Brandteig Erdbeercurd Zitronenglasur


Ich wollte heute eigentlich nur zwischen dem Einen und dem Anderen etwas backen.

Dabei dachte ich, stütz ich mich auf ein Rezept von Zauberkarussel. Sie macht ein Erdbeercurd, das mich aus dem Grund reizt, weil ich erst vor kurzem ein Lemoncurd machte und feststellte, daß es nichts anderes ist als eine Lemon Pie Füllung ist, die ich schon sehr lange mache.

Die Erdbeerangelegenheit hingegen hab ich noch nie gemacht.

Es las sich schlüssig, und ich überlegte, in welches Behältnis ich die Curd füllen wollte.

Ich hab Eclaires sehr gern, und dachte, ich probier mal einen Brandteig aus, da das für mich Neuland ist.

Das Rezept googelte ich bei Dr. Oetker, weil es wahrscheinlich nirgendwo mehr Back-Kompetenz in Deutschland gibt. Ich schrieb mir Zutaten und Schritte auf, machte die Curd, drehte den Ofen an, machte meinen Brandteig, wunderte mich noch, warum ich die Teigeinsätze mit dem Quirl benutze und portionierte, dann die Teigstücke formte, und stellte die Uhr auf 20 Minuten. Nach 10 Minuten wunderte ich mich, daß die Teigstücke noch garnicht aufgegangen waren.

Ich schaute mir das Rezept nochmal an und sah, daß ich die sehr wichtigen Eier vergessen hatte hinzuzufügen 🙂 Major Meltdown! In dem Moment wollte ich alles verschieben. Aber im Geschäft hatte ich die Dinger schon für Morgen angekündigt, und es wäre mir peinlich gewesen, etwas zu versprechen und es nicht zu halten.

Jetzt lief also schon „Sing meinen Song“, das ich gerne schaue, und ging immer in den Pausen raus, um weiter zu backen und zu füllen.

Insgesamt brauchte ich dann bis 22:30, bis ich endlich ein Foto machen konnte.

Mit den Brandteigstückchen bin ich total zufrieden, mit der Erdbeerfülle nicht ganz so, aber das werden wir morgen sehen, wenn sie eine Nacht kühl gelagert waren.

Hier sind jedenfalls die Mengenangaben:

Brandteig:

125 ml Wasser

25 g Butter

1 Prise Salz

15 g Speisestärke

75 g Weizenmehl

3 Eier

1 Msp Backpulver

Wasser und Butter aufkochen, Mehl, Salz und Stärke vermischen und auf einmal in die Flüssigkeit geben und mit dem Holzlöffel rühren. Wenn der Boden weiss wird. eine Minute rühren, dann in eine Schüssel geben und mit den Knethaken verquirlen. Nach und nach 3 Eier dazugeben, zwischen jedem Ei gut verrühren, bis der Teig glänzig wird.

Auf Backpapier geben (mit dem Löffel oder der Spritztülle) und 20 Minuten bei 200 C backen.

Das Erdbeercurd:

 

170 g Erdbeerpüree

90 g Zucker

70 g Butter

2 Eier

1 Tl Zitronensaft

Was mir hier nicht so gut gefallen hat, war, daß die Butter stark vorgeschmeckt hat und die Erdbeeren fast erschlagen hat. Claudi von Zauberkarussel hat aber im Rezept tiefgefrorene Erdbeeren verwendet, was vielleicht einen Unterschied ausmachte.

Außerdem gibt es einen großen Farbunterschied, der entweder von den gefrorenen Erdbeeren oder von Lebensmittelfarbe kommt.

Erdbeeren pürieren, durch ein Sieb streichen, um die Kerne zu entfernen, erwärmen, Butter und Zucker dazugeben und andauernd rühren. Hitze nicht zu hoch einstellen.

2 verklepperte Eier dazugeben und weiterrühren, bis sie langsam fester werden (bei 74 – 76 C), dann von der Herdplatte ziehen, und kaltstellen.

Die Zitronenglasur hab ich Pi mal Daumen gemacht: 1 El Zitronensaft, 4 El heisses Wasser, Puderzucker, bis die masse etwas fester wird, damnn aufstreichen. Ich weiß, es gibt die Variante mit Frischkäse, aber das ist nicht mein Fall.

Ich muß später davon berichten, wie sie waren, weil ich noch nicht probiert habe. Aber morgen gibt es einige Testesser 🙂

 

Brandteig Erdbeercurd Zitronenglasur 1

 

Brandteig Erdbeercurd Zitronenglasur 2

 

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6 Kommentare zu “Brandteig Erdbeercurd Zitronenglasur

  1. ichkoche- Jacktels Rohkost sagt:

    Hi Alex, das mit der höchsten Kompetenz in Deutschland und Oetker musste ich schmunzeln. Ich will nicht vorgreifen und den Klugscheißer markieren den auch das hier gehört in die Kategorie Erfahrung, solltest du aber an Verbesserungsvorschläge interessiert sein, gerne.. Wieder einen sehr schonen Bericht. Gruß Jacob

    Gefällt 1 Person

    • Alex sagt:

      Jacob,
      Vielleicht hätte ich es anders formulieren sollen: In meiner Erfahrung, der eines Kochinteressierten, gibt es eine Menge Rezepte, die kann ich lesen, und sehe, daß sie nicht funktionieren können. Das Backen ist für mich schon schwieriger, weil ich damit weniger Erfahrung habe. Noch weniger Erfahrung hab ich mit Cremes etc.
      Bei Teigen kann ich mich aber auf die Erfahrung von schätzungsweise 100 Jahren Versuchsküche verlassen, weil sie es sich nicht leisten können, Blödsinn ins Rezept zu schreiben. Und so war es auch, es hat sehr gut geklappt.
      Ohne dem Zauberkarussel zu nahe treten zu wollen, war das Curd-Rezept nicht gar so rund, wenn es vielleicht auch an der Wahl gefrorener Erdbeeren gelegen hat. Aber hier liegt der Unterschied.
      Dein Wissen und deine Fähigkeiten würde ich auch nie in Zweifel ziehen, genausowenig wie die irgendwelcher Meisterkonditoren.
      Ich habe heute übrigens diese kleinen Profiteroles? verteilt und erntete nur Anerkennung und Lob. Einen hab ich selbst gegessen, er war mir immer noch zu buttrig.
      Lügen die mich etwa alle an?
      Grüße, Alex

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      • ichkoche- Jacktels Rohkost sagt:

        Hallo Alex, und doch schreiben die ein Blödsinn, deshalb meine Anmerkung mit der Backkompetenz. Jeder Blogger in Frankreich liefert dir eine bessere Mengenangabe wir Oetker. Als ich kritisiert habe, dachte ich keine Sekunde an mich. Ich habe diese Dinger schon huderte mal gebacken und fiel mir sofort die Diskrepanz in den Mengenangabe auf. Ich nehme immer: 150 Flüssigkeit , meistens Milch und Wasser 1/1, 150 g Mehl ( keine Speisestärke. aus gutm Grund, die Speisestärke ist zu fein und hier brauchen wir Kleber) ) 80 g Butter, Prise Salz und 4 Eier. Und keine Backpulver, die gehört nicht darin. es kommt schon hin mit der weiße Schicht am Boden des Topfes , ich malträtiere aber den Teig weiter bis eine Nussige Aroma entsteht und auch eine leicht bräunliche Farbe. Lasse den Teig in frischen Topf ca. 10 Minuten ruhen und dann verrühre die Eier. Ansonsten , die Temperatur stimmt, 200° ist Ok. Ich persönlich backe mit anderen Temperaturen , da braucht man aber wirklich ein bisschen Übung darin. Was den Curd angeht, gibt es hier nur ein einzig brauchbarer Weg. Die hälfe der Erdbeeren mit Gelierzucker einkochen und eindicken. kein sorge wenn zu dick, denn anschließend tust du das restliche Hälfte Püree unterheben, verrühren. Dann hast Du eine richtige Curd . Butter gehört niemals in BeerenCurds rein. Beim Zitrone und Orange ist was anderes, Die Säure deckt den buttrigen Geschmack . Die Butter ist auch dort nur als Verdickungsmittel gedacht worden. Heute wir industriell kein Curd mehr mit Butter gemacht.
        Nein, deine Kollegen lügen dich nicht an, es hat sicherlich geschmeckt, in dem Bild hat man doch sehr gut sehen können wie die Dinger geworden sind. Meine meckerei galt nur deiner höchsten Einschätzung der Pulvermacher…..Beste Grüße Jacob

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  2. malou sagt:

    Mmhh ich liebe diese kleinen Süssen. Wenn ich so an den Anfang meiner Kochleidenschaft zurück denke, hatte ich immer Schwierigkeiten mit dem Brandteig, der ist mir nicht immer gelungen. Deine sehen sehr gut aus, und schmecken bestimmt lecker mit dem Erdbeercurd, eine gute Idee. Ich kenne das Gefühl, wenn man etwas versprochen hat…:) Deine Arbeitskollegen wissen deinen nächtlichen Einsatz ganz sicher zu schätzen.
    Einen Tipp noch: Bei Telekom bekommst du einen Reciever mit dem du Fernsehsendungen aufnehmen kannst, und gemütlich dann anschauen kannst, wenn deine Arbeit getan ist. Für mich eine tolle Erfindung. LG Malou

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  3. Wili sagt:

    Was sind denn verklepperte Eier?

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  4. Alex sagt:

    Malou, ich hab einen solchen (Receiver) schon, aber – I can’t be bothered with the technology- es interessiert mich nicht 🙂 .Ich schau wirklich nur nebenbei, und nur wenn Musik oder Kochen läuft.

    Wiltrud, hier im Südwesten sind das geschlagene Eier, wie bei Rührei. Kommt wahrscheinlich vom Geräusch 🙂

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