Tri Tip Chicoree Drillinge


Heute schaute ich bei Zorn vorbei, um zu sehen ob sie ein Bürgermeisterstück in der Auslage liegen hätten. Hatten sie, aber ich wollte ein etwas größeres Stück und die nette Fleischfachverkäuferin stöberte im Kühlhaus und fand ein mir genehmes Stück. Ich wollte nämlich wieder einmal grillen, und das Wetter hätte dafür nicht besser sein können.

Wieder benutzte ich die Methode, das Fleisch zu salzen und zu pfeffern, mit einem Temperaturfühler zu versehen und auf den Kugelgrill zu legen, wobei nur eine Kohleschale gefüllt war und schön loderte. Nachdem ich den Deckel draufgab und die Luftlöcher ganz öffnete dauerte es etwa eine Stunde, um medium zu werden. Mir wäre es lieber gewesen, wenn es etwas langsamer gegangen wäre, aber die Befüllung der Körbchen kommt an ihre Grenzen, wenn es darum geht, weniger Kohlen zu benutzen 🙂

Den Rest machte ich am Herd. Zuerst schnitt ich einen Keil aus dem Chicoree, um den Strunk zu entfernen, dann verlängerte ich den Schnitt, ohne das Gemüse durchzuschneiden. Ich gab den Chicoree in ein kleines Behältnis, gab einen Schluck Wein auf den Boden und zwei Streifen Bleu d’Auvergne. Im Ofen garte alles und der Bleu schmolz langsam.

Die Drillinge kochte ich wie gestern mit Schale, gab sie dann in eine Pfanne und briet sie, angequetscht, mit Petersilie und Pfifferlingen an.

Nicht auf dem Foto ist ein sehr leckerer Salat aus feinen Frühlingszwiebeln, feinsten Gurken, vollreifen Tomaten, viel Petersilie und einer Jalapeño, ebenfalls ganz fein geschnitten, der mit Limettensaft und Olivenöl, Salz und Pfeffer angemacht war.

Sehr lecker! Das Fleisch ruhte 15 Minuten und wurde dann fein aufgeschnitten. Tri Tip oder Bürgermeisterstück im Deutschen ist zart, aber kernig. Es hat ausserdem einen deutlichen und angenehmen Geschmack – viel besser als Filet oder ähnlichem.

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8 comments on “Tri Tip Chicoree Drillinge

  1. BAG says:

    Das Fleisch sieht super aus, die Chicoree hatte ich neulich auch ähnlich. Das mit den Kartoffeln und Pfifferlingen werde ich mal probieren. Lecker lecker !!

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    • Alex says:

      Das mit den Kartoffeln und den Pfifferlingen ist eigentlich eine estnisch/russische Sache, nicht? Würde Dill und Butter/Saure Sahne auch gut gehen.

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  2. malou says:

    Dieses Stück Fleisch liebe ich als Braten. Aber es auf dem Grill zu zu bereiten, gute Idee!!! Sieht mega lecker aus. Werde ich ausprobieren! Lieben Dank 😊

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    • Alex says:

      Ja, war für mich auch ein Augenöffner. Wenn man es schön langsam auf dem Grill macht (neben der Glut), wird es wunderbar zart und saftig. Und es ist preiswert im Vergleich zu den üblichen Steaks und Entrecotes.

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  3. Rene Martini says:

    Tolle Anregung! Ich habe dieses Teil leider noch nie verarbeitet. Wie schwer war das Teil dann schlussendlich? Und, müsste zur Not ja auch in Alu bei niedriger Temperatur funktionieren?

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  4. Alex says:

    Das war jetzt mein vierter Versuch, und das Stück war bisher das schwerste mit 900 g. Das Bürgermeisterstück oder Tri Tip sieht im Ganzen aus wie ein Keil, wobei es etwa 20 cm lang und unten an der breitesten Stelle vielleicht 10 cm breit ist. es hat ein Höhe von 4-5 cm.
    Ich hab es 2 mal im Ofen gemacht. Du brauchst keine Folie, aber ein Temperaturmesser, der die Temperatur laufend ans Muttergerät überträgt und während des Garvorgangs im Fleisch bleibt ist eine gute Investition (gibt es im Moment in vielen ALDI Filialen, die sich verschätzt hatten, für etwa 10-12 €). Mein Rat ist, den Ofen so niedrig wie möglich einstellen und Geduld mitbringen. Meine eigene Erfahrung ist aber, dass man auch bei stärkerer Hitze (also wenn man bei 900 g die Zieltemperatur von 56 C für Medium Rare oder 60 C für Medium innerhalb einer Stunde erreicht, das Fleisch trotzdem nach einer Entspannungszeit von 15 Minuten in Folie gewickelt, sehr zart ist). Nicht so zart wie Filet, eher kernig, aber mit ausgeprägterem Geschmack. Lohnt sich wirklich!
    Das ganze Tri-Tip wiegt vielleicht 1,6-2 kg. Wie Malou geschrieben hat, kann man auch einen schönen Braten daraus machen, aber das war nicht mein Augenmerk. Man sollte auch darauf achten, dass das Stück schön marmoriert ist, also von feinen Fettäderchen durchzogen ist. Die schmelzen während des bratens und machen das Fleisch saftig und ‘schmackig’ 🙂

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    • Rene Martini says:

      Danke für die ausführliche Antwort, werde ich ausprobieren und Bericht erstatten!
      Ich habe nur ein normales Kernthermometer, also ohne Fernanzeige. Deine Idee ist sehr verlockend, mich morgen auf das Rad zu schwingen, und in die nächste Filiale zu radeln.
      Aber so toll ich das aktuelle Wetter, die derzeitigen Temperaturen finde, manche Wege stellt man zurück. Mal schauen!

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