Wassermelone Gurke Rucola Feta Basilikum


Vor kurzem sah ich ein Rezept für Wassermelone und Feta. Jetzt ist das nichts Ungewöhnliches mehr, und auch sehr lecker, aber hier wurde die Wassermelonenscheibe noch angegrillt.

Das musste ich ausprobieren. Ich wollte aber den Grill nicht wegen zwei Scheiben anfeuern also nahm ich meine Grillpfanne 🙂

Ich hatte also ein Drittel einer Hälfte Wassermelone erstanden, was an sich schon ein Problem war, und schnitt sie in 2 Scheiben mit Rest. Den Rest aß ich gleich 🙂

Nachdem ich sie in der Grillpfanne ohne Öl/Fett angebraten hatte nahm ich die Scheiben heraus um sie abkühlen zu lassen. Danach schnitt ich die Scheiben in mundgerechte Stücke.

Der Rucola wurde gewaschen, der Feta kleingeschnitten und der Basilikum gezupft. Ich schnitt eine kleine rote Zwiebel in Streifen und gab auch die zu den anderen Zutaten.

Als Salatsauce nahm ich einen Teil Condimento Bianco, und zwar weil der süßer ist als regulärer Essig. Dazu kam aber der Saft einer halben Limette, weil ich aus vorheriger Erfahrung mit Wassermelonen weiss, daß Limettensaft sehr gut dazu passt. Jetzt noch 3 Teile gutes Olivenöl, eine Prise Salz und Pfeffer und aus die Maus- fertig.

Einmal alles schön vermischt und angerichtet, Foto gemacht und genossen!

 

 

 

 

 

 

 

Wassermelone Feta Limette Thymian


In letzter Zeit hab ich vermehrt Wassermelonen-Feta Varianten gesehen, ein sicheres Anzeichen, daß dieser „Salat“ die nächste Sau ist, die durchs Dorf getrieben wird.

Und das ist ausnahmsweise nicht verkehrt, weil Feta wirklich sehr gut zu Wassermelone passt (und wahrscheinlich zu allen anderen Melonensorten auch).

Diese Variante hab ich fast gleich schon einmal gepostet (vor 2 Jahren), das Rezept kommt aus dem Buch „Mezze – ein magischer Genuss“ und ist von GU.

Ich brachte damals die Melonen-Feta-Stückchen zu einem Nachmittags BBQ und konnte zusehen, wie schnell die Dinger verschwanden.

Gestern hab ich sie als eine Art Vorspeise angeboten: Wir waren zu dritt und der Teller überlebte keine 5 Minuten.

Ich mag am Rezept, daß jedes Rechteck individuell bearbeitet und geschmacklich gepimpt wird. Das schmeckt man auch.

Sehr zu empfehlen!

 

Wassermelon-Feta-Quader:

Wassermelone, etwa 2cm hoch, 5 cm lang und 3 cm breit

Feta, etwa 3 mm hoch, 5 cm lang und 3 cm breit

Abrieb einer ungespritzten Limette

Saft einer Limette

Olivenöl

Thymianblättchen, vom Stiel befreit

schwarzer Pfeffer aus der Mühle

 

Die Wassermelone in die richtige Form bringen, mit einem kleinen Löffel oder auch einer Pipette die Melone mit 1-2 Tropfen Limettensaft impfen.

Feta zuschneiden, als Deckel auf die Wassermelonenscheiben legen. Wenig Limettenabrieb auf die Fetastückchen verteilen.

Ebensowenig Thymianblättchen dazugeben. Ein paar Löffel Olivenöl über die Quader verteilen, dann mit frischem Pfeffer würzen.

Eine Stunde im Kühlschrank ziehen lassen (1. schmeckt es gekühlt besser, und 2. bildet sich nach einiger Zeit etwas Melonensaft, der sich mit dem Olivenöl mischt und die Melonenstücke von unten mariniert 🙂 )

 

Wassermelone Feta Limette Thymian1

 

Wassermelone Feta Limette Thymian2

Ostern 2015


Für insgesamt 6 Personen hab ich am Ostersonntag gekocht. Es war eine lustige Gruppe, die viel Spaß miteinander hatten und den Nachmittag bis zum frühen Abend mit Schlemmen und Erzählen verbrachten. Die meisten Gerichte hab ich schonmal vorgestellt, nur die Hauptspeise und das Dessert sind ganz neu.

Manche Sachen hab ich nochmal ein bißchen anders gemacht, um sie noch feiner zu machen.

Der erste Gang war eine Antipasti/Mezze/Tapas Ansammlung: Auf dem ersten Bild sieht man Alici, die genialen marinierten Sardellen, und ein Pulpocarpaccio von der Frau des Fischhändlers selbst hergestellt. Dem Carpaccio fehlte ein klein wenig Säure, aber ich hab noch welchen da und kann das korrigieren.

Alici, Pulpocarpaccio

Vom italienischen Laden um die Ecke nahm ich Salami, Coppa, Spianata Calabrese und Lardo mit. Den Lardo hab ich nicht hier aufgetischt, sondern ihn später für ein anderes Gericht gebraucht.

 

Salami Coppa SpianataSelbstgemacht ist aber das Tapagericht Gabanzos con Chorizo oder Kichererbsen mit Chorizo. Es läßt sich sehr leicht herstellen.

Eine 400 g Dose Kichererbsen abgiessen und waschen, in eine Schüssel geben.

1 Knoblauchzehe und eine mittlere Zwiebel fein würfeln, mit 4 El Olivenöl dünsten, ohne Farbe nehmen zu lassen,

Ein Ring Chorizo von 250 g (ich hab eine pikante genommen) häuten und in Würfel von 1 cm Kantenlänge schneiden, zur Zwiebel-Knoblauchmischung geben und die Chorizowürfel langsam auslassen. Die Paprika sind die Original Pimientos del piquillo, die es hier aus dem Glas gibt. Es handelt sich hier um eine kleine rote Spitzpaprikaart, die aus einer bestimmten Gegend in Spanien kommen und gerne zum Füllen, zum Beispiel mit einer Stockfischcreme, benutzt werden. Man findet sie aber auch in der Spezialitätenabteilung gut sortierter Supermärkte oder noch besser, beim Spanier um die Ecke, so es einen bei euch gibt. Diese Pimientos werden in feine Streifen geschnitten und zu den Kichererbsen gegeben (etwa 6-8 Stück, je nach Größe). Wenn ihr keine findet bratet ihr roten frischen Spitzpaprika in Streifen langsam an, bis er weich ist. Jetz nur noch eine Handvoll glatte Petersilie hacken und alle Zutaten miteinander vermischen. Zum Schluß einen oder zwei El Sherryessig dazu und am besten über Nacht ziehen lassen. Bei Zimmertemperatur servieren, damit sich die Aromen entfalten können.

Ein Gast fragte kritisch was das denn sei und ob man das auch essen könne. Nach dem ersten Löffel war es um ihn geschehen und er hat alleine mehr als die Hälfte der Schüssel verputzt. Und hat erst aufgehört, als ich ihm sagte, er solle langsam machen, es kämen noch 6 Gänge…

Kam sehr gut an.

 

Garbanzos con chorizo

Diese Mezze hab ich letzten Sommer im Buch Mezze-ein magischer Genuss im GU Verlag entdeckt und zu einem BBQ mitgebracht, wo es eine kleine Sensation ausgelöst hat.

Hier war es ähnlich- die Stücke waren quasi sofort vergriffen, und hätte ich 3mal soviel gemacht, wären die auch weggewesen.

Es sind Wassermelonenscheiben, jeweils mit einem Spritzer Limette, darauf ein Stückchen Feta (Natur, vom griechischen Spezialitätenstand), darauf dann ein bißchen Limettenabrieb und ein Thymianzweigchen. Die Kombi ist genial!

 

Wassermelone Feta Limette Thymian

Der zweite Gang war ein verbessertes Spargelcremesüppchen.

Zutaten waren 1,5 l selbst gekochte Hühnerbrühe, sowie 2 l Gemüsebrühe, auch selbstgekocht (Die Hühnerbrühe hatte ich noch im Froster). Die beiden Brühen hab ich aber wieder auf die Hälfte eingekocht.

Ein ganzer Bund grüner Spargel sowie die unteren 10 cm, geschält) von zwei weiteren Bünden, die ich in kurze Stücke schnitt.

Die Spitzen hab ich abgeschnitten und gesondert gegart, den Rest hab ich in die Brühe gegeben, gar ziehen lassen und ausgiebig mit dem Stabmixer püriert.

Dann wurde ein kleiner Becher Sahne steif geschlagen, und etwa ein Drittel unter die Suppe gerührt.

Zum servieren hab ich dann nochmal einen Kleks Sahne dazugegeben, in der Hoffnung, das Wölkchen würde den Spargelkopf tragen – man kann ihm beim Untergehen zuschauen…

Das Bild ist sehr diffus geworden, aber die Suppe war sehr fein, sahnig und aromatisch.

 

Spargelcremesuppe

Der dritte Gang

Einer meiner Gäste kann, wie schon im letzten Jahr, Pasta nichts abgewinnen (Kindheitstrauma o.ä.).

Dafür hab ich im letzten Bloggerjahr festgestellt, daß wieder eine neue Sau durchs Dorf gejagt wurde, nämlich die Mode um die Hasselback-Kartoffel.

Ich hab das Ding hauptsächlich auf amerikanischen Seiten gesehen, es ist aber wohl eine schwedische Erfindung. Wie auf dem Bild wird die Kartoffel mit nah aneinanderliegenden Schnitten fast komplett durchgeschnitten. Und in diese Spalten kann man dann Kräuter, Knoblauch, Salz und Pfeffer oder auch anderes Drücken. Ich hatte frischen Bärlauch statt Knoblauch, und hab es geschafft in jede dritte Spalte etwas Lardo (grüner Speck, hauchfein) hineinzupfriemeln. Ein paar Nadeln Rosmarin wurden auch noch hineingeschmuggelt, dann ein herzhafter Schuß Olivenöl und dann in Alufolie in seiner Terrine etwa 1,5 Stunden bei 180 C in den Ofen. Mein Gast war sehr angetan davon. Ich selbst hab sie noch nicht probiert, aber das muß ich wohl bald nachholen.

 

Hasselback Kartoffel Bärlauch Lardo Rosmarin

Für uns Normalsterbliche gab es Penne alla puttanesca.

Zutaten sind Datterinitomaten aus der Dose von Mutti, Kalamataoliven mit Stein, Kapern, eine Schalotte, eine Knoblauchzehe, 4 Sardellenfilets, die mit Zwiebel und Knoblauch angebraten und aufgelöst werden. Dann noch ein Schluck Weißwein und sie ziehen lassen und die Tomätchen aufschneiden. Was fehlt, weil ich es vergessen habe, war meinen Basilikumstrauch zu opfern.

Was auch fehlt, aber nur weil ich das Foto schon in der Küche gemacht habe, der Parmesan. Den gabs als Brocken bei Tisch mit dem Käsehobel dabei.

 

penne alla puttanesca

Der vierte Gang bestand aus einer Bio-Hähnchenbrust, gefüllt mit einer halben Walnuss, umhüllt von einer halben getrockneten Feige, umwickelt von einem Stück Coppa (im Original ist es ein Stück Rinderschinken namens Bistirma, das dem Bündnerfleisch anscheinend ähnlich ist). Die Brüste wurden in einer Grillpfanne auf beiden Seiten angebraten und im Ofen in etwa 12 Minuten fertiggegart.

Die Sauce bestand aus Hühnerbrühe, 100 g getrockneter Aprikosen, 2 Schalotten,2 Zweige Rosmarin, Pfeffer, Salz und Cayenne. Außerdem gibt es im Rezept noch 1 Tl Granatapfelsirup, den ich aber nicht dahatte. Stattdessen hab ich die relative Süße der Sauce mit einer kleinen Handvoll Berberitzen versucht, zu konterkarieren.

Sie blieb aber relativ süß. Interessanterweise wurde ich gefragt, ob ich Gewürze wie Zimt dazugegeben hätte, aber das hatte ich nicht. Ich denke die Aprikosen hatten der Sauce eine gewisse Komplexität gegeben.

Dazu gab es die restlichen Spargel mit Bärlauch. Das Rezept ist wieder aus dem Buch Mezze von GU.

Das Hähnchen mit der Füllung hat gut funktioniert und hat auch schön rund und überraschend geschmeckt. Die Sauce würde ich das nächste Mal anders machen.

 

Hähnchenbrust Feige Walnuss Coppa Spargel Aprikosensauce

Das Dessert war der HAMMER!

Das rote in der Mitte ist ein Blutorangensorbet von David Lebovitz, einfach und genial.

900 ml selbst gepresster Blutrangensaft, 180 g Zucker aufkochen, abkühlen lassen, kalt stellen, in die Eismaschine, dann in den Froster.

Am besten, man nimmt sich 2 Tage Zeit.

Für den Crepeteig

90 g Mehl, 1/2 Tl Salz, ! Tl Backpulver, 2 El Puderzucker zusammen sieben.

2 Eier mit 150 ml Milch, 120 ml Wasser und einem1/2 Tl Zitronenabrieb aufschlagen.

Dann die Mehlmischung einrühren, am besten ein paar Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.

In einer guten (meine Gußeiserne) Pfanne ein Stückchen Butter schmelzen und eine schlanke Menge Teig hineingeben.

Gerademal soviel, daß der Boden benetzt ist. Warten bis die Oberseite trocken ist und Blasen wirft, dann wenden. Im Ofen warm stellen.

Bei mir hat die Mischung für 7 Crepes gereicht.

Die Zitronencremefüllung wird so gemacht:

2.5 EL Speisestärke, 130 g Zucker1/4 Tl Salz in 120 ml Wasser oder Orangensaft auflösen.

3 El Zitronensaft und 1/2 Tl Zitronenabrieb dazugeben, dazu noch einen El Butter.

In einer Schüssel 5 Minuten über kochendem Wasser rühren. Dann einen Deckel drauf geben und weitere10 Minuten köcheln lassen.

Von der Hitze herunternehmen, 3 leicht geschlagene Eigelbe schnell verrühren, wieder auf die Hitze und weitere 2 Minuten unter ständigem rühren auf dem Herd lassen.

Dann herunterziehen und weiterrühren, bis sie nur noch warm ist.

Die Creme läßt sich gut vorbereiten, ich hab sie abgedeckt bei Zimmertemperatur stehen lassen und sie problemlos 4 Stunden später aufgeschlagen und auf den Crepes verteilt.

Die hab ich dann gerollt, zerteilt und angerichtet.

Möglicherweise der beste Gang des Tages, aber auf alle Fälle ein krönender Abschluss mit einer Tasse Mokka dazu.

Nächstes Jahr gerne wieder!

 

Crepe Zitronencreme Blutorangensorbet

Wassermelone Feta Limette Thymian


Die zweite Mezze aus dem im letzten Post beschriebenen Buch hab ich genauso wie im Original gemacht. Und mußsagen, die Reaktion der Gäste wie auch meine waren umwerfend! Ich dachte vorher, daß alles gut zusammen schmecken würde, aber es war wie es nun mal nur selten ist; das Ganze war mehr als die Summe seiner Teile und wurde in etwas anderes transformiert. Klingt abgehoben? Tja, ab und zu gibt es solche (Geschmacks) erlebnisse, die einem die Augen öffnen. Das letzte Mal war es ein Rezept für Pasta alla Gorgonzola von Cornelia Poletto, das mein Selbstverständnis bezüglich Nudelsaucen ins Wanken brachte. Jetzt also Wassermelone und Feta.

2 gute Scheiben Wassermelone, entkernt

1/2 Limette – Saft und Zeste

Feta, natur, etwa 100 g

frischer Thymian gezupft und gehackt

Olivenöl

Pfeffer

Wassermelonenscheiben entrinden, entkernen, in gleichmäßige Stücke schneiden.

Limette erst heiß abwaschen, dann Zesten reißen, kleinhacken.

Thymian zupfen und kleinhacken.

Limette entsaften (man braucht nicht viel Saft)

Feta etwa auf die gleiche Größe wie die Wassermelone zuschneiden.

Mit einem kleinen Löffel auf jedes Wassermelonenstück eine kleine Menge Limettensaft träufeln.

Wassermelone mit Pfeffer aus der Mühle pfeffern.

Feta auflegen. Olivenöl wieder mit kleinem Löffel drüberträufeln (nicht versenken!)

Zeste und Thymian mit leichter Hand über den Feta geben. Kalt stellen oder besser gleich servieren.

Sehr apart!

Wassermelone-Feta-Limette-Thymian

Wassermelone-Feta-Limette-Thymian