich noch mit 2 El Saurer Sahne aufgemotzt.

Die Kartoffeln schnitt ich zuerst in kleine Würfel, kochte die etwa 15 Minuten und briet sie dann aus. Die sind ziemlich lecker.

Insgesamt gut, aber zuviel Kleinteiliges auf dem Teller. Und was ich jetzt wegen des Granatapfelsirups machen soll weiß ich auch nicht. Vielleicht kann ich den Rest des Granatapfels pürieren und durch einen Kaffeefilter filtern?

 

Lammhüfte Spinat Kartoffeln 1

 

Lammhüfte Spinat Kartoffeln 2

 

Lammhüfte Spinat Kartoffeln 3

 

Lammhüfte Spinat Kartoffeln 4

Rösti Ei Karotten Erbsen Frühlingszwiebel Shitake Bärlauchpesto


Heute hab ich mich ausnahmsweise wieder geärgert. Samstags fand ich den ersten Bärlauch, pflegte ihn, auf dem Heimweg kam ein Plan für ein Abendessen zusammen, vegetarisch. Angekommen ging ich gleich rüber zum teuren Russen, holte dort extra 2 Urkarotten, gelb und violett, dann ein paar ganz frische junge Erbsen in der Schote, tolle Frühlingszwiebel mit großer Knolle und eine Handvoll kleiner Shitakepilze. Ich wollte als Unterlage eine Art Rösti machen. Ich konnte es schon vor meinem geistigen Auge sehen. Dazu sollte es dann zerte Tupfer Bärlauchpesto geben.

Gesagt, getan: Als erstes das Pesto –

ein halber Bund Bärlauch, kleingehackt

30 g Pinienkerne (ich hab vergessen, sie anzurösten)

1 nicht zu kleines Häufchen Parmesan, frisch gerieben

ein paar Löffel Olivenöl nach Gefühl – es muß fliessen können

eine Prise Salz

 

Jetzt schälte ich zwei mittelgroße vorwiegend festkochende Kartoffeln und rieb sie auf einer groben Reibe. Die geriebenen Kartoffeln kamen mit etwa 2 Esslöffeln Mehl und einer guten Prise Salz in eine Schüssel, wo ich die Zutaten mit einer Gabel vermengte. Meine kleine Le Creuset Emaille/Gusseisenpfanne wurde mit Rapsöl erhitzt, ein Edelstahlkochring von 8 cm Durchmesser wurde in die Mitte gesetzt und die Kartoffelmasse in den Ring gegeben. Er war bis zum Rand voll. Jetzt stellte ich den Ofen an, wenigstens dachte ich das, und stellte die Pfanne in den Ofen, nachdem ich den Ring nach ein paar Minuten gewendet hatte.

 

Danach wurden die Erbsen in leicht gesalzenem Wasser ein paar Minuten blanchiert und wieder herausgenommen.

Jetzt kamen die der Länge nach geviertelten Karotten ins Wasser und wurden ein paar Minuten weicher gekocht und auch wieder entfernt und beiseite gestellt.

Die Frühlingszwiebel halbierte ich der Länge nach und briet sie langsam in Olivenöl an. Zu diesen gesellte sich eine in Streifen geschnittene Paprika.

Jetzt kamen auch die fast garen Karotten und die Erbsen dazu.

Ich stellte das Wasser für das weichgekochte Ei auf und holte ein Bio-Ei aus dem Kühlschrank.

Als das Wasser fast kochte, wollte ich nach dem Rösti schauen, weil es ja in die Endgerade ging. Der Ofen war kalt, der Temperaturregler stand auf 190 C, der Regler für die Heizart auf 0.

Mist! Wasser ausschalten, 30 Minuten länger einplanen Regler auf Ober- und Unterhitze, Fernsehschauen-Das perfekte Dinner.

30 Minuten später Wasser wieder anschalten, Ei bei kochendem Wasser 4 1/2 Minuten hineingeben. Das Rösti aus der heissen Form schneiden mit Topflappen und scharfem Messer.

In der Zwischenzeit den Teller anrichten. Die Karotten verschwinden fast im Teller, das Rösti ist kaum noch zu sehen, ach Mist, ich muß die Shitake noch anbraten. Die Eieruhr klingelt, Ei ist fertig, abschrecken, Shitake in die heisse Pfanne, versuchen das Ei zu pellen. Geht nicht, es reisst auseinander. Ich versuche ein bisschen davon aufs Rösti zu retten, überall klebt das blöde Eiweiss an der Schale. So’n Mist aber auch! Die Shitake kleben in der Pfanne. Ich fluche und drohe Ei und Pilzen mit Rauswurf. Die Pilze lösen sich endlich, ich klatsche sie wie sie sind auf den Teller, man kann eh‘ nichts mehr richtig erkennen. Jetzt nehm ich mein tolles Pesto und will es elegant drapieren, aber es plumpst hin, wo es will.

Oh Mann! An diesen Tagen sollte man gar nicht aufstehen.

Das allerblödeste dabei ist, daß es ziemlich gut geschmeckt hat, das aber auf den Fotos überhaupt nicht zum Ausdruck kommt. Schon ein Grund, sich zu ärgern, wie ich finde.

 

Rösti Ei Karotten Erbsen Bärlauchpesto 1

 

Rösti Ei Karotten Erbsen Bärlauchpesto 2

 

Rösti Ei Karotten Erbsen Bärlauchpesto 3

Lachs Pesto Pistazien Spargel Orangenzeste


Im Geschäft rede ich gerne mit M., einer Mitarbeiterin, über was? Über Kochen und Rezepte natürlich.

Sie war diejenige, die mir Pinterest ans Herz gelegt hat. Ich hab mich zwar dort angemeldet, aber richtig warm werd ich mit diesen dämlichen Social Media Platforms nicht, dafür ist es mir einfach zu hirnlos, durchs Netz zu surfen und Likes oder Pins zu verteilen und dann einen Haufen fremder Kreativität bei sich geparkt zu haben…

Aber M. erzählte von einem Stück Lachs, das sie selbst nachgekocht hatte, das Ihr sehr gut geschmeckt hatte – das hatte eine Brokkoli – Pesto als Schicht 1 und darüber kleingehackte Pistazien.

Ich esse Brokkoli zwar gerne, aber als Pesto spricht er mich nicht an, also hab ich ein klassisches Pesto als Grundlage gemacht, mit Basilikum, gerösteten Pinienkernen, Parmesan und Olivenöl. Ich hab das ganz ganz leicht gesalzen. Die Pinienkerne hab ich vorher angeröstet.

Die Pistazienkerne hab ich auch vorher angeröstet, weil das den Geschmack einfach intensiviert.

Jedenfalls wird der Lachs für den Ofen vorbereitet (gesalzen) und in etwas geschmolzener Butter in einer Pfanne auf der Haut bei 180 C in den Ofen geschoben. Weil mein Ofen fast kalt war, hat das etwa 17 Minuten gedauert (normalerweise wohl 10-12 Minuten). Das Pesto und die Pistazien hatte ich natürlich vorher gemacht und darauf verteilt.

Zwischenzeitlich hab ich den ersten Bruchsaler Spargel (für teuer Geld!) geschält und in wenig mit Salz und Zucker gewürztem Wasser mit Deckel weich gegart. Der Spargel wurde selbstverständlich vorher geschält. Auseinandergeschnitten hab ich ihn einerseits, damit er ein Bett bildet, andererseits, weil sogar €7.50 pro Pfund Spargel nur krumme Dinger auf den Teller bringt. Entwarnung: Mir haben 330 g genügt.

Danach hab ich ihn im Topf mit Deckel ruhen lassen, ein Stückchen Butter dazu und auf dem Teller dann die Orangenzeste, was zu Spargel immer gut passt, wie ich finde.

Den Lachs hab ich mehrmals auf den perfekten Garpunkt überprüft und dann endlich herausgenommen und angerichtet.

M. hat nicht zuviel versprochen, wenn es auch durch die Änderung nicht das gleiche Rezept war: Der Lachs behauptet sich ohne Probleme, das Pesto gibt ein schönes Aroma dazu, und die Pistazien bringen Crunch und die Süße dieser schönen Nüsse dazu.

Die milden Spargel, die ich auch noch mit ein paar Spritzern Zitronensaft beträufelte, bildeten einen angenehmen, nussigen Kontrast dazu.

 

Lachs Pesto Pistazien Spargel Orangenzeste2

 

Lachs Pesto Pistazien Spargel Orangenzeste3

 

Römersalat Tomaten Gurken Croutons Feta Pinienkerne


Das ist nichts besonderes, nur ein Versuch lecker und sättigend zu essen, ohne zuviele KHs und Fleisch oder Fisch zu sich zu nehmen.

Ich muß zugeben, ich hab’s nicht so mit Hefeflocken, Amaranthgetreide (Quinoa hab ich schon probiert) oder ähnlichen exotischen Zutaten aus der veganen Küche.

Ebenso find ich Sojaprodukte zwischen indifferent bis ekelhaft und Tofu kommt mir in keiner Form ins Haus-was langweiligeres gabs nur mal im Krankenhaus- irgendein Brei, den ich verweigert habe, bis der Arzt zwei Tage später eingeknickt ist und mir Toastbrot mit Marmelade gab 😉

Trotzdem ess ich gerne Sachen ohne Fleisch oder Fisch. Ich bin da nur konservativ. Meine Familie war eine täglich fleischfressende, bei der Pflegefamilie hingegen wurde fast nur Sonntags Fleisch gegessen, Freitags Fisch oder etwas Süßes, und den Rest der Woche Dinge wie Kartoffelsuppe, Pfannkuchen mit Marmelade, Dampfnudeln, Pellkartoffeln mit Kümmel und Quark und ähnlichem. Das war deshalb nicht langweilig, weil es fast täglich etwas Süßes gab, immer selbst gebacken, immer aus dem Garten und immer saulecker. Meine Erinnerung an Zwetschgenhefekuchen mit Muckefuck (Karokaffee-Zichorienkaffee/Kaffeeersatz) ist nicht zu toppen- ein Blech nach dem anderen kommt aus dem Ofen und alle,

die die Zwetschgen gepflückt haben, schlagen sich die Bäuche voll.

So.

Aber eigentlich geht es um diesen Salat.

Also, ich hab am Wochenende einen großartigen Freiland-Romanosalat gekauft, von dem hab ich schon zweimal gegessen und er sieht immer noch riesig aus. Von dem nahm ich 3 sehr große Blätter, dazu dann 5 Kirschtomaten und eine halbe Gurke. Dazu kam ein 50 g Stück Feta, kleingeschnitten, ein hartgekochtes Ei, geviertelt, der Rest getrocknete Tomaten und Croutons. Die Croutons entstanden aus einem Baguette, das schon zu zäh zum essen war, und das den üblichen Benefaktoren, den Pferden, vorenthalten wurde. Das Baguette wurde auf Quadrat getrimmt und in Olivenöl mit Knoblauch und frischem gehacktem Thymian und Rosmarin angebraten. Gegen Ende hab ich noch ein paar Pinienkerne einer anderen Mahlzeit dazugegeben. Das Dressing bestand aus 3 El Olivenöl, 1 El Weißweinessig und einer mit Salz verriebenen Knoblauchzehe (die war sehr klein, weil von einer lila Knolle mit lauter Baby-Knoblauchzehen).

Jedenfalls war es sehr gut und pappsatt war ich auch. Nach dem Foto kamen noch ein paar Blättchen Basilikum dazu!

Romano-Tomate-Gurke-Crouton-Pinienkerne-Feta-Ei-1

 

 

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