Wildschwein Maroni Halb und Halb Rosenkohl


Wieder ein Wildgericht. Dieses Mal ein Wildschweingulasch, aber mit Fleisch vom Metzger Zorn. Ich briet erst eine rote Zwiebel an, gab dann das Fleisch dazu und anschliessend Concassee einer Tomate (weil ich kein Tomatenmark mehr im Haus hatte). Dann gab es ein Glas Rotwein und später etwas Rinderfond dazu. Jetzt liess ich die Flüssigkeit ganz langsam in 90 Minuten reduzieren. Als Gewürze gab ich ein paar Lorbeerblätter, 4 Pimentkörner und 6 zerdrückte Wacholderbeeren dazu.

Die Klösse Halb und Halb sind natürlich Klösse aus rohen und gekochten Kartoffeln. Sie haben einen Kern aus getoastetem Brot und Petersilie. Ich nahm ein Rezept von Schubeck, mass aber nicht so genau ab und bekam sehr weiche Klösse. Der Meister musste das geahnt haben, weil er im Rezept auch ansprach, wie das Problem zu beheben sei: etwas Speisestärke mit kaltem Wasser verrühren und ins heisse Wasser einrühren – das hat jedenfalls geklappt und meine Klösse sind NICHT auseinandergefallen 🙂

Für die Klösse nahm ich 8 mehlige Kartoffeln, 3 kochte ich in der Schale und pellte sie noch heiss, die 5 weiteren pellte ich zuerst und rieb sie. Danach presste ich sie durch ein Tuch aus und liess die Flüssigkeit 10 Minuten stehen. Danach hat sich die Kartoffelstärke vom Wasser getrennt und man kann die Flüssigkeit vorsichtig abgiessen. Jetzt gibt man Speisestärke zu den geriebenen rohen Kartoffeln (15 g auf 1 kg), 1 – 2 Eier, je nach Teigmenge. Die gekochten Kartoffeln werden durch eine Presse hinzugefügt, dann kommt noch Salz dazu und der Teig wird erst geknetet und dann zu Knödeln abgedreht. Nach der Befüllung mit den Croutons in knapp siedendem Wasser etwa 20 Minuten ziehen lassen und darauf achten, dass sie nach oben steigen.

Dazwischen legte ich 7 frische Maronen in den heissen Ofen, nachdem ich sie über Kreuz am oberen Ende eingeritzt hatte. Nach etwa 25 Minuten nahm ich sie heraus, schälte sie und gab sie zum Gulasch. Sie sind süß und bilden einen schönen Kontrast zu dem Wildgeschmack.

Als Gemüse machte ich Rosenkohl im Ofen. Ich hab das vor einiger Zeit probiert: Sie werden viel geschmackvoller, als wenn man sie kocht. Wer die leicht angekokelten Blätter nicht essen mag, entfernt die obere Schicht und wird mit cremigem Rosenkohl belohnt – das ist ganz wunderbar!

Nachdem die Sauce genügend eingekocht war, band ich sie mit etwas Beurre manier ab und gab auch noch ein Wildpreiselbeerenkompott dazu. Sehr lecker 🙂

Wildschwein Knödel Rosenkohl Karotten


Im Kaufland gab es heute frisches Wildschwein, entweder als Braten oder als Gulasch. Das Fleisch sah wunderbar aus, hatte typisch für Wild überhaupt kein Fett und eine dunkelrote Färbung.

Der Metzger gab mir mein Fleisch im Ganzen, ich schnitt es später in mundgerechte Stücke. Durch leidvolle Erfahrung weiß ich, daß fettarmes Fleisch viel pfleglicher behandelt werden muß, um zart zu bleiben.

Für das Gulasch bereitete ich vor:

2 Zwiebeln

1 Knoblauchzehe

200 g braune Champignons

5 Wacholderbeeren

2 Lorbeerblätter

1/8 l Port

1/4 l Chateauneuf-du-pape (hatte nichts anderes da 🙂

reduzieren lassen, etwas Wasser dazu, Hitze herunterfahren, Deckel anschrägen und langsam köcheln lassen, alle Minute ein bis zwei Blubbs.

Das dauert dann etwa 75-90 Minuten, ist aber zart und saftig. Nach einer Stunde machte ich eine klassische Mehlschwitze (Roux), die ich nach 10 Minuten haselnussbraun werden ließ.

Die Flüssigkeit aus dem Gulaschtopf verwendete ich, um die Roux anzudicken, es gab auch noch einen Schluck Rotwein dazu. Jetzt gab ich auch die Champignons dazu. Am Ende gab es auch noch einen Löffel Creme Fraiche. Das mach ich sonst eher selten, weil ich lieber den puren Geschmack auf der Zunge habe, aber manchmal passt es.

Das Gemüse hatte ich schon vorher aufgestellt, aber ich wollte es danach noch in Butter anbraten, währenddessen die Sauce und das Fleisch eine Liaison eingingen.

 

Die Knödel hatte ich schon vorher vorbereitet: Ein paar Kartoffeln in der Schale gegart und kalt geraspelt, ein paar Kartoffeln geschält und roh gerieben. Muskat dazu, Salz undeinen guten El Kartoffelstärke. Gut vermengen, ein Toastbrot toasten, kleinschneiden und ein paar Stückchen in die Mitte der Knödelmasse geben. In fast kochendes Wasser geben, kurz aufkochen und sofort reduzieren, etwa 20 Minuten ziehen lassen.

Auf den Fotos sind die Preiselbeeren nicht abgebildet, die ich allerdings bei allen Sorten Wild für unabdingbar halte 🙂

Ansonsten war es wieder ein sehr leckeres Essen, das mich noch in die kommende Woche begleiten wird 🙂

 

 

 

 

 

 

Wildschwein Rosenkohl Serviettenknödel


Ein sicheres Anzeichen, daß du zuviel Zeit hast, ist, wenn du Mittwochs am Abend ein Sonntags- oder Feiertagsgericht kochst, und dabei manches zum ersten Mal machst.

Heute hatte ich meinen kurzen Tag und war tatsächlich schon vor Einbruch der Dunkelheit daheim. Ich wollte Geld abheben und schnappte mein Fahrrad, um schnell in die Stadt zu kommen. Nach der Bank wollte ich im Stadt-Supermarkt nachschauen, was sie an Besonderem haben (es ist der Supermarkt mit dem Mangalitza-Schwein aus Ungarn). Das war auch da, aber es gab auch Wildschwein und Hirsch. Ich hab schon lange kein Wildschwein mehr gegessen, also nahm ich ein gutes Pfund mit.

Auch fand ich einen Beutel mit Semmelbrotwürfeln (sollte man nicht kaufen müssen 🙂 ), aber darauf stand ein Rezept für Semmelknödel. Ich schaute kurz nach, ob ich sonst alles hätte und nahm den Beutel mit. Dann fiel mir ein, daß ich noch nie einen Serviettenknödel gemacht habe und schaute bei Culinaria Deutschland nach, wie lange sowas denn dämpfen muß (40 Minuten).

Dann konnte es losgehen:

Suppengrün als Brunoise schneiden

Wildschwein auf allen Seiten scharf anbraten, herausnehmen

Suppengrün mit einem Löffel Tomatenmark anbraten

mit Port ablöschen, dann mit Rotwein

herunterkochen lassen, mit Wasser auffüllen

Wildschwein wieder in den Topf geben, Deckel drauf

Hitze auf die kleinste Stufe stellen

90 Minuten ziehen lassen

Gemüse abseihen, Fleisch warmstellen, Sauce einkochen, mit Beurre manier abbinden

 

Rosenkohl putzen

Zwiebel und Speck anschwitzen

Rosenkohl dazu, ein Glas Wasser dazugeben

Deckel drauf, bei niedriger Hitze 20 Minuten gar kochen, abschmecken

 

Semmelbrotwürfel 250 g in eine große Schüssel geben, Prise Salz und eine Prise Muskat dazu

1 El gehackte Zwiebel und 1 El gehackte Petersilie in 30 g Butter anbraten

mit 3/8 l Milch auffüllen, einmal aufkochen lassen, zu den Brotwürfeln geben

2 Eier drübergeben, zügig vermischen

in ein frisches Leinen(geschirr)tuch einrollen, Enden mit Küchengarn abbinden, Garn lang lassen

Das eine Ende am Henkel auf der einen Seite anbinden. Es muß knapp gebunden werden, damit der Knödel nicht im Wasser liegt

Dann die zweite Seite am anderen Henkel anbinden. Darauf achten, daß der Decke schliessen kann.

Jetzt wenig Salzwasser in den Topf geben und zum Kochen bringen.

Es soll 40 Minuten dauern. Bei mir war der Knödel noch länger drin.

 

Nachdem alles fertig wurde, anrichten.

 

Ich fand auch ein Glas eingelegte Cranberries in dem Laden, von denen wurden ein paar vermanscht und bekamen etwas Orangenzeste drüber, eine Kombi, die ich kenne und die toll schneckt.

Die hab ich dazugelegt, weil ich und viele Wildesser fruchtige Komponenten zu Wild lieben (übrigens hab ich eine ganze Reihe Kochbücher aus den Sechziger Jahren, die aus Sammelbänden bestehen, da war es noch wesentlich wilder, was die Neugier auf die Welt auf den Teller gebracht hat: Bananen zur Leber, Maraschinokirschen zu Schweinefilet und ähnliches).

Es hat richtig gut geschmeckt, der Serviettenknödel ist problemlos etwas geworden, der Rosenkohl warlecker mit dem Speck – alles gut.

Das Beste jedoch war, daß 2 Portionen Fleisch mit Sauce und je 2 Scheiben Knödel in den Froster wanderten und vom Knödel kann ich morgen noch etwas anderes machen. Sehr ergiebig und auf den zweiten Blick dann auch sehr preiswert 🙂 .

 

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Wildschweinrücken Rotkrautsalat Rotweinjus


Auf dem Markt gab es auch verschiedene Wildspezialitäten. Das kommt jetzt häufiger vor. Der Tag war allerdings so warm, daß ich noch keine Lust auf ein Schmorgericht hatte. Da bot sich an, daß der eine Geflügelhändler (der auch lokal geschossenes Wild verkauft) auch einen Wildschweinrücken dabei hatte.

Wildschweinrücken hab ich, glaub ich, noch nie gemacht, und so informierte ich mich erst über die Kerntemperatur, die das Stück haben muß – es sind 60 – 62 Grad bei Rücken.

Also wurde der treue Temperaturfühler ausgepackt (nur zu empfehlen – hab ich vor Jahren bei Tschibo oder einem anderen Kaffeefritzen für 15 Euro gekauft. Ich hab glaub ich, erst einmal die Batterien gewechselt, und er ist immer auf den Punkt). Das Rückenstück wurde gesalzen und gepfeffert und von beiden Seiten scharf angebraten, dann hab ich den Fühler angebracht und das Teil in den Ofen geschoben. Ich hatte ihn auf etwa 190 Grad, das war zu hoch. Der Rücken hatte zwar den richtigen Garpunkt, war aber zu schnell warm geworden – etwa 8 Minuten von 25 Grad auf 61 Grad. So mußte ich das Fleisch auch wieder 8 Minuten ruhen lassen, damit es sich entspannen konnte (ich hab direkt nach dem Ofen ein Stück probiert, und es war zäh. Nach der Ruhephase war es butterzart).

Den Rotkrautsalat hab ich quasi als ‚Dry run‘ gemacht, als Versuch, um zu sehen, wie der denn ist.

Die Idee kam von einer tollen amerikanischen Website, nämlich Chefsteps. Die machen alle möglichen tollen Sachen, aber eben auch Rezepte, die uramerikanisch sind, auf neue Art und Weise.

Dieser Rotkrautsalat läuft in North Carolina im Südosten der USA unter Slaw (Krautsalat), und zeichnet sich unter anderem dadurch aus, daß keine Mayonnaise dabei ist (ich hasse das!).

Ich beschreib das Rezept nicht genau weiter, wer will, kann sich das Original anschauen – nur soviel, es kommen auch marinierte Senfsaaten hinein, und theoretisch, Selleriesamen (die werd ich mir mitbringen lassen müssen, die gibt es nirgendwo (vielleicht bei Bos, da hab ich noch nicht geschaut). Zusätzlich hab ich noch eine Handvoll Granatapfelkerne dazugegeben, das hat auch gut gepasst.

Die Sauce hab ich zum Anlass genommen, mal wieder eine größere Menge Fond zu kochen, aus Schweineknochen, Rotwein und Suppengrün. Das Ganze eine Stunde im Dampfkochtopf, anschliessend die Menge, die ich fürs Abendessen wollte, abgezweigt und eingekocht, am Schluß mit wenig Speisestärke eingedickt.

Der Rest wird portioniert und eingefroren. Ich liebe meinen Gefrierschrank!

 

Wildschweinrücken-Rotkrautsalat-Rotweinsauce-2

 

Wildschweinrücken-Rotkrautsalat-Rotweinsauce-1

Wildschwein Maronenspätzle Apfel Granatapfel


Mr. M., ein Mitarbeiter von Frau B., brachte ihr eine Menge selbstgesammelter Maronen mit. Diese habe ich nach und nach verarbeitet, erst als gebackene Maronen, dann karamellisiert, dann mit Rosenkohl nach einem Rezept aus meinem neu erstandenen ‚Silberlöffel‘, und schließlich versuchte ich, sie in den Spätzleteig zu integrieren, was auch gut klappte.

Auf dem Markt ergatterte ich das letzte Stück Wildschwein (aus eigener Jagd), das sich für Gulasch eignete. Dazu gab es wieder Mal Steinpilze. Wir haben auf dem Markt auch viele andere Sorten, und ich muß wirklich einmal andere ausprobieren.

Rosenkohl hatte ich noch zuhause und so entstand ein typisch herbstliches Gericht.

Das Wilschweingulasch wurde scharf angebraten, dann herausgenommen.

Eine Schalotte, 2 Kloblauchzehen anschwitzen, tomatisieren, mit 1/2 Liter Rotwein ablöschen. Wildschwein dazu, Lorbeerblatt, Wacholderbeeren, Thymian, Rosmarin und Majoran frisch, Pfeffer, Piment und Orangenschale dazu,

Temperatur heruntersetzen, daß es gerade zieht.

Ich hab es 2 Stunden ziehen lassen, einmal etwas Wasser aufgefüllt.

 

Der Rosenkohl kommt in kochendes, gesalzenes Wasser, wird bissfest gegart und eiskalt abgeschreckt, um seine schöne Farbe zu behalten. Anschliessend wird er in Butter geschwenkt und mit Salz, Pfeffer und Muskat abgeschmeckt.

Für die Spätzle etwa 100 g Maronen einschneiden, kochen (20 Minuten), schälen, das Häutchen entfernen, durch ein Sieb passieren, das Mehl zum ‚trocknen‘ etwas stehen lassen.

Dann mit 200 g Spätzlemehl verrühren, 2 Eier dazu, Salz und ein wenig Sprudelwasser.

Ich hab dann noch eine Prise Vanillesalz dazugegeben, aber das hat man nicht gemerkt.

Den Teig dann aufschlagen, bis er Blasen wirft, anschließend in sprudelnd kochendes Salzwasser hineinpressen oder schaben. Ich hab meine Spätzlepresse benutzt.

Für das Steipilztopping 50 g Steinpilze putzen, in Scheiben schneiden. Schalotten und eine Knoblauchzehe anschwitzen, Steinpilze dazu, mit einem Schluck Weißwein ablöschen, auf den Spätzle verteilen.

Für die Fruchtbeigabe hatte ich eigentlich eine Quitte eingeplant, die war beim aufschneiden übersät von braunen Druckstellen und sehr unansehnlich. Deshalb hab ich einen Apfel genommen. Der Granatapfel hat sich wegen der Süre auch angeboten. Der Apfel wurde geschält, in Schnitze geschnitten, in Butter und Zucker karamellisiert und mit etwas Wein abgelöscht, dazu kamen die Granatapfelkerne. Wie man sieht, war es kein Kompott, aber schon weich.

Das Gulasch hab ich nochmal nachgesalzen und mit etwas Kartoffelstärke abgebunden.

Für Frau B., der solche Saucen zu dunkel und zu konzentriert sind, gab es noch ein El Creme Fraiche drauf.

Ich wiederum könnte in solchen Saucen baden.

Fazit: Saulecker, aber für mein Empfinden kann man sich die Maronen auf diese Art sparen, weil sie von der Sauce erschlagen werden. Besser wäre es die ganzen Maronen in die Sauce zu geben.

 

Wild!


Trotz steigender Außentemperaturen entschlossen wir uns, nochmal ein winterliches Gericht aufzulegen.
Mein Lieblingsmarkt fährt immer noch mit angezogener Handbremse, soll heißen,manche Stände sind noch im Winterurlaub und die Auswahl ist doch etwas eingeschränkt. Nichtsdetotrotz hatte mein Wildhändler geöffnet und versorgte mich mit einem Stück Wildschwein aus der Keule. Beim Metzger um die Ecke gab es dann noch grünen Speck, ein Stück Bauchspeck und Rindsknochen.
Zuhause hab ich dann das Wildschwein durch den Fleischwolf gedreht, wobei ich etliche Stückchen grünen Speck untergemischt habe, danit das Brät nicht austrocknet. Danach etwas eingeweichtes Brötchen unterheben. Salzen, pfeffern, Majoran und Thymian dazu. Die blanchierten Wirsingblätter ausbreiten, das Brät zylinderartig an den einen Rand platzieren, Enden einschlagen und aufrollen. Ich hab die Rouladen dann mit Metzgerzwirn gebunden wie einen Rollbraten. Diese Rouladen werden in Öl scharf angebraten und später mit dem Saucenansatz aus den Knochen abgelöscht. Ich hab sie dann in einem flachen Bräter mit Deckel in den Ofen gestellt, bei 200 Grad. Nach 40 Minuten hab ich die Rouladen gewendet. Den Saucenansatz hab ich bis auf ein paar Löffel in einen kleineren Topf umgefüllt und eingekocht. Dann nur abbinden und nachwürzen.

Dazu gab es Kartoffel-Selleriepüree und den restlichen Wirsing als Rahm-Speck-Gemüse.

Knochensauce:
800g Rinderknochen
50g Bauchspeck
1 Bund Suppengrün gewürfelt
Tomatenmark
Cognac
1/4l Rotwein
Wasser
Salz Pfeffer

Knochen sehr dunkel werden lassen, herausnehmen
Suppengrün Farbe nehmen lassen
Tomatenmark 1-2 EL anbraten
Satz mit Cognac und Rotwein ablöschen
mit Waser 2L auffüllen, einkochen
wenn auf 1/2 L eingekocht, Knochen und Gemüse entfernen
weiter reduzieren, abschmecken
Ich verknete immer Butter mit Mehl, um die Sauce zu dicken.
Man braucht nicht viel.

Kartoffel-Selleriepüree:
500g mehligkochende Kartoffeln
250g Selleriewurzel
Beides schälen und würfeln
Ich hab mein kleines Dampfgargerät benutzt
Danach durch eine Spätzlepresse pressen
Butter 50g
Sahne 3 EL dazu
Muskat Salz Pfeffer

Wirsingrahmgemüse:

Wirsing in kleinere Flecken unterteilen

Bauchspeck Zwiebel anschwitzen
Wirsing dazu
mit Wasser/Brühe ablöschen
25 Minuten garen
einkochen ein wenig Sahne dazu
abschmecken

Das Gericht hat alle Erwartungen übertroffen, die Sauce war ein Gedicht!
Das Foto ist mal wieder eines, das dem Geschmack überhaupt nicht entspricht.
(Ein unter Food-Bloggern weit verbreitetes Phänomen…)

Ich weiß, daß dieses Gericht sehr traditionell ist, aber es geht mir auch darum,
grundlegende Dinge wie die Sauce so authentisch und geschmackvoll wie möglich zu machen.,
und eine Lanze zu brechen  für das langsame, echte und genussvolle.
Ein letztes: Trotz Wildschwein hat das Ganze etwa €8 pro Person gekostet.
Für meine Begriffe ein sehr akzeptables Preis-Leistungsniveau.

Wenn man das Wildschwein mit Rinder- oder Schweinehack ersetzt wird es gleich viel preiswerter.