Entenleber Zwetschgensauce


Ich hatte wieder Frau F. zu Gast, und noch zwei Dosen Entenleber aus dem Périgord. Auf dem Markt gab es Zwetschgen, die ich deshalb aussuchte, weil die Früchte am Tag zuvor ausgiebig besprochen wurden.

Es ist tatsächlich so, daß in der Zeit meiner frühen Kindheit im Odenwald der Zwetschgenkuchen auf Hefeteig ohne Streusel und ohne Sahne, aber mit ‚Muckefuck‘ (Caro-Kaffee/Zichorienkaffee) eine Hauptmahlzeit während der Zwetschgensaison war. Ich kann mich an wahre Kuchenblechorgien erinnern, die aus dem Ofen auf den Tisch kamen. Seit der Zeit gehört der Zwetschgenkuchen zu meinen liebsten Süßigkeiten.

Ein knappes Pfund wurde entsteint und mit wenig Butter in einem Topf angeschmort. Dazu kam etwa 1/8 l Tawny Port. Dann den Deckel drauf und die Früchte weich kochen. Danach hab ich die Masse mit 2 flachen Esslöfeln braunem Zucker und frisch geschrotetem 5-Spice Gewürz nochmal aufgekocht und dann mit dem Pürierstab durchgemixt.

Als die Sauce kalt war hatte sie sich von selbst nachgedickt und konnte auch nochmal Gewürz vertragen. Zur Entenleber hab ich sie lauwarm gegeben.

Die Leber selbst mußte ich nur aus der Dose nehmen und in zwei Zylinder teilen.

Der Teller stammt aus einem Second-Hand-Laden, den ich gerne besuche. Er ist von Winterling und sieht für mich aus wie ein typischer 50er Jahre Teller mit damals beliebtem China Motiv.

Da die Zwetschgensauce mit dem 5-Spice Gewürz ein wenig an eine chinesische Sauce (zu Ente) erinnert, fand ich den Teller auch passend 🙂

Die Sauce selbst hat sehr gut gepasst, wie mir eine sehr zufriedene Frau F. versicherte.

 

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4 Kommentare zu “Entenleber Zwetschgensauce

  1. Schnippelboy sagt:

    Der Zwetschgenkuchen hieß sicher „Quetschekuche“

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    • Alex sagt:

      Genau hab ich den Dialekt nicht mehr im Ohr, aber das Dorf lag an der Grenze zu Hessen in Nordbaden bei Weinheim. Da sind auch Heidelberg und Mannheim in der Nähe, und deren Dialekte sprechen sich sehr breit. Kann gut sein, das es Quetsche waren. Ansonsten kenn ich dieses Wort aus dem Elsaß, das gerademal ein paar Kilometer von Karlsruhe auf der linken Rheinseite liegt.

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