Entenleber Zwetschgensauce


Ich hatte wieder Frau F. zu Gast, und noch zwei Dosen Entenleber aus dem Périgord. Auf dem Markt gab es Zwetschgen, die ich deshalb aussuchte, weil die Früchte am Tag zuvor ausgiebig besprochen wurden.

Es ist tatsächlich so, daß in der Zeit meiner frühen Kindheit im Odenwald der Zwetschgenkuchen auf Hefeteig ohne Streusel und ohne Sahne, aber mit ‚Muckefuck‘ (Caro-Kaffee/Zichorienkaffee) eine Hauptmahlzeit während der Zwetschgensaison war. Ich kann mich an wahre Kuchenblechorgien erinnern, die aus dem Ofen auf den Tisch kamen. Seit der Zeit gehört der Zwetschgenkuchen zu meinen liebsten Süßigkeiten.

Ein knappes Pfund wurde entsteint und mit wenig Butter in einem Topf angeschmort. Dazu kam etwa 1/8 l Tawny Port. Dann den Deckel drauf und die Früchte weich kochen. Danach hab ich die Masse mit 2 flachen Esslöfeln braunem Zucker und frisch geschrotetem 5-Spice Gewürz nochmal aufgekocht und dann mit dem Pürierstab durchgemixt.

Als die Sauce kalt war hatte sie sich von selbst nachgedickt und konnte auch nochmal Gewürz vertragen. Zur Entenleber hab ich sie lauwarm gegeben.

Die Leber selbst mußte ich nur aus der Dose nehmen und in zwei Zylinder teilen.

Der Teller stammt aus einem Second-Hand-Laden, den ich gerne besuche. Er ist von Winterling und sieht für mich aus wie ein typischer 50er Jahre Teller mit damals beliebtem China Motiv.

Da die Zwetschgensauce mit dem 5-Spice Gewürz ein wenig an eine chinesische Sauce (zu Ente) erinnert, fand ich den Teller auch passend 🙂

Die Sauce selbst hat sehr gut gepasst, wie mir eine sehr zufriedene Frau F. versicherte.

 

DSC_0179

 

 

Entenleber Monbazillacgelée Toastspitzen


Aus dem letzten Urlaub brachte ich 3 Dosen Entenleber aus dem Périgord zurück. Dazu gesellte sich eine Flasche Monbazillac, ein Süßwein aus der Gegend, der in Geléeform wie Sauternes auch gerne zu Leber gereicht wird.

Mein Gast, Frau F., schwärmte schon vorher von ihrer Liebe zu Geflügelleber. Ich mußte keine Überzeugungsarbeit leisten. Die Leber hab ich einfach nur aus der Dose auf einen Teller gestülpt und in zwei Hälften geteilt.

Der Monbazillac (250 ml) wurde erhitzt, die Gelatineblätter (4 Blätter) in kaltemWasser eingeweicht und zum warmen Wein dazugegeben. Gut vermischt und in ein Behältnis gegeben, vorher Cellophan dazu, damit man es leichter herausheben kann. Er war nach einer Stunde fest geliert und ließ sich wunderbar zu Würfeln schneiden. Dazu gab es Toast.

Ich wollte das nicht jeden Tag essen, aber es ist wirklich eine leckere Angelegenheit. Frau F.’s Teller hätte man ohne zu spülen zurück in den Schrank stellen können…  😉

Entenleber-Monbazillacgelée-Toastspitzen