Schweinelende Paprika Ananas Reis


Nachdem eine Ananas meinte, sie wollte gerne dabei sein beim heutigen Schlemmen, musste ich nur kurz überlegen was dazu passt. Auf die Gefahr hin, dass mir nichts Neues einfällt, nahm ich eine Schweinelende und eine rote Paprika mit, beides Zutaten, die ich schon mehrmals kombiniert habe. Interessant dabei ist, dass diese Kombination eigentlich nach asiatischem Geschmack schreit, aber sonst auch gut schmeckt. Tatsache bleibt, süss-saure Komponenten machen Appetit, egal ob Koriander, Ingwer oder Sajasauce eine Rolle spielen.

Deshalb hab ich sie heute auch weggelassen. Ich habe stattdessen zuerst die Paprika in Stücken angebraten, dann die frische Ananas erst in Stücke geschnitten und mit angebraten und zum Schluss 3 rote Zwiebeln in Streifen und 2 Knoblauchzehen in Stückchen dazugegeben.

Davor hatte ich den Reis, eine Mischung aus Basmati- und Wildreis angesetzt. Der hatte eine kurze Garzeit von 20 Minuten, nach der ich ihn abgoss und warmhielt.

Zum Schluss schnitt ich einen Teil der Lende in relativ dünne Scheiben, würzte sie und briet sie anschliessend scharf an.

Dann war auch schon Zeit, anzurichten. Ich hatte mir vorher überlegt, ob ich eine Sauce dazu machen sollte, aber das Naschen einiger Stücke angebratener Ananas änderte meine Meinung. Es war mehr als saftig genug.

Ein gutes Gericht, sehr dankbar in der Menge – soll heissen, dass ich gut und gerne 4 Leute hätte einladen können und sie wären alle pappsatt wieder gegangen. Jetzt habe ich die Reste!

Red Snapper Thun Austern Srirachamayo


Auf dem Nachhauseweg hörte ich in mich hinein, um zu entscheiden, wo einzukaufen. Die letzten Tage hab ich zwar gegessen, aber außer den Award nichts gepostet.

(Ich esse manchmal wie andere auch „Unmentionables“, Sachen, die nicht gut aussehen, oder auch Gerichte, die den sorgsam kultivierten Ruf sofort nachhaltig zerstören würden… 🙂  )

Heute aber wollte ich meine Nahrungsaufnahme wieder öffentlich zelebrieren.

Ich entschied mich, meinen Fischhändler und den teuren Russen zu besuchen, weil ich die Beiden in den letzten Wochen ein bißchen vernachlässigt habe.

Was für eine Pracht! Beim Fischmann stand der Papa an der Theke, ich aber war geblendet ob der Auswahl am Freitag Abend, eine dreiviertel Stunde vor Ladenschluss.

Es gab Schwertfisch, Thunfisch (super Sashimi Qualität!), große Doraden, Loup de Mer, Wolfsbarsch, und außerdem ein schönes Stück Red Snapper. Und Austern. AUSTERN!

Naja, wir haben uns eine Weile unterhalten, ich fragte ihn nach dem Red Snapper, den er sehr empfahl, nahm den auch, wonach er mir ein Endstück vom tollen Thunfisch zum Sonderpreis anbot.

Ich konnte nicht nein sagen und fragte nach dem Preis der Austern. Die waren verboten preiswert, also nahm ich 2 mit (€1.40/St.) und er gab mir eine Dritte umsonst dazu.

Gute Geschäftsleute, diese Sizilianer 🙂

 

Jetzt stellte sich mir die Frage, was ich mit dem Eiweißschock anfange. Das Thunstück stellte sich  größer heraus, als es in der Theke ausgesehen hatte.

Da ich morgen Besuch habe, gibt es davon nochmal eine Vorspeise für eine Person.

Der Red Snapper wurde auf der Fleischseite gewürzt.

Vom Thun hab ich 2 Scheiben von 5mm heruntergeschnitten, die ich dann in kleine Würfel schnitt. Die wurden erst mit Salz und kurz vor dem Servieren mit Limettensaft gewürzt.

Sie wurden auf ein Bett von in Butter geschmortem Lauch gebettet, der mit Salz und auch Pfeffer gewürzt war.

 

Zum Snapper machte ich eine selbstgemachte Mayonnaise (Eigelb, Senf, Rapsöl, Salz, Zucker, Zitrone) mit Sriracha, die süßlich-scharfe asiatische Sauce.

Auf die Idee kam ich durch eine Werbesendung im Geschäft, in der Emeril Lagasse, ein bekannter TV-Koch (Spezialität: Essen aus New Orleans) etwas mit Meeresfrüchten frittierte und auf eine Spur dieser Mayo setzte. Ich muß sagen, das war sehr einfach zu machen und hat super geschmeckt – würde auch sehr gut passen zu Shrimps oder Garnelen, vielleicht mit Tempurateig…

 

Der Snapper wurde erst auf der Hautseite länger angebraten, danach gewendet und nur noch eine Minute gebraten. Das Ergebnis war ein saftiger Fisch mit festem Fleisch, der in der Mitte noch nicht durch war und toll geschmeckt hat.

Als Beilage gab es Reis mit Wildreisanteil, ein Angebot aus dem Aldi vor Weihnachten (eine der vielen Spezialitäten). Der war eine Enttäuschung. Wildreismischungen sind manchmal schwierig, weil die „Wild“ Anteile eigentlich nicht Reis, sondern Getreide, Wildgräser und ähnliches sind, und die brauchen normalerweise viel länger um gar zu werden als regulärer Reis.

Es hat aber nur ca. 20 Minuten gedauert und schmeckte dann aber sehr nichtssagend.

Ich hatte dann noch Selleriestifte geschnitten und mit Essig und Öl angemacht, die hab ich aber vergessen, auf den Teller zu geben.

Zum Schluss machte ich die drei Austern auf, bewaffnete mich mit einer halben Zitrone und schritt zur Tat. Auch die hätte ich für’s Foto fast vergessen 🙂

Zum Srirachakleks gab es noch ein bißchen Kresse, wegen der Farbe.

Mir hat es ausgezeichnet geschmeckt! De Mayo hat sich gelohnt, die Austern sowieso. Aber auch Red Snapper und Tuna. Nur den Reis würd ich nicht wieder machen.

 

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Thanksgiving 2012


Große Enttäuschung! Ich hatte soviel zu tun, daß die einzigen Bilder, die ich machen konnte, vorab entstanden von zwei pies oder Pasteten, nämlich einer Pfirsich- und einer Heidelbeerenpastete. Darüber hinaus hab ich ein neues Foto von Cranberrykompott gemacht, das gibt es hier allerdings schon mal vom letzten Jahr.

Ach ja, am nächsten Tag hab ich die Kamera noch mal auf die Reste des Succotash gelenkt. Ansonsten kann ich nur berichten, daß die einzelnen Zutaten gut waren und gemundet haben.

Hier das Menü:

Finger Food: Datteln mit Entenleber

Aperitiv: Crodino

Schinken mit Nelken und braunem Zucker

Truthahn mit Gravy (Sauce)

Füllung: Corn Bread mit Cranberries und Schinkenwürfeln, Äpfeln, Sellerie, Salbei, Putenleber,Bauernbratwurstfülle und Nussmischung  im Ofen gemacht

Beilagen: Kartoffelbrei, Butter, Laktosefreie Sahne/Milch, Muskat

Reis/Wildreis, Pilze, weiße Zwiebel, Marsala

Cornbread mit Cranberries und Schinkenwürfeln (extra)

Gemüse: Rosenkohl, Maronen und Granatapfelkernen

Succotash: Gemüsemischung aus Mais, breiten Bohnen, roten Zwiebeln, Paprika, Kürbis, Chili, Cumin, Cayenne, Paprikapulver

Karotten/Pastinaken geröstet

Nachtisch: Heidelbeertarte

Pfirsichtarte

Apfelstrudel

Vanilleeis selbstgemacht

Die Stars waren der Truthahn, Kartoffelbrei, Rosenkohl, die Sauce, die Heidelbeer- und die Pfirsichtartes, das Vanilleeis und die Füllung.

Der Rest wurde auch gegessen, aber es blieb davon etwas übrig.

Dieses Jahr waren wir 20 Personen, wobei drei Kinder waren.

 

 

Zu den Fotos:

Das war das Succotash, einer Gemüsemischung indianischen Ursprungs, das ursprünglich aus Limabohnen und Mais bestand.

Heute bezeichnet man allgemein Gemüsemischungen, die mit Butter oder Schmalz gemacht werden, als Succotash. Es gilt als sehr traditionelle Thanksgivingbeilage.

In meinem Succotash waren rote Zwiebeln, breite Bohnen, Paprikaschoten, Mais, Kürbiswürfel und Petersilie. Zum würzen kamen Paprikapulver, Cayenne und Cumin (Kreuzkümmel).

Die Heidelbeertarte hab ich mit einem Mürbteig aus dem ‘Silberlöffel’ gemacht, der gut geklappt hat. Die Füllung war aus (gefrorenen) und aufgetauten Heidelbeeren (4 Cups) einem halben Cup Zucker und 3 gehäuften Eßlöffeln Speisestärke (mit Wasser verrührt) gemischt worden. Zur Hebung des Geschmacks kam noch der Saft einer halben Zitrone und eine Prise Salz dazu.

Der Teig wird nicht vorgebacken, sondern mit der Füllung etwa 45 Minuten bei 160 C gebacken.
Ich mußte ihn vorzeitig mit Folie abdecken, was an meinem chaotischen Ofen liegt.

Bei der Pfirsichtarte kommen die Pfirsiche (um diese Zeit aus der Dose) in die Teigform. Aus 2 Eigelben, einer 3/4 Tasse Zucker, 2 Eßlöffeln Mehl und einer drittel Tasse geschmolzener Butter wird eine Masse gerührt, die darübergegeben wird. Die stockt dann und fördert den Zusammenhalt.

Für das Cranberrykompott nehme ich 2 Packungen Cranberries (frische), 2 Tassen Zucker, Orangenabrieb und  den Saft der Orange. Das wird aufgekocht und etwa 5 Minuten kochen lassen. Danach einfach nur auskühlen lassen.