Pancakes Erdbeeren


Gestern sah ich Erdbeeren im Supermarkt, die eigentlich ganz gut aussahen. Ich bin beim Frühstück am Wochenende eher einer, der Eier liebt, sei es als Omelett oder als simples Rührei oder sonstwie – ich liebe Eier auf jedwede Art. Allerdings gibt es da die Erinnerung an andere Frühstücke aus einer anderen Zeit. Da gibt es Haferflockenbrei (Hot Oatmeal) mit süßem Milchrand, French Toast (Arme Ritter) mit Maple Syrup, und natürlich amerikanische Pfannkuchen (Pancakes).

Ich hatte Dinkelmehl im Haus und probierte einfach das Rezept meiner Mutter: 1 Cup Mehl, 1 Ei, 1 Tl Backpulver, 1 Cup Milch, 1 Prise Salz, 2 flache El Zucker (keine Garantie auf das Rezept, ich rühre das immer nach Gefühl an). Der Teig darf nicht zu dick und nicht zu dünn sein.

Die Pfannkuchen in einer nicht zu heissen Pfanne ausbacken (in Butter und Öl), erst wenden wenn die Oberseite Blasen wirft. Auf einen Teller geben und mit einem Küchentuch abdecken.

Die Erdbeeren putzen, in Viertel schneiden, 2/3 pürieren, in einen Topf geben, erhitzen, 2 Tl Puderzucker unterrühren, Saft einer halben Limette dazugeben. Abschmecken, bei Bedarf nachsüssen. Die nicht pürierten Erdbeerenviertel mit erhitzen, großzügig über dem Pancakeberg verteilen und geniessen!

Tarte Frangipane Rhabarber Erdbeeren


Mitte der Woche sah ich Rhabarber das erste Mal dieses Jahr und nahm spontan eine abgepackte Einheit mit (stellte sich später als ein Pfund heraus).

Zum Wochenende wollte ich etwas damit anfangen und schmöckerte quer durch meine Quellen zum Thema. Mein Liebling bleibt David Lebovitz. 

Dort fand ich ein Rezept für eine Rhabarber-Erdbeer-Zucker Masse, die im Ofen gegart wird, erst unter Alufolie, später dann offen, insgesamt fast eine Stunde.

Die Masse ist am Schluss streichbar und nicht zu flüssig und zieht dann noch nach.

Darunter wollte ich eine Mandelcreme. Als Vorbild hatte ich eine Art Pudding in der Nase, der in den 60er Jahren in Kroatien in Gebäck gefüllt wurde und nach Mandeln roch.

Allerdings fand ich kein gutes Rezept dazu und blieb wieder bei Lebovitz hängen, der die Frangipane französischer Art anpries. Also machte ich die brav nach. Dazu gehört auch eine sehr kleine Menge Mandelaroma, nämlich 1/8 Tl. Da ich hier aber kein Mandelaroma ausser Bittermandel fand, nahm ich davon nur ein paar Tropfen. Sofort war mir klar, daß es nicht so werden würde wie ich wollte: Es roch penetrant nach Marzipan. Ich esse kein Marzipan, der Geruch und die Konsistenz geht mir auf die Nerven. Ich hatte aber vorher schon angekündigt, diese Tarte mitzubringen bei einem Besuch, Pech, daß die Besuchte Marzipan auch nicht mag.

Ich habe jetzt versprochen die Tarte nochmal zu machen, aber mit Creme patissiere oder Zitronencreme.

Für alle aber, die bei Marzipan leuchtende Augen bekommen, hier das Rezept:

Den Mürbteig kaufte ich und buk ihn vor.

Frangipane: 115 g Butter

2 Eier

100 g Zucker

130 g Mandelmehl

2 Tl brauner Rum

1/8 Tl Mandelextrakt (Bittermandel von Dr. Oe)

gute Prise Salz

 

Butter und Eier bei Zimmertemperatur mit dem Spateladapter zusammenrühren, Zucker dazu, Mandeln dazu, dann den Rest. In die abgekühlte Form streichen. 20 Minuten bei 180 C backen.

 

Rhabarber Erdbeer Masse

450 g Rhabarber der Länge nach halbiert und in 8 cm Stücke abgelängt

180 g Erdbeeren, in Hälften

120 g brauner Rohzucker

Saft einer halben Zitrone

1 Tl Kirsch o.ä. (ich hatte Birne)

 

Alles in eine Form geben. 25 Minuten bei 180 C im Ofen mit Alufolie eingewickelt garen lassen, dann Folie abnehmen, auf 200 C erhöhen und weitere 20-30 Minuten im Ofen abdampfen lassen.

Es sollte kaum noch Flüssigkeit um das Fruchtpüree stehen. Jetzt das Püree mit dem Löffel herausholen und auf die gebackene Frangipane Füllung streichen.

Ein paar Stunden ziehen lassen, bis die Fruchtmasse angezogen hat.

 

 

 

 

Blätterteig Erdbeeren Pudding


Ich wollte endlich Erdbeeren essen. Aber die werden so schnell schlecht, daß ich mir gleich überlegte wie ich sie verarbeite und wie ich sie schnell wieder losbekomme…

Am Samstag holte ich mir beim Einkauf einen Blätterteig, einen rechteckigen. Von der Hälfte schnitt ich vier Rechtecke, etwa 14×10 cm, aus dem Rest machte ich Streifen, die ich als zweite Ebene um den Rand der Rechtecke setzte. Jetzt wurden sie mit Eigelb eingepinselt und bei 200 C etwa 15 Minuten gebacken. Beim herausnehmen sah ich, daß die Mitte sehr hoch geworden war und schnitt sie am Innenrand ein und drückte sie sanft nach unten (es sollte eine Füllung hineinpassen).

Jetzt machte ich einen Vanillepudding. Rezept war aus der essen & trinken, aber ein Privatrezept und kein sehr gutes.

400 ml Milch aufkochen

weitere 100 ml Milch vermischen mit Vanille aus der Vanillestange

1 Päckchen Vanillezucker

2 Eigelb

1 El Zucker

5 gehäufte Tl Speisestärke

Anmerkung: Im Rezept standen keine Grammangaben. Gehäufte Tl können weit divergieren. Mein Pudding wurde ganz schnell fest. Eher weniger nehmen. Wenn man alle Zutaten mischt, darauf achten, zuerst die Speisestärke in den Topf geben und dann Milch und alles andere einrühren, sonst klumpt es.

Wenn dann die 400 ml Milch kochen, die andere Mischung einrühren, noch einmal aufkochen und sofort vom Herd ziehen.

Wer einen Pudding ohne Haut will, legt ein Backpapier oder etwas Cellophan direkt drauf.

Ich liess ihn etwas abkühlen und füllte ihn in die Mitte der Blätterteigformen.

Die Erdbeeren hatte ich geputzt und in zwei Häufchen geteilt. Der größere Teil kam mit einem Schluck Wasser und einem gehäuften El Zucker in einen kleinen Topf. Bei voller Hitze verkochten sie schnell, ich half mit einem Kartoffelstampfer nach, gab noch einen halben Tl Zitronensaft und eine Prise Salz dazu und pürierte am Ende alles. Auch das liess ich ein bisschen abkühlen, um es dann über den Pudding zu löffeln. Die restlichen Erdbeeren setzte ich obenauf. Dann wurde der Rand mit Puderzucker bestreut.

Ich hab sie mitgenommen und verschenkt, nicht ohne ein halbes probiert zu haben. Wir hatten leider keine Teller oder Gabeln/Löffel und es war ohne Zwischenkühlung dann doch relativ “messy”

Mir fiel auf, daß der Vanillepudding gerne etwas süßer hätte sein können. Aber sonst ziemlich gut, das Erdbeerpüree war wunderbar intensiv!

 

 

Grillabend auswärts


Gestern hatte ich genug von der Wohnung fürs Wochenende und verabredete mich für heute.

Auf dem Markt heute morgen sah ich den Vater vom Fischhändler, der mir zwei wunderbare Stücke Thunfisch von einem Stück in Sashimi Qualität abschnitt. Ein paar Spargel, ein Karton deutsche Erdbeeren, zwei Stangen Rhabarber und Minze, Thymian und Majoran und ich war so gut wie reisebereit. Anderswo holte ich noch zwei Rumpsteaks von irischen Rindern.

Bei der Gastgeberin angekommen, schaute ich kurz nach dem Grill, einem einfachen Grill ohne Deckel. Nach einer kurzen Putzeinheit war er auch schon einsatzbereit.

Der Plan war die Thunfischsteaks mit Sojasauce und schwarzem Pfeffer einzureiben und kurz von allen Seiten anzubraten. Dazu sollte es eine Art von Salsa geben, gemacht aus 2 Stangen gewürfelten Rhabarber, den ich in Wasser mit Zucker aufkochte und zur Seite stellte. Da hinein schnitt ich ein halbes Dutzend Erdbeeren und eine Viertelschote Jalapeno, die ziemlich scharf war. Außerdem eine Menge Minze, mehr als 10 Blätter.

Beim Abschmecken gab es auch noch eine Prise Salz dazu.

Kurz bevor die (kleinen) Steaks auf den Grill kamen, wurden sie mit Sojasauce beträufelt und mit schwarzem Pfeffer aus der Mühle gewürzt. Den Spargel hatte ich vorgegart und dann in Alufolie mit auf den Grill gelegt.

Eigentlich wollte ich das Fleisch aufschneiden und als Fächer präsentieren (es war perfekt – ein brauner Rand von 2mm, der Rest wunderbarer roher Thun in allerbester Qualität.

Aber im letzten Moment war ich mit den Erdbeeren zugang und hab es schlicht verschlafen.

Schade um das entgangene Bild.

Thun Erdbeer-Rhabarber-Salsa Spargel 1

 

Thun Erdbeer-Rhabarber-Salsa Spargel 2

 

Für den zweiten Gang hab ich eine Guacamole gemacht, wie hier schon oft beschrieben.

Eine perfekte Hass-Avocado, eine Limette, ein paar vollreife Tomaten, eine Frühlingszwiebel, eine Viertel Jalapeño und glatte Petersilie, weil dieser Haushalt Cilantro nicht ausstehen kann, wurden fertig gemacht und miteinander vermengt.

Es gab auch eine Kräuterbutter, gemacht aus frischem Thymian, Majoran, Petersilie und mit Salz verriebenem Knoblauch.

Der restliche Spargel wurde auch in die Folie gegeben und übers Feuer gelegt. Die irischen Steaks hab ich mit grobem Meersalz gewürzt und auf den Grill gelegt, der nur einige wenige Zentimeter von den Kohlen entfernt war. Die Steaks selbst waren geschmacklich sehr gut, sehr zart und ausgezeichnet mit der Kräuterbutter.

Die haben wir dann auch auf ein Zwiebelbaguette gegeben, bevor es ebenfalls auf den Grill wanderte.

Insgesamt ein gelungenes  2 Gänge Menü, wenn auch ein wenig fleisch/fischlastig.

Es war aber toll das erste Mal dieses Jahr draussen zu sitzen, um das Essen im Freien zu geniessen.

Der Stadtteil ist relativ geschützt vor der lärmenden Stadt, und es gab bisher noch keine rasenmäherwütige Nachbarn, die “Ordnung” schaffen wollten. Also hat der Garten etwas von einem Djungel. Sehr angenehm! Die weiteren Nachbarn verschwinden angenehmerweise hinter der grünen Hölle 🙂

Rumpsteak Spargel Guacamole Kräuterbutter 1

 

Rumpsteak Spargel Guacamole Kräuterbutter Baguette 4

Brandteig Erdbeercurd Zitronenglasur


Ich wollte heute eigentlich nur zwischen dem Einen und dem Anderen etwas backen.

Dabei dachte ich, stütz ich mich auf ein Rezept von Zauberkarussel. Sie macht ein Erdbeercurd, das mich aus dem Grund reizt, weil ich erst vor kurzem ein Lemoncurd machte und feststellte, daß es nichts anderes ist als eine Lemon Pie Füllung ist, die ich schon sehr lange mache.

Die Erdbeerangelegenheit hingegen hab ich noch nie gemacht.

Es las sich schlüssig, und ich überlegte, in welches Behältnis ich die Curd füllen wollte.

Ich hab Eclaires sehr gern, und dachte, ich probier mal einen Brandteig aus, da das für mich Neuland ist.

Das Rezept googelte ich bei Dr. Oetker, weil es wahrscheinlich nirgendwo mehr Back-Kompetenz in Deutschland gibt. Ich schrieb mir Zutaten und Schritte auf, machte die Curd, drehte den Ofen an, machte meinen Brandteig, wunderte mich noch, warum ich die Teigeinsätze mit dem Quirl benutze und portionierte, dann die Teigstücke formte, und stellte die Uhr auf 20 Minuten. Nach 10 Minuten wunderte ich mich, daß die Teigstücke noch garnicht aufgegangen waren.

Ich schaute mir das Rezept nochmal an und sah, daß ich die sehr wichtigen Eier vergessen hatte hinzuzufügen 🙂 Major Meltdown! In dem Moment wollte ich alles verschieben. Aber im Geschäft hatte ich die Dinger schon für Morgen angekündigt, und es wäre mir peinlich gewesen, etwas zu versprechen und es nicht zu halten.

Jetzt lief also schon “Sing meinen Song”, das ich gerne schaue, und ging immer in den Pausen raus, um weiter zu backen und zu füllen.

Insgesamt brauchte ich dann bis 22:30, bis ich endlich ein Foto machen konnte.

Mit den Brandteigstückchen bin ich total zufrieden, mit der Erdbeerfülle nicht ganz so, aber das werden wir morgen sehen, wenn sie eine Nacht kühl gelagert waren.

Hier sind jedenfalls die Mengenangaben:

Brandteig:

125 ml Wasser

25 g Butter

1 Prise Salz

15 g Speisestärke

75 g Weizenmehl

3 Eier

1 Msp Backpulver

Wasser und Butter aufkochen, Mehl, Salz und Stärke vermischen und auf einmal in die Flüssigkeit geben und mit dem Holzlöffel rühren. Wenn der Boden weiss wird. eine Minute rühren, dann in eine Schüssel geben und mit den Knethaken verquirlen. Nach und nach 3 Eier dazugeben, zwischen jedem Ei gut verrühren, bis der Teig glänzig wird.

Auf Backpapier geben (mit dem Löffel oder der Spritztülle) und 20 Minuten bei 200 C backen.

Das Erdbeercurd:

 

170 g Erdbeerpüree

90 g Zucker

70 g Butter

2 Eier

1 Tl Zitronensaft

Was mir hier nicht so gut gefallen hat, war, daß die Butter stark vorgeschmeckt hat und die Erdbeeren fast erschlagen hat. Claudi von Zauberkarussel hat aber im Rezept tiefgefrorene Erdbeeren verwendet, was vielleicht einen Unterschied ausmachte.

Außerdem gibt es einen großen Farbunterschied, der entweder von den gefrorenen Erdbeeren oder von Lebensmittelfarbe kommt.

Erdbeeren pürieren, durch ein Sieb streichen, um die Kerne zu entfernen, erwärmen, Butter und Zucker dazugeben und andauernd rühren. Hitze nicht zu hoch einstellen.

2 verklepperte Eier dazugeben und weiterrühren, bis sie langsam fester werden (bei 74 – 76 C), dann von der Herdplatte ziehen, und kaltstellen.

Die Zitronenglasur hab ich Pi mal Daumen gemacht: 1 El Zitronensaft, 4 El heisses Wasser, Puderzucker, bis die masse etwas fester wird, damnn aufstreichen. Ich weiß, es gibt die Variante mit Frischkäse, aber das ist nicht mein Fall.

Ich muß später davon berichten, wie sie waren, weil ich noch nicht probiert habe. Aber morgen gibt es einige Testesser 🙂

 

Brandteig Erdbeercurd Zitronenglasur 1

 

Brandteig Erdbeercurd Zitronenglasur 2

 

Pate Brisee Lemon Curd Erdbeeren


Resteverwertung: Es gab noch vom Lemon Curd, auch Erdbeeren waren noch da und es schien zu schade, sie zu entsorgen. Mir fehlte zwar Butter, aber die Tankstellen von heute sind ja die Supermärkte von morgen 🙂

Und die Tanke um die Ecke hatte dann auch Butter.

Der Brisee ist schnell gemacht – die Butter (115g) wird mit dem Mehl (125g) verschnitten, bis erbsengroße Krümel entstehen. 40 ml Wasser und eine Prise Salz dazu, den Teig möglichst schnell und ohne die Hände (Gabel) zu einem Ball vermengen, einmal kneten, daß er zusammenhält, und wieder eine Stunde in den Kühlschrank geben.

Nach der Stunde herausnehmen, mit einer Weinflasche ausrollen (ein Nudelholz geht auch), und in eine Pie-, Tarte- oder Kuchenspringform geben. Letzteres war da. Backen oder besser blindbacken (ich mußte meinen 5 Minuten vor der Zeit herausnehmen und Löcher in den Boden bohren, damit sich der wieder absenkte, um ihn dann fertig zu backen).

Abkühlen lassen, den Rest des Curds einstreichen, die Erdbeeren darübergeben und kaltstellen.

Sehr lohnenswert, wenn auch nicht unbedingt fotogen.

Der Unterschied zwischen den Rezepten eines Curd und einer klassischen Pie filling nach amerikanischer Art liegt in etwa 50 g Speisestärke, die dem Curd zugefügt werden, und dem Pie dann Schnittfestigkeit geben. Das ist hier anders, deshalb verläuft die Tarte. Das tut ihrem Geschmack allerdings keinen Abbruch 🙂

 

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Rhabarber Erdbeere Auflauf Vanillesauce


Als Junge von 12 Jahren hatte ich die Gelegenheit, selbstgebackene Kuchen und Kekse im Büro meiner Mutter zu verkaufen. Ich buk jeden Tag ein bis zwei Kuchen, portionierte diese und verlangte verhältnismäßig wenig für die Stücke.

Ich machte eine Kostenabrechnung, mußte auch meine eigenen Zutaten bezahlen und sogar eine “Kaffeesteuer” im Büro von 10% entrichten.

Trotzdem war das ein Bombengeschäft. Ich hatte in den ’70er Jahren im Durchschnitt ein 5DM Stück am Tag zum Ausgeben. Das wären heute mehr als 10-15 Euro. Ich war locker der reichste 12 Jährige in der Nachbarschaft.

Aber auch dortmals wurde in der Geschäftswelt mit harten Bandagen gekämpft, und ein Konkurrent, der das konnte, verbot den Handel und drängte mich aus dem Geschäft (Später passierte ihm das Gleiche).

Seitdem backe ich nicht viel, hauptsächlich, weil ich versuche die Finger von Süßigkeiten zu lassen.

ABER… Immer mehr Blogs, die ich kennenlerne, weil sie meinem Blog folgen (Dankeschön an dieser Stelle!) sind Blogs, die viel oder sogar hauptsächlich backen, und manche dieser Blogs haben es zu einer hohen Könnerschaft gebracht.

Das spornt an. Fehlte nur noch ein oder mehrere Abnehmer.

Es trifft sich gut, daß ich alle zwei Wochen in einen Pferdestall gehe in dem einige junge Damen Pferde reiten und versorgen. Die sind gerne Abnehmer irgendwelcher Backwerke.

Vor ein paar Wochen hab ich dort meinen ersten Marmorkuchen abgeliefert, der sehr gut ankam, heute gab es einen Rhabarber-Erdbeer-Auflauf mit selbstgemachter Vanillesauce.

Weil ich der Meinung bin, daß es ganz wichtig ist, beim Backen gute Rezepte zu haben, hab ich mir das Teubner Handbuch Backen gekauft. Das ist nicht so teuer wie das große Backbuch, es steht aber fast das Gleiche drin.

Das Rezept hab ich leicht verändern müssen, weil ich nicht ganz so viel Rhabarber hatte, und stattdessen mehr Erdbeeren dazugegeben habe.

550 g Rhabarber

400 g Erdbeeren

Für den Teig:

3 Eigelbe

60 g Honig (bei mir 15 g Honig, 45 g Zucker, in einem Schluck heißen Wasser aufgelöst)

2 cl Rum

100 g Butter

100 g Weizenmehl

50 g gemahlene Mandeln

1/4 l Milch

3 Eiweiße

50 g Zucker

Dem Rhabarber müssen die Fäden gezogen werden, anschließend werden sie in 2-3 cm Stücke geschnitten, die Erdbeeren werden gewaschen, geputzt und halbiert. Beide Früchte kommen in eine gebutterte Pieform von 28 cm.

Eigelb, Rum und Honig/Zucker verrühren, Butter zerlassen, dazurühren. Mehl und Mandeln mischen und abwechselnd mit der Milch unter die Butter-Eigelb-Masse rühren.

Backofen auf 180 C vorheizen. Eiweisse steif schlagen, 50 g Zucker langsam dazugeben. Unter den Teig heben, über das Obst geben.

40 Minuten backen, bei Bedarf vorher mit Alufolie abdecken.

Vanillesauce:

1/2 l Milch

40 g Zucker

1/2 Vanilleschote

10 g Speisestärke

2 Eigelbe

Von der Milch 3 Löffel abnehmen und die Speisestärke anrühren. Eigelbe dazugeben. Milch mit der Vanilleschote erhitzen, Zucker dazugeben und unter Rühren auflösen. Schote herausnehmen, Mark auskratzen und zurück in die Milch geben. Speisestärke-Milch-Ei-Mischung unter Rühren zur heißen Milch geben. Mehrmals aufwallen lassen.

Kalt werden lassen.

Heute gab es 4 Testesser, von denen 3 sehr lobten. Der vierte bedankte sich, sagte aber nichts zum Geschmack.

Ich selbst fand es gut, wobei es ein wenig gesuppt hatte (vielleicht durch den Rhabarber) und nicht sehr ordentlich auf den Teller kam. Dafür war die Vanillesauce super (so einfach sie war!).

Rhabarber Erdbeer Auflauf Vanillesauce

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