Blätterteig Erdbeeren Pudding


Ich wollte endlich Erdbeeren essen. Aber die werden so schnell schlecht, daß ich mir gleich überlegte wie ich sie verarbeite und wie ich sie schnell wieder losbekomme…

Am Samstag holte ich mir beim Einkauf einen Blätterteig, einen rechteckigen. Von der Hälfte schnitt ich vier Rechtecke, etwa 14×10 cm, aus dem Rest machte ich Streifen, die ich als zweite Ebene um den Rand der Rechtecke setzte. Jetzt wurden sie mit Eigelb eingepinselt und bei 200 C etwa 15 Minuten gebacken. Beim herausnehmen sah ich, daß die Mitte sehr hoch geworden war und schnitt sie am Innenrand ein und drückte sie sanft nach unten (es sollte eine Füllung hineinpassen).

Jetzt machte ich einen Vanillepudding. Rezept war aus der essen & trinken, aber ein Privatrezept und kein sehr gutes.

400 ml Milch aufkochen

weitere 100 ml Milch vermischen mit Vanille aus der Vanillestange

1 Päckchen Vanillezucker

2 Eigelb

1 El Zucker

5 gehäufte Tl Speisestärke

Anmerkung: Im Rezept standen keine Grammangaben. Gehäufte Tl können weit divergieren. Mein Pudding wurde ganz schnell fest. Eher weniger nehmen. Wenn man alle Zutaten mischt, darauf achten, zuerst die Speisestärke in den Topf geben und dann Milch und alles andere einrühren, sonst klumpt es.

Wenn dann die 400 ml Milch kochen, die andere Mischung einrühren, noch einmal aufkochen und sofort vom Herd ziehen.

Wer einen Pudding ohne Haut will, legt ein Backpapier oder etwas Cellophan direkt drauf.

Ich liess ihn etwas abkühlen und füllte ihn in die Mitte der Blätterteigformen.

Die Erdbeeren hatte ich geputzt und in zwei Häufchen geteilt. Der größere Teil kam mit einem Schluck Wasser und einem gehäuften El Zucker in einen kleinen Topf. Bei voller Hitze verkochten sie schnell, ich half mit einem Kartoffelstampfer nach, gab noch einen halben Tl Zitronensaft und eine Prise Salz dazu und pürierte am Ende alles. Auch das liess ich ein bisschen abkühlen, um es dann über den Pudding zu löffeln. Die restlichen Erdbeeren setzte ich obenauf. Dann wurde der Rand mit Puderzucker bestreut.

Ich hab sie mitgenommen und verschenkt, nicht ohne ein halbes probiert zu haben. Wir hatten leider keine Teller oder Gabeln/Löffel und es war ohne Zwischenkühlung dann doch relativ „messy“

Mir fiel auf, daß der Vanillepudding gerne etwas süßer hätte sein können. Aber sonst ziemlich gut, das Erdbeerpüree war wunderbar intensiv!

 

 

Aprikosenkuchen


Vor kurzem erzählte ich von den jungen Damen im Stall, die gerne meine Backergüsse probieren. Am Sonntag war es wieder soweit.

Auf dem Markt gestern sah ich erste Aprikosen und kaufte ein Pfund davon. Die ältere Verkäuferin sagte beim Überreichen, daß sie noch steinhart seien.

Ich hab die Früchte zuhause gegoogelt, weil ich mir unsicher war ob ich saftig süße Früchte brauche oder nicht, Jedenfalls hab ich eine Weile nach einem Rezept geschaut und endlich auf einer Seite (Mammas Rezepte) fündig geworden. Einfach, und ich mußte nur noch Quark (Magerstufe) besorgen. Ich schrieb mir das Rezept auf, blieb aber noch sicherheitshalber auf der Seite und bereitete alles vor. Dabei (also wirklich dabei, beim Machen, fiel mir auf, daß eine Zutat auf dem Zettel bei der Verarbeitung plötzlich keine Rolle mehr spielte. Da es sich um Speisestärke handelte, war es für mich eine Gewissensentscheidung, ob ich den Kuchen jetzt mit oder ohne Mondamin backe, weil die Stärke spielt ja normalerweise eine wichtige Rolle. Ich gab es dann dazu, weil ich dachte, es hätte sonst nicht auf der Zutatenliste gestanden.

Was mir auch auffiel war, daß die Teigmasse sehr trocken war, aber beim Backen durchaus eine Saftigkeit und Krume entwickelte. Die Backzeit war allerdings fast doppelt so lang, trotz sklavischen Einhaltens der Rezeptvorgaben.

Die Zutaten:

2 Eier, getrennt

150 g Zucker

1 Packung Vanillezucker

150 g weiche Butter

150 g Quark Magerstufe

200 g Mehl

Prise Salz

40 g Speisestärke

1 gehäufter Tl Backpulver

abgeriebene Zitronenschale

500 g Aprikosen, entsteint, geschält (Ich hab meine zweimal mit kochendem Wasser überbrüht, sie ließen sich nicht schälen-hat überhaupt nicht gestört)

Das Rezept schlägt außerdem Tortenguss oder Puderzucker vor.

 

Springform von 24 cm buttern und mehlen

Eier trennen

Eiweiss steif schlagen

Eigelb, Zucker und weiche Butter schaumig schlagen (elektrische Handmaschine)

Vanillezucker, Quark unter die Eigelbmasse rühren (mit dem Holzlöffel).

Mehl, Salz, Backpulver, Speisestärke und Zitronenzeste mischen und mit dem Eiweiss in den Teig verrühren.

In die Kuchenform geben, glatt streichen

Aprikosenhälften darauf verteilen

 

Der Kuchen sollte nach Rezept auf mittlerer Schiene 35-30 Minuten brauchen, insgesamt war er 60 Minuten im Ofen.

Weil ich befürchtete, die Aprikosen seien zu sauer, schaute ich mir einen weiteren Konditoren/Hausfrauentrick ab:

Es gibt den Fachausdruck Apricotage (bestimmt unter Konditoren)

Es beschreibt das langsame Erhitzen von Aprikosenmarmelade, die anschliessend durch ein Sieb gegeben wird. Ich sah, daß alle Schwebstoffe damit gefiltert wurden.

Diese raffinierte Aprikosenkonfitüre ist sehr fein und ganz klar und wurde gleich auf der Oberfläche der Früchte auf dem Kuchen verteilt.

Die jungen Damen fanden den Kuchen gut. Ein Mitarbeiter im Geschäft, der vor langer Zeit Bäcker gelernt hatte, meinte er müsse ein bißchen saftiger sein, um mich gleich zu warnen es nicht zu übertreiben, sonst „ersaufen die Früchte“. Ich bin mit dem Kuchen ganz zufrieden und hab sogar festgestellt, daß die Aprikosen, die wirklich säuerlich sind, zusammen mit dem Aprikosenanstrich und dem süßen Kuchen einen schönen Kontrast abgeben.

 

Aprikosenkuchen 2