Spaghetti aglio e olio


Ganz einfach, sollte man meinen, aber der Teufel steckt im Detail. Wann den Knoblauch rösten, wieviel Olivenöl, wieviel Pastawasser?

Was passiert, wenn Käse dazukommt? Fragen über Fragen!

Dann noch die Schärfe – Darf’s ein bißchen mehr sein? Und sind Basilikumblätter legitim oder Stilbruch?

Ach, hätt ich nur eine italienische Mama, müßt‘ ich mir solche Gedanken nicht machen!

 

Ich hab sie nicht zum ersten Mal gemacht, aber schnell bemerkt, daß sie wirklich nicht so einfach sind. Sie müssen glitschig bleiben, sonst kann man sie nicht aufwickeln, die Spaghetti.

Man darf aber nicht zuviel Öl nehmen, sonst schmecken sie nur danach, deswegen nimmt man eine Kelle Pastawasser und schafft es vorher beiseite, um die Nudel später zu ‚hydrieren‘ 😉

Ich hab den kleingehackten Knoblauch und etwa 3 El Olivenöl erst auf großer Flamme heiß gemacht und dann sofort auf die kleinste Flamme gedreht. Ich mußte die Pfanne trotzdem nach 6-7 Minuten von der Hitze entfernen. Als die Pasta gar war, hab ich die Knoblauch-Olivenölmischung auf die heiße Platte gestellt, stark erwärmt, Chilis dazu (2 Birdeye/vielleicht ein bißchen zuviel für die meisten), dann die Pasta und dann das Pastawasser. Ich hab, nachdem sie auf dem Teller waren, sogar noch einen Spritzer Olivenöl dazugegeben.

Aber dann waren sie super mit Parmesan und sogar ein bißchen Pecorino.

Tja, und das mit dem Basilikum, das soll jemand anderes klären, ich find es richtig geil – Basilikum rules!

Spaghetti-Aglio-Olio

Menu 2/1 Strudel Spinat Datteln Pinienkerne Dattel Currysauce


Dadurch, daß das zweite Menu einen Tag nach dem ersten stattfand, mußte ich wirklich überlegen, was es geben sollte.

Ich hatte mir zwar etwas zurechtgelegt, hatte aber seit Wochen mal wieder die Gelegenheit über den Samstagshauptmarkt am Turnplatz zu gehen.

Dabei entwickelten sich (gottseidank) Gedanken, die mit essen zu tun hatten. Ich bin zweimal über den Markt gelaufen und hatte dann eine gute Vorstellung von dem, was es gab.

Den Spinat hab ich ausgewählt, weil die Pflänzchen ganz jung waren, und deshalb zart. Die Datteln kamen dazu, weil ich ein Rezept (ein sizilianisches) im Kopf hatte in dem Spinat mit Rosinen und Pinienkernen kombiniert wird, und ich die Rosinen mit etwas anderem Süßem kombinieren wollte, und es das am Stand mit dem Schafskäse auch gab.

Den Strudel/Filo/Yufkateig hab ich wieder gekauft, müßte ich auch mal selbst probieren.

Für die Füllung:

600 g junger Spinat, geputzt

2 Schalotten, 2 Knoblauchzehen, kleingehackt

3 El Olivenöl

Muskat, Salz

Der Spinat wird in einer Pfanne, in der die Schalotten und die Knoblauchzehen angeschwitzt wurden, portionsweise gegart und an die Pfannenseite geschoben.

Jedesmal kommt je eine Prise Muskat und Salz hinein. Wenn alle 600 g fertig sind, kommen sie ins Sieb, um abzutropfen. Ich ließ den Spinat eine Stunde im Sieb.

Die Datteln wurden entsteint, in kleine Stücke (1/8) geschnitten, und mit den angerösteten Pinienkernen dem Spinat untergehoben.

Dann hab ich 50 g Butter geschmolzen und 5 Blätter Strudelteig jeweils einseitig eingepinselt, gut angedrückt und wieder bestrichen.

Darauf kam die Spinatmischung, die ich dann in eine Rolle formte. In den Teig hab ich auch noch ein Stück Schafskäse gedrückt, bevor ich die Rolle schloß. Das kam bei 200 Grad in den Ofen. Nachdem die Oberfläche braun geworden war konnte sie zum portionieren herausgenommen werden.

Die Sauce:

Ich tat mich schwer, weil ich zuerst eine selbst gemischte Ras al hanout Gewürzmischung ausprobiert habe, die weniger als nix war.

Danach hab ich ein Schabzigerklee-Curry genommen (ganz wenig – 1/2 Tl), es in eine angeschwitzte Schalotte gegeben, das mit Noilly Prat abgelöscht, mit vier kleingeschnittenen Datteln aufgefüllt, abgeschmeckt, Zitronensaft dazu, Zitronenzeste dazu, noch etwas Salz dazu und alles durchgemixt. Ich mußte die Säure mehrmals justieren, aber am Schluß hat die Süße/Säure gestimmt, und der Schabzigerklee (der sehr deutlich ist) war nur mehr eine Note.

Mein Gast war anfangs irritiert (hatte offensichtlich am einen Ende eine süße Dattel erwischt, war aber gegen Ende sehr begeistert. Ich selbst kann auch verstehen, warum Süßes und Herbes gut passt. Ich fand die Sauce ziemlich gut zur Roulade. Der Salat im Hintergrund ist der Rest vom Vortag. Ohne Schafkäse wäre diese Vorspeise sogar vegan! Naja, ich nehm’s zurück, die Butter müßte mit Margarine ersetzt werden 🙂

Spinat-Strudel-Datteln-Pistazien-Salat-3