Spaghetti Paprika Oliven


Heute war ich mir wieder unschlüssig, was ich denn kochen sollte. Ich hab eine Menge verschiedener Sachen, die ich machen könnte, aber der Bauch sagt:“Lass mich entscheiden!“

Also schaute ich mir erst meine mails an, das kann aber dauern, weil inzwischen zwischen 60 und 80 am Tag. Ich schaue mir alles kurz an, beantworte und lösche in einem Rhythmus, das sehe ich Emmi’s Cookin‘. Und wußte, das gibt es heute bei dir auch.

Spaghetti mit Paprika und Oliven a la Emmi

80 g Spaghetti

1 rote Paprika, fein gewürfelt

4 Kirschomaten, fein gewürfelt

10 grüne Oliven, Manzanilla, entsteint und gewürfelt

2 Knoblauchzehen, gewürfelt

1 Schalotte, gewürfelt

5 cm Tomatenmark

2 EL Olivenöl

Salz, Pfeffer

Das Spaghettiwasser wird großzügig gesalzen und erhitzt, wenn es kocht kommen die Spaghetti hinein.

Zwiebel und Knoblauch anschwitzen, dann Paprika dazu, dann die Tomaten und das Mark. Das Mark verdickt die Sache etwas, also nehm ich ein Achtel Weisswein (darf auch Rotwein sein)

und gebe ihn als Kochhilfe dazu. Jetzt lösen sich die Tomaten und das Mark leichter auf und bekommen noch etwas Säure. Jetzt gebe ich die inRinge geschnittene Oliven dazu und lass es etwas einkochen. Wenn die Spaghetti gar sind, mische ich die Sauce mit der Pasta und gebe sie in einen tiefen Teller. Dazu kommt Parmesan und Basilikum.

Der Grund, warum die Farben des ersten Bildes so schrecklich sind, war, den Zwischenzustand beim bearbeiten zu speichern und nicht mehr umkehrbar zu machen.

Die beiden letzten Bilder konnte ich vor diesem grausamen Schicksal bewahren 🙂

Emmi, Danke für die Inspiration! 🙂

Das Gericht ist mit dem Parmesan vegetarisch, ohne sogar vegan.

 

Spaghetti Paprika Oliven 1

 

Spaghetti Paprika Oliven 2

 

Spaghetti Paprika Oliven 3

Pimientos de Padrón


Im Laden heute Nachmittag sah ich eine Packung Pimientos de Padrón. Das erinnerte mich an eine Zeit vor vielleicht 10 Jahren, als sie sehr angesagt waren und ich sie öfter auf dem Karlsruher Gutenbergplatz kaufte. Damals konnte man davon ausgehen, daß ein paar der Pimientos scharf waren, und ein Teil des Spaßes war die Ungewissheit, die Lotterie 🙂

Die heutigen Pimientos bargen leider keine Überraschungen, schmeckten aber auch ohne Schärfe gut, zumal grobes Meersalz, Knoblauch und Olivenöl für Geschmack sorgten.

Ich hab die Pimientos gewaschen, dann mittelscharf in Olivenöl angebraten, bis sie etwas Farbe nahmen. Banach wurden sie gesalzen und am Schluß kam der Knoblauch dazu, damit er nicht verbrennt.

Vielleicht find ich mal wieder welche, die nicht glattgebügelt sind… aber auf dem Markt in Pforzheim hab ich leider noch keine gesehen.

 

Pimiento de padron 1

 

Pimiento de padron 2

Black bean soup


Ich hab ein wenig recherchiert und stiess auf eine Schwarze Bohnen Suppe ‚Havana style‘, von der im Vorwort berichtet wurde, der Verfasser, ein Kubaner in Amerika, mußte die schmerzliche Erfahrung machen, für seine Landsleute, ebenfalls Expatriaten, eine Suppe gemacht zu haben, die sehr unschön als ‚Red Kidney Bean Soup‘ abgekanzelt wurde, weil er Tomaten in seine Black Bean Soup getan hatte. Sie erklärten ihm, daß man das in Havana NIE macht 🙂 und erklärten, wie frugal (lies:ärmlich oder minimalistisch) diese Suppe im Original eigentlich ist.

Es kommen eigentlich nur die Bohnen, eine Zwiebel, Knoblauch, Olivenöl eine grüne Paprika und rote süsse Paprika hinein, dazu ein Tl Kreuzkümmel (Cumin) und 1 Tl Oregano, Salz, Pfeffer und noch eine Chili.

Die Bohnen, bei mir 250 g, wurden mit einem Schnellkochtopf 45 Minuten vorgekocht, dann abgeschüttet.

Dann kommen die Bohnen in einen neuen Topf mit der dreifachen Menge Wasser, einer Zwiebel, geschält, aber ganz, einem Lorbeerblatt und einer stückig geschnittenen Paprika. Ich hatte keine grünen und hab stattdessen eine rote Spitzpaprika verwendet. Das ließ ich wieder fast eine dreiviertel Stunde köcheln, bis die Flüssigkeit deutlich verringert war.

Im Originalrezept wurde ein ‚Sofrito‘ angesetzt, bei mir auch: 1 mittlere Zwiebel, in kleinen Stücken, 2 große Knoblauchzehen, auch zerkleinert, 3 Paprikaschoten in Streifen, 1/8 l Olivenöl.

Das wird bei mittlerer Hitze weich gegart. In der Zwischenzeit wird eine Kelle der Bohnen aus dem Suppentopf entfernt und in einer Schüssel mit dem Kellenrücken zermanscht.  Wenn das Sofrito soweit weich ist, die Löffel Kreukümmel und Oregano dazugeben und in die Bohnenpaste geben und mischen. Diese Mischung wiederum in die Bohnensuppe geben. Jetzt abschmecken. Zuerst 2 El Zucker, flach und 2 El Rotweinessig oder ähnliches (ich hatte Sherryessig) dazugeben, rühren, salzen, pfeffern, warten. Bei Bohnen muß man sich ein bißchen gedulden, weil sie Geschmack ‚fressen‘, soll heissen, was 5 Minuten vorher zu salzig war, braucht noch etwas davon usw. Also ruhig 10 Minuten stehen lassen und nochmal abschmecken, es lohnt sich.

Fazit: Wer meinen Blog liest, weiß, daß ich Fleisch gerne und wahrscheinlich zu oft esse. Umsomehr war ich interessiert an dieser Suppe, von der der Rezeptgeber behauptete, daß sie in Havana bevorzugt vegetarisch gekocht wird. Nachdem ich sie wie beschrieben zubereitet hatte, war ich begeistert vom Geschmack. Ich muß allerdings vorausschicken, daß ich, wie fast alle Amerikaner dieses Bohnen-Gen habe 🙂 (Ich liebe Bohnen!). Nichtdestotrotz bekommt diese Suppe von mir 5 von 5 Punkten! Selten so gut Bohnensuppe gegessen.

Diese Suppe ist ihrer Ausrichtung sogar vegan! Allerdings muß ich gestehen, daß ich für das zweite Schüsselchen etwas Parmesan drübergehobelt habe…Un(f……)übertrefflich!

Übrigens, die relativ scharfe Chili, die ich anfangs dazuschmuggelte in im weiteren Verlauf auf drei Chilis mit Haut und Kernen aufstockte, wurde komplett von den Bohnen neutralisiert. Ich hab dann trotzig einige Tropfen Habanero-Sauce von Heinz dazugegeben, um wenigstens die Illusion eines Kicks zu haben.

 

Black Bean Soup 1

 

Black Bean Soup 2

Bete Meerrettich Dill Fleur de Sel


Tolles kann so einfach sein!

Auf dem Markt heute war ich zuerst beim Pfälzer. Ich holte ein paar Kräuter, unter anderem Dill (ich friere inzwischen frische übrigbleibende Kräuter ein, zum einen ‚because I can‘ und andererseits, weil sie intensiver sind als getrocknete), und sah, daß er eine weiße Masse in kleinen Tütchen verknotet hatte. Ich frgte ihn, ob das Meerrettich sei, was er bejahte. Ich bin ein Freund alles scharfen, und frischer Meerrettich ist was tolles, weil er durch die ätherischen Öle noch einige andere Komponenten außer Schärfe hat. Ich nahm ihm ein Tütchen ab und schaute mich nach einer passenden Zutat um. Er hatte frische Bete aus dem eigenen Garten, längliche Rüben mit grober Haut. Zwei hab ich mitgenommen.

Die Bete wurden etwa 45 Minuten sanft geköchelt (nicht vorher schälen, und wenn das Grün noch dran ist, einen Teil davon stehen lassen, damit die Rübe nicht ausblutet. Danach ließ ich sie etwa 10 Minuten auskühlen, bevor ich sie in dünne Scheiben zum Carpaccio geschnitten habe. Dazu ein paar Ästchen Dill, Pfeffer und Fleur de Sel. Man kann auch noch einen Olivenölspiegel anlegen, aber den hab ich vergessen, und gebraucht hat es ihn auch nicht.

Saulecker!

Bete-Meerrettich-Dill-Fleur-de-Sel-1

Bete-Meerrettich-Dill-Fleur-de-Sel-2

Spargel Knoblauch Tomate Parmesan Zitronenzeste


Heute hatte ich nur Lust auf Spargel, mit einer italienischen Note.

Nix besonderes, ich weiss, aber es schmeckt sehr gut, man braucht sonst nichts dazu (gelogen… eine Stunde später hab ich mir noch ein Brot runtergeschnitten und sehr leckere kleine Käsespezialitäten dazu gegessen- Chaource, St. Agur, Comté und einen Brie de Meaux)

Die Zitronenzeste gibt mit dem Olivenöl und dem Knoblauch…alles zusammen gibt den Geschmackskick!

 

Spargel Knoblauch Tomate Parmesan Zitronenzeste

  • Portionen: 1
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350 g grüner Spargel, zu einem Drittel schälen, bei Bedarf kürzen

4 Kirschtomaten, halbiert

2 El Olivenöl

Abrieb von einer Achtel Zitrone

Ein wenig Parmesan, gerieben (siehe Foto)

1 Knoblauchzehe, feingehackt

Weisswein zum Ablöschen

 

Spargel schälen, in einer Pfanne im Olivenöl kräftig, aber nicht zu heiß anbraten, immer wieder schwenken

Kirschtomaten dazugeben, anschmelzen

1/2 Glas Weißwein dazugeben, Deckel auf die Pfanne, nach 3 Minuten nachsehen,

eventuell verdampften Wein mit etwas Wasser nachfüllen, Garpunkt überprüfen

wenn Spargel fast gar sind, Deckel entfernen, Knoblauch dazugeben, schwenken, salzen, pfeffern

Zeste drüberreiben, danach den Parmesan

Dieses Gericht ist vegetarisch, wenn man den Parmesan wegläßt (Schade drum!), sogar vegan.

Servieren

Grüner-Spargel-Tomate-Knoblauch-Zitronenzeste-Grano-Padano

 

Dinner for One – Schwarzer Heilbutt Garnelen Kartoffelgratin Bete Apfel Salat


Manchmal muß es eben sein – man hat niemanden, den man bekochen könnte, aber Lust zu kochen. Dann ist der Fischhändler gerade 50 Meter entfernt, und der tolle Gemüsemann nebenan. Und es ist Freitag…

Aber eigentlich wollte ich ganz profan Bar-Food machen, nämlich Chicken Wings aus dem Ofen mit selbstgemachter Sauce, Pommes ohne Öl aus dem Ofen und Heim-Krautsalat (Coleslaw).

Aber es hat nicht sollen sein, ich bekam ohne Verrenkungen keine Wings und hab kurzerhand umdisponiert. Kartoffeln und schon vorgekochte Bete hatte ich gerade eingekauft, da ging ich einfach die paar Meter zurück in die besagten Geschäfte.

Der Fischhändler ist immer für eine Überraschung gut, weil sein Angebot täglich wechselt. Aber heute hatte er ein paar schöne Filets vom schwarzen Heilbutt. Darunter eines mit gerade Mal 100g – das nahm ich, und dazu 4 ausgenommene Garnelen, mehr als genug für einen Esser. Im Laden nebenan gab es einen Boskop, Estragon und eine Kelle vorgeschnittenes Gemüse (ein Service für die betagtere Kundschaft, die hier gern einkauft und dadurch weniger Arbeit hat). Halbfeste Kartoffeln hatte ich schon vorher geholt.

Ich hatte viel Zeit, stellte den Fernseher an und schnippelte mich gemächlich zum Abendessen. Es hat richtig gut geschmeckt.

Rote Bete Salat

3 kleine Beten in Stiften, vorgekocht

1 Boskop in Stiften, geschält

2 El Weißweinessig

Saft einer knappen halben Zitrone

ca. 2 El Honig

1 cm Ingwer, gerieben

Salz

Pfeffer

5 Stengel Petersilie kleingehackt

1 Zweig Thymian, angedrückt

 

Vermischen, abschmecken – für mich muß die Süße der Bete einen säuerlichen Ausgleich haben. Sehr erfrischend, trotzdem erdig und durch den Apfel auch knackig.

Dieser Salat ist vegan, wenn man den Honig mit Agavendicksaft oder einem anderen Zucker ersetzt. Ansonsten ist er vegetarisch.

Rote-Bete-Apfel-Salat

Das Kartoffelgratin hab ich als erstes zubereitet, da es eine knappe Stunde im Ofen braucht.

 

Kartoffelgratin

Schale mit Butter und Knoblauch einreiben

Kartoffeln (2 mittlere) in 3mm Scheiben schneiden oder reiben (Mandoline)

6 Flocken Butter

Muskat

Salz

Pfeffer

1/3 Becher Sahne

Mein Förmchen hat einen Deckel, der blieb 40 Minuten drauf, danach hab ich die Hitze von 180 auf 200 Grad erhöht und den Deckel entfernt.

Das Gratin war auch sehr gut und schmeckte nach vielen Kalorien 😉

Diese Beilage war vegetarisch.

Kartoffelgratin

Den Heilbutt hab ich mit Vanillesalz gewürzt ( ein Geschenk der beiden Köche aus dem Pomodoro in Karlsruhe), auch mit Pfeffer, dann hab ich ihn in Butter und Olivenöl bei mittlerer Hitze gegart. Die Garnelen kamen gleichzeitig mit hineien. Pro Seite etwa 3 Minuten. Das Gemüse hab ich auch kurz in Butter geschwenkt.

Die Sauce

400 ml Fischfond aus dem Glas

mit einer Schalotte

2 Nelken

4 Wacholderbeeren

5 Pfefferkörnern

einem Lorbeerblatt

1/3 Topf Sahne

einem Spritzer (Schluck, Karin 😉 ) Noilly Prat

reduzieren, bis noch knapp 100 ml übrig sind.

Diese mit Butter aufmontieren und mit gehacktem Estragon anreichern.

Alles für’s Auge gefällig anrichten, schöne Musik auflegen, vielleicht ’ne Kerze anzünden, und nicht zu schnell essen.

 

Könnte auch mal was für Gäste sein.

Schwarzer-Heilbutt-Estragon-Sahne-Sauce-Garnelen

Menu 2/1 Strudel Spinat Datteln Pinienkerne Dattel Currysauce


Dadurch, daß das zweite Menu einen Tag nach dem ersten stattfand, mußte ich wirklich überlegen, was es geben sollte.

Ich hatte mir zwar etwas zurechtgelegt, hatte aber seit Wochen mal wieder die Gelegenheit über den Samstagshauptmarkt am Turnplatz zu gehen.

Dabei entwickelten sich (gottseidank) Gedanken, die mit essen zu tun hatten. Ich bin zweimal über den Markt gelaufen und hatte dann eine gute Vorstellung von dem, was es gab.

Den Spinat hab ich ausgewählt, weil die Pflänzchen ganz jung waren, und deshalb zart. Die Datteln kamen dazu, weil ich ein Rezept (ein sizilianisches) im Kopf hatte in dem Spinat mit Rosinen und Pinienkernen kombiniert wird, und ich die Rosinen mit etwas anderem Süßem kombinieren wollte, und es das am Stand mit dem Schafskäse auch gab.

Den Strudel/Filo/Yufkateig hab ich wieder gekauft, müßte ich auch mal selbst probieren.

Für die Füllung:

600 g junger Spinat, geputzt

2 Schalotten, 2 Knoblauchzehen, kleingehackt

3 El Olivenöl

Muskat, Salz

Der Spinat wird in einer Pfanne, in der die Schalotten und die Knoblauchzehen angeschwitzt wurden, portionsweise gegart und an die Pfannenseite geschoben.

Jedesmal kommt je eine Prise Muskat und Salz hinein. Wenn alle 600 g fertig sind, kommen sie ins Sieb, um abzutropfen. Ich ließ den Spinat eine Stunde im Sieb.

Die Datteln wurden entsteint, in kleine Stücke (1/8) geschnitten, und mit den angerösteten Pinienkernen dem Spinat untergehoben.

Dann hab ich 50 g Butter geschmolzen und 5 Blätter Strudelteig jeweils einseitig eingepinselt, gut angedrückt und wieder bestrichen.

Darauf kam die Spinatmischung, die ich dann in eine Rolle formte. In den Teig hab ich auch noch ein Stück Schafskäse gedrückt, bevor ich die Rolle schloß. Das kam bei 200 Grad in den Ofen. Nachdem die Oberfläche braun geworden war konnte sie zum portionieren herausgenommen werden.

Die Sauce:

Ich tat mich schwer, weil ich zuerst eine selbst gemischte Ras al hanout Gewürzmischung ausprobiert habe, die weniger als nix war.

Danach hab ich ein Schabzigerklee-Curry genommen (ganz wenig – 1/2 Tl), es in eine angeschwitzte Schalotte gegeben, das mit Noilly Prat abgelöscht, mit vier kleingeschnittenen Datteln aufgefüllt, abgeschmeckt, Zitronensaft dazu, Zitronenzeste dazu, noch etwas Salz dazu und alles durchgemixt. Ich mußte die Säure mehrmals justieren, aber am Schluß hat die Süße/Säure gestimmt, und der Schabzigerklee (der sehr deutlich ist) war nur mehr eine Note.

Mein Gast war anfangs irritiert (hatte offensichtlich am einen Ende eine süße Dattel erwischt, war aber gegen Ende sehr begeistert. Ich selbst kann auch verstehen, warum Süßes und Herbes gut passt. Ich fand die Sauce ziemlich gut zur Roulade. Der Salat im Hintergrund ist der Rest vom Vortag. Ohne Schafkäse wäre diese Vorspeise sogar vegan! Naja, ich nehm’s zurück, die Butter müßte mit Margarine ersetzt werden 🙂

Spinat-Strudel-Datteln-Pistazien-Salat-3